Notebookcheck

Test MSI GS70-2QE16SR51 Notebook

Florian Wimmer, Stefanie Voigt, 01.01.2015

Schwarz, Rot, Silber. MSIs flacher Gamer GS70 bekommt ein Update. Im Inneren wartet bei der neuen Generation die GeForce GTX 970M auf ihren Einsatz, und an auffallende Gehäusefarben hat MSI ebenfalls gedacht. Allerdings zeigen sich auch Lüftergeräusch und Temperatur auffällig – unser Test verrät Ihnen, wieso.

Im Test: MSI GS70-2QE16SR51. Testgerät zur Verfügung gestellt von MSI Deutschland.

Flach soll es sein, leise, kühl und natürlich schnell. So stellen sich viele Leute das perfekte Gaming Notebook vor. Dank effizienteren Prozessoren und Grafikchips ist man dieser eierlegenden Wollmilchsau schon ein ganzes Stück näher gekommen. Zwar bieten dicke Brocken wie das Alienware 17 oder das MSI GT72 immer noch mehr Leistung, aber unterwegs kann man aktuelle Titel auch sehr gut mit schlanken Gamern wie dem Acer Aspire V17 Nitro oder dem Medion Erazer X7613 zocken.

Das MSI GS70-2QE16SR51 oder GS70 2QE Stealth Pro ist ein Update des gelungenen MSI GS70-2PEi71611, das wir vor etwa einem halben Jahr getestet haben. Ein schnellerer Prozessor und die neue Grafikkartengeneration von Nvidia sollen das Gaming Laptop leistungsfähiger machen. Außerdem gibt es neue Gehäusefarben wie Silber und Rot, die sich von der Masse abheben.

Wir vergleichen das frische MSI GS70 mit Acer Aspire V17 Nitro, Medion Erazer X7613, Aorus X7 Pro, Gigabyte P27G v2 und Nexoc G728II. Vom Gaming-Primus Asus fehlt derzeit noch ein vergleichbar schlanker Konkurrent.

Gehäuse

Wer ein früheres GS70 schon in der Hand hatte, dem wird das Chassis der Neuauflage gleich vertraut sein: MSI nimmt nur minimale Änderungen vor. Das ist aber keineswegs schlecht, denn das Gehäuse hat uns mit seiner recht schlichten Formgebung und den hochwertigen Aluminiummaterialien durchaus überzeugt. Vor allem, dass die Oberflächen matt und unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken sind, gefiel und gefällt uns gut. Unser Testgerät ist komplett in Silber gehalten, Rot und klassisches Schwarz sind als Gehäusefarben ebenfalls verfügbar.

Allein die Druckempfindlichkeit und die geringe Verwindungssteifheit waren zu bemängeln, daran hat sich auch bei unserem aktuellen Testgerät nichts verändert: Auf dem Bildschirm lassen sich durch Verwinden des Deckels Bildfehler erzeugen, und wenn man auf den Handballenauflage drückt, gibt das Gehäuse spürbar nach und knarzt.

Insgesamt ist der Qualitätseindruck ordentlich, zumal das Displayscharnier den Deckel sicher in Position hält und nur ein kurzes Nachwippen erlaubt. Ein kleines Unterscheidungsmerkmal zum Vorgänger ist die vergrößerte Lüftungsöffnung im Bildschirmscharnier, die wohl den leistungsfähigeren Komponenten geschuldet ist.

Ausstattung

Schnittstellen

Was für das Chassis gilt, gilt auch für die Schnittstellen: Es hat sich nichts getan. Auch hier gab es aber wenig zu verbessern. Die exzellente Ausstattung mit Bildschirmanschlüssen aus HDMI und zwei Mini-DisplayPorts ermöglicht es, gleich drei externe Monitore anzuschließen. Vier USB-3.0-Anschlüsse sollten ebenfalls in den meisten Situationen ausreichen. Die Positionierung von je zwei USB-Ports an der vorderen rechten und linken Seite ist allerdings für den Anschluss einer Maus nicht optimal.

Da die untere Bildschirmkante über die Rückseite kippt, gibt es dort keine Anschlüsse, ebenso wenig an der Vorderseite, hier finden sich dafür sieben Status-LEDs.

Rückseite: keine Anschlüsse
Rückseite: keine Anschlüsse
Vorderseite: Status-LEDs
Vorderseite: Status-LEDs
links: Lüftungsgitter, LAN, HDMI, 2x DisplayPort, 2x USB 3.0, Kopfhörer, Line-In, Mikrofon
links: Lüftungsgitter, LAN, HDMI, 2x DisplayPort, 2x USB 3.0, Kopfhörer, Line-In, Mikrofon
rechts: 2x USB 3.0, SD-Reader, Stromanschluss, Kensington Lock, Lüftungsgitter
rechts: 2x USB 3.0, SD-Reader, Stromanschluss, Kensington Lock, Lüftungsgitter

Kommunikation

Sowohl das LAN-Modul als auch der Funk-Adapter stammen von Qualcomm Atheros. Kabelgebundene Netzwerke lassen sich über das "Killer e2200" genannte Modul mit Gigabit-Geschwindigkeit aufbauen. Bei den drahtlosen Netzwerken werden alle aktuellen Standards bis hin zu 802.11ac unterstützt, womit (je nach Router) Geschwindigkeiten von über 800 MBit pro Sekunde möglich sind.

Die Empfangsqualität ist ordentlich: In zehn Metern Entfernung zum Router zeigt das Windows Symbol noch vier von fünf Striche an, und der Seitenaufbau geht schnell vonstatten. Entfernt man sich noch einmal zwei Meter und bringt eine weitere Wand zwischen Notebook und Router, so sinkt die Anzeige auf drei Striche, und der Seitenaufbau wird etwas langsamer. Alles in allem ist die Geschwindigkeit aber immer noch ordentlich.

Zubehör

Wer möchte, bekommt beim MSI GS70 ein umfangreiches Zubehörpaket, genannt "Elite Pack" mitgeliefert: Dazu gehören eine Gaming-Maus, ein Headset von SteelSeries und ein stabiler Rucksack, in den neben dem Notebook auch noch allerhand Zubehör passt.

Wartung

Wie schon beim Vorgänger lässt sich die Unterseite abnehmen, allerdings erst, nachdem man sage und schreibe 19 Schrauben gelöst und ein Garantiesiegel gebrochen hat. Man erhält nun Zugriff auf den Akku, die Festplatte und die SSDs sowie die beiden Lüfter und das WLAN-Modul. Wer Arbeitsspeicher austauschen will, der muss noch weiter vordringen und ziemlich viele Kabel, Schrauben und Komponenten entfernen.

