Notebookcheck

Test Alienware 13 Notebook

Florian Glaser, Stefanie Voigt, 22.12.2014

Kleines Chassis, großer Auftritt? Nach einem Exkurs ins 11- und 14-Zoll-Segment widmet sich Gaming-Experte Alienware jetzt dem 13-Zoll-Bereich. Unser Artikel beschäftigt sich vor allem mit der Frage, ob ein Dual-Core für die GeForce GTX 860M und den externen Amplifier ausreicht.

Alienware 13

Als Ergänzung zum Alienware 18 und Alienware 17 bietet Mutterkonzern Dell seit Neuestem ein 13-Zoll-Notebook an. Gut so, denn wenn man die Fortschritte der letzten Jahre beobachtet, geht der Trend eindeutig zu leichten und kompakten Chassis. Erfahrungen im Bereich unter 15 Zoll konnte Dell bereits sammeln. Neben dem Alienware M11x war auch das Alienware 14 ein spannendes Produkt. Das Alienware 13 markiert sozusagen den Mittelweg.

Auf der Hersteller-Homepage lassen sich derzeit drei Modelle erwerben. Während die günstigste Variante auf ein HD-Panel setzt (1.049 Euro), kommt bei der von uns getesteten 1.149-Euro-Version ein Full-HD-Display zum Einsatz (1920 x 1.080 IPS statt 1.366 x 768 TN). Wer es besonders scharf mag, sollte ein Auge auf die QHD-Option werfen, wobei 2.560 x 1.440 Pixel angesichts der Bildschirmgröße doch arg viel sind. Ganz zu schweigen vom Rechenbedarf (Windows 8.1 ist für derart hohe Auflösungen ebenfalls nicht ideal).

Die restlichen Spezifikationen fallen identisch aus. So sind jeweils acht GByte DDR3-RAM (16 GByte für 140 Euro), eine 1.000-GByte-HDD (SSD für 149-329 Euro) und eine GeForce GTX 860M an Bord. Den Prozessor darf der Kunde momentan nicht upgraden. Mit dem Core i5-4210U geht Dell viel Risiko ein, da die CPU nur zwei Kerne beherbergt und relativ niedrig taktet. Am interessantesten ist wohl der 249 Euro teure Amplifier. Die Extrabox kann Desktop-GPUs von AMD und Nvidia aufnehmen.

BIOS Main
BIOS Main
BIOS Advanced
BIOS Advanced
BIOS Security
BIOS Security
BIOS Boot
BIOS Boot

Gehäuse

Silberpfeil?
Silberpfeil?

Wie man es von Alienware kennt, macht das Gehäuse optisch einiges her. Der futuristische Look hält sich ganz klar an die Designsprache der größeren Bruder. Mit einem Gewicht von knapp zwei Kilogramm ist das Alienware 13 für Gaming-Verhältnisse recht leicht. 2,8 Zentimeter Höhe sind auch ordentlich, so dass man den High-End-Zwerg gut transportieren kann. Das konkurrierende W230SS Barebone von Clevo, das ebenfalls mit einer GeForce GTX 860M bestückt ist, erreicht sowohl bei der Dicke als auch beim Gewicht minimal höhere Werte.

Ansonsten finden sich im 13-Zoll-Bereich kaum Alternativen. Größer wird die Auswahl im 14-Zoll-Segment. Hier buhlen beispielsweise das Gigabyte P34G v2 (Core i7-4710HQ & GeForce GTX 860M @1.400 Euro) und das MSI GE40 (Core i7-4712MQ & Geforce GTX 850M @1.150 Euro) um die Gunst der Käufer. Letztere wiegen 1,8-1,9 Kilogramm und sind zwischen 21 und 30 Millimeter hoch.

Qualitativ schneidet das Alienware 13 sehr gut ab. Neben der Optik distanziert sich auch die Verarbeitung von anderen Gamern. Laut Dell ist das Cover aus einem Material gefertigt, das gerne im Flugzeugbau verwendet wird (carbonfaserverstärkter Kunststoff) und deutlich leichter als konventionelles Metall sein soll. Ob man die gummierte Tastaturumgebung zu schätzen weiß, hängt vom Auge des Betrachters ab. Bei fettigen Fingern neigt diese zu Abdrücken.

Bezogen auf die Stabilität können wir dem Alienware 13 ein gutes Zeugnis ausstellen. Zwar lässt sich der Deckel – wie bei den meisten Notebooks – recht stark verwinden, die Baseunit punktet jedoch mit einer hohen Festigkeit. Lediglich das Tastaturbett hätte etwas mehr Widerstand vertragen. Apropos fest: Die straffen Scharniere halten die Anzeige adäquat in Position. Zum Aufklappen des Notebooks sind allerdings zwei Hände nötig.

Ausstattung

Schnittstellen

Die Anschlussvielfalt erinnert an das W230SS Barebone (RJ-45, 2x Sound, HDMI), wobei Dell nur drei statt vier USB-Ports verbaut. Einen weiteren Unterschied entdeckt man bei den Bildausgängen. So verfügt das Alienware 13 nicht über einen VGA-, sondern über einen DisplayPort. Da alle Schnittstellen in der hinteren Notebook-Hälfte positioniert sind, dürften sowohl Links- als auch Rechtshänder problemlos eine Maus verwenden können. Dank der Lüfterplatzierung am Heck wird man außerdem nicht mit der Abwärme konfrontiert.

Drahtlose Kommunikation

Wer kein RJ45-Kabel zur Hand hat oder allgemein lieber per Funk surft, kann natürlich auch drahtlos mit der Umwelt kommunizieren. Das Killer-1525-Modul von Qualcomm Atheros soll sich – wie auch die Netzwerkkarte Killer e2200 (Gigabit Ethernet) – besonders gut für Spieler eignen. Abseits von den üblichen WLAN-Standards 802.11 a/b/g/n beherrscht der Funkadapter auch Bluetooth 4.0. Ein weiteres Highlight ist die Unterstützung für die neue ac-Technik. Im Reichweitentest (Szenario variiert von Redakteur zu Redakteur) schlug sich das Alienware 13 wacker. Selbst bei einer Distanz von 10-15 Metern wurden durch mehrere Wände noch drei Balken angezeigt.

linke Seite: Stromeingang, Noble Lock, USB 3.0, Mikrofon, Kopfhörer
linke Seite: Stromeingang, Noble Lock, USB 3.0, Mikrofon, Kopfhörer
Rückseite: Anschluss für Grafikverstärker, DisplayPort, HDMI
Rückseite: Anschluss für Grafikverstärker, DisplayPort, HDMI
rechte Seite: 2x USB 3.0, RJ45-Port
rechte Seite: 2x USB 3.0, RJ45-Port

Wartung

Die Wartungsmöglichkeiten machen eine zwiespältige Figur. Zwar lässt die Anzahl der Bodenschrauben erahnen, dass man die komplette Unterseite entfernen kann. Da der Mechanismus nicht ganz nachvollziehbar ist (auf welche Weise trennen sich die Oberflächen an welcher Stelle?), haben wir den Öffnungsversuch aus Angst vor Beschädigungen jedoch abgebrochen. Unter der »normalen« Wartungsklappe sind lediglich der Massenspeicher (1x 2,5 Zoll oder 1x M.2) und die beiden RAM-Bänke erreichbar.

vorinstallierte Software
vorinstallierte Software

Software

Besonders dick trägt der Hersteller bei der Software-Installation auf. Da hätten wir zum Beispiel AlienAutopsy (Systemüberwachung) oder AlienBackup (Recovery Management). Anlaufstelle #1 ist das Command Center. Hier lassen sich nicht nur die Gehäusebeleuchtung (AlienFX mit 20 Farben) und die Energiesparpläne (AlienFusion) anpassen, sondern auch der Status des Amplifiers kontrollieren (AlienAdrenaline). Dank dem 4-Zonen-Keyboard und anderer Beleuchtungselemente wirkt das Notebook auch aus der Distanz schick und schreit geradezu nach Gaming.

