Notebookcheck

Test Gigabyte P34G v2 Notebook

Sven Kloevekorn, Stefanie Voigt, 05.07.2014

Speedy Gonzales. Klein, schnell, aber ohne Sombrero: Der v2 Nachfolger des Gaming-Zwergs Gigabyte P34G geht mit der neuen Nvidia GeForce GTX 860M ins Rennen um die Gunst der Gamer, hat sich ansonsten aber kaum verändert. Die technisch gut durchdachte Hardware steckt im altbekannten Gehäuse, das bei unserem Exemplar aber leider einige Verarbeitungsmängel aufweist.

Ebenso wie der insgesamt gelungene Vorgänger hat auch die Neuauflage des Gigabyte P34G mit der zusätzlichen Bezeichnung v2 das Potenzial, für erstaunte Blicke zu sorgen. Ein Intel Core i7-4700HQ (4x 2,4-3,4 GHz, Hyperthreading, TDP 47 Watt) nebst potenter Nvidia Grafik in einem 14 Zoll kleinen und nur knapp über 2 cm hohen Gehäuse? Kann das gut gehen, oder muss man das Gerät mit Ohrschützern und auf einer feuerfesten Unterlage bespielen? Nein, muss man nicht. Unser Speedy Gonzales bleibt zwar nicht ganz so cool wie das Zeichentrick-Vorbild, muss sich aber auch vor wesentlich größeren Gaming Notebooks nicht verstecken, denen es einen viel höheren Mobilitätsfaktor voraus hat.

Wegen Formfaktor, Zielgruppe und Preis steht das Testgerät in direkter Konkurrenz zum ersten Vergleichs-Notebook, dem Razer Blade 14 Zoll, das auf den weniger stromhungrigen, aber auch etwas langsameren Intel Core i7-4702HQ (4x 2,2-3,2 GHz, Hyperthreading, TDP 37 Watt) und eine Nvidia GeForce GTX 765M aus der Vorgängergeneration der aktuellen Maxwell Chips setzt. Während das Gigabyte ein IPS-Full-HD-Display mitbringt, muss das Razer Blade mit 1.600 x 900 Pixeln und TN auskommen. Bei sonst ähnlichen Maßen ist es sogar noch 4 mm dünner als das Testgerät. MSI stellt mit dem 2PE Ghost Pro 3K Edition (2PEWi716SR21) das dritte Notebook im Bunde, das mit einem 2.880 x 1.620 Pixel auflösenden, 15,6 Zoll messenden IPS-Display glänzt und vom nominal schnellsten der drei Prozessoren, nämlich dem Intel Core i7-4710HQ (4x 2,5 - 3,5 GHz, Hyperthreading, TDP 47 Watt) angetrieben wird. Hier kommt für die Grafikberechnungen die rasante Nvidia GeForce GT 870M zum Einsatz, sodass der 15-Zöller das höchste Leistungspotenzial der drei Kandidaten aufweist. Trotz dem größeren Format kommt auch das MSI mit knapp 2 kg Gewicht und 2 cm Bauhöhe aus, kostet mit etwa 2.000 Euro aber auch am meisten (Gigabyte: ca. 1.500 Euro, Razer Blade: ca. 1.700 Euro).

Gehäuse

Vom Design her könnte man auf den ersten Blick auf die Idee kommen, dass Gigabyte sich ein wenig an den schicken MacBooks Air orientiert hat. Zwar besteht die Unterseite des Gehäuses komplett aus glattem Kunststoff, bei der Oberseite der Base und der Deckelrückseite hat Gigabyte sich aber für Aluminium mit silbernem bzw. anthrazitfarbenem, mattem Finish entschieden. Die helle Oberfläche zeigt sich weitestgehend unempfindlich für Fingerabdrücke, was für die dunkle nicht gilt. Das Notebook kommt durchaus edel daher, dieser Eindruck trübt sich bei eingehender Betrachtung aus der Nähe aber, weil die Verarbeitung einige Unregelmäßigkeiten wie überstehende Kanten an den Seiten und eine nicht perfekt eingepasste Tastaturwanne aufweist. Wirklich nicht schön: Der Boden schließt an den Seiten im Bereich der Ports nicht bündig mit der Base-Oberseite ab. Drückt man die beiden Teile dort zusammen (was eigentlich gar nicht möglich sein sollte), entstehen wenig vertrauenerweckende Knackgeräusche. Von einer stabilen Anmutung kann bei unserem Exemplar keine Rede sein. Allerdings sind derartige Probleme mit dem identischen Gehäuse des Vorgängers nicht aufgetreten, sodass man Gigabytes Qualitätssicherung in diesem Einzelfall zwar eine schlechte Note ausstellen muss, aber ansonsten darauf hoffen darf, dass wir es im Test mit einem Montagsgerät zu tun haben. Werten müssen wir aber das, was wir konkret vorfinden.

Die leicht abgesenkte Tastatur lässt sich wie beim P34G (v1) ohne viel Kraftaufwand eindrücken. Einen besseren Eindruck hinterlassen die Scharniere, die bei ruckartigen Bewegungen, wie sie etwa unterwegs im Auto oder in der Bahn auftreten können, kaum nachschwingen. Geschickt positioniert sind die Hauptlüftungsschlitze, die hinten untergebracht sind und auch auf beim Betrieb auf dem Schoß nicht verdeckt werden. Drückt man auf der Rückseite des stabilen Deckels herum, dessen maximaler Öffnungswinkel übrigens genau 135 ° beträgt, kann man vorne Bildstörungen erzeugen. 