Im Inneren des Notebooks sollte man vorsichtig vorgehen, um keine Komponenten zu beschädigen. Solange aber beispielsweise die Festplatte fachgerecht ausgetauscht wird, ist die Garantie laut MSI auch bei gebrochenem Siegel weiterhin intakt.

Garantie

24 Monate Garantie übernimmt MSI für seine Laptops. Auf Wunsch kann man über ein Formular das Notebook sogar bei sich zuhause abholen lassen, dorthin wird auch das reparierte Gerät wieder geschickt. Eine Garantieverlängerung um ein Jahr bietet MSI an, sie lässt sich aber nur über Fachhändler beziehen.

Eingabegeräte

Tastatur

Die Tastatur stammt auch beim GS70-2QE16SR51 von SteelSeries und bietet das von anderen MSI Notebooks bekannte und gewöhnungsbedürftige Layout: So ist die Enter-Taste nur halbhoch, und selten verwendete Tasten wie "^" oder "#" sind dafür sehr groß geraten. Auch die eigentlichen Buchstaben wirken etwas schmal, und die Richtungspfeile sind nicht vom Rest abgesetzt. Sonder-Buttons für Lautstärkeregelung oder Helligkeit sind nur über eine Fn-Kombination erreichbar, Multimediatasten fehlen komplett.

Dafür ist der Anschlag recht angenehm, und man kann nach einer gewissen Eingewöhnungsphase auch zuverlässig und schnell mit dem Keyboard schreiben. Ein Tipp: Über das Konfigurationsprogramm lassen sich einzelne Tasten mit Makros belegen. So dürfen Sie die "#" Taste beispielsweise auch mit dem "Enter"-Befehl belegen und so die Eingabe-Funktion wieder vergrößern.

Die Keyboard-Beleuchtung lässt sich umfangreich konfigurieren und in drei Zonen farblich anpassen. Außerdem kann sie die Farbe regelmäßig wechseln, blinken oder pulsieren. Die Helligkeit ist in mehreren Stufen einstell- oder komplett abschaltbar.

Touchpad

Als Touchpad dient ein Clickpad ohne separate Tasten. Für Links- oder Rechtsklick werden die unteren Seiten des Pads einfach abgesenkt. Das ist deutlich weniger präzise als bei separaten Tasten, aber ein Touchpad als Steuerung in Spielen kommt für die meisten Gamer wohl ohnehin nicht in Frage. Für den Notfall kann das Clickpad schon herhalten, zumal es groß und die Oberfläche angenehm gleitfreudig ist.

Wer mag, kann auch Multitouch-Gesten verwenden: Zoomen oder Scrollen mit zwei Fingern auf dem Touchpad funktionieren recht zuverlässig.

Tastatur
Tastatur
Clickpad
Clickpad

Display

Gerade Gamern ist bei ihrem Notebook ein mattes Display wichtig. Das weiß MSI schon lange und bietet (abgesehen von 3K- und 4K-Varianten) keine spiegelnden Displays mehr an. Allerdings herrschen im 17-Zoll-Segment immer noch TN-LED-Panels vor, die blickwinkelstabileren und meist auch farbtreueren IPS-Displays sucht man oft vergeblich. So auch beim aktuellen MSI GS70: Das TN-Panel stammt von Chi Mei und löst nativ mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf.

Die Helligkeit ist im Vergleich zum MSI GS70-2PEi71611 deutlich gefallen, der Durchschnitt liegt nur noch bei 251 cd/m², das sind über 50 cd/m² weniger. Dafür wirkt die Ausleuchtung mit 84 % etwas gleichmäßiger.

267
cd/m²
231
cd/m²
258
cd/m²
248
cd/m²
251
cd/m²
224
cd/m²
268
cd/m²
255
cd/m²
241
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
CMN N173HGE-E11
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 268 cd/m² Durchschnitt: 249.2 cd/m²
Ausleuchtung: 84 %
Helligkeit Akku: 251 cd/m²
Kontrast: 896:1 (Schwarzwert: 0.28 cd/m²)
ΔE Color 11.19 | 0.6-29.43 Ø6.1
ΔE Greyscale 4.57 | 0.64-98 Ø6.3
55% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
Gamma: 2.38

Der Schwarzwert ist auch einen Tick besser, weil niedriger: 0,28 cd/m² hell leuchten schwarze Flächen nur noch. Insgesamt kann das Kontrastverhältnis zwar nicht an den Vorgänger heranreichen, ist aber immer noch in Ordnung: 896:1 errechnet unser System. Farben wirken etwas flau auf dem Bildschirm, selbst die knallige Kacheloberfläche von Windows 8.1 wirkt nicht so bunt wie auf anderen Monitoren.

Mit einem Spektralfotometer und der Software CalMan überprüfen wir unsere Beobachtungen. Tatsächlich sieht man auf den ersten Blick, dass das unkalibrierte Display wilde Ausschläge in allen Kurven und Diagrammen der Testsoftware erzeugt. Bei genauerem Hinsehen nimmt man einen extremen Blaustich in beinahe alle Farbtönen wahr. Wer sich auf die Farben seines Monitors verlassen können muss, der ist hier also falsch.

Im kalibrierten Zustand bekommt man ein deutlich weniger blaustichiges Bild. Auch Sättigung und Farbgenauigkeit sind näher am Referenzwert des Farbraums sRGB. Allerdings verschwindet der bläuliche Schimmer in weißen Flächen und hellen Farben nicht ganz, und die Farben weichen für professionelle Zwecke immer noch zu stark ab.

CalMan Graustufen
CalMan Graustufen
CalMan Sättigung
CalMan Sättigung
CalMan Farbgenauigkeit
CalMan Farbgenauigkeit
CalMan Graustufen (kalibriert)
CalMan Graustufen (kalibriert)
CalMan Sättigung (kalibriert)
CalMan Sättigung (kalibriert)
CalMan Farbgenauigkeit (kalibriert)
CalMan Farbgenauigkeit (kalibriert)

Ein 17-Zoll-Notebook ist nicht unbedingt der klassische Reisebegleiter, aber dank der schlanken Silhouette und dem relativ geringen Gewicht könnte man das GS70 ja auch mal unterwegs oder auf dem Balkon einsetzen. Dann hilft die matte Anzeige; allerdings muss man sich mit der geringen Helligkeit herumärgern, durch die an hellen Tagen kaum etwas vom Bildschirminhalt zu erkennen ist. Im Schatten und in Innenräumen hat man damit dagegen wenig Probleme.

