Notebookcheck

Test Gigabyte P35X v3 Notebook

Florian Glaser, Tanja Hinum, 10.11.2014

Transportables Spiele-Monster. Während ultraflache High-End-Notebooks 2013 noch selten waren, existieren inzwischen recht viele Slim-Gamer. Gigabyte präsentiert mit dem P35X v3 eine extrem starke Variante auf Basis der GeForce GTX 980M.

Im Gegensatz zum P35W v3, das von einer GeForce GTX 970M angetrieben wird, kommt im P35X v3 die derzeit flotteste Noteboook-GPU zum Einsatz. Wie schon der Test zum MSI GT72 2QE gezeigt hat, bietet das Luxus-Modell eine überragende Power und kann die meisten Games auch mit maximalen Details und aktivierter Kantenglättung flüssig darstellen. Größter Unterschied zum MSI Pendant ist die deutlich flachere Konstruktion. Statt 4,8 Zentimeter misst das P35X v3 nur 2,1 Zentimeter in der Höhe. Dank der dünnen Bauart und des relativ niedrigen Gewichts (~2,5 kg) lässt sich der 15-Zöller problemlos transportieren.

Trotz der geringen Abmessungen packt Gigabyte jede Menge Technik unter die Haube. So kann das Testmodell mit zwei mSATA-SSDs im RAID-0-Verbund und einer 1.000-GByte-HDD aufwarten. 16 GByte DDR3-RAM sollten für die nächsten Jahre ebenfalls genügen. Wer besonders viele Daten sein Eigen nennt, nutzt derweil die Möglichkeit, den DVD-Brenner durch einen 2,5-Zoll-Massenspeicher zu ersetzen. Top: Der passende Hot-Swap-Rahmen liegt dem Notebook gleich bei.

Mithin das wichtigste Alleinstellungsmerkmal ist der hochauflösende WQHD+-Monitor. Ganze 2.880 x 1.620 Pixel kann der High-End-Spross nativ darstellen. Ob das Gehäuse, die Ausstattung und die Eingabegeräte zu gefallen wissen, erfahren sie im Test des baugleichen P35W v2. Unser Artikel startet direkt mit dem Display.

Smart Manager
Smart Manager
LAN Optimizer
LAN Optimizer
Smart Switch
Smart Switch
Drivers Update
Drivers Update
Smart USB Backup
Smart USB Backup

Display

Obwohl 3K- und 4K-Displays aktuell noch für Probleme sorgen (Fenster und Schriften sind oft zu klein), erfreut sich die Technik einer wachsenden Beliebtheit. Zwar müssen sich FHD-Nutzer erst einmal an die hohe Pixeldichte und den scharfen Bildeindruck gewöhnen, nach einer gewissen Zeit kommt man aber prima mit der Auflösung zurecht.

359
cd/m²
338
cd/m²
358
cd/m²
340
cd/m²
374
cd/m²
346
cd/m²
335
cd/m²
352
cd/m²
350
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 374 cd/m² Durchschnitt: 350.2 cd/m²
Ausleuchtung: 90 %
Helligkeit Akku: 374 cd/m²
Kontrast: 831:1 (Schwarzwert: 0.45 cd/m²)
ΔE Color 4.25 | 0.4-29.43 Ø6.2
ΔE Greyscale 4.9 | 0.64-98 Ø6.4
56% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
Gamma: 2.36

Glücklicherweise hat sich Gigabyte für ein hochwertiges WQHD+-Panel entschieden. So verfügt das Panasonic VVX16T028J00 nicht nur über eine gute Interpolationsfähigkeit (1.920 x 1.080 Pixel sind extrem knackig), sondern auch über eine ausgezeichnete Leuchtkraft. Mit durchschnittlich 350 cd/m² ist das Panasonic heller als ein Großteil der Konkurrenz. Selbst das 4K-Panel des Schenker XMG P505 (Sharp LQ156D1JX01B) muss sich hier vor dem P35X v3 verbeugen.

Beim Schwarzwert schneidet der 15-Zöller nicht ganz so gut ab. 0,45 cd/m² sind keineswegs schlecht, allerdings wirken dunkle Film- und Spielszenen etwas gräulich. Das Schenker XMG P505 liefert mit 0,21 cd/m³ ein kräftigeres Schwarz. Nichtsdestotrotz kann das Bild des P35X v3 überzeugen. Neben der Ausleuchtung (90 %) ist auch der Kontrast überdurchschnittlich (~830:1).

CalMan: Grayscale
CalMan: Grayscale
CalMan: Color Management
CalMan: Color Management
CalMan: Saturation Sweeps
CalMan: Saturation Sweeps
CalMan: ColorChecker
CalMan: ColorChecker
Gigabyte P35X v3 vs. sRGB
Gigabyte P35X v3 vs. sRGB
Gigabyte P35X v3 vs. AdobeRGB
Gigabyte P35X v3 vs. AdobeRGB

Ein besonders großes Lob gebührt dem Display für die Farbdarstellung. Während andere Panels einen deftigen Blaustich aufweisen, produziert das P35X v3 ein sehr ausgewogenes und natürliches Bild. Umso schöner, dass Gigabyte auf eine Verspiegelung verzichtet. Dank des relativ matten Finishs sind Reflexionen eher die Ausnahme als die Regel. Entsprechend wohl fühlt sich das Notebook auch im Outdoor-Bereich.

