Notebookcheck

Test Gigabyte P34W v3 Notebook

Allen Ngo, Tanja Hinum (übersetzt von Andreas Osthoff), 15.04.2015

Heiße Kiste. Was passiert, wenn man einen 2,6 GHz schnellen i7-4720HQ-Prozessor zusammen mit einer Nvidia GTX 970M in ein ultradünnes 14-Zoll-Gehäuse hineinzwängt? Man bekommt eines der schnellsten und wirklich mobilen Gaming-Notebooks überhaupt – allerdings mit einigen Temperaturproblemen.

Obwohl die Firma eher für ihre Desktop-Komponenten und passende Hardware bekannt ist, produziert Gigabyte ebenfalls ziemlich leistungsstarke Laptops mit beeindruckender Hardware, die sich speziell an Gamer richten. Unser 14 Zoll großes P34W v3 ist die dritte Ausgabe des kleinsten Modells, allerdings ist die Größe kein Anhaltspunkt für die Leistung, denn mit der GTX 9xxM bzw. GTX 8xxM kommen die gleichen Grafikkarten zum Einsatz, wie bei den größeren P35- (15,6 Zoll) und P27G-Modellen (17,3 Zoll).

Mit High-End-Komponenten wie dem 2,6 GHz schnellen Core i7-4720HQ und der GTX 970M-GPU handelt es sich beim P34W v3 um eines der schnellsten 14-Zoll-Notebooks, das derzeit am Markt erhältlich ist. Gigabyte bewirbt das P34W als perfekten Begleiter für Anwender, die keine Kompromisse bei der Mobilität und der Leistung in Kauf nehmen wollen. Es ist beinahe unglaublich, wie Gigabyte es geschafft hat, so leistungsfähige Komponenten, die normalerweise dickeren 15,6-Zoll-Geräten vorbehalten sind, in solch eine ultraleichte Konstruktion zu stecken. Wir wollen uns nun genauer ansehen, wie der Hersteller das bewerkstelligt hat und ob bei dem Prozess irgendwelche Kompromisse eingegangen wurden.

In Deutschland ist das P34W v3 zur Zeit in zwei geringfügig abweichenden Konfigurationen verfügbar. Zur Anwendung kommt hier der Intel i7-4710HQ Prozessor (100 MHz geringerer Takt) sowie jeweils 8 GB Arbeitsspeicher. Nennenswerte Unterschiede bei der Leistung/Emissionen sollten sich damit nicht ergeben. Ohne OS und SSD ist das P34W v3 ab 1549 Euro zu haben, mit 1TB HDD+128GB SSD, Windows 8.1 und lt. Datenblatt mit 6GB VRAM liegt der Startpreis bei rund 1699 Euro.

Gigabyte P34W V3 (P34 Serie)
Grafikkarte
NVIDIA GeForce GTX 970M - 3072 MB, Kerntakt: 924 MHz, Speichertakt: 5010 MHz, 344.75, Optimus
Hauptspeicher
16384 MB 
, 11-11-11-28, Dual-Channel
Bildschirm
14 Zoll 16:9, 1920 x 1080 Pixel, AU Optronics B140HAN01.1, IPS, P/N: XTRY9, spiegelnd: nein
Massenspeicher
Lite-On LMT-128L9M, 128 GB 
Soundkarte
Intel Lynx Point PCH - High Definition Audio Controller
Anschlüsse
4 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 VGA, 1 HDMI, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: kombinierter 3,5-mm-Klinkenanschluss, Card Reader: SD-Leser
Netzwerk
Realtek RTL8168/8111 Gigabit-LAN (10/100/1000MBit), Intel Dual Band Wireless-AC 7260 (a/b/g/n/ac), Bluetooth 4.0
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 20.9 x 340 x 239
Akku
61 Wh Lithium-Polymer, 15.2 V
Betriebssystem
Microsoft Windows 8.1 64 Bit
Kamera
Webcam: 720p
Sonstiges
Lautsprecher: 1,5 W Stereo, Tastatur: Chiclet, Tastatur-Beleuchtung: ja, CyberLink PowerDVD 10, LAN Optimizer, SmartManagerV3, GBOSDV3, AmCap
Gewicht
1.8 kg, Netzteil: 657 g
Preis
1524 Euro
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Gehäuse

In Anbetracht der High-End-Hardware extrem dünn: Gigabyte P34W v3
In Anbetracht der High-End-Hardware extrem dünn: Gigabyte P34W v3

Bei dem Begriff High-End-Gaming-Notebook denkt man unweigerlich an ein auffälliges oder protziges Gerät, aber die Modelle von Gigabyte sind beim Design normalerweise etwas zurückhaltender. Uns gefällt dieser Ansatz. Die dunkelgrauen und matten Oberflächen wecken Erinnerungen an die Asus-ROG-Modelle, allerdings unterscheiden sich die abgerundeten Ecken und Kanten von dem etwas kantigeren Design der ROG-Notebooks. Insgesamt fühlt sich das Gerät damit hochwertig, aber dennoch unauffällig an. Besondere Ausstattungsmerkmale, wie spezielle Texturen oder Farbakzente, gibt es nicht - man könnte das P34W auf den ersten Blick leicht mit einem normalen Mainstream-Notebook verwechseln.

Die Qualität liegt allerdings eine Stufe über dem Durchschnitt: Die Oberflächen fühlen sich solide an und sind auch ordentlich zusammengesetzt. Es handelt sich nicht um ein Unibody-Gehäuse, aber es gibt keine nennenswerten Knarzgeräusche oder unsaubere Übergänge zwischen dem Plastik und dem Aluminium. Druck auf die Handballenablage hat keine Auswirkungen und auch der Deckel lässt sich nur minimal eindrücken. Die beiden kleinen Scharniere halten den Bildschirm bis zu dem maximalen Öffnungswinkel von etwa 135 Grad fest in Position. Lediglich die Mitte der Tastatur fühlt sich etwas schwächer an. Abgesehen von der Schmutzanfälligkeit, die bei glatten und matten Oberflächen aber normal ist, gibt es an der Qualität des Gehäuses nur wenig auszusetzen.