Das Chi Mei N173HGE-L11 zeigt ein etwas besseres Blickwinkel-Profil als es normalerweise bei TN-Panels üblich ist: Die Farben verfälschen zwar von schräg oben und unten, allerdings tritt dieser Effekt erst relativ spät auf. Nach links und rechts sind die Blickwinkel nahezu perfekt.

Blickwinkel
Blickwinkel
Display im Tageslicht
Display im Tageslicht

Leistung

In Sachen Leistung hat MSI das GS70 ordentlich aufgerüstet: Ein schnellerer Vierkern-Prozessor von Intel und die GeForce GTX 970M kommen zum Einsatz ebenso wie ein RAID-Verbund aus zwei 256 GByte großen SSDs.

Systeminformationen MSI GS70-2QE16SR51

Prozessor

Der Intel Core i7-4720HQ taktet mit 2,6 GHz, kann im Turbo-Modus aber bis zu 3,6 GHz erreichen, wenn nur ein Kern aktiv ist (Turbo-Stufen: 4 Kerne @3,4 GHz, 2 Kerne @3,5 GHz). Der Prozessor beherrscht Hyperthreading, berechnet also mit seinen vier Kernen bis zu acht Aufgaben gleichzeitig. In optimierten Anwendungen bringt das einen deutlichen Leistungsschub.

Gegenüber dem Intel Core i7-4700HQ ist der Leistungsunterschied im Cinebench R11.5 deutlich sichtbar: 12 % Vorsprung holt unser Testgerät im Multi-CPU-Benchmark heraus. Dieser dürfte aber kaum spürbar sein: Beide Prozessoren reichen üblicherweise für alle Tätigkeiten und erledigen sie sehr flott. Wenn man aber beispielsweise ein selbst geschnittenes Video rendert, würde das auf unserem Testgerät vermutlich über 10 % schneller gehen als beim Vorgänger. Gegenüber dem Intel Core i7-4710HQ, der beispielsweise im Medion Erazer X7613 und Acer Aspire V17 Nitro steckt, ist laut Benchmarks kein Leistungsplus vorhanden.

Cinebench R10 Rendering Single CPUs 64Bit
6556 Points
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 64Bit
22004 Points
Cinebench R10 Shading 64Bit
6811 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
62.89 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
6.99 Points
Cinebench R11.5 CPU Single 64Bit
1.57 Points
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
140 Points
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
639 Points
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
107 fps
Cinebench R15 Ref. Match 64Bit
99.6 %
Hilfe
Cinebench R15
CPU Single 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
MSI GS70-2QE16SR51
140 Points ∼64%
Medion Erazer X7613-MD98795
135 Points ∼62% -4%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
126 Points ∼58% -10%
Nexoc G728II
136 Points ∼62% -3%
Gigabyte P27G v2
123 Points ∼56% -12%
CPU Multi 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
MSI GS70-2QE16SR51
639 Points ∼15%
Medion Erazer X7613-MD98795
649 Points ∼15% +2%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
660 Points ∼15% +3%
Nexoc G728II
623 Points ∼14% -3%
Gigabyte P27G v2
599 Points ∼14% -6%
Cinebench R11.5
CPU Single 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
MSI GS70-2QE16SR51
1.57 Points ∼64%
MSI GS70-2PEi71611
1.49 Points ∼61% -5%
Medion Erazer X7613-MD98795
1.55 Points ∼64% -1%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
1.29 Points ∼53% -18%
Nexoc G728II
1.5 Points ∼61% -4%
Gigabyte P27G v2
1.35 Points ∼55% -14%
CPU Multi 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
MSI GS70-2QE16SR51
6.99 Points ∼21%
MSI GS70-2PEi71611
6.25 Points ∼19% -11%
Medion Erazer X7613-MD98795
7.13 Points ∼21% +2%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
7.13 Points ∼21% +2%
Nexoc G728II
6.71 Points ∼20% -4%
Gigabyte P27G v2
6.52 Points ∼19% -7%

Legende

 
MSI GS70-2QE16SR51 Intel Core i7-4720HQ, NVIDIA GeForce GTX 970M, Toshiba HG6 THNSNJ256GMCU
 
MSI GS70-2PEi71611 Intel Core i7-4700HQ, NVIDIA GeForce GTX 870M, Toshiba HG6 THNSNJ128GMCU
 
Medion Erazer X7613-MD98795 Intel Core i7-4710HQ, NVIDIA GeForce GTX 860M, SanDisk X110 SD6SF1M128G
 
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q) Intel Core i7-4710HQ, NVIDIA GeForce GTX 860M, Kingston RBU-SNS8100S3128GD
 
Nexoc G728II Intel Core i7-4700MQ, NVIDIA GeForce GTX 860M, Mushkin Atlas mSATA MKNSSDAT240GB
 
Gigabyte P27G v2 Intel Core i7-4710MQ, NVIDIA GeForce GTX 860M, Liteonit LMT-128M6M

System Performance

Sowohl das MSI GS70-2QE16SR51 als auch die Vergleichs-Notebooks sind sehr flotte Systeme, die klug zusammengestellt wurden. Unser aktuelles Testgerät kann sich allerdings leicht von der Konkurrenz absetzen, was sicherlich an der Kombination aus schnellerem Prozessor, leistungsfähigerer Grafikkarte und SSD-RAID liegt. Je nach Szenario beträgt der Unterschied in den Systembenchmarks bis zu 24 %. 