Zubehör

Beim Lieferumfang hält man sich dezent zurück. So wird das 520 Gramm schwere Netzteil (15,2 x 7,5 x 2,5 Zentimeter) nur von einem Quick Start Guide und ein paar Sicherheitshinweisen begleitet. Zumindest fast, denn ein »Schmankerl« offenbart der Karton dann doch. Die System Recovery auf einen 8 GByte großen USB-Stick zu packen, halten wir für eine tolle Idee, die andere Hersteller gerne nachahmen dürfen.

Garantie

Die Standardgarantie beläuft sich auf ein Jahr. Gegen Aufpreis ist eine Erweiterung auf 24, 36 oder 48 Monate verfügbar. Zusätzlich wird ein 12-monatiger Unfall- respektive Diebstahlschutz angeboten.

Killer Network Manager
Killer Network Manager
AlienRespawn
AlienRespawn
AlienAutopsy
AlienAutopsy
AlienFX
AlienFX
AlienFusion
AlienFusion
AlienAdrenaline
AlienAdrenaline

Eingabegeräte

Tastatur

An der Tastatur gibt es  – mit Ausnahme der Stabilität – fast nichts zu kritisieren. Ja, eine kombinierte Einfg-/Entf-Taste ist etwas ungünstig und ja, auf einen Nummernblock wird nicht jeder Nutzer verzichten wollen. Insgesamt hat die Tastatur jedoch mehr Stärken als Schwächen.

Neben der intensiven und gleichmäßigen Beleuchtung bleibt uns auch das angenehme Tippverhalten in Erinnerung. Eingaben hören sich weder laut noch klapprig an. Eine Tastengröße von 13 x 13 Millimetern würden wir ebenfalls als anständig bezeichnen, wobei die F-Reihe wie üblich einen Tick flacher gestaltet ist. Größere Layout-Experimente à la MSI (GS60, GS70, ...) wagt Dell nicht, so dass man sich recht schnell eingewöhnt. Manche Spieler werden zudem über den abgesetzten Pfeilbereich jubeln.

 

unbeleuchtet
unbeleuchtet
beleuchtet
beleuchtet

Touchpad

Mit dem Touchpad oder besser gesagt dem Clickpad konnten wir uns nur zum Teil anfreunden. Zwar ist der Mausersatz sehr großzügig dimensioniert (107 x 67 Millimeter), jedoch fühlt sich die strukturierte Oberfläche mit der Zeit etwas unangenehm an. Ziel der rauen Struktur ist eine Verbesserung des Feedbacks. Da man haptisch sofort den Übergang zur Handballenauflage spürt, reicht die minimale Absenkung völlig.

Die Mechanik von Clickpads ist Geschmackssache. Durch das Fehlen dedizierter Tasten gelingen einige Aktionen schneller bzw. komfortabler, allerdings kann die Präzision der meisten Clickpads nicht an normale Touchpads heranreichen. Weiteres Problem: Bei manchen Eingaben tendiert der Mauszeiger zum Verspringen oder Klicks werden nicht sauber erkannt. Von den Multi-Touch-Gesten überzeugt nur das Scrollen. Die Zoom-Funktion war im Test etwas behäbig.

Display

Wie eingangs erwähnt, greift die mittelpreisige Version des Alienware 13 auf ein Full-HD-Display zurück. 1.920 x 1.080 Pixel sind für das Format genau richtig. Ob man als Spieler mit einem 13-Zoll-Notebook zurechtkommt, muss jeder für sich entscheiden. Weiter entfernte Figuren (Ego-Shooter, Sporttitel etc.) wirken zwar größer als auf dem Alienware M11x, nichtsdestotrotz sollte man gute Augen mitbringen, um das Geschehen im Detail zu erfassen. Leidenschaftliche Gamer werden erst ab 15 oder 17 Zoll glücklich.

302
cd/m²
315
cd/m²
313
cd/m²
289
cd/m²
319
cd/m²
307
cd/m²
268
cd/m²
265
cd/m²
273
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 319 cd/m² Durchschnitt: 294.6 cd/m²
Ausleuchtung: 83 %
Helligkeit Akku: 319 cd/m²
Kontrast: 997:1 (Schwarzwert: 0.32 cd/m²)
ΔE Color 5.83 | 0.4-29.43 Ø6.2
ΔE Greyscale 7.63 | 0.64-98 Ø6.4
57% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
Gamma: 2.57

Respekt gebührt Dell für das eingesetzte Panel (9T7WM_11HL), welches mit IPS-Technik auftrumpfen kann. IPS steht meist für stabile Blickwinkel und ein knackiges, farbenfrohe Bild. Das Alienware 13 bildet hier keine Ausnahme. Wenn man die Graustufen und die RGB-Balance ausklammert (rote Töne sind etwas unterrepräsentiert) erscheint die Anzeige sehr natürlich.

CalMan: Grayscale
CalMan: Grayscale
CalMan: Grayscale (kalibriert)
CalMan: Grayscale (kalibriert)
CalMan: Saturation Sweeps
CalMan: Saturation Sweeps
CalMan: Saturation Sweeps (kalibriert)
CalMan: Saturation Sweeps (kalibriert)
CalMan: ColorChecker
CalMan: ColorChecker
CalMan: ColorChecker (kalibriert)
CalMan: ColorChecker (kalibriert)
Alienware 13 vs. sRGB (Gitter)
Alienware 13 vs. sRGB (Gitter)
Alienware 13 vs. AdobeRGB (Gitter)
Alienware 13 vs. AdobeRGB (Gitter)
Alienware 13
Schenker XMG P304
Gigabyte P34G v2
Alienware 14
MSI GE40-i760M2811
Bildschirm
4%
8%
10%
-49%
Helligkeit Bildmitte
319
370
16%
270
-15%
236
-26%
226
-29%
Brightness
295
339
15%
265
-10%
237
-20%
220
-25%
Brightness Distribution
83
87
5%
85
2%
85
2%
86
4%
Schwarzwert *
0.32
0.54
-69%
0.25
22%
0.25
22%
0.6
-88%
Kontrast
997
685
-31%
1080
8%
944
-5%
377
-62%
DeltaE Colorchecker *
5.83
3.38
42%
4.59
21%
3.7
37%
11.39
-95%
DeltaE Graustufen *
7.63
1.64
79%
5.36
30%
2.96
61%
12.82
-68%
Gamma
2.57 86%
2.33 94%
2.69 82%
2.69 82%
2.41 91%
CCT
7195 90%
6720 97%
6859 95%
6606 98%
16825 39%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
57
42
-26%
58
2%
62
9%
43
-25%

* ... kleinere Werte sind besser

Der kräftige Bildeindruck hängt auch mit dem hohen Kontrast zusammen: Knapp 1.000:1 übertreffen nur wenige Notebooks. Ein Schwarzwert von 0,32 cd/m² und eine Helligkeit von ca. 300 cd/m² erfüllen ebenso die Erwartungen. Beim Thema Ausleuchtung (83 %) reicht es auf dem Papier nur für das Mittelfeld. Subjektiv kommt es jedoch nicht zu störenden Lichthöfen. Als Farbraum ermittelte unsere Test-Software 77 % sRGB und 57 % AdobeRGB – ordentliche Werte. Outdoor-Einsätze sind dank dem matten Finish kein Problem. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung kann man den Inhalt noch erkennen.

Außeneinsatz Alienware 13
Außeneinsatz Alienware 13
Outdoor-Einsatz Alienware 13

IPS-typisch besticht das 13-Zoll-Panel durch eine hohe Blickwinkelstabilität. Selbst gute TN-Displays haben es horizontal und vertikal schwer. Bildveränderungen treten nur von schräg oben auf. Verglichen mit dem QHD+-Panel des Clevo W230SS ist die FHD-Anzeige kontraststärker (997 vs. 685:1), jedoch leuchtschwächer (295 vs. 339 cd/m²).

Blickwinkel Alienware 13
Blickwinkel Alienware 13

Leistung

Prozessor

Haswell
Haswell

Im Gegensatz zu den meisten High-End-Notebooks ist das Alienware nicht mit einer 47-Watt-CPU, sondern nur mit einem 15-Watt-Modell ausgestattet. Der Core i5-4210U basiert wie seine flotteren Brüder auf der Haswell Architektur (22 nm) und taktet unter Last mit 1,7-2,7 GHz. Zum Vergleich: Beim Core i7-4710HQ, der in extrem vielen Gaming Notebooks steckt, sind es 2,5-3,5 GHz.