Ausstattung

Moderne Anschlüsse wie Thunderbolt oder DisplayPort sucht man vergeblich, und was heutzutage ein VGA-Anschluss bei einem Gaming Notebook zu suchen hat, erschließt sich uns nicht. Von den vier USB-Ports arbeiten zwei noch nach 2.0, was nicht ganz zu Gigabytes Preisvorstellungen passt. Sinnvoll ist hingegen der Ethernet-Port, weil engagierte, Ping-fixierte Spieler sich oft nicht auf ein WLAN verlassen mögen. Da die warme Luft hinten abgeführt wird, sind die meisten Ports immerhin in die Mitte der beiden Seiten gelandet, wo USB-Sticks und Kabel weniger stören als ganz vorne.

linke Seite: Kensington, Ethernet, VGA, 2x USB 3.0, Audio
linke Seite: Kensington, Ethernet, VGA, 2x USB 3.0, Audio
rechte Seite: USB 2.0, SD-Kartenleser, USB 2.0, HDMI, Strom
rechte Seite: USB 2.0, SD-Kartenleser, USB 2.0, HDMI, Strom
Ultra Boost (P34G "v1") musste einem Taschenrechner weichen.
Ultra Boost (P34G "v1") musste einem Taschenrechner weichen.

Kommunikation

Erste Wahl scheint für viele Hersteller, die ihre Notebooks mit dem auch "Gigabit-WLAN" genannten, neuesten Standard IEEE 802.11ac ausstatten wollen, das Modul Intel Dualband Wireless-AC 7260 zu sein, das zudem auch das weniger überlaufene 5-GHz-Band beherrscht. Der Vorgänger muss noch mit dem Intel Wireless-N 7260 auskommen. Das Razer Blade kommt sogar mit einem speziell für die Anforderungen von Spielern entwickelten Killer-Modul von Qualcomm mit erweiterten Konfigurationsmöglichkeiten.

Zubehör und Software

In der Packung befindet sich neben dem Netzteil noch ein Medium mit der vorinstallierten Vollversion von PowerDVD 10, ein gedrucktes Handbuch, Garantiehinweise und ein großes Mikrofasertuch. Installations- und Recovery-Medien fehlen. Sehr schön: Im Sinne der beworbenen Mobilität legt Gigabyte eine gepolsterte Kunstledertasche mit Klettverschluss bei. Sonstiges, speziell für das P34G v2 entworfenes Zubehör bietet der Hersteller nicht an. Erwähnenswert finden wir den überaus praktischen Gigabyte smart manager (Bild), mit dem sich die am häufigsten genutzten Systemeinstellungen aus einem einzigen Menü heraus komfortabel vornehmen lassen. Hier findet sich auch die Einstellung Fan Tweak, die Zugriff auf die Lüftermodi Stealth, Auto und Turbo gewährt. Sämtliche Benchmarks haben wir mit der werkseitigen Einstellung Auto durchgeführt. Wählt man Turbo, laufen die Lüfter unabhängig von der anliegenden Last durchgehend auf der höchsten Stufe.   

Wartung

In der Mitte des Bodens befindet sich eine verschraubte Wartungsklappe, die allerdings nur Zugang zu den beiden RAM-Bänken gewährt, von denen eine unbelegt ist. Alles Weitere ist erst nach Demontage des Bodens zugänglich, die nicht jedermanns Sache ist und sich garantieschädigend auswirken kann. Sind die immerhin 14 Schrauben erst einmal gelöst, darf man sich über eine hervorragende Zugänglichkeit aller zu wartenden Komponenten freuen — mit Ausnahme ausgerechnet des Akkus, der nur von innen erreichbar und mit dem Gehäuse verschraubt ist.

Garantie

Die Garantie für in Deutschland erworbene Notebooks beläuft sich auf zwei Jahre, für Zubehör wie den Akku aber nur auf ein Jahr. Einzelheiten kann man hier einsehen.

Eingabegeräte

Tastatur

Im Hinblick auf die flache Bauweise überrascht es nicht, dass die Tasten des Chiclet Keyboards mit wenig Hub auskommen müssen. Die Oberfläche ist eben und leicht rutschhemmend, nicht aber gummiert. Minimal zu schwammig fällt für den Geschmack des Testers der Druckpunkt aus, wogegen der weiche Anschlag auch längere Tipp-Sessions begünstigt. Das Tastaturbett gibt schon bei leichtem Druck auf die Tasten etwas nach. Das leise, aber etwas klapprige Anschlaggeräusch vermittelt zusammen mit der nicht optimalen Stabilität keinen besonders hochwertigen Eindruck.

Was positiv auffällt, sind die zahlreichen Spezialfunktionen, die über die Fn-Taste erreicht werden können und über das Maß des Üblichen hinausgehen. Auch das weitgehend standardkonforme Layout bietet keinen Anlass zur Klage. Die Tasten sind groß genug und haben ausreichend Abstand. Besonders gut hat uns die zweistufige Tastaturbeleuchtung gefallen, die sich hell und gleichmäßig präsentiert.

Touchpad

Im Hinblick auf den zur Verfügung stehenden Platz hätte das völlig glatte Touchpad ruhig etwas größer ausfallen dürfen. Die beiden Maustasten besitzen eine gemeinsame, durchgezogene Oberfläche, die sich in der Mitte nicht herunterdrücken lässt. Präzision und Ansprechverhalten zeigten sich unauffällig, auch schnelle Bewegungen wurden nachvollzogen. Am äußeren Rand des Eingabegeräts gibt es einen überdurchschnittlich breiten Bereich, der nicht mehr auf Berührungen reagiert. Widerstand sowie akustisches und haptisches Feedback der Maustasten mit ihrem kurzen Hubweg und dem knackigen Druckpunkt empfand der Tester als nahezu ideal. Die wesentlichen Konfigurationsmöglichkeiten des ELAN-Treibers kann man den beiden Screenshots oben entnehmen.

Display

In den meisten Gaming Notebooks kommen TN-Panels zum Einsatz, was damit zu tun haben könnte, dass die Alternative IPS, für die Gigabyte sich beim Testgerät entschieden hat, nicht für schnelle Schaltzeiten bekannt ist. Dafür profitiert das P34G v2 natürlich von den Vorteilen der IPS-Technologie wie höheren Kontrasten, besserer Farbgenauigkeit und der überlegenen Blickwinkelstabilität. Die Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln (16:9) ergibt verteilt auf 14 Zoll eine sehr anständige Pixeldichte von 157 ppi. Die Bildschärfe ist mustergültig, was die Lesbarkeit der teilweise schon zu kleinen Schrift erleichtert. Alternative Displays werden nicht angeboten.