PCMark 7 Score
5968 Punkte
PCMark 8 Home Score Accelerated v2
3969 Punkte
PCMark 8 Creative Score Accelerated v2
4836 Punkte
PCMark 8 Work Score Accelerated v2
4463 Punkte
Hilfe
PCMark 8
Work Score Accelerated v2 (nach Ergebnis sortieren)
MSI GS70-2QE16SR51
4463 Points ∼69%
MSI GS70-2PEi71611
4286 Points ∼66% -4%
Medion Erazer X7613-MD98795
4085 Points ∼63% -8%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
4374 Points ∼67% -2%
Nexoc G728II
4268 Points ∼66% -4%
Gigabyte P27G v2
4286 Points ∼66% -4%
Creative Score Accelerated v2 (nach Ergebnis sortieren)
MSI GS70-2QE16SR51
4836 Points ∼51%
MSI GS70-2PEi71611
4956 Points ∼52% +2%
Medion Erazer X7613-MD98795
3668 Points ∼38% -24%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
4368 Points ∼46% -10%
Nexoc G728II
5054 Points ∼53% +5%
Gigabyte P27G v2
4019 Points ∼42% -17%
Home Score Accelerated v2 (nach Ergebnis sortieren)
MSI GS70-2QE16SR51
3969 Points ∼65%
MSI GS70-2PEi71611
3465 Points ∼57% -13%
Medion Erazer X7613-MD98795
3223 Points ∼53% -19%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
3620 Points ∼59% -9%
Nexoc G728II
3581 Points ∼59% -10%
Gigabyte P27G v2
3393 Points ∼56% -15%
PCMark 7 - Score (nach Ergebnis sortieren)
MSI GS70-2QE16SR51
5968 Points ∼65%
MSI GS70-2PEi71611
5740 Points ∼63% -4%
Medion Erazer X7613-MD98795
5613 Points ∼61% -6%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
5808 Points ∼63% -3%
Nexoc G728II
5664 Points ∼62% -5%
Gigabyte P27G v2
5365 Points ∼59% -10%

Massenspeicher

MSI schließt im vorliegenden Modell zwei SSDs von Toshiba zum einem RAID-0-Verbund zusammen. Da Daten gleichzeitig auf zwei Laufwerken geschrieben oder gelesen werden können, erhöht sich die Performance. Der Vorteil wird im AS-SSD-Benchmark deutlich: Das MSI GS70-2QE16SR51 kann sequentielle Daten doppelt so schnell von seinem SSD-Verbund lesen wie der Vorgänger mit Single-SSD. Außerdem verbaut MSI eine TeraByte-HDD mit 7.200 Umdrehungen pro Minute, die für mehr Platz sorgt und als Speicher für Musik, Filme und Bilder ausreichend schnell ist.

Toshiba HG6 THNSNJ256GMCU
Sequential Read: 1024MB/s
Sequential Write: 643MB/s
4K Read: 21MB/s
4K Write: 72MB/s
4K-64 Read: 605MB/s
4K-64 Write: 314MB/s
Access Time Read: 0.12ms
Access Time Write: 0.05ms
Score Read: 729Points
Score Write: 451Points
Score Total: 1535Points
AS SSD
Score Total (nach Ergebnis sortieren)
MSI GS70-2QE16SR51
1535 Points ∼21%
MSI GS70-2PEi71611
942 Points ∼13% -39%
Medion Erazer X7613-MD98795
431 Points ∼6% -72%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
733 Points ∼10% -52%
Nexoc G728II
464 Points ∼6% -70%
Gigabyte P27G v2
883 Points ∼12% -42%
Seq Write (nach Ergebnis sortieren)
MSI GS70-2QE16SR51
643 MB/s ∼16%
MSI GS70-2PEi71611
412.31 MB/s ∼10% -36%
Medion Erazer X7613-MD98795
190 MB/s ∼5% -70%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
329.32 MB/s ∼8% -49%
Nexoc G728II
152.61 MB/s ∼4% -76%
Gigabyte P27G v2
302.47 MB/s ∼7% -53%
Seq Read (nach Ergebnis sortieren)
MSI GS70-2QE16SR51
1024 MB/s ∼21%
MSI GS70-2PEi71611
507.73 MB/s ∼10% -50%
Medion Erazer X7613-MD98795
392.5 MB/s ∼8% -62%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
504.52 MB/s ∼10% -51%
Nexoc G728II
198.91 MB/s ∼4% -81%
Gigabyte P27G v2
494.54 MB/s ∼10% -52%

Grafikkarte

Als dedizierte Grafikkarte und damit als Herzstück des Notebooks kommt eine GeForce GTX 970M zum Einsatz. Der Grafikchip greift auf 3 GByte schnellen GDDR5-Videospeicher zurück und taktet unter Last mit 924-1.038 MHz (je nach Turbo). Gegenüber der alten GTX 870M zeigt sich in den 3D-Marks ein deutlicher Leistungsvorsprung. Die GTX 970M gehört zu den aktuell schnellsten mobilen Grafikkarten und sollte für die meisten Games auch in maximalen Details zum flüssigen Spielen reichen.

Im Prozessor ist außerdem eine HD Graphics 4600 verbaut, die für Büroaufgaben und Filme absolut genügt. Sie wird per Optimus Technolgie aktiviert, sobald nicht viel Leistung benötigt wird. Da die GeForce GTX 970M dann ausgeschaltet ist, lässt sich viel Energie sparen. MSI veranschaulicht sogar, welche Grafikkarte gerade aktiv ist: Der Power-Button unter dem Display ändert seine Farbe, wobei Weiß für den Prozessorchip und Orange für die dedizierte GPU steht.

3DMark 11 Performance
9206 Punkte
3DMark Ice Storm Standard Score
118713 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
20633 Punkte
3DMark Fire Strike Score
6603 Punkte
Hilfe
3DMark
1920x1080 Fire Strike Combined (nach Ergebnis sortieren)
MSI GS70-2QE16SR51
2782 Points ∼23%
MSI GS70-2PEi71611
1758 Points ∼14% -37%
Medion Erazer X7613-MD98795
1058 Points ∼9% -62%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
1537 Points ∼13% -45%
Nexoc G728II
1560 Points ∼13% -44%
Gigabyte P27G v2
1564 Points ∼13% -44%
1920x1080 Fire Strike Physics (nach Ergebnis sortieren)
MSI GS70-2QE16SR51
9550 Points ∼33%
MSI GS70-2PEi71611
8944 Points ∼31% -6%
Medion Erazer X7613-MD98795
9252 Points ∼32% -3%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
9173 Points ∼32% -4%
Nexoc G728II
8728 Points ∼30% -9%
Gigabyte P27G v2
8299 Points ∼29% -13%
1920x1080 Fire Strike Graphics (nach Ergebnis sortieren)
MSI GS70-2QE16SR51
7516 Points ∼18%
MSI GS70-2PEi71611
4558 Points ∼11% -39%
Medion Erazer X7613-MD98795
3056 Points ∼8% -59%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
3870 Points ∼10% -49%
Nexoc G728II
3947 Points ∼10% -47%
Gigabyte P27G v2
3928 Points ∼10% -48%
1920x1080 Fire Strike Score (nach Ergebnis sortieren)
MSI GS70-2QE16SR51
6603 Points ∼25%
MSI GS70-2PEi71611
4198 Points ∼16% -36%
Medion Erazer X7613-MD98795
2807 Points ∼10% -57%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
3633 Points ∼14% -45%
Nexoc G728II
3685 Points ∼14% -44%
Gigabyte P27G v2
3663 Points ∼14% -45%
3DMark 11
1280x720 Performance Combined (nach Ergebnis sortieren)
MSI GS70-2QE16SR51
7781 Points ∼34%
MSI GS70-2PEi71611
5879 Points ∼26% -24%
Medion Erazer X7613-MD98795
4195 Points ∼19% -46%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
4856 Points ∼21% -38%
Nexoc G728II
4944 Points ∼22% -36%
Gigabyte P27G v2
4948 Points ∼22% -36%
1280x720 Performance Physics (nach Ergebnis sortieren)
MSI GS70-2QE16SR51
8032 Points ∼43%
MSI GS70-2PEi71611
7450 Points ∼40% -7%
Medion Erazer X7613-MD98795
7792 Points ∼42% -3%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
7535 Points ∼41% -6%
Nexoc G728II
7883 Points ∼42% -2%
Gigabyte P27G v2
6546 Points ∼35% -19%
1280x720 Performance GPU (nach Ergebnis sortieren)
MSI GS70-2QE16SR51
9728 Points ∼19%
MSI GS70-2PEi71611
4416 Points ∼9% -55%
Medion Erazer X7613-MD98795
4920 Points ∼10% -49%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
4915 Points ∼10% -49%
Nexoc G728II
4969 Points ∼10% -49%
Gigabyte P27G v2
4969 Points ∼10% -49%
1280x720 Performance (nach Ergebnis sortieren)
MSI GS70-2QE16SR51
9206 Points ∼29%
MSI GS70-2PEi71611
4831 Points ∼15% -48%
Medion Erazer X7613-MD98795
5114 Points ∼16% -44%
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
5178 Points ∼17% -44%
Nexoc G728II
5257 Points ∼17% -43%
Gigabyte P27G v2
5153 Points ∼17% -44%