Die geringe Kernanzahl versucht Intel durch die Hyperthreading Technik auszugleichen. Dank der Simulation von zwei virtuellen Kernen können bis zu vier Threads parallel bearbeitet werden. An einen »echten« Quad-Core reicht die Performance dennoch nicht heran. Intels Vierkern-Modelle schaffen acht Threads gleichzeitig und takten deutlich höher.

Als Grafikchip verwendet der Core i5-4210U die HD Graphics 4400, welche auf einen Kerntakt von 200-1.000 MHz kommt. Um den Energieverbrauch zu reduzieren und die Akkulaufzeit zu erhöhen, nutzt Dell eine Grafikumschaltung. Die Optimus Technologie von Nvidia ist inzwischen gang und gäbe.

Systeminfo CPUZ CPU
Systeminfo CPUZ Cache
Systeminfo CPUZ Mainboard
Systeminfo CPUZ Memory
Systeminfo CPUZ SPD
Systeminfo GPUZ (HD 4400)
Systeminfo GPUZ (GTX 860M)
Systeminfo CrystalDiskMark
Systeminfo HWiNFO
Systeminfo Latenzen
Systeminformationen Alienware 13

Turbo Boost

Der Turbo der Stromspar-CPU kommt im Alienware 13 ordentlich zur Geltung. 2,4-2,7 GHz bei Single-Core-Last und 2,4 GHz bei Multi-Core-Last genügen zwar locker für Standard-Aufgaben (Videos etc.), wie unsere Benchmarks zeigen, sollte es für moderne Games jedoch mehr Takt sein. Immerhin konnten wir auch unter Volllast kein Throttling beobachten. Selbst nach 60 Minuten Stresstest (Furmark + Prime95) werkelte der Core i5-4210U mit 1,9-2,0 GHz.

Single-Core-Rendering
Single-Core-Rendering
Multi-Core-Rendering
Multi-Core-Rendering
CPU- & GPU-Belastung
CPU- & GPU-Belastung

Leistung CPU

Aufgrund der mäßigen Taktraten fällt der 15-Watt-Chip deutlich hinter die 47-Watt-Konkurrenz zurück. Während der Core i5-4210U im Single-Core Rendering des Cinebench R15 »nur« 25 % gegen einen Core i7-4710HQ verliert (Acer V 15 Nitro), sind es im Multi-Core Rendering etwa 64 % Rückstand. Dass man einen Vierkern-Prozessor durchaus in ein 13-Zoll-Chassis quetschen kann, beweist das Clevo W230SS Barebone. Hauptvorteil des 15-Watt-Modells ist der moderate Energiebedarf. Mit einem Standard-Quad-Core wären vermutlich auch die Temperatur und die Lautstärke höher.

Cinebench R15
CPU Single 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
Core i5-4210U
103 Points ∼47%
MSI GE40-i760M2811
Core i7-4702MQ
124 Points ∼57% +20%
Acer Aspire V 15 Nitro VN7-591G-77A9
Core i7-4710HQ
137 Points ∼63% +33%
Schenker XMG P304
Core i7-4810MQ
151 Points ∼69% +47%
CPU Multi 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
Core i5-4210U
239 Points ∼5%
MSI GE40-i760M2811
Core i7-4702MQ
534 Points ∼12% +123%
Acer Aspire V 15 Nitro VN7-591G-77A9
Core i7-4710HQ
657 Points ∼15% +175%
Schenker XMG P304
Core i7-4810MQ
647 Points ∼15% +171%
Cinebench R11.5
CPU Single 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
Core i5-4210U
1.14 Points ∼47%
MSI GE40-i760M2811
Core i7-4702MQ
1.4 Points ∼57% +23%
Gigabyte P34G v2
Core i7-4700HQ
1.54 Points ∼63% +35%
Alienware 14
Core i7-4700MQ
1.51 Points ∼62% +32%
Acer Aspire V 15 Nitro VN7-591G-77A9
Core i7-4710HQ
1.53 Points ∼63% +34%
Schenker XMG P304
Core i7-4810MQ
1.68 Points ∼69% +47%
CPU Multi 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
Core i5-4210U
2.6 Points ∼10%
MSI GE40-i760M2811
Core i7-4702MQ
5.91 Points ∼22% +127%
Gigabyte P34G v2
Core i7-4700HQ
6.96 Points ∼26% +168%
Alienware 14
Core i7-4700MQ
6.95 Points ∼26% +167%
Acer Aspire V 15 Nitro VN7-591G-77A9
Core i7-4710HQ
7.22 Points ∼27% +178%
Schenker XMG P304
Core i7-4810MQ
7.02 Points ∼26% +170%
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
2.6 Points
Cinebench R11.5 CPU Single 64Bit
1.14 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
43.64 fps
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
103 Points
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
239 Points
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
70.08 fps
Hilfe

Grafikkarte

Maxwell
Maxwell

Vor dem Erscheinen der neuen Topmodelle GTX 980M und GTX 970M war die GeForce GTX 860M die einzige High-End-GPU auf Maxwell Basis. Im Vergleich zur Kepler Architektur ist Maxwell nicht nur flotter, sondern auch energieeffizienter.

Trotz der geringeren Shader-Anzahl (640 vs. 768) kann sie sich deutlich von ihrem Vorgänger, der GeForce GTX 765M, absetzen. Ein Grund sind die höheren Taktraten: Statt 850-902 MHz erreicht die Maxwell Version der GTX 860M 1.029-1.097 MHz. Speichertyp und Speicherbus wurden nicht verändert. So greift der DirectX-11-Chip auf 2.048 MByte GDDR5-VRAM und 128 Bit zurück. Gegen das Spitzenfeld hat die GPU derweil keine Chance. Angesichts von 1.280 respektive 1.536 CUDA Cores bieten die GTX 970M und die GTX 980M spürbar mehr Leistung.

Gerüchten zufolge wird Nvidia Anfang 2015 den Nachfolger der GTX 860M veröffentlichen und damit die Performance-Lücke schließen. Anmerkung: Bei ein paar wenigen Notebooks muss sich die GTX 860M mit Kepler Technik begnügen (Clevo P150SM-A, Aorus X7 v2).

Leistung GPU

Dass sich die 15-Watt-CPU negativ auf die Leistung auswirkt, merkt man nicht zuletzt bei den Grafik-Benchmarks. Bestes Beispiel ist der Fire Strike Test des 3DMark 13. Während der GPU-Score mit 3.822 Punkten noch auf dem Level von anderen GTX 860M Notebooks wie dem Aver V 15 Nitro liegt, fällt der Physics Score knapp 60 % schlechter als bei der Konkurrenz aus. Kein Wunder, verfügt diese doch über einen potenten Quad-Core-Prozessor. Betrachtet man den Gesamtscore, rechnet das Alienware 13 im Fire Strike Test knapp 10 % langsamer. Beim Unigine Heaven 3.0 Benchmark (1.920 x 1.080, High, Tessellation normal) bleibt die GeForce GTX 860M ebenfalls unter ihren Möglichkeiten. Mit 44,4 fps orientiert sich das Ergebnis an der DDR3-Version der GTX 850M. Wie groß der Performance-Verlust in Spielen ist, werden wir gleich analysieren.