Nicht überragend, aber OK fällt die maximale Helligkeit aus. In diesem Aspekt sind die beiden Konkurrenten im Test dem P34G v2 um 20 bzw. 34 % voraus. 85 % Ausleuchtung gehen absolut in Ordnung. Der subjektive Eindruck fällt schlechter aus, weil sich bei einem komplett dunklen Bild (RGB 0,0,0) wolkige Lichthöfe zeigen, ohne dass man deswegen von Screen Bleeding sprechen muss.

Gigabyte P34G v2
GeForce GTX 860M, 4700HQ, Liteonit LMT-128M6M
Razer Blade 14 inch
GeForce GTX 765M, 4702HQ, Samsung SSD PM841 MZMTD128HAFV mSATA
MSI GS60 - 2PEWi716SR21
GeForce GTX 870M, 4710HQ, 2x Kingston RBU-SNS8100S3128GD (RAID 0)
Bildschirm
-53%
1%
Helligkeit Bildmitte
270
361
34%
323
20%
Brightness
265
337
27%
310
17%
Brightness Distribution
85
89
5%
82
-4%
Schwarzwert *
0.25
1
-300%
0.43
-72%
Kontrast
1080
361
-67%
751
-30%
DeltaE Colorchecker *
4.59
7.32
-59%
3.25
29%
DeltaE Graustufen *
5.36
6.88
-28%
3.1
42%
Gamma
2.69 82%
3.06 72%
2.16 102%
CCT
6859 95%
7581 86%
6054 107%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
58
38.17
-34%
59
2%

* ... kleinere Werte sind besser

283
cd/m²
274
cd/m²
283
cd/m²
257
cd/m²
270
cd/m²
270
cd/m²
241
cd/m²
250
cd/m²
254
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
AU Optronics AUO113D
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 283 cd/m² Durchschnitt: 264.7 cd/m²
Ausleuchtung: 85 %
Helligkeit Akku: 270 cd/m²
Kontrast: 1080:1 (Schwarzwert: 0.25 cd/m²)
ΔE Color 4.59 | 0.6-29.43 Ø6
ΔE Greyscale 5.36 | 0.64-98 Ø6.3
58% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
Gamma: 2.69

Der Kontrast des Testnotebooks, der sich aus Schwarzwert und maximaler Helligkeit ergibt, erreicht mit 1.080:1 einen Spitzenwert. Das Razer Blade mit seinem TN-Panel weist einen wirklich miesen Schwarzwert von 1 auf. Da nützt dann auch die tolle maximale Helligkeit nichts mehr: Der Kontrast landet bei schlecht zu vertretenden 361:1. Das MSI GS60 ordnet sich bei allen bisher erwähnten Einzelwerten zwischen den beiden anderen Kandidaten ein.

In Sachen Farbtreue spielen die beiden IPS-Bildschirme ihre technischen Vorteile aus und kommen auf gute DeltaE-Werte von 5 (Gigabyte) bzw. 3 (MSI), während das Razer Blade mit immer noch nicht schlechte 7 DeltaE die Rote Laterne hält. Der Gammawert des P34G v2 liegt immerhin 0,5 über dem Windows Soll von 2,2. Für IPS-Panels sind knapp 60 % Abdeckung des hauptsächlich bei (semi-)professioneller Bildbearbeitung relevanten, großen AdobeRGB Farbraums normal, für TN-Panels um die 40 % - und genau in diesen Bereichen bewegen sich die drei Geräte im Test.

CalMAN Graustufen
CalMAN Graustufen
CalMAN ColorChecker
CalMAN ColorChecker
CalMAN Farbsättigung
CalMAN Farbsättigung
CalMAN Color Management
CalMAN Color Management
Gigabyte P34G v2 vs. AdobeRGB
Gigabyte P34G v2 vs. AdobeRGB
Gigabyte P34G v2 vs. sRGB
Gigabyte P34G v2 vs. sRGB

Dieses Gaming Notebook nimmt man auch gerne mal mit, also ist auch von Interesse, wie der Bildschirm sich im Freien schlägt. Zwar ist die maximale Helligkeit nicht so üppig, dass man von optimaler Ablesbarkeit sprechen kann, aber wenn man direkte Sonneneinstrahlung vermeidet und der Bildschirm nicht direkt auf den hellen Himmel gerichtet ist, kann man dank matter Oberfläche weitgehend störungsfrei arbeiten.

Für IPS-Verhältnisse schlägt sich die Blickwinkelstabilität unseres Gaming-Zwergs gut, aber nicht überragend. Schaut man gleichzeitig horizontal und vertikal versetzt auf das Display, bekommt man es mit einem leicht milchigen Bildeindruck mit verringerten Kontrasten und verfälschter Farbdarstellung zu tun. Dieses Phänomen lässt sich aber in der Praxis ohne Weiteres vermeiden, denn bei nur auf einer Achse verschobenen Einblickwinkeln ist die Darstellung ohne Fehl und Tadel.

Nicht optimal, aber gut genug: die Blickwinkelstabilität.
Nicht optimal, aber gut genug: die Blickwinkelstabilität.

Leistung

Eigentlich ist der verbaute Intel Core i7-4700HQ (4x 2,4-3,4 GHz, Hyperthreading, TDP 47 Watt) im Hinblick auf die relativ hohe TDP erst für Notebooks ab 15 Zoll geeignet. Zur Seite stehen ihm 8 GB RAM, die im Single-Channel-Modus betrieben werden. Dafür steht eine freie Speicherbank zum Aufrüsten bereit. Schon die CPU-Leistung für sich gesehen ermöglicht die flüssige Nutzung fast aller handelsüblichen Programme bis hin zu stark parallelisierter Software für 3D-Rendering, die zudem oft über Nvidias CUDA-Schnittstelle Berechnungen auf die potente Grafikkarte Nvidia GeForce GTX 860M auslagern kann. Die ist mit 4 GB eigenem GDDR5-RAM ausgestattet und reicht aus, um die meisten aktuellen und grafisch aufwändigen Games in hohen, aber nicht den höchsten Einstellungen flüssig wiederzugeben.