Die minimalistische Erscheinung setzt sich auch bei dem Gewicht und der Größe des Notebooks fort. Mit einer Dicke von lediglich 20,9 Millimetern ist das P34W fast so dünn wie aktuelle 14-Zoll-Ultrabooks und ebenfalls dünner als das deutlich schwächere Lenovo Y40. Mit der "Dicke" des 14-Zoll Razer Blade (4 mm dünner) kann es das Gigabyte allerdings nicht ganz aufnehmen, dafür ist jedoch das Gewicht um 100 Gramm geringer als beim Blade (1,9 kg vs. 1,8 kg). Man kann noch weitere 100 Gramm einsparen, indem man die interne sekundäre Festplatte entfernt.

Gigabyte P34W v3 im Vergleich

350 mm 249 mm 23.8 mm 2 kg345 mm 235 mm 17 mm 1.9 kg340 mm 239 mm 21 mm 1.8 kg340 mm 239 mm 20.9 mm 1.8 kg337.8 mm 238.8 mm 20.3 mm 1.9 kg

Gallerie

Laut Gigabyte ist das P34W v3 28 % dünner und 15 % leichter gegenüber dem Klassendurchschnitt.
Laut Gigabyte ist das P34W v3 28 % dünner und 15 % leichter gegenüber dem Klassendurchschnitt.
Ein sehr zurückhaltendes Design für ein High-End-Gaming-Notebook.
Mit einer Höhe von 20,9 mm kann das P34W v3 mit vielen Ultrabooks konkurrieren.
Abgerundete Ecken und Kanten
Alle Oberflächen des P34W sind dunkelgrau.
Gleichmäßiges Profil
High-End-Komponenten, die normalerweise in größeren Notebooks verbaut werden.
Mit rund 1,8 kg sehr leicht
Trotz der kleinen Dimensionen sind die Scharniere straff.
Maximaler Öffnungswinkel von rund 135 Grad.
Die matten Oberflächen sind sehr anfällig für Fingerabdrücke.
Die Stereolautsprecher befinden sich and der Unterseite der Vorderkante.
Trotz der ist die Baseunit stabil.
Kleine Gummifüße ohne versteckte Schrauben
Große Kühlöffnungen am 14-Zöller
Sehr viele Lüftungsschlitze - nicht blockieren!
Schneller Zugriff auf den Arbeitsspeicher
Weitere Demontage legt die beiden Lüfter, Akku, WLAN-Karte, HDD, mSATA, internen Akku sowie andere wichtige Komponenten frei.
Unterstützung für zwei Festplatten
Die gesamte Unterseite kann für den einfachen Zugang zu den Komponenten entfernt werden.
Die Lüfter sind beim Spielen oder bei mittlerer bis hoher Last ziemlich laut.
Ein Großteil der Wärmeentwicklung ist auf die Heatpipes konzentriert.
CPU und GPU scheinen verlötet zu sein und lassen sich nicht austauschen.
Interner Akku mit 4.030 mAh
Relativ kleines Netzteil (16,5 x 8 x 2,5 cm) mit 19,5 V

Ausstattung

Die Anschlussausstattung beinhaltet einen normalen HDMI-Ausgang sowie einen SD-Kartenleser, allerdings überraschte uns bei der Größe des P34 der VGA-Ausgang und die Anzahl der USB-3.0-Anschlüsse. Leider gibt es keinen DisplayPort oder irgendwelche zusätzlichen Audioanschlüsse (SPDIF, Line-in), die bei größeren Gaming-Notebooks wie dem Chimera CX-9 (15,6 Zoll) oder dem noch größeren Asus G751 (17,3 Zoll) verfügbar sind.

Vorne. Keine Anschlüsse
Vorne. Keine Anschlüsse
Rechts: 2x USB 3.0, SD-Kartenleser, HDMI, Strom
Rechts: 2x USB 3.0, SD-Kartenleser, HDMI, Strom
Hinten: Keine Anschlüsse
Hinten: Keine Anschlüsse
Links: Kensington Lock, Gigabit-LAN, VGA, 2x USB 3.0, 3,5-mm-Klinke
Links: Kensington Lock, Gigabit-LAN, VGA, 2x USB 3.0, 3,5-mm-Klinke

Kommunikation

Um die WLAN-Verbindungen kümmert sich ein Intel 7260 Dual-Band-Modul (2x2, PCIe, halbe Größe), das in 802.11ac-Netzwerken Transferraten von bis zu 867 MBit/s erreicht. Zusätzlich unterstützt das Modul Bluetooth 4.0. In einem normalen WLAN-Netz konnten wir keine Verbindungsabbrüche oder andere Probleme feststellen. WWAN- oder GPS-Module sind nicht verfügbar, aber das war bei einem Gaming-Notebook auch nicht zu erwarten.

Zubehör

Abgesehen von dem Netzteil gibt es für das P34W kein Zubehör. Gigabyte verkauft aber universelle Tastaturen, Mäuse, Lautsprecher und andere Artikel direkt über seinen Online-Shop.

Garantie

Gigabyte gewährt all seinen Notebooks und Netbooks eine zweijährige bzw. einjährige weltweite Garantie. Optionale Verlängerungen sollten direkt bei den verschiedenen Händlern erhältlich sein.

Eingabegeräte

Tastatur

Die Tastatur (28,5 x 10,5 cm) verfügt über alle normalen Tasten. Wir hätten uns aber zusätzliche Multimediatasten oder Makrotasten gewünscht, die beim Spielen helfen. Auch die Pfeiltasten sind etwas kleiner, woran man sich bei einigen Spielen etwas gewöhnen muss. Ansonsten ist der Hub recht begrenzt, was bei solch dünnen und leichten Notebooks aber normal ist; Ultrabook-Besitzer sollten sich also direkt heimisch fühlen. Das Feedback hingegen ist etwas besser und straffer als bei vielen Ultrabooks, wo sich die Eingaben schnell etwas schwammig anfühlen können.