Unigine Heaven 3.0 - 1920x1080 DX 11, Normal Tessellation, High Shaders AA:Off AF:Off (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GeForce GTX 860M (340.84)
44.4 fps ∼17%
Asus GL550JK-CN391H
GeForce GTX 850M (332.35)
43.4 fps ∼16% -2%
Schenker XMG P304
GeForce GTX 860M (332.35)
49.6 fps ∼18% +12%
Schenker XMG P505
GeForce GTX 970M (344.00)
93 fps ∼35% +109%
Gigabyte P35X v3
GeForce GTX 980M (344.00)
110.3 fps ∼41% +148%
3DMark
1920x1080 Fire Strike Combined (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GeForce GTX 860M (340.84)
1573 Points ∼13%
Asus GL550JK-CN391H
GeForce GTX 850M (332.35)
1023 Points ∼8% -35%
Schenker XMG P505
GeForce GTX 970M (344.00)
2714 Points ∼22% +73%
Gigabyte P35X v3
GeForce GTX 980M (344.00)
3693 Points ∼30% +135%
1920x1080 Fire Strike Physics (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GeForce GTX 860M (340.84)
3539 Points ∼13%
Asus GL550JK-CN391H
GeForce GTX 850M (332.35)
8973 Points ∼33% +154%
Schenker XMG P304
GeForce GTX 860M (332.35)
8961 Points ∼33% +153%
Schenker XMG P505
GeForce GTX 970M (344.00)
9687 Points ∼36% +174%
Gigabyte P35X v3
GeForce GTX 980M (344.00)
8610 Points ∼32% +143%
1920x1080 Fire Strike Graphics (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GeForce GTX 860M (340.84)
3822 Points ∼9%
Asus GL550JK-CN391H
GeForce GTX 850M (332.35)
3151 Points ∼8% -18%
Schenker XMG P304
GeForce GTX 860M (332.35)
3940 Points ∼10% +3%
Schenker XMG P505
GeForce GTX 970M (344.00)
7268 Points ∼18% +90%
Gigabyte P35X v3
GeForce GTX 980M (344.00)
9741 Points ∼24% +155%
1920x1080 Fire Strike Score (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GeForce GTX 860M (340.84)
3309 Points ∼12%
Asus GL550JK-CN391H
GeForce GTX 850M (332.35)
2836 Points ∼11% -14%
Schenker XMG P304
GeForce GTX 860M (332.35)
3695 Points ∼14% +12%
Schenker XMG P505
GeForce GTX 970M (344.00)
6429 Points ∼24% +94%
Gigabyte P35X v3
GeForce GTX 980M (344.00)
8230 Points ∼31% +149%
3DMark 11 - 1280x720 Performance GPU (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GeForce GTX 860M (340.84)
4453 Points ∼9%
Asus GL550JK-CN391H
GeForce GTX 850M (332.35)
4682 Points ∼9% +5%
Schenker XMG P304
GeForce GTX 860M (332.35)
4905 Points ∼10% +10%
Schenker XMG P505
GeForce GTX 970M (344.00)
9907 Points ∼19% +122%
Gigabyte P35X v3
GeForce GTX 980M (344.00)
12632 Points ∼25% +184%
3DMark Vantage - 1280x1024 P GPU no PhysX (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GeForce GTX 860M (340.84)
16029 Points ∼21%
Asus GL550JK-CN391H
GeForce GTX 850M (332.35)
14615 Points ∼19% -9%
Schenker XMG P304
GeForce GTX 860M (332.35)
18491 Points ∼24% +15%
Schenker XMG P505
GeForce GTX 970M (344.00)
30252 Points ∼39% +89%
Gigabyte P35X v3
GeForce GTX 980M (344.00)
34535 Points ∼45% +115%
3DMark Vantage P Result
13249 Punkte
3DMark 11 Performance
4111 Punkte
3DMark Ice Storm Standard Score
40675 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
8168 Punkte
3DMark Fire Strike Score
3309 Punkte
Hilfe

Massenspeicher

Solid State Drive
Solid State Drive

Wegen des knappen Platzangebots lässt sich im AW 13 nur ein Massenspeicher verbauen. Der Kunde hat die Wahl zwischen einer Magnetfestplatte (1.000 GByte @5.400 rpm) oder einem Solid State Drive (M.2-Format).

Unser Testgerät enthielt mit der PM851 ein 256 GByte großes Modell von Samsung, das im AS SSD Benchmark eher mittelprächtig abschnitt. Zwar können 511 MB/s beim sequentiellen Lesen durchaus überzeugen, 231 MB/s beim sequentiellen Schreiben sind im Vergleich zu anderen SSDs jedoch nicht gerade üppig. So war der Micron M600 im Schenker XMG P505 PRO etwa das Doppelte vergönnt. Bei kleineren Dateien ist die Differenz nicht ganz so markant. Als Zugriffszeit spuckte der AS SSD Benchmark 0,124 (Read) bzw. 0,038 ms (Write) aus.

Samsung SSD PM851 256 GB MZNTE256HMHP
Sequential Read: 529.6 MB/s
Sequential Write: 240.1 MB/s
512K Read: 420.5 MB/s
512K Write: 239.8 MB/s
4K Read: 28.37 MB/s
4K Write: 103.6 MB/s
4K QD32 Read: 358.7 MB/s
4K QD32 Write: 239.1 MB/s

System Performance

Der relativ schwache Dual-Core macht sich auch bei der Systemleistung bemerkbar: 4.877 Punkte im PCMark 7 orientieren sich eher an Office- und Allround- als an waschechten Gaming Notebooks.

PCMark 7 Score
4877 Punkte
PCMark 8 Home Score Accelerated v2
3044 Punkte
PCMark 8 Creative Score Accelerated v2
3481 Punkte
PCMark 8 Work Score Accelerated v2
3990 Punkte
Hilfe

Gaming Performance

Mithin der größte Kritikpunkt am Alienware 13 ist der durchwachsene Gaming-Auftritt. Ja, es existieren einige Titel, die mit der 15-Watt-CPU zufrieden sind (Shadow of Mordor, Alien Isolation, The Evil Within), andere Spiele büßen hingegen deutlich an Performance ein. Neben The Crew und Call of Duty Advanced Warfare könnte auch Civilization Beyond Earth in hohen Settings (1.920 x 1.080) mehr als 10 % flotter sein, wie unsere Tabelle zeigt. Bei Fifa 15 und Sims 4 beträgt der Vorsprung eines GTX 860M Notebooks mit Quad-Core sogar über 50 %. Oftmals tendieren die Werte Richtung GTX 850M. Bei niedrigen Settings muss sich das System hin und wieder von einem GT 750M Notebook geschlagen geben.

Ergo: Wir raten Dell dringend dazu, den Core i5-4210U durch einen Dual-Core mit 37 Watt TDP oder gleich einen Quad-Core zu ersetzen. In der aktuellen Form eignet sich das Alienware 13 nur bedingt für ambitionierte Spieler. Ein ähnliches Fazit mussten wir damals zum MSI GX60/GX70 ziehen, das unter der schwachbrüstigen AMD CPU litt. Um Probleme mit brandneuen Games zu vermeiden, sollte man übrigens den GPU-Treiber aktualisieren. Die auf dem Testgerät vorinstallierte ForceWare 340.84 ist inzwischen leicht angestaubt.