Legende

 
MSI GS70-2QE16SR51 Intel Core i7-4720HQ, NVIDIA GeForce GTX 970M, Toshiba HG6 THNSNJ256GMCU
 
MSI GS70-2PEi71611 Intel Core i7-4700HQ, NVIDIA GeForce GTX 870M, Toshiba HG6 THNSNJ128GMCU
 
Medion Erazer X7613-MD98795 Intel Core i7-4710HQ, NVIDIA GeForce GTX 860M, SanDisk X110 SD6SF1M128G
 
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q) Intel Core i7-4710HQ, NVIDIA GeForce GTX 860M, Kingston RBU-SNS8100S3128GD
 
Nexoc G728II Intel Core i7-4700MQ, NVIDIA GeForce GTX 860M, Mushkin Atlas mSATA MKNSSDAT240GB
 
Gigabyte P27G v2 Intel Core i7-4710MQ, NVIDIA GeForce GTX 860M, Liteonit LMT-128M6M

Gaming Performance

voller Boost-Takt in "Dragon Age: Inquisition"
voller Boost-Takt in "Dragon Age: Inquisition"

Die 3D-Leistung der GeForce GTX 970M kann durchaus überzeugen, selbst bei aktuellen Titeln ist es oft möglich, sie in vollen Details und der nativen Display-Auflösung zu genießen. Allein das extrem anspruchsvolle "Assassin's Creed Unity" fällt beim Ultra-Setting unter 30 Frames. Etwas anspruchslosere Titel wie "Mittelerde: Mordors Schatten" laufen selbst in ultrahohen Einstellungen mit über 50 Bildern pro Sekunde. Für ein flaches High-End-Notebook ist das eine respektable Vorstellung, Gaming mit vollen Details wird (mit leichten Abstrichen) wirklich portabel.

Erfreulich ist auch, dass die Grafikkarte bei einer Partie "Dragon Age: Inquisition" keine Probleme hatte, durchgehend den maximalen Boost-Takt von 1.038 MHz zur Verfügung zu stellen. Durch die erhöhte Energieeffizienz der GeForce GTX 970M scheint das Kühlsystem des MSI GS70 zumindest für den normalen Spielebetrieb gerade noch ausreichend zu sein: Ein Drosseln wie beim MSI GS70-2PEi71611 ist nicht zu beobachten. Nervig allerdings: Bei "Dragon Age: Inquisition" gab es Probleme mit der Vollbilddarstellung, die sich auch durch ein Treiberupdate nicht beheben ließen.

min. mittel hoch max.
Tomb Raider (2013) 40629318580fps
Thief (2014) 81746839fps
Wolfenstein: The New Order (2014) 60606050fps
Sims 4 (2014) 1851509789fps
Middle-earth: Shadow of Mordor (2014) 1701247053fps
Alien: Isolation (2014) 2221999463fps
F1 2014 (2014) 11010710095fps
Assassin's Creed Unity (2014) 63543126fps
Far Cry 4 (2014) 98946252fps
Dragon Age: Inquisition (2014) 132854833fps

Emissionen

Geräuschemissionen

Die gute Nachricht: Von den Speichermedien des MSI GS70-2QE16SR51 wird man nichts mitbekommen. Der RAID-Verbund aus bis zu vier SSDs macht ohnehin keine Geräusche, und auch die verbaute Festplatte arbeitet mit 31,6 dB(A) recht leise.

Jedoch liegt es an den permanent rauschenden Lüftern, dass die HDD eher in den Hintergrund tritt: Im Idealfall verhält sich das Notebook mit 29,6 dB(A) zwar flüsterleise, allerdings erhöht das Lüftergespann selbst bei einfachen Aufgaben seine Drehzahl oft kurzzeitig und wird dann recht laut. Das ist besonders bei Videos störend, könnte durch ein Firmware-Update aber recht einfach behoben werden. Die maximale Idle-Lautstärke ist mit 39,4 dB(A) deutlich höher als beim Vorgänger.

Unter Last hat das aktuelle GS70 zwar den größeren Spielraum beim Lüftergeräusch und kann mit minimal 47,2 dB(A) etwas leiser als der Vorgänger sein, in der Spitze ist es mit 55,8 dB(A) jedoch auch sehr laut. Im normalen Spielebetrieb sind es höchstens 50 dB(A). Die Kühlung agiert dabei sehr dynamisch, verändert ihre Drehzahl also laufend. Das Lüftergeräusch an sich ist leider etwas hochfrequent und dadurch sehr gut hörbar und nicht so angenehm wie das tiefere Rauschen eines MSI GT72, das insgesamt auch wesentlich leiser zu Werke geht.