Die helle Hintergrundbeleuchtung kann in zwei Stufen geregelt werden. In Wirklichkeit ist die Beleuchtung weiß, obwohl Gigabyte einen blaue Beleuchtung bewirbt. Der Umgebungslichtsensor kann sowohl die Tastaturbeleuchtung als auch die normale Bildschirmhelligkeit automatisch regeln.

Touchpad

Gaming-Touchpads sind normalerweise ziemlich klein, denn Spieler bevorzugen in der Regel eine externe Maus. Das leicht gummierte Touchpad (10 x 5,5 cm) unseres Testgeräts funktioniert ohne irgendwelche Ungenauigkeiten oder Zeigersprünge, falls man keine externe Maus nutzen kann. Die ELAN-Software unterstützt Multitouch-Gesten mit bis zu drei Fingern und Eingaben werden trotz der kleinen Oberfläche ziemlich präzise umgesetzt.

Die beiden dedizierten Maustasten fühlen sich im Vergleich zum Touchpad billig an und haben einen flachen Hub, aber die Rückmeldung geht in Ordnung und ist zuverlässig genug für eine komfortable Nutzung. Gegenüber Touchpads mit integrierten Tasten haben die dedizierten Tasten Vorteile beim Klicken sowie Drag-&-Drop und dem Hervorheben von Texten.

Für die Abgrenzung zu den restlichen Tasten verfügen die WASD-Tasten über eine fette Schrift.
Für die Abgrenzung zu den restlichen Tasten verfügen die WASD-Tasten über eine fette Schrift.
Kleines Touchpad mit dedizierten Tasten
Kleines Touchpad mit dedizierten Tasten
Kleine Pfeiltasten
Kleine Pfeiltasten

Display

Das P34W v3 ist ausschließlich mit einem matten 1080p-IPS-Display erhältlich. Spiegelnde Panels oder Touchscreens gibt es nicht – das Notebook ist vollkommen auf Gamer ausgerichtet und es gibt keine unnötigen Ablenkungen, die den Preis und auch das Gewicht erhöhen würden. Zudem handelt es sich um ein qualitativ hochwertiges Panel von AU Optronics (B140HAN01.1), das auch in einigen Clevo Barebones wie dem Schenker C404 sowie Gigabytes eigenem P34G zum Einsatz kommt. Die Farben sind subjektiv sehr lebendig und das Bild ist sehr scharf. Gittereffekte oder sonstige Probleme konnten wir nicht beobachten. Ein wenig "Farbrauschen" ist vorhanden, wenn man bei einem komplett weißen Hintergrund ganz genau hinsieht, allerdings ist das bei matten Bildschirmen durchaus normal.

Die Helligkeit ist für ein Gaming-Notebook mit rund 300 cd/m² mehr als ausreichend. Das Kontrastverhältnis von 500:1 könnte besser sein, die akkurate Graustufendarstellung kann aber erfreuen.

271.8
cd/m²
280.2
cd/m²
282.5
cd/m²
278.9
cd/m²
305.4
cd/m²
276.3
cd/m²
259.2
cd/m²
280.1
cd/m²
257.8
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro Basic 2
Maximal: 305.4 cd/m² Durchschnitt: 276.9 cd/m²
Ausleuchtung: 84 %
Helligkeit Akku: 305.4 cd/m²
Kontrast: 424:1 (Schwarzwert: 0.72 cd/m²)
ΔE Color 2.81 | 0.6-29.43 Ø6.1
ΔE Greyscale 1.92 | 0.64-98 Ø6.3
60.4% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
Gamma: 2.21
Gigabyte P34W V3
GeForce GTX 970M, 4720HQ, Lite-On LMT-128L9M
Lenovo Y40-59423035
Radeon R9 M275, 4500U, Liteonit LCS-256M6S
Gigabyte P34G v2
GeForce GTX 860M, 4700HQ, Liteonit LMT-128M6M
Razer Blade 14 inch
GeForce GTX 765M, 4702HQ, Samsung SSD PM841 MZMTD128HAFV mSATA
Lenovo ThinkPad Yoga 14
GeForce 840M, 4210U, WDC WD10SPCX-08WST0 + SanDisk SSD U110 16 GB SSD Cache
Bildschirm
-131%
-5%
-58%
-1%
Helligkeit Bildmitte
305.4
211.5
-31%
270
-12%
361
18%
298.9
-2%
Brightness
277
195
-30%
265
-4%
337
22%
286
3%
Brightness Distribution
84
78
-7%
85
1%
89
6%
83
-1%
Schwarzwert *
0.72
0.815
-13%
0.25
65%
1
-39%
0.387
46%
Kontrast
424
260
-39%
1080
155%
361
-15%
772
82%
DeltaE Colorchecker *
2.81
11.81
-320%
4.59
-63%
7.32
-160%
3.83
-36%
DeltaE Graustufen *
1.92
12.73
-563%
5.36
-179%
6.88
-258%
3.83
-99%
Gamma
2.21 100%
2.17 101%
2.69 82%
3.06 72%
2.31 95%
CCT
6384 102%
17141 38%
6859 95%
7581 86%
7187 90%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
60.4
35.29
-42%
58
-4%
38.17
-37%
58.34
-3%

* ... kleinere Werte sind besser

Mit 60,4 Prozent (sRGB) bzw. 81,8 Prozent (AdobeRGB) liegt die Farbraumabdeckung auf einem sehr guten Niveau und übertrifft die TN-Panels in vielen Mittelklasse-Gaming-Notebooks, die in der Regel nur 60 - 70 Prozent des sRGB-Standards abdecken. Einige High-End-Notebooks (z. B. von Eurocom) können mit speziellen TN-Panels ausgerüstet werden, die 95 Prozent des AdobeRGB-Spektrums abbilden können, und sich damit neben dem Spielen auch für professionelle Grafikarbeiten eignen.

vs. sRGB
vs. sRGB
vs. AdobeRGB
vs. AdobeRGB
vs. Lenovo Y40
vs. Lenovo Y40
vs. Gigabyte P45G v2
vs. Gigabyte P45G v2

Die weitere Farbanalyse mit einem X-Rite Spektralphotometer zeigt schon im Werkszustand durchweg sehr genaue Farben, eine gute RGB-Balance sowie eine gleichmäßige Graustufendarstellung. Die Farben des P34W werden mit zunehmender Sättigung generell etwas ungenauer, aber die Abweichungen sind nur gering. Auffälliger ist vielleicht die Farbtemperatur, die nicht zu kühl ist und damit den Blaustich vermeidet, der bei vielen Notebooks sichtbar ist. Wenig überraschend sind unsere Ergebnisse vergleichbar mit dem P34G, bei dem dasselbe Display von AU Optronics zum Einsatz kam.