The Crew - 1920x1080 High Video Preset AA:FX (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GeForce GTX 860M (340.84)
36.9 fps ∼62%
Schenker M504
GeForce GTX 850M (mixed)
30.4 (min: 27) fps ∼51% -18%
Schenker W504
GeForce GTX 860M (mixed)
44.8 (min: 37) fps ∼75% +21%
Dragon Age: Inquisition - 1920x1080 High Graphics Quality (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GeForce GTX 860M (340.84)
26 fps ∼15%
Schenker M504
GeForce GTX 850M (mixed)
23.2 (min: 21) fps ∼13% -11%
Schenker W504
GeForce GTX 860M (mixed)
27.4 (min: 23) fps ∼16% +5%
Schenker XMG P505 PRO
GeForce GTX 980M (344.48)
67.9 fps ∼39% +161%
Far Cry 4 - 1920x1080 High Graphics Quality AA:SM (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GeForce GTX 860M (340.84)
28.4 fps ∼23%
Schenker M504
GeForce GTX 850M (mixed)
27 (min: 22) fps ∼22% -5%
Schenker W504
GeForce GTX 860M (mixed)
29.9 (min: 23) fps ∼24% +5%
Schenker XMG P505 PRO
GeForce GTX 980M (344.48)
68 fps ∼54% +139%
Assassin's Creed Unity - 1920x1080 High Graphics Quality AA:2x MS (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GeForce GTX 860M (340.84)
21.2 fps ∼25%
Schenker M504
GeForce GTX 850M (mixed)
15 (min: 11) fps ∼18% -29%
Schenker W504
GeForce GTX 860M (mixed)
18.3 (min: 15) fps ∼22% -14%
Call of Duty: Advanced Warfare - 1920x1080 High / On (Cache Shadow Maps Off) AA:FX (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GeForce GTX 860M (340.84)
36.1 fps ∼29%
Schenker M504
GeForce GTX 850M (mixed)
39.5 (min: 33) fps ∼32% +9%
Schenker W504
GeForce GTX 860M (mixed)
41.2 (min: 35) fps ∼33% +14%
Schenker XMG P505 PRO
GeForce GTX 980M (344.48)
90.8 fps ∼72% +152%
Gigabyte P35X v3
GeForce GTX 980M (344.00)
86.4 fps ∼69% +139%
Civilization: Beyond Earth - 1920x1080 High Preset (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GeForce GTX 860M (340.84)
35.2 fps ∼23%
Schenker M504
GeForce GTX 850M (mixed)
35.5 (min: 20) fps ∼23% +1%
Schenker W504
GeForce GTX 860M (mixed)
41.3 (min: 18) fps ∼27% +17%
Gigabyte P35X v3
GeForce GTX 980M (344.00)
82.3 fps ∼53% +134%
The Evil Within - 1920x1080 High / Enabled AA:SM (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GeForce GTX 860M (340.84)
28 fps ∼32%
Schenker M504
GeForce GTX 850M (mixed)
24.2 (min: 20) fps ∼27% -14%
Schenker W504
GeForce GTX 860M (mixed)
29 (min: 23) fps ∼33% +4%
Schenker XMG P505 PRO
GeForce GTX 980M (344.48)
82.8 fps ∼94% +196%
Alien: Isolation - 1920x1080 High, On, Shadow Map 1536, Standard SSAO AA:FX AF:8x (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GeForce GTX 860M (340.84)
55.3 fps ∼19%
Schenker M504
GeForce GTX 850M (mixed)
47 fps ∼16% -15%
Schenker W504
GeForce GTX 860M (mixed)
53.8 fps ∼18% -3%
Schenker XMG P505
GeForce GTX 970M (344.00)
107.9 fps ∼36% +95%
Gigabyte P35X v3
GeForce GTX 980M (344.00)
126.5 fps ∼42% +129%
Middle-earth: Shadow of Mordor - 1920x1080 High Preset (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GeForce GTX 860M (340.84)
35.2 fps ∼19%
Schenker M504
GeForce GTX 850M (mixed)
23.5 (min: 15) fps ∼13% -33%
Schenker W504
GeForce GTX 860M (mixed)
34.7 (min: 25) fps ∼19% -1%
Schenker XMG P505
GeForce GTX 970M (344.00)
68.6 fps ∼37% +95%
Schenker XMG P505 PRO
GeForce GTX 980M (344.48)
88.7 fps ∼48% +152%
Fifa 15 - 1366x768 High Preset AA:2x MS (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GeForce GTX 860M (340.84)
113.8 fps ∼32%
Schenker M504
GeForce GTX 850M (mixed)
141.6 (min: 124) fps ∼40% +24%
Schenker W504
GeForce GTX 860M (mixed)
173.9 (min: 135) fps ∼49% +53%
Schenker XMG P505
GeForce GTX 970M (344.00)
237.1 fps ∼66% +108%
Gigabyte P35X v3
GeForce GTX 980M (344.00)
215.6 fps ∼60% +89%
Sims 4 - 1920x1080 High Preset (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GeForce GTX 860M (340.84)
41.4 fps ∼24%
Schenker M504
GeForce GTX 850M (mixed)
53.7 (min: 40) fps ∼31% +30%
Schenker W504
GeForce GTX 860M (mixed)
67.3 (min: 48) fps ∼39% +63%
Schenker XMG P505
GeForce GTX 970M (344.00)
100.6 fps ∼58% +143%
Gigabyte P35X v3
GeForce GTX 980M (344.00)
94.3 fps ∼55% +128%
min. mittel hoch max.
Sims 4 (2014) 126.663.141.440fps
Fifa 15 (2014) 124113.884.4fps
Middle-earth: Shadow of Mordor (2014) 92.461.335.29.7fps
Alien: Isolation (2014) 105.193.955.340.4fps
The Evil Within (2014) 56.444.428fps
Civilization: Beyond Earth (2014) 66.851.235.231.4fps
Call of Duty: Advanced Warfare (2014) 70.851.736.122.9fps
Assassin's Creed Unity (2014) 31.82921.27.4fps
Far Cry 4 (2014) 47.143.928.422.7fps
Dragon Age: Inquisition (2014) 47.140.12618.6fps
The Crew (2014) 51.341.336.927.3fps

Amplifier

Beim Amplifier handelt es sich um ein 39,5 x 16,5 x 16 Zentimeter großes Chassis, das wir schon auf einem Presse-Event unter die Lupe nehmen konnten (siehe Fotos) und das für Desktop-Grafikkarten über dem Performance-Level der GTX 860M gedacht ist. Neben der Dimensionierung fällt auch das Gewicht üppig aus: Stolze 3.530 Gramm bringt der Kasten auf die Waage, sprich 80 % mehr als das Notebook selbst. Dabei enthalten ist ein 460-Watt-Netzteil, welches auch für die stärksten Desktop-Modelle genügt. Angeschlossen wird der Amplifier über ein proprietäres Kabel, das – im Gegensatz zu modernen Mainboards nicht auf PCIe x16 – sondern nur auf PCIe x4 setzt.  Besonders flotte Chips können deshalb über 10 % Power verlieren.

Die Einrichtung des Amplifiers gestaltet sich denkbar einfach: Nachdem man das Gehäuse geöffnet und die Desktop-GPU in den passenden Schlitz gesteckt hat, muss nur die Energieversorgung an den richtigen Platz. Um auch stromhungrige Modelle zu ermöglichen, bietet der Amplifier zwei 8-Pol-Anschlüsse (jeweils 6 + 2). Zusätzlich kann das Gerät noch mit vier USB-3.0-Ports aufwarten. In Kombination mit den Bildausgängen der Grafikkarte lassen sich jede Menge Displays und sonstige Peripherie nutzen. Zum Lieferumfang des Amplifiers zählen ein Quick Start Guide und zwei Kabel (Energie & Daten). 

Außenansicht
Außenansicht
Innenleben
Innenleben
Anschlüsse
Anschlüsse

So simpel wie der GPU-Einbau ist auch die Inbetriebnahme: Kabel anstecken, System booten und eventuell den Treiber neu installieren – das war es im Großen und Ganzen. Die Deaktivierung erscheint uns ebenso komfortabel: Wenn der Amplifier nicht mehr benötigt wird, reicht ein Druck auf die Tastenkombination Fn + F1. Lob gebührt Dell auch für die Tatsache, dass Optimus stets verfügbar ist – egal, ob nun die GeForce GTX 860M oder der Grafikverstärker arbeitet. Etwas kritisch sehen wir die Geräuschentwicklung. Obwohl die getestete GeForce GTX 980 zu den leisesten High-End-Produkten der letzten Jahre gehört, war der Amplifier auf dem Schreibtisch ungemein präsent, sei es nun im Idle- oder im 3D-Betrieb. Hier vermissen wir eine Art Lüftersteuerung.

Als Hauptproblem entpuppte sich jedoch die Performance. Trotz maximaler Taktraten (1.250 MHz @Kern, 3.500 MHz @VRAM) konnte die GeForce GTX 980 ihre Fähigkeiten nur bedingt unter Beweis stellen. Erwartungsgemäß tritt eine massive Limitierung durch die Notebook-CPU auf. So erreichte der Amplifier im Fire Strike Test des 3DMark 13 lediglich einen Gesamtscore von 6.453 Punkten. Bei unserem Desktop-System mit Core i7-3770K (entspricht etwa dem Core i7-4910MQ) waren es ganze 62 % mehr. +38 % im Unigine Heaven 3.0 Benchmark (150,2 vs. 109,1 fps) sind ebenfalls happig.