Systeminformationen Gigabyte P34G v2

Prozessor

Wie alle CPUs aus Intels aktueller Haswell Generation wird auch der i7-4700HQ, der im Gegensatz zum ansonsten nahezu identischen i7-4700MQ (4x 2,4-3,4 GHz, Hyperthreading, TDP 47 Watt) fest verlötet ist, im 22-nm-Prozess gefertigt. Der Maximaltakt, der bei Auslastung eines Kerns erreicht werden kann, beläuft sich auf 3,4 GHz, bei zwei Kernen auf 3,3 GHz und bei vieren auf 3,2 GHz. Der Grundtakt liegt bei 2,4 GHz. Durch Hyperthreading können bis zu acht Threads vermeintlich zeitgleich bearbeitet werden. Gegenüber seinem Pendant i7-3630QM aus der Vorgängergeneration Ivy Bridge konnte die Pro-MHz-Leistung um etwa 10 % gesteigert werden. Die in die CPU integrierte, sehr sparsame GPU Intel HD 4600 kümmert sich um 2D-Grafikberechnungen. Anspuchsvollere Aufgaben wie die getesteten Spiele werden dank Nvidias Optimus Technologie automatisch auf der GeForce GTX 860M ausgeführt.

Geht es um die Messung der reinen CPU-Leistung, greifen wir wieder zum Cinebench R11.5, der keine wirklichen Überraschungen für uns bereit hält. Die Ergebnisse der auch auf dem Papier ähnlich starken Prozessoren liegen sowohl im Multi- wie auch im Single-Core-Benchmark dicht beieinander, und die Leistung des Testgerätes fällt im Vergleich mit anderen Notebooks mit der gleichen CPU erwartungsgemäß aus. Der Vier-Kern-Turbo wird in diesem Test optimal ausgenutzt. Das gilt allerdings nicht für den Akkubetrieb, wo das P34G v2 über 1,3 GHz nicht mehr hinauskommt.

Cinebench R11.5
CPU Single 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Gigabyte P34G v2
1.54 Points ∼63%
Razer Blade 14 inch
1.39 Points ∼57% -10%
MSI GS60 - 2PEWi716SR21
1.5 Points ∼61% -3%
Gigabyte P34G
1.51 Points ∼62% -2%
CPU Multi 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Gigabyte P34G v2
6.96 Points ∼16%
Razer Blade 14 inch
6.32 Points ∼14% -9%
MSI GS60 - 2PEWi716SR21
7.12 Points ∼16% +2%
Gigabyte P34G
7 Points ∼16% +1%

Legende

 
Gigabyte P34G v2 Intel Core i7-4700HQ, NVIDIA GeForce GTX 860M, Liteonit LMT-128M6M
 
Razer Blade 14 inch Intel Core i7-4702HQ, NVIDIA GeForce GTX 765M, Samsung SSD PM841 MZMTD128HAFV mSATA
 
MSI GS60 - 2PEWi716SR21 Intel Core i7-4710HQ, NVIDIA GeForce GTX 870M, 2x Kingston RBU-SNS8100S3128GD (RAID 0)
 
Gigabyte P34G Intel Core i7-4700HQ, NVIDIA GeForce GTX 760M, Liteonit LMT-128M6M
Cinebench R11.5 CPU Single 64Bit
1.54 Points
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
6.96 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
54.53 fps
Hilfe

System Performance

Auch die System Performance, die wir u. a. mit dem PCMark 7 messen, befindet sich noch auf dem erwarteten Niveau, allerdings mit kleinen Einschränkungen. Hier fließen neben der CPU-Leistung auch Massenspeicher- und Grafik-Performance je nach Einzeltest unterschiedlicher Gewichtung in die Ergebnisse ein. Dass das über die schnellste Hardware im Test verfügende MSI GS60 beim Gesamtscore vorne liegt, verwundert nicht. Warum aber die mit der langsameren GPU bestückte, sonst aber weitgehend identische erste Version des P34G unser Testgerät hier stets mit Abständen von 10 bis 15 % hinter sich lässt, muss offen bleiben. Generell schwächelt das Testgerät im PCMark 7 trotz absolut gesehen sehr guter Ergebnisse ganz leicht. In der Praxis, die sich durch pfeilschnelle Bedienung auszeichnet, fällt das aber nicht ins Gewicht.

PCMark 7
Creativity (nach Ergebnis sortieren)
Gigabyte P34G v2
9261 Points ∼64%
Razer Blade 14 inch
9229 Points ∼64% 0%
MSI GS60 - 2PEWi716SR21
11174 Points ∼77% +21%
Gigabyte P34G
10213 Points ∼71% +10%
Entertainment (nach Ergebnis sortieren)
Gigabyte P34G v2
3970 Points ∼37%
Razer Blade 14 inch
4428 Points ∼41% +12%
MSI GS60 - 2PEWi716SR21
4743 Points ∼44% +19%
Gigabyte P34G
4569 Points ∼43% +15%
Score (nach Ergebnis sortieren)
Gigabyte P34G v2
5400 Points ∼59%
Razer Blade 14 inch
5599 Points ∼61% +4%
MSI GS60 - 2PEWi716SR21
6164 Points ∼67% +14%
Gigabyte P34G
5951 Points ∼65% +10%

Legende

 
Gigabyte P34G v2 Intel Core i7-4700HQ, NVIDIA GeForce GTX 860M, Liteonit LMT-128M6M
 
Razer Blade 14 inch Intel Core i7-4702HQ, NVIDIA GeForce GTX 765M, Samsung SSD PM841 MZMTD128HAFV mSATA
 
MSI GS60 - 2PEWi716SR21 Intel Core i7-4710HQ, NVIDIA GeForce GTX 870M, 2x Kingston RBU-SNS8100S3128GD (RAID 0)
 
Gigabyte P34G Intel Core i7-4700HQ, NVIDIA GeForce GTX 760M, Liteonit LMT-128M6M
PCMark 7 Score
5400 Punkte
PCMark 8 Home Score Accelerated v2
3362 Punkte
PCMark 8 Creative Score Accelerated v2
4079 Punkte
PCMark 8 Work Score Accelerated v2
4233 Punkte
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Massenspeicher

Die zusätzliche HDD ist nicht die schnellste.
Die zusätzliche HDD ist nicht die schnellste.