Graustufen vor der Kalibrierung
Graustufen vor der Kalibrierung
Sättigung vor der Kalibrierung
Sättigung vor der Kalibrierung
ColorChecker vor der Kalibrierung
ColorChecker vor der Kalibrierung
Graustufen nach der Kalibrierung
Graustufen nach der Kalibrierung
Sättigung nach der Kalibrierung
Sättigung nach der Kalibrierung
ColorChecker nach der Kalibrierung
ColorChecker nach der Kalibrierung

Bei der maximalen Bildschirmhelligkeit ist die Sichtbarkeit im Freien an einem bewölkten Tag durchschnittlich. In Verbindung mit dem geringen Gewicht, den kompakten Abmessungen sowie dem matten Display eignet sich das P34W also gut für kleine Aufgaben (beispielsweise kurze Mails oder Texte verfassen), was wir von den meisten anderen High-End-Gaming-Notebooks nicht behaupten können. Nichtsdestotrotz sollte man direkte Sonneneinstrahlung vermeiden, da das Bild sonst verwaschen erscheint.

Gute Outdoor-Fähigkeiten, solange man direkte Sonneneinstrahlung vermeiden kann
Gute Outdoor-Fähigkeiten, solange man direkte Sonneneinstrahlung vermeiden kann
Blickwinkel Gigabyte P34W v3
Blickwinkel Gigabyte P34W v3

Die Blickwinkel sind, wie wir es von dem IPS-Display erwartet haben, exzellent und es gibt selbst aus extremen vertikalen Winkeln keine Farbverfälschungen. Damit können auch problemlos mehrere Personen den Bildschirminhalt beim Spielen oder der Wiedergabe von Videos betrachten.

Leistung

Turbo Boost bis zu 3,4 GHz für vier aktive Kerne
Turbo Boost bis zu 3,4 GHz für vier aktive Kerne

Das P34W ist ausschließlich mit einem Core i7-4720HQ-Prozessor (i7-4710HQ für Deutschland) sowie einer GTX-970M-Grafikkarte erhältlich. Im Energiesparmodus reduziert sich der Takt der Haswell-CPU auf lediglich 800 MHz, ansonsten läuft der Prozessor aber mit einem Basistakt von 2,6 GHz, der via Turbo Boost auf bis zu 3,4 GHz erhöht werden kann. Auch die Maxwell-GPU, die mittels Turbo bis zu 1.038 MHz erreicht, läuft im Energiesparmodus nur mit 135/162 MHz (Kern/Speicher). Zusätzlich kann man dank der Optimus-Technologie die integrierte HD-4600-GPU aktivieren, um den Stromverbrauch weiter zu reduzieren.

Der Arbeitsspeicher wird von zwei DDR3L-Modulen (800 MHz) von Transcend bereitgestellt. Insgesamt stehen dem Notebook 16 GB zur Verfügung. Der Arbeitsspeicher ist über eine kleine Wartungsklappe auf der Unterseite schnell zugänglich. Die gesamte Unterseite kann zudem ziemlich einfach mit einem Kreuzschraubenzieher entfernt werden, um an die Kühlung, die Festplatte, die mSATA-SSD, den Akku sowie andere Komponenten zu gelangen. Die GPU ist auf dem Mainboard aufgelötet und nicht über den MXM-3.0-Anschluss verbunden, wie es bei größeren Notebooks und Barebone-Modellen üblich ist.

Prozessor

Der High-End-Prozessor i7-4720HQ im P34W erzielt in den synthetischen Benchmarks sehr hohe Werte und liegt auf dem Niveau von ähnlich ausgestatteten Geräten wie dem MSI GS60 Ghost sowie dem GS70. Das Cinebench R15-Ergebnis von 635 Punkten im Multi-Core-Test ist etwas höher als bei dem Core i7-2600K-Desktop-Prozessor, gleichzeitig ist der Stromverbrauch aber deutlich geringer. Die Single-Core-Leistung ist laut Super Pi etwas höher als bei dem i7-2820QM, welcher einer der schnellsten mobilen Sandy-Bridge-Prozessoren war. Kurz gesagt: Die Haswell-CPU ist für aktuelle Spiele mehr als ausreichend.

Weitere technische Informationen und Benchmarks zum Core i7-4720QHQ sind in unserem CPU-Artikel ersichtlich.

CineBench R10 64 Bit
CineBench R10 64 Bit
CineBench R11.5 64 Bit
CineBench R11.5 64 Bit
CineBench R15 64 Bit
CineBench R15 64 Bit
Cinebench R10 Shading 64Bit
6849 Points
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 64Bit
25825 Points
Cinebench R10 Rendering Single CPUs 64Bit
6611 Points
Cinebench R10 Shading 32Bit
6848
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 32Bit
19447
Cinebench R10 Rendering Single 32Bit
5080
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
59.64 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
6 Points
Cinebench R11.5 CPU Single 64Bit
1.47 Points
Cinebench R15 Ref. Match 64Bit
99.6 %
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
110.15 fps
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
636 Points
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
130 Points
Hilfe

System Performance

Das PCMark 7 Gesamtergebnis ist mit 6.182 Punkten vergleichbar mit anderen High-End-Geräten und deutlich größeren Modellen wie dem MSI GS60 oder dem Schenker XMG P704, die beide mit dedizierten SSDs sowie GTX-Grafikkarten ausgerüstet sind. Das höchste Ergebnis in unserer Datenbank sind 6.931 Punkte, das 14 Zoll große Testgerät ist also schon jetzt eines der schnellsten leichten Gaming-Notebooks.