Wer ein ruhiges Spiele-Notebook sucht, ist mit den flachen Gamern derzeit ohnehin noch falsch beraten, wobei das MSI GS70-2QE16SR51 auch innerhalb des Konkurrenzfelds recht laut ist.

Lautstärkediagramm

Idle
29.6 / 34.4 / 39.4 dB(A)
HDD
31.6 dB(A)
Last
47.2 / 55.8 dB(A)
  red to green bar
 
 
30 dB
leise
40 dB(A)
deutlich hörbar
50 dB(A)
störend
 
min: dark, med: mid, max: light   Voltcraft sl-320 (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

Die höhere Leistung gegenüber dem Vorgänger macht sich nicht nur beim Betriebsgeräusch, sondern auch bei der Temperaturentwicklung bemerkbar: Schon im Idle-Modus wird der hintere Chassis-Bereich spürbar warm, das MSI GS70-2PEi71611 zeigte hier keine Erwärmung.

Beim Vorgänger war es im 3D-Betrieb eigentlich nicht mehr möglich, das Notebook auf dem Schoß zu betreiben oder in der Hand zu halten, da die hintere Hälfte richtig heiß wurde. Beim Nachfolger wurde dieses Problem durch die potentere Grafikeinheit noch einmal verschärft: Bis zu 68,6 Grad messen wir an der Unterseite im Volllastbetrieb, das ist mehr, als die meisten Heizkörper auf voller Stufe erreichen. An der Oberseite sind die Temperaturen zwar geringer, sehr warm wird das Areal über der Tastatur aber dennoch.

Im Stresstest setzen wir sowohl GPU als auch CPU unter Volllast und schauen, ob das Kühlsystem leistungsfähig genug ist. Ergebnis: Weder Grafikkarte noch Prozessor können ihren vollen Takt erreichen, außerdem leert sich der Akku auch bei eingestecktem Netzteil. Am schlimmsten trifft die Temperaturentwicklung den Prozessor: 98 Grad Celsius ermitteln wir als Spitzenwert. Auf Dauer können solch hohe Temperaturen die Lebensdauer der Hardware verkürzen. Die GTX 970M bleibt beim Zocken auch nach längerer Beanspruchung noch leistungsfähig: Ein 3DMark06 direkt nach dem Stresstest erbrachte beinahe dieselbe Punktzahl wie im ersten Durchgang.

Über das sogenannte "Shift"-System, das MSI als Software einbaut, lässt sich die Temperatur allerdings begrenzen, indem die Turbo-Funktion von CPU und GPU limitiert wird. Das geht in drei Stufen, natürlich verliert man dadurch Leistung.

Max. Last
 54.6 °C53.4 °C56.3 °C 
 45.7 °C50.9 °C47.7 °C 
 39.7 °C42.4 °C42.5 °C 
Maximal: 56.3 °C
Durchschnitt: 48.1 °C
61.9 °C68.6 °C64 °C
56 °C60.2 °C54.3 °C
47.3 °C49 °C44.3 °C
Maximal: 68.6 °C
Durchschnitt: 56.2 °C
Netzteil (max.)  65.4 °C | Raumtemperatur 24 °C | Voltcraft IR-900
(-) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 48.1 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Gaming v7 auf 33.1 °C.
(-) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 56.3 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 39.5 °C (von 21.6 bis 68.8 °C für die Klasse Gaming v7).
(-) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 68.6 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 42.1 °C).
(±) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 34.3 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 33.1 °C.
(-) Die Handballen und der Touchpad-Bereich können sehr heiß werden mit maximal 42.5 °C.
(-) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 28.8 °C (-13.7 °C).

Lautsprecher

Wie schon beim letzten GS70 sind wir auch bei unserem jetzigen Testgerät nicht wirklich mit den Lautsprechern zufrieden. Während die Dynaudio Speaker im GT72 zum Besten gehören, was derzeit in Notebooks verbaut ist, können sie bei den schmaleren Notebooks nicht überzeugen. Zwar optimiert auch hier die "Sound Blaster Cinema 2"-Technik von Creative den Klang, was eine tatsächliche Verbesserung bringt. Allerdings fehlt es eben an den Grundlagen: genug Raum für den Subwoofer, um Bässe wuchtig zu reproduzieren oder ausreichende Detailfülle der Lautsprecher, damit der Sound nicht zum Brei verkommt. Beides ist offenbar nicht vorhanden, und dementsprechend mittelmäßig hört sich der Klang an.

Positive Aspekte gibt es auch, beispielsweise die maximale Lautstärke, die sehr hoch ist, und die klare Stimmwiedergabe. Insgesamt werden audiophile Naturen trotzdem zu externen Lautsprechern greifen müssen. Wer anspruchsloser ist, der kann sich mit den Speakern jedoch eventuell abfinden.

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Das Netzteil ist mit 150 Watt identisch zum Vorgänger und das, obwohl Prozessor und Grafikkarte leistungsfähiger geworden sind. Glücklicherweise schafft die GeForce GTX 970M einen deutlichen Effizienzsprung, so dass 150 Watt gerade noch ausreichen. Dass sich allerdings der Akku unter Volllast entlädt, ist ein Anzeichen dafür, dass das Netzteil an den Grenzen seiner Belastungsfähigkeit arbeitet.

Den Standby-Verbrauch des MSI GS70-2PEi71611 konnte der Hersteller etwas reduzieren: 0,2 Watt beim aktuellen Modell sind in Ordnung. Der grundlegende Idle-Verbrauch ist dafür gestiegen, mindestens 15,7 Watt zog das Testgerät aus der Steckdose, der Vorgänger kam noch mit 6,2 Watt aus. Zwar gibt es diverse Profile, durch die man mit "FN + F5" schalten kann, diese ändern den Verbrauch aber nur minimal.

Bei voller Last zeigt sich das System dann relativ genügsam und benötigt nur knapp 9 Watt mehr als der deutlich langsamere Vorgänger: 166,9 Watt sind der Maximalwert.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.1 / 0.2 Watt
Idledarkmidlight 15.7 / 21.7 / 26.3 Watt
Last midlight 108.7 / 166.9 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Voltcraft VC 940

Akkulaufzeit

Auch die Akkulaufzeiten spiegeln die Hardware-Veränderungen wieder: Die Idle-Laufzeit ist durch den höheren Minimalverbrauch viel geringer, der praxisnahe WLAN-Test fällt recht ähnlich aus, und bei hoher Last hält der Akku ungefähr eine Stunde und damit 33 % kürzer durch.