Gigabyte P34G v2 und Razer Blade befinden bei allen Lese-Einzeltests des AS SSD Benchmarks mit ausgezeichneter, nahezu identischer Performance auf Augenhöhe, werden aber vom GS60 mit seinem RAID-0-Verbund aus zwei 128-GB-SSDs teilweise rasant überholt. Da die Zugriffszeiten bei SSDs von solchen RAIDs grundsätzlich nicht profitieren, ist der Vorsprung im 4k-Test folgerichtig am geringsten, während er beim sequenziellen Lesen nicht weniger als 72 % beträgt. Das kann sich bei Spielen, die beim Start große Datenmengen "am Stück" einlesen, dann auch durchaus mal in der Praxis bemerkbar machen. In Sachen Schreibtempo (Score Write) stellt sich unser Gigabyte hingegen mit plus 37 bzw. 62 % als deutlich überlegen heraus.

Gigabyte P34G v2
GeForce GTX 860M, 4700HQ, Liteonit LMT-128M6M
Razer Blade 14 inch
GeForce GTX 765M, 4702HQ, Samsung SSD PM841 MZMTD128HAFV mSATA
MSI GS60 - 2PEWi716SR21
GeForce GTX 870M, 4710HQ, 2x Kingston RBU-SNS8100S3128GD (RAID 0)
AS SSD
-12%
19%
Score Write
345
132
-62%
217
-37%
Score Read
374
374
0%
474
27%
4K-64 Read
295.86
294.74
0%
358
21%
4K Read
27.9
28.06
1%
30.61
10%
Seq Read
497.53
509.94
2%
854.35
72%
Liteonit LMT-128M6M
Sequential Read: 500.4 MB/s
Sequential Write: 321.3 MB/s
512K Read: 373.9 MB/s
512K Write: 320.9 MB/s
4K Read: 29.92 MB/s
4K Write: 65.83 MB/s
4K QD32 Read: 315.1 MB/s
4K QD32 Write: 298.8 MB/s

Grafikkarte

Die GeForce GTX 860M ist ein Spross aus Nvidias im März 2014 vorgestellter Maxwell Generation. Der GM107-Chip wird im 28-nm-Prozess hergestellt und bindet maximal 4 GB GDDR5-RAM über einen 128 Bit breiten Bus an. Dank breiterer Busse und mehr Ausführungseinheiten erreichen die schnelleren Modelle GTX 870M (192 Bit, GK104) und GTX 880M (256 Bit, GK104) deutlich höhere Speicherbandbreiten, was die GTX 860M zu einem kleinen Teil durch erhöhte Taktraten wieder ausgleicht.

Gigabyte P34G v2
GeForce GTX 860M, 4700HQ, Liteonit LMT-128M6M
Razer Blade 14 inch
GeForce GTX 765M, 4702HQ, Samsung SSD PM841 MZMTD128HAFV mSATA
MSI GS60 - 2PEWi716SR21
GeForce GTX 870M, 4710HQ, 2x Kingston RBU-SNS8100S3128GD (RAID 0)
3DMark
-27%
8%
1920x1080 Fire Strike Physics
8852
8186
-8%
9031
2%
1920x1080 Fire Strike Graphics
4051
2397
-41%
4687
16%
1920x1080 Fire Strike Score
3790
2249
-41%
4294
13%
1280x720 Cloud Gate Standard Physics
6271
5764
-8%
6487
3%
1280x720 Cloud Gate Standard Graphics
28586
17033
-40%
30343
6%
1280x720 Cloud Gate Standard Score
15963
11874
-26%
16697
5%
3DMark 11
-11%
33%
1280x720 Performance Physics
6732
7394
10%
7897
17%
1280x720 Performance GPU
4902
3891
-21%
7129
45%
1280x720 Performance
5134
4028
-22%
7089
38%
Durchschnitt gesamt (Programm / Settings)
-19% / -22%
21% / 16%
3DMark 11 Performance
5134 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
15963 Punkte
3DMark Fire Strike Score
3790 Punkte
Hilfe

Gaming Performance

Dank deutlich verbesserter Effizienz kann die 860M trotzdem einen Großteil der aktuellen und grafisch aufwändigen Spiele in hohen Einstellungen flüssig darstellen und einige Titel wie Bioshock InfiniteTomb Raider (beide 2013) und das brandaktuelle Wolfenstein: The New Order sogar in den höchsten. Im Vergleich mit anderen Notebooks mit der gleichen Grafikkarte setzt sich das P34G v2 mit leichtem Vorsprung an die Spitze. GPU-Throttling konnten wir auch nach einer Stunde Volllast (Prime 95 + FurMark) nicht feststellen.

min. mittel hoch max.
Batman: Arkham City (2011) 18516411461fps
Anno 2070 (2011) 178.3137.494.244.1fps
Call of Duty: Black Ops 2 (2012) 187152.4100.666.4fps
Hitman: Absolution (2012) 71.56947.924.6fps
Crysis 3 (2013) 78.25219.4fps
Tomb Raider (2013) 315.9166.4100.145.9fps
BioShock Infinite (2013) 185.94129.03114.0644.14fps
Company of Heroes 2 (2013) 50.848.5434.5114.6fps
Battlefield 4 (2013) 143.5107.77731.5fps
Thief (2014) 56.950.144.825.4fps
Wolfenstein: The New Order (2014) 59.959.145.435.2fps