Infoanzeige
Infoanzeige
Desktop-GPU
Desktop-GPU
Taktverhalten
Taktverhalten

Bei Spielen ist der Unterschied teils noch größer. Während Alien Isolation, Assassin's Creed Unity und Call of Duty Advanced Warfare auf dem Desktop-PC »nur« 26 bis 48 % flotter dargestellt wurden (Ultra-Preset), konnten wir bei GRID Autosport und Far Cry 4 einen Abstand von 83 bzw. 99 % messen. Den Vogel schoss Watch Dogs ab: Hier rechnete der Desktop-PC 165 % schneller. Da Watch Dogs generell nicht flüssig lief, darf man den Sinn der Grafikbox anzweifeln (zumindest im Falle des Alienware 13).

Am GPU-Treiber kann das mäßige Abscheiden jedenfalls nicht liegen. Für die Sondertests kam die topaktuelle ForceWare 344.75 zum Einsatz. Auf Lautstärke-, Energie- und Temperaturmessungen haben wir aus Zeitgründen verzichtet. Nach ein paar Minuten 3D-Last wurde die GTX 980 knapp 70 °C warm. Die CPU pendelte sich bei abgeschalteter GTX 860M auf 2,4 GHz ein. An der Wertung ändert der Amplifier übrigens nichts.

Unigine Heaven 3.0 - 1920x1080 DX 11, Normal Tessellation, High Shaders AA:Off AF:Off (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GTX 860M (340.84) | Core i5-4210U
44.4 fps ∼17%
Alienware Amplifier
GTX 980 (344.75) | Core i5-4210U
109.1 fps ∼41% +146%
Desktop-PC
GTX 980 (344.16) | Core i7-3770K
150.2 fps ∼56% +238%
3DMark
1920x1080 Fire Strike Combined (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GTX 860M (340.84) | Core i5-4210U
1573 Points ∼13%
Alienware Amplifier
GTX 980 (344.75) | Core i5-4210U
2257 Points ∼18% +43%
Desktop-PC
GTX 980 (344.16) | Core i7-3770K
4783 Points ∼39% +204%
1920x1080 Fire Strike Physics (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GTX 860M (340.84) | Core i5-4210U
3539 Points ∼13%
Alienware Amplifier
GTX 980 (344.75) | Core i5-4210U
3366 Points ∼12% -5%
Desktop-PC
GTX 980 (344.16) | Core i7-3770K
9864 Points ∼36% +179%
1920x1080 Fire Strike Graphics (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GTX 860M (340.84) | Core i5-4210U
3822 Points ∼9%
Alienware Amplifier
GTX 980 (344.75) | Core i5-4210U
11349 Points ∼28% +197%
Desktop-PC
GTX 980 (344.16) | Core i7-3770K
12590 Points ∼31% +229%
1920x1080 Fire Strike Score (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GTX 860M (340.84) | Core i5-4210U
3309 Points ∼12%
Alienware Amplifier
GTX 980 (344.75) | Core i5-4210U
6453 Points ∼24% +95%
Desktop-PC
GTX 980 (344.16) | Core i7-3770K
10450 Points ∼39% +216%
Alien: Isolation - 1920x1080 Ultra, On, Shadow Map 2048, HDAO AA:2x SM AF:16x (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GTX 860M (340.84) | Core i5-4210U
40.4 fps ∼17%
Alienware Amplifier
GTX 980 (344.75) | Core i5-4210U
99.9 fps ∼43% +147%
Desktop-PC
GTX 980 (344.16) | Core i7-3770K
125.7 fps ∼54% +211%
Assassin's Creed Unity - 1920x1080 Ultra High Graphics Quality AA:4x MS (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GTX 860M (340.84) | Core i5-4210U
7.4 fps ∼13%
Alienware Amplifier
GTX 980 (344.75) | Core i5-4210U
31.7 fps ∼57% +328%
Desktop-PC
GTX 980 (344.xx) | Core i7-3770K
43.6 (min: 39) fps ∼79% +489%
Call of Duty: Advanced Warfare - 1920x1080 Extra / On (Cache Shadow Maps Off), 2x Supersampling AA:2x SM (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GTX 860M (340.84) | Core i5-4210U
22.9 fps ∼30%
Alienware Amplifier
GTX 980 (344.75) | Core i5-4210U
51.1 fps ∼66% +123%
Desktop-PC
GTX 980 (344.xx) | Core i7-3770K
75.7 (min: 65) fps ∼98% +231%
GRID: Autosport - 1920x1080 Ultra Preset AA:4x MS (nach Ergebnis sortieren)
Alienware Amplifier
GTX 980 (344.75) | Core i5-4210U
66.3 fps ∼44%
Desktop-PC
GTX 980 (344.16) | Core i7-3770K
121.4 fps ∼81%
Far Cry 4 - 1920x1080 Ultra Graphics Quality AA:SM (nach Ergebnis sortieren)
Alienware 13
GTX 860M (340.84) | Core i5-4210U
22.7 fps ∼20%
Alienware Amplifier
GTX 980 (344.75) | Core i5-4210U
39 fps ∼34% +72%
Desktop-PC
GTX 980 (344.xx) | Core i7-3770K
77.7 (min: 50) fps ∼68% +242%
Watch Dogs - 1920x1080 Ultra Overall Quality, Ultra Textures AA:4x MS (nach Ergebnis sortieren)
Alienware Amplifier
GTX 980 (344.75) | Core i5-4210U
20.2 fps ∼27%
Desktop-PC
GTX 980 (344.16) | Core i7-3770K
53.6 fps ∼72%

Emissionen

Geräuschemissionen

Um es gleich vorwegzunehmen: Trotz der kompakten Bauart wird das Alienware nicht lauter oder wärmer als andere Gaming Notebeook im 13- oder 14-Zoll-Format. Besonders überrascht hat uns der Idle-Betrieb. Hier ist das Gerät nämlich komplett lautlos. Jedenfalls, wenn eine SSD ihr Werk verrichtet. Erst bei stärkerer Last beginnen die Lüfter hörbar zu rotieren. 37,6 dB(A) in der ersten Szene des 3DMark 06 sind mehr als akzeptabel, wobei die Kühlung in Spielen oft deutlich lauter wird, und das Lüftergeräusch nicht ganz so angenehm wie bei größeren Notebooks ist.

Kritik muss sich das AW 13 nur für den Maximalpegel anhören. Knapp 51 dB(A) unter Volllast wären auf Dauer störend. Dummerweise scheint die Steuerung momentan noch fehlerhaft zu sein. Nach unserem Stresstest wollten die Lüfter partout nicht ihre Drehzahl verringern. Zur Behebung des Bugs war ein Neustart nötig. Da die Kühlung ansonsten fast stufenlos arbeitet, fällt die Detailwertung dennoch recht hoch aus.

Alienware 13
Schenker XMG P304
Gigabyte P34G v2
Alienware 14
MSI GE40-i760M2811
Geräuschentwicklung
-13%
-13%
-16%
-8%
aus / Umgebung *
Idle min *
29.2
29.5
-1%
29
1%
29.1
-0%
31
-6%
Idle avg *
29.4
33
-12%
34.8
-18%
33.8
-15%
31.2
-6%
Idle max *
29.8
34
-14%
38.6
-30%
41.8
-40%
32.8
-10%
Last avg *
37.6
49.1
-31%
45
-20%
46.9
-25%
45.6
-21%
Last max *
50.8
54.3
-7%
50
2%
50.4
1%
49.6
2%

* ... kleinere Werte sind besser

Lautstärkediagramm

Idle
29.2 / 29.4 / 29.8 dB(A)
Last
37.6 / 50.8 dB(A)
  red to green bar
 
 
30 dB
leise
40 dB(A)
deutlich hörbar
50 dB(A)
störend
 
min: dark, med: mid, max: light   Voltcraft sl-320 (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

Stresstest
Stresstest

Die Temperaturentwicklung muss sich auch nicht hinter der Konkurrenz verstecken. Dank der dickeren Bauweise und der schwächeren CPU bleibt das Chassis kühler als beim 14-Zoll-Spross von Gigabyte. Während die Baseunit des P34G v2 im Stresstest um die 42 °C (oben) respektive 46 °C (unten) heiß wurde, waren es beim AW 13 nur 37 °C bzw. 41 °C. Was aber nicht bedeutet, dass man mit dem Notebook auf dem Schoß zocken sollten. Unter extremen Bedingungen kann das Heck bis zu 60 °C erreichen (maximal 59 °C @Gigabyte P34G v2). Das Alienware 14 erhitzte sich im Stresstest nicht ganz so krass, wobei der 13-Zoll-Neuling mit einer angenehmeren Handballenauflage punktet. Statt 38 °C sind hier nur bis zu 28 °C.