Subjektiv fühlen sich das Betriebssystem und Multi-Tasking so schnell an, wie bei SSD-basierten Ultrabooks. Bei unserem Test kam es zu einem unerklärbaren Systemabsturz, indem wir auf dem Desktop einfach einen Rechtsklick ausgelöst haben, aber Programme werden nichtsdestotrotz schnell und mühelos gestartet.

PCMark 7
PCMark 7
PCMark 8 Home Accelerated
PCMark 8 Home Accelerated
PCMark 8 Creative Accelerated
PCMark 8 Creative Accelerated
PCMark 8 Work Accelerated
PCMark 8 Work Accelerated
PCMark 7 Score
6182 Punkte
PCMark 8 Home Score Accelerated v2
4006 Punkte
PCMark 8 Creative Score Accelerated v2
4895 Punkte
PCMark 8 Work Score Accelerated v2
4443 Punkte
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Massenspeicher

mSATA- und 2,5-Zoll SATA-III-Steckplätze
mSATA- und 2,5-Zoll SATA-III-Steckplätze

Ein High-End-Gaming-Notebook mit nur einer Festplatte mit 5.400 U/min zu betreiben, ist wie einen Sportwagen mit Automatikgetriebe zu fahren – es macht zwar Spaß, aber man hat das Gefühl, es könnte deutlich aufregender sein. Glücklicherweise gibt es beim P34W sowohl einen 2,5-Zoll-SATA-III-Steckplatz als auch einem mSATA-Steckplatz, somit stehen also ausreichend Optionen für gute Leistung zur Verfügung. Unser Testgerät verwendet eine Lite-On mSATA-SSD mit 128 GB sowie eine zusätzliche 1-TB-Festplatte von Western Digital (7.200 U/min).

Die Leistung der SSD liegt laut CrystalDiskMark auf dem üblichen Niveau einer SATA-III-SSD mit sequentiellen Transferraten von über 500 MB/s (Lesen) bzw. 300 MB/s (Schreiben). Die zusätzliche Festplatte erreicht laut HD Tune knapp 100 MB/s, während sich die meisten Festplatten mit 7.200 U/min im Bereich von 90 MB/s bewegen.

Das P34W unterstützt keine RAID-Konfiguration – eine Funktion, die bei vielen größeren Gaming-Notebooks in dieser Preisklasse zum Standard gehört.

LiteOn IT LMT-128L9M SSD Benchmarks
Western Digital HTS7210A9E630 HDD Benchmarks
Lite-On LMT-128L9M
Minimale Transferrate: 163.5 MB/s
Maximale Transferrate: 399.2 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 343.8 MB/s
Zugriffszeit: 0.1 ms
Burst-Rate: 314.5 MB/s
CPU Benutzung: 1.5 %

Grafikkarte

Die GTX 970M ist eine der schnellsten mobilen Grafikkarten. Laut den synthetischen Grafikbenchmarks liegt das System wie erwartet ziemlich genau zwischen der GTX 980M und der GTX 880M, und kann sowohl die GTX 870M als auch die Radeon R9 M290X in den 3DMarks um mehr als 50 Prozent überflügeln. Andere Geräte mit der GTX-970M-GPU liegen auf dem gleichen Niveau.

Es gibt zwei verschiedene Ausführungen der GTX 970M: Mit 3 GB GDDR5-RAM und 6 GB GDDR5-RAM. Im Vergleich mit der 6-GB-Version der 970M im Schenker XMG U505 sind die 3DMark Ergebnisse aber praktisch identisch. Das 6-GB-Modell dürfte jedoch einen Vorteil bei höheren Auflösungen mit größeren Texturen haben.

3DMark 11
3DMark 11
3DMark Ice Storm
3DMark Ice Storm
3DMark Cloud Gate
3DMark Cloud Gate
3DMark Fire Strike Extreme
3DMark Fire Strike Extreme
3DMark 06 Standard
29293 Punkte
3DMark 11 Performance
9320 Punkte
3DMark Ice Storm Standard Score
124743 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
21105 Punkte
3DMark Fire Strike Score
6644 Punkte
3DMark Fire Strike Extreme Score
3342 Punkte
Hilfe
3DMark
1920x1080 Fire Strike Graphics (nach Ergebnis sortieren)
Gigabyte P34W V3
7564 Points ∼19%
Asus G751JY-T7009H
9819 Points ∼24% +30%
MSI GT72-2PE16SR231BW
6144 Points ∼15% -19%
Schenker XMG U505
7536 Points ∼19% 0%
MSI GS70-2PEi71611
4558 Points ∼11% -40%
One K56-4N
5294 Points ∼13% -30%
1280x720 Cloud Gate Standard Graphics (nach Ergebnis sortieren)
Gigabyte P34W V3
52542 Points ∼28%
Asus G751JY-T7009H
68315 Points ∼37% +30%
MSI GT72-2PE16SR231BW
40549 Points ∼22% -23%
Schenker XMG U505
51368 Points ∼28% -2%
MSI GS70-2PEi71611
32151 Points ∼17% -39%
One K56-4N
33147 Points ∼18% -37%
3DMark 11 - 1280x720 Performance GPU (nach Ergebnis sortieren)
Gigabyte P34W V3
9779 Points ∼19%
Asus G751JY-T7009H
12981 Points ∼25% +33%
MSI GT72-2PE16SR231BW
8812 Points ∼17% -10%
Schenker XMG U505
10064 Points ∼20% +3%
MSI GS70-2PEi71611
4416 Points ∼9% -55%
One K56-4N
6817 Points ∼13% -30%

Legende

 
Gigabyte P34W V3 Intel Core i7-4720HQ, NVIDIA GeForce GTX 970M, Lite-On LMT-128L9M
 
Asus G751JY-T7009H Intel Core i7-4710HQ, NVIDIA GeForce GTX 980M, Samsung SSD XP941 MZHPU256HCGL
 
MSI GT72-2PE16SR231BW Intel Core i7-4710HQ, NVIDIA GeForce GTX 880M, 3x Kingston RBU-SNS8100S3128GD (RAID 0)
 
Schenker XMG U505 Intel Core i7-4790S, NVIDIA GeForce GTX 970M, Plextor PX-G256M6e
 