Emissionen

Geräuschemissionen

Ein kompaktes und dünnes Gehäuse geht häufig mit kleinformatigen Lüftern einher, die im Gegenzug auf hohe Drehzahlen angewiesen sind, um ihre Aufgabe zu erfüllen. Und hohe Drehzahlen münden zumindest unter Last oft in hochfrequente, penetrante Lüftergeräusche. Dieses Problem ist beim Testgerät nicht zu beobachten. Gigabyte hat sich für separate Lüfter für Grafikkarte und CPU entschieden, die hinten links und rechts im Gehäuse Platz gefunden haben. Im Idle-Betrieb (Minimum) läuft das Gerät zumeist lautlos. Manchmal dreht der CPU-Lüfter auf die erste Stufe hoch, ohne dass dafür ein Grund ersichtlich wäre, und ist dann sofort deutlich hörbar. Bei höherer, nicht ganz konstanter Last wie beim Zocken springen die Ventilatoren oft leicht nervös zwischen ihren für unseren Geschmack etwas zu groben Abstufungen hin und her. Das laute Rauschen unter Volllast bringt ein hochfrequentes Sirren mit, das jüngere Spieler als geringfügig störend empfinden könnten; der Tester mittleren Alters hatte keine Probleme damit. Die Vergleichsgeräte kommen unter maximaler Beanspruchung ebenso wie das P34G v2 auf Schalldruckwerte von um die 50 dB. Betrachtet man die Lastzustände Idle Average und Idle Maximum, bleibt lediglich das Razer Blade ein Stück ruhiger als die beiden Konkurrenten.

Lautstärkediagramm

Idle
29 / 34.8 / 38.6 dB(A)
HDD
30.9 dB(A)
Last
45 / 50 dB(A)
  red to green bar
 
 
30 dB
leise
40 dB(A)
deutlich hörbar
50 dB(A)
störend
 
min: dark, med: mid, max: light   Voltcraft sl-320 (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

Wie man dem Diagramm unten entnehmen kann, sind bei Auslastung des Systems nur an der Unterseite wirklich kritische Temperaturen in Richtung 60 °C zu verzeichnen, was auf dem Schoß schon unangenehm wird. Steht das Gerät hingegen auf einem Tisch, kommt man zumeist nur mit den Handballenablagen in längeren Kontakt, die nicht einmal Körpertemperatur erreichen. Vom Höllenfeuer (78 °C), das das MSI unter Volllast entfacht, sind Gigabyte und Razer Blade jedenfalls weit entfernt.

Unser Stresstest mit Prime 95 + FurMark deckt leichtes CPU-Throttling auf. Wie man dem Screenshot entnehmen kann, sind aber — je nach Umgebungstemperatur — etwa 4 Minuten andauernde Extremlast erforderlich, um diesen Effekt hervorzurufen. Die CPU erreicht dabei grenzwertige Temperaturen von bis zu 98 °C. Unter realistischen Bedingungen ist auch bei intensivem Spielen nicht mit messbaren und schon gar nicht mit spürbaren Einschränkungen zu rechnen.

Max. Last
 47.8 °C49.2 °C50 °C 
 40.5 °C45.2 °C42.7 °C 
 32.9 °C36.3 °C35.1 °C 
Maximal: 50 °C
Durchschnitt: 42.2 °C
56 °C58.3 °C58.5 °C
44.8 °C50.4 °C53.4 °C
28.3 °C29.6 °C30.9 °C
Maximal: 58.5 °C
Durchschnitt: 45.6 °C
Netzteil (max.)  54.8 °C | Raumtemperatur 27 °C | Voltcraft IR-550
(-) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 42.2 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Gaming v7 auf 33.2 °C.
(-) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 50 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 39.6 °C (von 21.6 bis 68.8 °C für die Klasse Gaming v7).
(-) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 58.5 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 42.2 °C).
(±) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 36.1 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 33.2 °C.
(±) Die Handballen und der Touchpad-Bereich können sehr heiß werden mit maximal 36.3 °C.
(-) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 28.8 °C (-7.5 °C).

Lautsprecher

Die Soundausgabe über die beiden vorne eingebauten, nach schräg unten abstrahlenden Speaker ist sicher nicht die Stärke des Testgerätes. Schon die unterdurchschnittliche Maximallautstärke fällt zu niedrig aus. Der Sound klingt höhenlastig, dünn, leicht blechern (besonders auf dem Tisch) und besitzt weder nennenswerte Dynamik noch Räumlichkeit. Daran kann auch das vorinstallierte Dolby Home Theater mit seinen Presets für Musik, Filme etc. wenig ändern. Unter diesen Schwächen leidet der oft brachiale Sound von Spielen deutlich, sodass wir für längeren Sessions Kopfhörer oder externe Lautsprecher empfehlen.

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Fortschritt: Nachdem sich das Gigabyte P34G (v1) selbst in abgeschaltetem Zustand noch 0,5 Watt aus der Steckdose genehmigt, begnügt sich das neue Modell mit immer noch überflüssigen 0,2 Watt. Der Verbrauch im Idle-Betrieb liegt in etwa im Durchschnitt der wenigen 14-Zoll-Gaming-Notebooks, verbraucht in diesem Feld unter maximaler Last aber mit 141,5 Watt am meisten, während sich der Vorgänger noch mit 113,5 Watt zufrieden gibt. Das MSI GS60 ist in jedem Lastzustand um bis zu ein Drittel durstiger, das Razer Blade durchgehend um 17 bis 25 % sparsamer.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.2 / 0.4 Watt
Idledarkmidlight 8.8 / 13.6 / 21.6 Watt
Last midlight 83.8 / 141.5 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Voltcraft VC 940