Im Idle-Betrieb und bei anspruchslosen Tätigkeiten ist das AW 13 generell kühler. Durchschnittlich 27 °C nach zwei Stunden Leerlauf können sich definitiv sehen lassen. Beim Alienware 14 gab unser Messgerät etwa 36 °C aus. Das Gigabyte P34G v2 beendete den Idle-Test mit knapp 38 °C Oberflächentemperatur. Besonders gut hat uns die Situation im Gehäuseinneren gefallen: Maximal 82 °C bei der GPU und maximal 78 °C bei der CPU sind ein Indiz dafür, dass die Kühlung auch mit einem stärkeren Prozessor umgehen könnte.

Alienware 13
Schenker XMG P304
Gigabyte P34G v2
Alienware 14
MSI GE40-i760M2811
Hitze
-10%
-30%
-8%
2%
Last oben max *
44.5
53.8
-21%
50
-12%
39.5
11%
53.8
-21%
Last unten max *
60.2
52.9
12%
58.5
3%
46.1
23%
62
-3%
Idle oben max *
29.4
34.1
-16%
42.6
-45%
36.7
-25%
24.7
16%
Idle unten max *
29.6
33.7
-14%
49.3
-67%
41.5
-40%
25.2
15%

* ... kleinere Werte sind besser

Max. Last
 43.2 °C44 °C44.5 °C 
 38.7 °C40.6 °C38.9 °C 
 28 °C27 °C28.3 °C 
Maximal: 44.5 °C
Durchschnitt: 37 °C
49 °C60.2 °C55.7 °C
40.4 °C44 °C42.7 °C
26.1 °C25.4 °C24.8 °C
Maximal: 60.2 °C
Durchschnitt: 40.9 °C
Netzteil (max.)  53.2 °C | Raumtemperatur 24 °C | Voltcraft IR-900
(±) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 37 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Gaming auf 32.9 °C.
(±) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 44.5 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 39.3 °C (von 21.6 bis 68.8 °C für die Klasse Gaming).
(-) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 60.2 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 41.7 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 27 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 32.9 °C.
(+) Die Handballen und der Touchpad-Bereich sind mit gemessenen 28.3 °C kühler als die typische Hauttemperatur und fühlen sich dadurch kühl an.
(±) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 28.7 °C (+0.4 °C).

Lautsprecher

Sound Blaster X-Fi MB3
Sound Blaster X-Fi MB3

In Anlehnung an das Alienware 17 und Alienware 18 spendiert Dell dem Gaming-Zwerg ein Soundsystem, das vom Audio-Experten Klipsch zertifiziert wurde. Die Stereo-Speaker befinden sich im vorderen Bereich der Seitenflächen. Angesichts der Notebook-Größe ist die Wiedergabe recht anständig. Zwar neigt das System ab etwa 50 % zu einem unsauberen und blechernen Klangbild, bei moderater Lautstärke und aktivierter SBX Pro Studio Technik hat die 2.0-Kombo jedoch keinen Schwächeanfall. Wer höhere Ansprüche an den Sound stellt, kommt trotzdem nicht um externe Lautsprecher oder ein Headset herum. Gerade bei Musikstücken gelangt das Alienware 13 an seine Grenzen.

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Einer der größten Pluspunkte des Alienware 13 ist der geringe Stromhunger. 5,1-11,2 Watt liegen deutlich unter dem Idle-Verbrauch von anderen Gaming Notebooks. Das Gigabyte P34G v2 (4700HQ, GTX 860M) beanspruchte im Test gut 84 % mehr. Beim Alienware 14 (4700MQ, GTX 765M) war der Verbrauch sogar um den Faktor 3 höher. Unter Last agiert der 13-Zoll-Spross ebenfalls recht sparsam: 52 Watt (Durchschnittswert 3DMark 06) und 93 Watt (Stresstest) bringen das Netzteil nicht ansatzweise in Bedrängnis. Dem Alienware 14 und dem Gigabyte P34G v2 konnten wir bis zu 140 Watt entlocken.

Alienware 13
Schenker XMG P304
Gigabyte P34G v2
Alienware 14
MSI GE40-i760M2811
Stromverbrauch
-80%
-73%
-135%
-33%
Idle min *
5.1
10.3
-102%
8.8
-73%
15.6
-206%
6.3
-24%
Idle avg *
7.3
13.6
-86%
13.6
-86%
20.8
-185%
9.3
-27%
Idle max *
11.2
21
-88%
21.6
-93%
28.2
-152%
16.6
-48%
Last avg *
51.5
90.5
-76%
83.8
-63%
93.2
-81%
75.6
-47%
Last max *
92.9
135.4
-46%
141.5
-52%
140.2
-51%
108.7
-17%

* ... kleinere Werte sind besser

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.1 / 0.2 Watt
Idledarkmidlight 5.1 / 7.3 / 11.2 Watt
Last midlight 51.5 / 92.9 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Voltcraft VC 940

Akkulaufzeit

maximale Akkulaufzeit (Reader's Test)
Reader's Test
minimale Akkulaufzeit (Classic Test)
Classic Test

Dank der respektablen Energiewerte trumpft das Alienware 13 mit enormen Laufzeiten auf. Obwohl der 4-Zellen-Akku mit 52 Wh nicht zu den stärksten Vertretern seiner Zunft gehört, lassen sich auch längere Ausflüge realisieren. Knapp 12 Stunden Idle-Betrieb (minimale Helligkeit) sind ebenso beachtlich wie 5 Stunden Internet-Surfen und 5,5 Stunden HD-Videos (mittlere Leuchtkraft). Beim Zocken mit maximaler Helligkeit dürfte der Akku etwa zwei Stunden durchhalten. Top: Laut dem 3DMark 13 bleibt die Performance im Akkumodus konstant.

Alienware 13
Schenker XMG P304
Gigabyte P34G v2
Alienware 14
MSI GE40-i760M2811
Akkulaufzeit
-23%
-17%
-46%
-15%
Idle
723
389
-46%
466
-36%
239
-67%
611
-15%
H.264
324
284
-12%
WLAN (alt)
292
271
-7%
225
-23%
334
14%
Last
134
120
-10%
124
-7%
70
-48%
76
-43%
Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
12h 03min
Surfen über WLAN
4h 52min
Big Buck Bunny H.264 1080p
5h 24min
Last (volle Helligkeit)
2h 14min

Fazit

Alienware 13
Alienware 13

Wenn man einmal vom diskussionswürdigen Prozessor absieht, ist Dell mit dem Alienware 13 ein hervorragendes 13-Zoll-Notebook gelungen. Neben der Verarbeitungsqualität und dem schicken Design wäre auf der positiven Seite vor allem das Display zu nennen. Selten hatten wir es mit einem derart kontrastreichen und blickwinkeltreuen IPS-Panel zu tun. Farbgenauigkeit, Schwarzwert und Leuchtkraft sind ebenfalls besser als bei den meisten Kontrahenten.

Applaus gibt es auch für das beleuchtete Chiclet-Keyboard, das einen tollen Gesamteindruck hinterlässt. Nicht zu vergessen die Akkulaufzeit: Über 10 Stunden schafft sonst kaum ein Gaming Notebook. Allerdings wird die Mobilität durch eine schwache CPU erkauft. In manchen 3D-Anwendungen limitiert der Core i5-4210U so stark, dass die GTX 860M nur noch ein Schatten ihrer selbst ist.