MSI GS70-2PEi71611 Intel Core i7-4700HQ, NVIDIA GeForce GTX 870M, Toshiba HG6 THNSNJ128GMCU
 
One K56-4N Intel Core i7-4700MQ, AMD Radeon R9 M290X, Samsung SSD 840 EVO 500GB

Gaming Performance

Spiele sind auf dem P34W selbst mit hohen Grafikeinstellungen kein Problem. Einige Titel bleiben selbst mit maximalen Details locker über 60 fps und sind damit potenzielle Kandidaten für die 3K-Auflösung, falls sich Gigabyte dazu entschließt, solch ein Panel zukünftig anzubieten. Anspruchsvollere Titel wie Sleeping Dogs oder Ryse liegen bei rund 50 fps oder etwas weniger in der nativen 1080p-Auflösung, Besitzer der stärkeren GTX 980M haben hier also doch noch einen Vorteil.

Für weitere Vergleiche und Benchmarks der GTX 970M steht unser GPU-Artikel zur Verfügung.

Guild Wars 2
Guild Wars 2
COD: Advanced Warfare
COD: Advanced Warfare
Starcraft 2: Heart of the Swarm
Starcraft 2: Heart of the Swarm
min. mittel hoch max.
Sleeping Dogs (2012) 170.6128.944.7fps
Guild Wars 2 (2012) 65.549.2fps
Tomb Raider (2013) 293.419181.3fps
StarCraft II: Heart of the Swarm (2013) 12711187.7fps
BioShock Infinite (2013) 162.9153.173.7fps
Metro: Last Light (2013) 118.593.650.8fps
Thief (2014) 81.177.346.1fps
Middle-earth: Shadow of Mordor (2014) 137.166.153.9fps
Ryse: Son of Rome (2014) 63.85247.5fps
F1 2014 (2014) 116114100fps
Call of Duty: Advanced Warfare (2014) 127.786.751.8fps

Stresstest

Wir belasten das P34W mit synthetischen Benchmarks, um potenzielle Probleme mit der Stabilität und Throttling zu identifizieren. Bei Prime95 schafft der i7-4720HW maximal 3 GHz und bleibt damit 400 MHz unter dem maximalen Turbo-Boost-Takt, während die Kerntemperatur bei 80 °C liegt. Bei der Belastung durch FurMark schwankt die GTX 970M laut GPU-Z zwischen 683 und 721 MHz, während die Temperaturen bis zu 85 °C erreichen. Der Speicher hingegen kann den maximalen Takt von 1.252 MHz aufrechterhalten. 

Mit Prime95 und FurMark zur selben Zeit läuft der Prozessor mit 100 bis 200 MHz unter dem Basistakt von 2,6 GHz und es gibt nur gelegentlich Sprünge auf 2,9 GHz. Die Grafikkarte ist mit 450 MHz und 799 MHz für den Kern bzw. den Speicher allerdings stärker beeinträchtigt. Die Prozessortemperatur erreicht bis zu 95 °C und liegt damit nur 5 °C unter dem spezifizierten Sicherheitslimit, während die GPU 90 °C erreicht. Ein 3DMark-Durchlauf im Anschluss an den einstündigen Stresstest zeigte keine großen Unterschiede bei dem GPU-Ergebnis, allerdings ist das CPU-Ergebnis mit 8.078 Punkten etwas geringer als zuvor (8.373 Punkte). Im nächsten Abschnitt sehen wir uns an, welche Auswirkungen es beim Spielen gibt.

Spielen im Akkubetrieb hat einen deutlich größeren Einfluss auf die Leistung. Die Ergebnisse im 3DMark fallen abseits der Steckdose auf 6.231 Punkte (GPU) bzw. 6.811 Punkte (CPU). Im Netzbetrieb waren es noch 9.779 und 8.373 Punkte. Der Prozessortakt schwankt nur zwischen 800 - 1.600 MHz, während der Speicher der GPU lediglich mit 405 MHz läuft.

Last durch Prime95
Last durch Prime95
Last durch FurMark
Last durch FurMark
Maximale Auslastung
Maximale Auslastung

Für eine bessere Simulation des Spielbetriebs nutzen wir Unigine Heaven 4.0. Die CPU läuft mit den vollen 3,4 GHz, fällt aber irgendwann auf 2,5 - 2,6 GHz und erreicht die 3,4 GHz dann nur noch sporadisch. Auch die GPU startet mit dem maximalen Takt von 1.037,8 MHz, bevor sie mit der Zeit kontinuierlich auf bis zu 700 MHz fällt. Dementsprechend können weder die CPU noch die GPU ihren Turbo Boost sehr lange aufrechterhalten und fallen irgendwann unter den jeweiligen Basistakt.

Leider hat dieses Verhalten einen deutlichen Effekt auf die Frameraten beim Spielen. Bei 10 Durchläufen des Metro 2033: Last Light Benchmark ermittelt der erste Durchlauf durchschnittlich 50 fps mit sehr hohen Einstellungen in 1080p – normale Werte für eine GTX 970M – aber der Wert fällt stetig auf 45 fps, 44 fps, und pendelt sich dann irgendwann bei 41 fps ein.

Last durch Unigine Heaven
Last durch Unigine Heaven
Die Last Light Benchmark-Ergebnisse sind beim ersten Versuch gut...
Die Last Light Benchmark-Ergebnisse sind beim ersten Versuch gut...
... aber die durchschnittliche Framerate fällt bei aufeinanderfolgenden Durchläufen.
... aber die durchschnittliche Framerate fällt bei aufeinanderfolgenden Durchläufen.