Mit den anderern Vergleichsgeräten kann das MSI GS70-2QE16SR51 auch nicht  mithalten, besonders das Acer Aspire V17 Nitro schafft deutlich mehr als unser Testgerät.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
5h 08min
Surfen über WLAN
3h 31min
Big Buck Bunny H.264 1080p
3h 54min
Last (volle Helligkeit)
1h 01min
MSI GS70-2QE16SR51
GeForce GTX 970M, 4720HQ, Toshiba HG6 THNSNJ256GMCU
MSI GS70-2PEi71611
GeForce GTX 870M, 4700HQ, Toshiba HG6 THNSNJ128GMCU
Medion Erazer X7613-MD98795
GeForce GTX 860M, 4710HQ, SanDisk X110 SD6SF1M128G
Acer Aspire V 17 Nitro (VN7-791G-759Q)
GeForce GTX 860M, 4710HQ, Kingston RBU-SNS8100S3128GD
Nexoc G728II
GeForce GTX 860M, 4700MQ, Mushkin Atlas mSATA MKNSSDAT240GB
Gigabyte P27G v2
GeForce GTX 860M, 4710MQ, Liteonit LMT-128M6M
Akkulaufzeit
33%
24%
52%
30%
34%
Idle
308
432
40%
473
54%
522
69%
295
-4%
287
-7%
WLAN (alt)
211
235
11%
246
17%
220
4%
220
4%
244
16%
Last
61
90
48%
62
2%
111
82%
116
90%
117
92%

Fazit

MSI GS70-2QE
MSI GS70-2QE

Beim Vorgänger lautete die Teaser-Einleitung schon "So heiß wie ein Vulkan". Danach wäre man mit dem neuen MSI GS70-2QE16SR51 noch weiter ins Erdinnere vorgedrungen: Die Temperaturen sind nochmals gestiegen, ebenso wie die Geräuschkulisse beim Zocken. Außerdem bleiben Kritikpunkte wie die mäßigen Lautsprecher und das seltsame Tastatur-Layout.

Flaches High-End ist also weiterhin ein Kompromiss, oder? Nicht unbedingt: Acer hat mit dem Aspire V17 dieses Jahr bewiesen, dass Gaming im kompakten Format möglich ist, auch wenn das Nitro nicht ganz dünn wie das MSI GS70 erscheint.

Wer auf Teufel komm raus ein relativ leichtes und flaches 17-Zoll-Notebook mit vernünftigem Metallgehäuse und ordentlicher Spieleleistung sucht, darf das aktuelle MSI GS70 in Betracht ziehen, zumal die GeForce GTX 970M viele aktuelle Games auch in (ultra)hohen Details noch flüssig darstellen kann. Im normalen Spieleeinsatz ist keine Drosselung zu beobachten, unter absoluter Volllast allerdings schon, auch werden die Temperaturen hier sehr hoch. Das Kühlsystem wirkt immer noch etwas unterdimensioniert.

Wer sich mit den Eigenheiten des MSI GS70 arrangieren kann, der bekommt ein Gaming Notebook, das vor allem durch hohe Leistung im schlanken Outfit besticht. Wem Power nicht ganz so wichtig ist, der findet bei der Konkurrenz überzeugendere Angebote.

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Im Test: MSI GS70-2QE16SR51. Testgerät zur Verfügung gestellt von MSI Deutschland.
Im Test: MSI GS70-2QE16SR51. Testgerät zur Verfügung gestellt von MSI Deutschland.

Datenblatt

MSI GS70-2QE16SR51 (GS70 Serie)
Grafikkarte
NVIDIA GeForce GTX 970M - 3072 MB, Kerntakt: 924 MHz, Speichertakt: 5000 MHz, GDDR5, Forceware 344.75, Nvidia Optimus
Hauptspeicher
16384 MB 
, 2x 8 GB DDR3L, 1600 MHz, 2 von 2 Slots belegt, max. 16GB
Bildschirm
17.3 Zoll 16:9, 1920 x 1080 Pixel, CMN N173HGE-E11, TN LED, Full HD, spiegelnd: nein
Massenspeicher
Toshiba HG6 THNSNJ256GMCU, 256 GB 
, (2 SSDs im RAID 0) + HGST HTS721010A9E630, 1 TByte HDD, 7.200 RPM
Soundkarte
Realtek ALC892 @ Intel Lynx Point PCH - High Definition Audio Controller
Anschlüsse
4 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 HDMI, 2 DisplayPort, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: Kopfhörerausgang, Mikrofoneingang, Line-In, Card Reader: SD, SDXC, SDHC
Netzwerk
Killer E2200 (10/100/1000/2500/5000MBit/s), Killer Wireless-n/a/ac 1525 Wireless Network Adapter (a/b/g/n = Wi-Fi 4/ac = Wi-Fi 5), Bluetooth 4.0
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 22 x 419 x 287
Akku
60 Wh Lithium-Polymer, 5400 mAh, 6 Zellen
Betriebssystem
Microsoft Windows 8.1 64 Bit
Kamera
Webcam: HD (30 fps @ 720p)
Sonstiges
Lautsprecher: 4.1 Dynaudio (Sound Blaster Cinema 2), Tastatur: SteelSeries Chiclet-Keyboard, Tastatur-Beleuchtung: ja, Netzteil: 150 Watt, Headset, Maus, Rucksack, XSplit Gamecaster, Dragon Gaming Center, 24 Monate Garantie
Gewicht
2.7 kg, Netzteil: 515 g
Preis
2200 Euro

 