Akkulaufzeit

Trotz identischem Akku hat sich in Sachen Laufzeit gegenüber dem Vorgänger einiges getan. Im Reader's Test, der bei minimaler Leuchtkraft und abgeschalteten Verbrauchern wie WLAN durchgeführt wird und im Idle-Betrieb die maximal mögliche Akkulaufzeit misst, sind sage und schreibe 62 %, unter Last noch 24 % mehr drin. Auch die beiden Vergleichs-Notebooks liegen in dieser Disziplin um etwa 33 % zurück. Unter Last stehen 124 Minuten beim v2 94 Minuten beim alten P34G gegenüber, hier schießt das MSI mit nur 36 Minuten den Vogel ab. Der WLAN-Test soll typisches Surfverhalten bei auf etwa 150 cd/m² gedimmter Beleuchtung simulieren. Viereinhalb Stunden sind für ein Notebook mit einer so starken CPU ein stattlicher Wert und dominieren unser Test-Triumvirat. Das potenziell potentere GS60 gerät verständlicherweise mit etwas mehr als drei Stunden ins Hintertreffen, und das schlanke Razer Blade platziert sich dazwischen.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
7h 46min
Surfen über WLAN
4h 31min
Last (volle Helligkeit)
2h 04min

Fazit

das Gigabyte P34G v2
das Gigabyte P34G v2

Leider verdirbt sich Gigabyte eine bessere Gesamtwertung durch die Verarbeitungsmängel unseres Testsamples, die beim Vorgänger so nicht zu beobachten waren und nicht zur anvisierten Preisklasse passen. Und das Beste an der instabilen Tastatur sind tatsächlich die feine Beleuchtung und die zahlreichen Sonderfunktionen. Davon abgesehen handelt es sich beim P34G v2 um ein gelungenes, clever durchkonstruiertes Gaming Notebook, bei dem der Hersteller trotz der kompakten Maße und dem für diese Klasse geringen Gewicht Thermik und Geräuschkulisse im Griff behält. In seiner wichtigsten Domäne Gaming leistet sich das Gerät keine Schwächen. Ein weiteres Highlight ist das überzeugende IPS-Display, das kaum Wünsche offen lässt. Schade finden wir, dass bei einem Notebook, das den Spagat zwischen Mobilität und Power wagt, die Gaming Performance im Akkubetrieb so stark einbricht.

Wer ein Gaming Notebook im 14-Zoll-Format sucht, mit dem man aktuelle und mittelfristig auch künftige Games in ansprechender Optik flüssig zocken kann, ist mit dem P34G v2 und generell auch mit der smarten Nvidia GeForce GTX 860M gut bedient. Das Razer Blade ist noch etwas leichter und dünner, erreicht aber auch nicht die Performance des Testgerätes. Die geringere Auflösung fällt im Gaming-Bereich im Hinblick auf den relativ kleinen Bildschirm weniger ins Gewicht, wohl aber das billige TN-Panel. In Sachen Verarbeitung und Anmutung ist das Razer Blade unserem Gigabyte haushoch überlegen. Wer sich auch mit 15,6 Zoll anfreunden kann und noch mehr Leistung will, sollte einen Blick auf das MSI GS60 2PE Ghost Pro 3K Edition (2PEWi716SR21) werfen; viele Alternativen gibt es ohnehin nicht. Für das GS60 spricht sein leider spiegelndes 4k-IPS-Display, der bessere Sound und das höherwertige Gehäuse. Negativ schlagen hingegen die thermischen Probleme zu Buche.

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Das Gigabyte P34G v2, zur Verfügung gestellt von Gigabyte Deutschland.
Das Gigabyte P34G v2, zur Verfügung gestellt von Gigabyte Deutschland.

Datenblatt

Gigabyte P34G v2 (P34 Serie)
Grafikkarte
NVIDIA GeForce GTX 860M - 4096 MB, Kerntakt: 1020 MHz, Speichertakt: 5000 MHz, GDDR5, 9.18.13.3788, Nvidia Optimus
Hauptspeicher
8192 MB 
, DDR3, 1.600 MHz, Single Channel, 2 Bänke, eine belegt
Bildschirm
14 Zoll 16:9, 1920 x 1080 Pixel, AU Optronics AUO113D, IPS, spiegelnd: nein
Massenspeicher
Liteonit LMT-128M6M, 128 GB 
, + 1 x WDC WD10JPVX-22JC3T0
Soundkarte
Intel Lynx Point PCH - High Definition Audio Controller
Anschlüsse
2 USB 2.0, 2 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 VGA, 1 HDMI, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: Audio in/out kombiniert, 3,5 mm Klinke, Card Reader: SD/SDHC/SDXC
Netzwerk
Realtek RTL8168/8111 Gigabit-LAN (10/100/1000/2500/5000MBit/s), Intel Wireless-AC 7260 (a/b/g/n = Wi-Fi 4/ac = Wi-Fi 5), Bluetooth 4.0
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 21 x 340 x 239
Akku
48 Wh Lithium-Polymer
Betriebssystem
Microsoft Windows 8.1 64 Bit
Kamera
Webcam: HD
Sonstiges
Lautsprecher: stereo, Tastatur: Chiclet, Tastatur-Beleuchtung: ja, Kunstleder-Transporttasche, Mikrofasertuch, gedruckte Anleitung, Gigabyte smart manager, PowerDVD 10, 24 Monate Garantie
Gewicht
1.752 kg, Netzteil: 530 g
Preis
1500 Euro

 