Emissionen

Geräuschemissionen

Zwei 50-mm-Lüfter
Zwei 50-mm-Lüfter

Gigabytes "Supra Cool"-Technologie besteht im Prinzip aus zwei 50-mm-Lüftern, die sich zwei Heatpipes teilen, um die CPU und die GPU effektiv zu kühlen. Die Lüfter stehen dabei niemals still – selbst im Leerlauf und mit den maximalen Energiespareinstellungen kann man sie surren hören. Im Höchstleistungsmodus und mit der aktivierten dedizierten Grafikkarte kann das System sogar im Leerlauf bis zu 38 dB(A) erreichen. Zum Vergleich: Das ThinkPad Yoga 14 erreicht ebenfalls 38 dB(A), allerdings bei hoher Auslastung. Wir empfehlen daher definitiv den Energiesparmodus bzw. den Stealth-Modus für die Lüfter, falls man das P34W in ruhigen Umgebungen wie Hörsälen oder Büchereien nutzen möchte. Damit kann man zudem ein Pulsieren der Lüfterdrehzahl verhindern.

Beim Spielen erreicht die Lautstärke schnell bis zu 43,8 dB(A) und schließlich 48,7 dB(A). Mehr als 50 dB(A) sind unter extremen Bedingungen ebenfalls möglich. Durch die Aktivierung des "Max-Fan"-Modus im Gigabyte Smart Manager kann man extrem laute 61,2 dB(A) erreichen. Das ist einer der höchsten Werte, die wir bisher bei einem Notebook gemessen haben. Größere Gaming-Notebooks bleiben unter Last in der Regel im niedrigen 40 dB(A)-Bereich.

Lautstärkediagramm

Idle
34.2 / 34.3 / 38 dB(A)
Last
43.8 / 55 dB(A)
  red to green bar
 
 
30 dB
leise
40 dB(A)
deutlich hörbar
50 dB(A)
störend
 
min: dark, med: mid, max: light   BK Precision 732A (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

Die Oberflächentemperaturen sind im Leerlauf leider nicht so gleichmäßig verteilt, wie wir es uns gewünscht hätten. Auf der Unterseite ist der Temperaturunterschied sogar noch extremer, da die beiden Heatpipes im hinteren Bereich des Notebooks direkten Kontakt zu den Gehäuseoberflächen haben. Daher liegt auch die heißeste Stelle immer an den Heatpipes, insbesondere im Bereich zwischen der CPU und GPU. Wir konnten an dieser Stelle bis zu 43 °C im Energiesparmodus und mit der integrierten Grafikkarte messen. Die Werte ähneln dem P34G, welches eine ähnliche Kühllösung verwendet. Geräte wie das Blade 14, Yoga 14 oder Lenovo Y40 sind im Leerlauf insgesamt deutlich kühler.

Unter maximaler Last schafft es das P34W, einen Großteil der entstehenden Hitze auf den hinteren Bereich des Notebooks und damit weg von den Händen zu konzentrieren. Sowohl das Razer Blade als auch das Alienware 14 zeigen einen gleichmäßigeren Temperaturanstieg auf beiden Seiten. Nichtsdestotrotz kann die rechte Seite der Tastatur beim Gigabyte deutlich wärmer werden als die linke (Unterschied bis zu 10 °C) und auch der hintere Bereich kann mit bis zu 50 °C ziemlich warm werden. Solange man das Notebook zum Spielen auf einem Schreibtisch verwendet und die Lüfteröffnungen nicht blockiert, sollten diese Temperaturen aber kein größeres Problem darstellen. Spiele, bei denen bevorzugt die WASD-Tasten zum Einsatz kommen, helfen ebenfalls die deutlich wärmere rechte Seite der Tastatur zu vermeiden.

Max. Last
 29.2 °C45.2 °C35.8 °C 
 31.2 °C37.6 °C40.4 °C 
 26 °C27.8 °C30.6 °C 
Maximal: 45.2 °C
Durchschnitt: 33.8 °C
49.4 °C56.8 °C31.8 °C
35.6 °C44.6 °C32.2 °C
30.2 °C27.8 °C25.2 °C
Maximal: 56.8 °C
Durchschnitt: 37.1 °C
Netzteil (max.)  49.6 °C | Raumtemperatur 21 °C | Fluke 62 Mini IR Thermometer
(±) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 33.8 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Gaming auf 33.1 °C.
(-) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 45.2 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 39.5 °C (von 21.6 bis 68.8 °C für die Klasse Gaming).
(-) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 56.8 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 42 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 29.9 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 33.1 °C.
(+) Die Handballen und der Touchpad-Bereich sind mit gemessenen 30.6 °C kühler als die typische Hauttemperatur und fühlen sich dadurch kühl an.
(±) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 28.8 °C (-1.8 °C).

Lautsprecher

Stereolautsprecher mit 1,5 Watt
Stereolautsprecher mit 1,5 Watt

So beeindruckend die technischen Daten auch sein mögen, bei den Stereolautsprechern mit 1,5 Watt handelt es sich bestenfalls um durchschnittliche Bauteile. Dem System fehlt es an Bass – selbst für ein leichtes Notebook. Das Samsung Serie 9 beispielsweise erzeugt deutlich tiefere Töne und klingt auch voller als das P34W. Die Dolby Digital Plus Software verbessert die Situation etwas, aber wir empfehlen trotzdem externe Lösungen über den 3,5-mm-Klinkenausgang.

Akkulaufzeit

Im P34W kommt ein interner und nicht austauschbarer Lithium-Polymer-Akku mit 4.030 mAh zum Einsatz. Die Kapazität liegt damit etwas über dem Yoga 14 (3.785 mAh), aber unter dem Razer Blade 14 (6.400 mAh) und sogar dem Gigabyte P34G (4.300 mAh).

Mit etwas über 4,5 Stunden im WLAN-Test (Helligkeit von 150 cd/m², Stufe 5/10) sind die Laufzeiten für ein Gaming-Notebook gut. Die stärkeren Komponenten verhindern beim P34W noch bessere Laufzeiten, die wir bei anderen 14-Zoll-Gaming-Notebooks wie dem Yoga 14 und dem Lenovo Y40 messen können. Diese beiden Modelle halten unter den gleichen Bedingungen mindestens eine Stunde länger durch. Trotzdem sind die Akkulaufzeiten insgesamt deutlich besser als beim Razer Blade 14.