Das MSI GS70 hatten wir vor einem halben Jahr schon einmal im Testlabor.
Das MSI GS70 hatten wir vor einem halben Jahr schon einmal im Testlabor.
Seitdem hat sich einiges getan, nicht nur bei den Gehäusefarben.
Seitdem hat sich einiges getan, nicht nur bei den Gehäusefarben.
Ein stärkerer Prozessor zählt ebenso zur neuen Ausstattung ...
Ein stärkerer Prozessor zählt ebenso zur neuen Ausstattung ...
... wie eine GeForce GTX 970M, die energieeffizienter und leistungsstärker als ihre Vorgängerin ist.
... wie eine GeForce GTX 970M, die energieeffizienter und leistungsstärker als ihre Vorgängerin ist.
Andere Dinge wurden nicht verändert, so das eher mäßige Audiosystem von Dynaudio.
Andere Dinge wurden nicht verändert, so das eher mäßige Audiosystem von Dynaudio.
Zwar gibt es einen Subwoofer, Tiefen kommen dennoch nicht wuchtig rüber.
Zwar gibt es einen Subwoofer, Tiefen kommen dennoch nicht wuchtig rüber.
Ebenfalls noch gleich: Die Farbe des Powerschalters zeigt die eingesetzte Grafikkarte an.
Ebenfalls noch gleich: Die Farbe des Powerschalters zeigt die eingesetzte Grafikkarte an.
Das Gehäuse ist schick, aber etwas druckempfindlich und nicht 100 % verwindungssteif.
Das Gehäuse ist schick, aber etwas druckempfindlich und nicht 100 % verwindungssteif.
19 Schrauben muss man an der Unterseite lösen und ein Garantiesiegel brechen, um das Notebook zu öffnen.
19 Schrauben muss man an der Unterseite lösen und ein Garantiesiegel brechen, um das Notebook zu öffnen.
Dann erhält man Zugriff auf die SSDs, ...
Dann erhält man Zugriff auf die SSDs, ...
... den Akku, ...
... den Akku, ...
... die beiden Lüfter und die Festplatte. An den Arbeitsspeicher kommt man allerdings nicht so einfach heran.
... die beiden Lüfter und die Festplatte. An den Arbeitsspeicher kommt man allerdings nicht so einfach heran.
Das Keyboard stammt weiterhin von SteelSeries.
Das Keyboard stammt weiterhin von SteelSeries.
Die Tastatur hat zweifelsohne ihre Qualitäten, so ist der Anschlag recht sanft und doch deutlich, während das Tippen schnell und leise von der Hand geht.
Die Tastatur hat zweifelsohne ihre Qualitäten, so ist der Anschlag recht sanft und doch deutlich, während das Tippen schnell und leise von der Hand geht.
Das Layout ist aber sehr eigenwillig.
Das Layout ist aber sehr eigenwillig.
Trotz des üppigen 17-Zoll-Gehäuses wurden die Pfeiltasten nicht abgesetzt.
Trotz des üppigen 17-Zoll-Gehäuses wurden die Pfeiltasten nicht abgesetzt.
Manche kaum benutzte Tasten sind sehr groß.
Manche kaum benutzte Tasten sind sehr groß.
Eigene Buttons für Lautstärkeregelung oder Bildschirmhelligkeit gibt es nicht, dafür sind Tastenkombinationen nötig.
Eigene Buttons für Lautstärkeregelung oder Bildschirmhelligkeit gibt es nicht, dafür sind Tastenkombinationen nötig.
Beim Mausersatz handelt es sich um ein Clickpad.
Beim Mausersatz handelt es sich um ein Clickpad.
Der Bildschirm ist matt und dennoch nicht zu grobkörnig. Allerdings muss man mit einem heftigen Blaustich leben.
Der Bildschirm ist matt und dennoch nicht zu grobkörnig. Allerdings muss man mit einem heftigen Blaustich leben.
Im Dunkeln ist das MSI GS70 durchaus beeindruckend.
Im Dunkeln ist das MSI GS70 durchaus beeindruckend.
Auch die LEDs an der Voderseite kommen dann besonders zur Geltung.
Auch die LEDs an der Voderseite kommen dann besonders zur Geltung.
Die Tastaturbeleuchtung lässt sich mit zahlreichen Farben und Effekten konfigurieren.
Die Tastaturbeleuchtung lässt sich mit zahlreichen Farben und Effekten konfigurieren.
Insgesamt ein gutes Leistungs-Update, alte Schwächen bleiben aber und werden in Sachen Temperatur und Lautstärke sogar noch verstärkt.
Insgesamt ein gutes Leistungs-Update, alte Schwächen bleiben aber und werden in Sachen Temperatur und Lautstärke sogar noch verstärkt.

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Test Bibliothek

  • Weitere eigene Testberichte

  • Verfügbare externe Tests sortiert nach Displayformat

  • Verfügbare externe Tests sortiert nach Grafikkarte
  • Suche nach Testberichten in der umfangreichen Bibliothek von notebookCHECK.com

Links

Preisvergleich

Pro

+Hohe Systemleistung
+Sehr gute Spieleperformance
+Schickes Metallgehäuse
+Matter FHD-Bildschirm
+Viele Display-Anschlüsse
+Anzeige der verwendeten Grafikkarte
+Schneller SSD-Raid-Verbund
+Schlank und vergleichsweise leicht
 

Contra

-Display mit extremem Blaustich
-Seltsames Tastatur-Layout
-Im Lastbetrieb sehr heiß
-Lüftersteuerung verbesserungswürdig
-Mäßiges Soundsystem
-Wartung nur eingeschränkt möglich
-Druckempfindlichkeit des Chassis

Shortcut

Was uns gefällt

Die hohe Spieleleistung macht Zocken in Full-HD und vollen Details wirklich mobil.

Was wir vermissen

Das Soundsystem müsste überarbeitet werden. Außerdem sollte MSI endlich auf IPS-Panels setzen, wie Acer es vormacht.

Was uns verblüfft

Dass das Notebook trotz hoher Temperaturen im Gaming-Betrieb nicht drosselt.

Die Konkurrenz

Acer Aspire V17 Nitro, Medion Erazer X7613, Aorus X7 Pro, Gigabyte P27G v2, Nexoc G728II.

Bewertung

MSI GS70-2QE16SR51 - 01.01.2015 v4(old)
Florian Wimmer

Gehäuse
72 / 98 → 73%
Tastatur
81%
Pointing Device
78%
Konnektivität
70 / 81 → 86%
Gewicht
58 / 10-66 → 86%
Akkulaufzeit
78%
Display
82%
Leistung Spiele
98%
Leistung Anwendungen
90%
Temperatur
60 / 95 → 63%
Lautstärke
58 / 90 → 64%
Audio
70%
Durchschnitt
75%
82%
Gaming - gewichteter Durchschnitt
Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.
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> Notebook Test, Laptop Test und News > Tests > Notebook Testberichte > Test MSI GS70-2QE16SR51 Notebook
Autor: Florian Wimmer (Update: 15.05.2018)
Florian Schmitt
Florian Schmitt - Managing Editor Mobile
Als ich 12 war, kam der erste Computer ins Haus und sofort fing ich an rumzubasteln, zu zerlegen, mir neue Teile zu besorgen und auszutauschen – schließlich musste immer genug Leistung für die aktuellen Games vorhanden sein. Als ich 2009 zu Notebookcheck kam, testete ich mit Leidenschaft Gaming-Notebook, seit 2012 gilt meine Aufmerksamkeit vor allem Smartphones, Tablets und Zukunftstechnologien.