Entsprechend können wir dem Alienware 13 keine hohe Zukunftssicherheit attestieren. Kommende Titel sind im ungünstigsten Fall nicht flüssig spielbar – egal, welche Einstellungen man wählt. Genau aus diesem Grund hätte sich Dell auch den Amplifier sparen können. Die Grafikbox würde sich nur mit einem hoch getakteten Zweikern-Prozessor oder einem Quad-Core richtig lohnen. Desktop-Chips leiden unter dem 15-Watt-Modell besonders extrem.

Dass es am Ende nur für 82 % reicht, hängt primär mit der CPU zusammen. Das raue Touchpad und kleinere Mängel beim Sound wirken sich ebenfalls auf die Wertung aus. Wer ein möglichst kompaktes Gaming-Notebook sucht, dürfte mit dem Alienware 13 jedoch seine Freude haben. Im 13- und 14-Zoll-Bereich sind High-End-Laptops noch rar gesät.

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Alienware 13. Testgerät zur Verfügung gestellt von Dell Deutschland.
Alienware 13. Testgerät zur Verfügung gestellt von Dell Deutschland.

Datenblatt

Alienware 13 (13 Serie)
Grafikkarte
NVIDIA GeForce GTX 860M - 2048 MB, Kerntakt: 1029 MHz, Speichertakt: 2500 MHz, GDDR5, ForceWare 340.84, Optimus
Hauptspeicher
8192 MB 
, 2x 4 GB SO-DIMM DDR3-RAM PC3-12800 (1600 MHz), 2 von 2 Slots belegt, max. 16 GB
Bildschirm
13.3 Zoll 16:9, 1920 x 1080 Pixel, 9T7WM_133HL (SDC4C48), IPS, Full HD, spiegelnd: nein
Massenspeicher
Samsung SSD PM851 256 GB MZNTE256HMHP, 256 GB 
, M.2-SSD (Typ 2280)
Soundkarte
Realtek ALC255 @ Intel Lynx Point-LP PCH - High Definition Audio Controller
Anschlüsse
3 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 HDMI, 1 DisplayPort, Audio Anschlüsse: Kopfhörer, Mikrofon, Noble Lock, Port für Grafikverstärker
Netzwerk
Qualcomm Killer e2200 PCI-E Gigabit Ethernet Controller (10/100/1000MBit), Killer Wireless-n/a/ac 1525 Wireless Network Adapter (a/b/g/n/ac), Bluetooth 4.0
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 28 x 328 x 235
Akku
52 Wh, 4 Zellen
Betriebssystem
Microsoft Windows 8.1 64 Bit
Kamera
Webcam: 2 Megapixel
Sonstiges
Lautsprecher: 2.0 Klipsch (Sound Blaster X-Fi MB3), Tastatur-Beleuchtung: ja, Netzteil: 130 Watt, Quick Start Guide, Sicherheitshinweise, Recovery auf USB-Stick (8 GB), Microsoft Office 365 Trial, diverse Hersteller-Tools, 12-48 Monate Garantie
Gewicht
1.96 kg, Netzteil: 520 g
Preis
1547 Euro

 

Eine High-End-GPU in einem 13-Zoll-Chassis?
Eine High-End-GPU in einem 13-Zoll-Chassis?
So präsentiert sich das Alienware 13.
So präsentiert sich das Alienware 13.
Das Notebook ist rund drei Zentimeter hoch.
Das Notebook ist rund drei Zentimeter hoch.
Der maximale Öffnungswinkel beträgt 145 °.
Der maximale Öffnungswinkel beträgt 145 °.
Eine Wartungsklappe darf natürlich nicht fehlen.
Eine Wartungsklappe darf natürlich nicht fehlen.
Die Handballenauflage ist erfreulich groß ...
Die Handballenauflage ist erfreulich groß ...
... und mit einer Gummierung überzogen.
... und mit einer Gummierung überzogen.
Man entdeckt nur einen Festplattenschacht.
Man entdeckt nur einen Festplattenschacht.
Unser Testgerät enthielt ein Solid State Drive im M.2-Format.
Unser Testgerät enthielt ein Solid State Drive im M.2-Format.
Jeder RAM-Slot unterstützt 8 GByte.
Jeder RAM-Slot unterstützt 8 GByte.
Das Alien lässt grüßen.
Das Alien lässt grüßen.
Der Hersteller verbaut eine Webcam mit zwei Megapixeln.
Der Hersteller verbaut eine Webcam mit zwei Megapixeln.
Viele Gehäuse-Elemente können beleuchtet werden.
Viele Gehäuse-Elemente können beleuchtet werden.
Oberhalb des Keyboards warten drei Statuslämpchen.
Oberhalb des Keyboards warten drei Statuslämpchen.
Kein Chiclet-Design, sondern zusammengedrängte Tasten.
Kein Chiclet-Design, sondern zusammengedrängte Tasten.
Die Richtungspfeile tanzen etwas aus der Reihe.
Die Richtungspfeile tanzen etwas aus der Reihe.
Als Mausersatz dient ein Clickpad.
Als Mausersatz dient ein Clickpad.
Auf der Rückseite lassen sich der Amplifier und zwei Displays anschließen.
Auf der Rückseite lassen sich der Amplifier und zwei Displays anschließen.
Ein paar mehr Schnittstellen hätten nicht geschadet.
Ein paar mehr Schnittstellen hätten nicht geschadet.
Für die Kommunikation sind Killer Produkte verantwortlich.
Für die Kommunikation sind Killer Produkte verantwortlich.
Die Lautsprecher verstecken sich im vorderen Bereich der Seitenflächen.
Die Lautsprecher verstecken sich im vorderen Bereich der Seitenflächen.
Das Netzteil ist mit 130 Watt spezifiziert.
Das Netzteil ist mit 130 Watt spezifiziert.

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Test Bibliothek

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  • Verfügbare externe Tests sortiert nach Grafikkarte
  • Suche nach Testberichten in der umfangreichen Bibliothek von notebookCHECK.com

Links

Preisvergleich

Pro

+Durchdachte Anschlussverteilung
+Niedriger Stromverbrauch
+Display mit IPS-Technik
+Sehr gute Verarbeitung
+Transportables Chassis
+Angenehme Tastatur
+Schicke Beleuchtung
+Edler Gesamtauftritt
+Moderates Gewicht
+Tolle Akkulaufzeit
 

Contra

-Core i5-4210U limitiert die Leistung der GTX 860M
-Lautsprecher verzerren auf höheren Stufen stark
-Nur ein Massenspeicher
-Sehr raues Touchpad

Shortcut

Was uns gefällt

Das IPS-Panel lässt die TN-Konkurrenz alt aussehen.

Was wir vermissen

Ein etwas glatteres Touchpad wäre schön.

Was uns verblüfft

Die Akkulaufzeit und die Thermik sind Dell anscheinend wichtiger als die Performance.

Die Konkurrenz

13- oder 14-zöllige Gaming Notebooks wie das Schenker XMG P304, das Gigabyte P34G v2 oder das MSI GE40.

Bewertung

Alienware 13 - 06.02.2015 v4(old)
Florian Glaser

Gehäuse
84 / 98 → 86%
Tastatur
85%
Pointing Device
72%
Konnektivität
70 / 81 → 86%
Gewicht
63 / 10-66 → 95%
Akkulaufzeit
87%
Display
87%
Leistung Spiele
85%
Leistung Anwendungen
79%
Temperatur
78 / 95 → 82%
Lautstärke
76 / 90 → 84%
Audio
60%
Durchschnitt
77%
82%
Gaming - gewichteter Durchschnitt
Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.
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> Notebook Test, Laptop Test und News > Tests > Notebook Testberichte > Test Alienware 13 Notebook
Autor: Florian Glaser (Update: 15.05.2018)
Florian Glaser
Florian Glaser - Managing Editor Gaming
In den frühen 90er-Jahren mit MS-DOS und Windows 3.1 aufgewachsen entdeckte ich schon im Kindesalter mein Interesse für den Bereich Computer. Speziell Computerspiele strahlten bereits damals eine große Faszination auf mich aus. Von Monkey Island über Lands of Lore bis hin zu Doom wurde alles gezockt, was man so unter die Finger bekam. Für Notebookcheck bin ich seit 2009 tätig mit Schwerpunkt auf leistungsstarke Gaming-Notebooks.