Mit einer Höhe von rund zwei Zentimetern ist das P34G sehr flach.
Mit einer Höhe von rund zwei Zentimetern ist das P34G sehr flach.
Gigabyte greift auf schwarze und silberne Oberflächen zurück.
Gigabyte greift auf schwarze und silberne Oberflächen zurück.
Die Unterseite besteht nur aus Kunststoff.
Die Unterseite besteht nur aus Kunststoff.
Trotz mattem Finish verschmutzt der Deckel leicht.
Trotz mattem Finish verschmutzt der Deckel leicht.
Der maximale Öffnungswinkel beträgt 135 °.
Der maximale Öffnungswinkel beträgt 135 °.
Die Verarbeitung gibt beim Testsample Anlass zur Kritik.
Die Verarbeitung gibt beim Testsample Anlass zur Kritik.
Optisch macht das Gerät einiges her.
Optisch macht das Gerät einiges her.
Die Wartungsmöglichkeiten sind hervorragend.
Die Wartungsmöglichkeiten sind hervorragend.
Das potente Innenleben sieht man dem Notebook nicht unbedingt an.
Das potente Innenleben sieht man dem Notebook nicht unbedingt an.
Die Anschlüsse wurden gleichmäßig auf beide Seiten verteilt...
Die Anschlüsse wurden gleichmäßig auf beide Seiten verteilt...
...und sitzen fast ausschließlich im hinteren Bereich.
...und sitzen fast ausschließlich im hinteren Bereich.
Die Wartungsklappe gewährt Zugriff auf den Arbeitsspeicher.
Die Wartungsklappe gewährt Zugriff auf den Arbeitsspeicher.
einer der beiden sehr ähnlichen Lüfter
einer der beiden sehr ähnlichen Lüfter
Prozessor und Grafikkarte teilen sich die Heatpipes.
Prozessor und Grafikkarte teilen sich die Heatpipes.
Der mSATA-Slot beherbergt eine kleine SSD.
Der mSATA-Slot beherbergt eine kleine SSD.
Das Funkmodul stammt von Intel.
Das Funkmodul stammt von Intel.
Zwei RAM-Bänke, eine mit 8 GB belegt
Zwei RAM-Bänke, eine mit 8 GB belegt
Der Lithium-Polymer-Akku ist unter der Haube verschraubt.
Der Lithium-Polymer-Akku ist unter der Haube verschraubt.
14-Zoll + Full-HD? Geschmackssache.
14-Zoll + Full-HD? Geschmackssache.
Die Webcam löst mit 1,3 Megapixeln auf.
Die Webcam löst mit 1,3 Megapixeln auf.
Die Lautsprecher-Gitter sind nur Attrappe.
Die Lautsprecher-Gitter sind nur Attrappe.
Eines der wenigen Notebooks, das nicht in China produziert wird.
Eines der wenigen Notebooks, das nicht in China produziert wird.
Die Tastatur hätte eine bessere Stabilität vertragen.
Die Tastatur hätte eine bessere Stabilität vertragen.
Dolby Home Theater v4...
Dolby Home Theater v4...
...tunt den Klang - ohne Erfolg.
...tunt den Klang - ohne Erfolg.
Beim Layout gibt es keine bösen Überraschungen.
Beim Layout gibt es keine bösen Überraschungen.
Man entdeckt dutzende Sonderfunktionen.
Man entdeckt dutzende Sonderfunktionen.
Gigabyte integriert nur topmoderne Hardware.
Gigabyte integriert nur topmoderne Hardware.
Das Touchpad ist nicht zu klein geraten.
Das Touchpad ist nicht zu klein geraten.
Unter dem Mausersatz warten fünf Status-Lämpchen.
Unter dem Mausersatz warten fünf Status-Lämpchen.
Der Kartenleser wird von zwei USB-2.0-Ports eingerahmt.
Der Kartenleser wird von zwei USB-2.0-Ports eingerahmt.
USB-3.0-Ports findet man auf der linken Seite.
USB-3.0-Ports findet man auf der linken Seite.
Die Notebook-Tasche hat ein weiches Innenfutter.
Die Notebook-Tasche hat ein weiches Innenfutter.
Das Zubehör ist mehr als ordentlich.
Das Zubehör ist mehr als ordentlich.
Die starken Komponenten erfordern ein 120-Watt-Netzteil.
Die starken Komponenten erfordern ein 120-Watt-Netzteil.

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Preisvergleich

Pro

+leicht und flach
+sehr schickes Gehäuse
+sehr gute Gaming-Performance
+Anwendungsleistung über jeden Zweifel erhaben
+Anschlüsse sitzen nicht vorne
+helles, scharfes und farbtreues Display
+ausgezeichnete Tastaturbeleuchtung
+Tasche im Lieferumfang enthalten
+Gigabyte smart manager
+gegenüber Vorgänger deutlich verbesserte Akkulaufzeit
 

Contra

-Testsample unsauber verarbeitet
-Deckelrückseite zieht Fingerabdrücke an
-unrealistischer Stresstest verursacht CPU-Throttling
-Gaming-Performance im Akkubetrieb massiv eingeschränkt
-Tastatur könnte stabiler sein
-bescheidener Sound
-nicht eben leise und kühl

Shortcut

Was uns gefällt

Hoher Mobilitätsfaktor trotz ausgezeichneter Gaming Performance.

Was wir vermissen

Eine dem Preis angemessene Verarbeitung (Testsample).

Was uns verblüfft

Bis auf leichtes CPU-Throttling unter extremen Bedingungen hat Gigabyte die Thermik bestens im Griff.

Die Konkurrenz

Deviltech Fire DT14

MSI GE40-i760M2811

Alienware 14

Gigabyte P34G "v1" (ggf. als Auslaufmodell)

Bewertung

Gigabyte P34G v2 - 06.07.2014 v4(old)
Sven Kloevekorn

Gehäuse
66 / 98 → 67%
Tastatur
82%
Pointing Device
84%
Konnektivität
65 / 81 → 80%
Gewicht
66 / 10-66 → 100%
Akkulaufzeit
85%
Display
85%
Leistung Spiele
92%
Leistung Anwendungen
88%
Temperatur
74 / 95 → 78%
Lautstärke
68 / 90 → 76%
Audio
50%
Durchschnitt
75%
81%
Gaming - gewichteter Durchschnitt
Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.
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Autor: Sven Kloevekorn (Update: 15.05.2018)
Sven Kloevekorn
Sven Kloevekorn - Editor
Als echter Heimcomputer-Veteran habe ich mir schon mit 14 Jahren meinen ersten Commodore VC 20 zugelegt, weitere Stationen waren der legendäre C64, ein Amiga 500 und schließlich nach einer längeren Pause 1998 der erste PC. Meine Leidenschaft gilt gepflegter Technik jeder Art mit Schwerpunkten auf den Themen PCs / Notebooks, Smartphones, Tablets und vor allem Digitale Fotografie, mit der ich mir neben dem einen oder anderen PC-Game am liebsten die Zeit vertreibe.