Maximale Laufzeit (Readers Test)
Maximale Laufzeit (Readers Test)
Minimale Laufzeit (Classic Test)
Minimale Laufzeit (Classic Test)
WLAN-Laufzeit
WLAN-Laufzeit
Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
8h 42min
Surfen über WLAN
4h 44min
Last (volle Helligkeit)
1h 22min
Gigabyte P34W V3
GeForce GTX 970M, 4720HQ, Lite-On LMT-128L9M
Lenovo Y40-59423035
Radeon R9 M275, 4500U, Liteonit LCS-256M6S
Gigabyte P34G v2
GeForce GTX 860M, 4700HQ, Liteonit LMT-128M6M
Razer Blade 14 inch
GeForce GTX 765M, 4702HQ, Samsung SSD PM841 MZMTD128HAFV mSATA
Lenovo ThinkPad Yoga 14
GeForce 840M, 4210U, WDC WD10SPCX-08WST0 + SanDisk SSD U110 16 GB SSD Cache
Akkulaufzeit
54%
12%
-21%
44%
Idle
522
800
53%
466
-11%
312
-40%
695
33%
WLAN (alt)
284
513
81%
271
-5%
228
-20%
346
22%
Last
82
105
28%
124
51%
79
-4%
144
76%
H.264
194
Spielen
62

Pro

+ Extrem leistungsstark für den kleinen Formfaktor
+ Für ein High-End-Gaming-Notebook sehr dünn und leicht
+ Exzellente Leistung beim Spielen
+ Hochwertiges und mattes 1080p-IPS-Display
+ Einfach zu warten
+ mSATA + 2,5-Zoll-SATA-III
+ Tolle Anmutung, aber dennoch simples Design
+ Gute Verarbeitung
+ Straffe Tastatur

Contra

- Laute Lüfter
- Mögliches Throttling beim Spielen
- Hohe Oberflächentemperaturen
- Keine dedizierten Makrotasten
- CPU und GPU können nicht konfiguriert werden
- Keine Bildschirme mit QHD oder 120/144 Hz
- Keine RAID-Unterstützung
- CPU und GPU können nicht getauscht werden
- Reduzierte Leistung im Akkubetrieb
- Durchschnittliche Lautsprecher; kein Subwoofer
- Akku kann nicht ausgetauscht werden

Fazit

Gigabyte P34W v3
Gigabyte P34W v3

Die Hardware ist gut verarbeitet und der Anwender erhält einen qualitativ hochwertigen matten IPS-Bildschirm, zwei Festplatten sowie gute Wartungsmöglichkeiten. Kurz gesagt, das P34W v3 ist ein High-End-Gaming-Laptop mit der Größe eines Ultrabooks. Einigen Anwendern wird das einfache Gehäuse vielleicht nicht gefallen, aber wir vermuten, dass sich Gigabyte das aufregendere Design bewusst für die Aorus-Serie aufspart.

Das P34W v3 ist nicht einfach nur ein schnelles 14 Zoll großes Gaming-Notebook, es ist eines der schnellsten Gaming-Notebooks überhaupt. Es handelt sich um ein kleines und leichtes Gerät, das es mit großen 17,3-Zoll-Modellen und der GTX-880M-GPU aufnehmen kann.

Für die Realisierung des dünnen (20,9 mm) 14-Zoll-Gehäuses musste der Hersteller aber auch einige Abstriche machen. Zunächst einmal sind die Lüfter sehr laut – laut genug, um beim Spielen nach Möglichkeit Kopfhörer zu verwenden. Auch die kompakte Konstruktion bedeutet, dass einige Ausstattungsmerkmale wie ein Subwoofer, RAID-Unterstützung, austauschbarer Akku, weitere Anschlüsse und aufrüstbare Grafikkarten oder Prozessoren gestrichen werden mussten. Diese Aspekte gehören bei vielen größeren Gaming-Notebooks zur Standardausstattung. Auch Throttling wegen der hohen Temperaturen ist ein wichtiges Thema, denn beim Spielen fällt die GPU schon nach kurzer Zeit unter ihren Basistakt. Die Kühllösung mit den beiden Lüftern, den beiden Heatpipes und der Vielzahl an Lüfteröffnungen ist halt nicht so leistungsfähig wie bei größeren und schwereren Gaming-Notebooks. Bei Games sollte man daher eine gewisse Reserve einrechnen, da die Frameraten nach einiger Zeit doch spürbar nachgeben können.

Mit der Ausnahme des kürzlich aktualisierten Razer Blade 14 gibt es aktuell keine anderen ultradünnen 14-Zoll-Notebooks mit der GTX 970M. Es ist schade, dass das Razer die meiste Aufmerksamkeit bekommt, denn es bietet die gleichen Komponenten und die gleiche Leistung für 2.000 US-Dollar, während das P34W v3 schon für rund 1.700 US-Dollar erhältlich ist. Ambitionierte Spieler, die oft unterwegs sind, sollten sich das P34W auf jeden Fall genauer ansehen.

Gigabyte P34W V3 - 15.04.2015 v4(old)
Allen Ngo

Gehäuse
82 / 98 → 84%
Tastatur
80%
Pointing Device
83%
Konnektivität
72 / 81 → 89%
Gewicht
66 / 10-66 → 100%
Akkulaufzeit
82%
Display
84%
Leistung Spiele
92%
Leistung Anwendungen
92%
Temperatur
82 / 95 → 86%
Lautstärke
65 / 90 → 72%
Audio
50%
Durchschnitt
78%
83%
Gaming - gewichteter Durchschnitt
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Autor: Allen Ngo (Update: 15.05.2018)
Andreas Osthoff
Andreas Osthoff - Senior Editor Business
Ich bin mit Computern und moderner Unterhaltungselektronik aufgewachsen. Seit meinem ersten Computer, einem Commodore C64, habe ich mich für die Technik interessiert und angefangen, meine eigenen Computer zu bauen. Bei Notebookcheck kümmere ich mich schwerpunktmäßig um die Business-Geräte sowie die mobilen Workstations, doch ich mache auch gerne Abstecher in den mobilen Bereich. Es ist immer wieder eine tolle Erfahrung, neueste Geräte zu testen und miteinander zu vergleichen. Den passenden Ausgleich schafft der Sport, im Sommer vor allem mit dem Rad.