Außeneinsatz Gigabyte P35X v3
Außeneinsatz Gigabyte P35X v3
Outdoor-Einsatz Gigabyte P35X v3

Die Blickwinkel hinterlassen einen zwiespältigen Eindruck. Ja, von schräg unten ist die Bildtreue höher als bei einem TN-Display. Wenn man den Deckel schließt, tritt jedoch bald eine Veränderung der Beleuchtung auf. Die Anzeige erscheint dann zu hell. Davon abgesehen macht das Panel nahezu nichts falsch. Wer kein Problem damit hat, bei anspruchsvollen Spielen die Qualitätsstufe und/oder das Anti-Aliasing zu reduzieren, kann sogar in der nativen Auflösung zocken. Battlefield 4 läuft mit dem Ultra-Preset noch halbwegs rund (37 fps @ WQHD+ vs. 71 fps @ FHD).

Blickwinkel Gigabyte P35X v3
Blickwinkel Gigabyte P35X v3

Leistung

Prozessor

Haswell
Haswell

Wenig überraschend verbaut Gigabyte einen Quad-Core-Prozessor aus Intels Haswell Generation. Den 2,5-3,5 GHz schnellen Core i7-4710HQ kennen wir bereits vom (indirekten) Vorgänger. Wie die meisten seiner Brüder ist das 22-nm-Produkt mit sechs MByte L3-Cache ausgestattet. Als TDP gibt Intel 47 Watt an, was im Hinblick auf die Performance noch gerechtfertigt ist.

Um möglichst viel Strom zu sparen, nutzt das P35X v3 die Optimus Technologie von Nvidia. Je nach Bedarf arbeitet entweder die GTX 980M oder der Grafikchip des Prozessors. Intels HD Graphics 4600 meistert Alltagsaufgaben (Videos, Webbrowser, Dokumente...) zuverlässig.

Systeminfo CPUZ CPU
Systeminfo CPUZ Cache
Systeminfo CPUZ Mainboard
Systeminfo CPUZ Memory
Systeminfo CPUZ SPD
Systeminfo HWiNFO
Systeminfo GPUZ (HD 4600)
Systeminfo GPUZ (GTX 980M)
Systeminfo CrystalDiskMark (SSD)
Systeminfo CrystalDiskMark (HDD)
Systeminfo HDTune (HDD)
Systeminfo Latenzen
Systeminformationen Gigabyte P35X v3

Turbo Boost

Leider erbt das P35X v3 das Phänomen des eingeschränkten Turbos. Während andere 4710HQ-Notebooks in Multi-Core-Szenarien bis zu 3,3 GHz schaffen, pendelt sich das Gigabyte auf 3,0-3,2 GHz ein, wobei der Takt in 3D-Anwendungen manchmal auf 2,5-3,0 GHz fällt. Hin und wieder lässt sich sogar ein kurzfristiges Throttling beobachten (einzelne Kerne rutschen für Sekundenbruchteile unter den Basiswert). In reinen Prozessor-Benchmarks ist der Turbo Boost hingegen immer aktiv.

Single-Core Rendering
Single-Core Rendering
Multi-Core Rendering
Multi-Core Rendering
CPU- & GPU-Belastung
CPU- & GPU-Belastung

Leistung CPU

Obwohl der Core i7-4710HQ teils schneller als im P35W v2 rechnet, kann die CPU-Leistung nicht ganz an das Niveau des MSI GT72 heranreichen, das auch auf einen 4710HQ setzt. Beim Multi-Core-Rendering des Cinebench R15 liegt der MSI Kontrahent knapp 4 % vorne (657 vs. 629 Punkte), wohingegen der Abstand beim Cinebench R11.5 rund 6 % beträgt (7,15 vs. 6,76 Punkte). Noch größer fällt die Lücke zum Core i7-4870HQ aus. Das Schenker XMG P505 erreichte in diesen Tests über 10 % mehr. Insgesamt ähneln die Ergebnisse dem Aorus X7 Pro, dessen CPU auch mit Taktschwierigkeiten zu kämpfen hat.

Cinebench R11.5 CPU Single 64Bit
1.5 Points
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
6.76 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
60.79 fps
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
134 Points
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
629 Points
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
94.84 fps
Hilfe
Cinebench R15
CPU Single 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Gigabyte P35X v3
Core i7-4710HQ
134 Points ∼61%
Gigabyte P35W v2
Core i7-4710HQ
126 Points ∼58% -6%
MSI GT72-2QE32SR311BW
Core i7-4710HQ
135 Points ∼62% +1%
Aorus X7 Pro
Core i7-4870HQ
143 Points ∼66% +7%
Schenker XMG P505
Core i7-4870HQ
142 Points ∼65% +6%
CPU Multi 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Gigabyte P35X v3
Core i7-4710HQ
629 Points ∼14%
Gigabyte P35W v2
Core i7-4710HQ
588 Points ∼13% -7%
MSI GT72-2QE32SR311BW
Core i7-4710HQ
657 Points ∼15% +4%
Aorus X7 Pro
Core i7-4870HQ
621 Points ∼14% -1%
Schenker XMG P505
Core i7-4870HQ
709 Points ∼16% +13%
Cinebench R11.5
CPU Single 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Gigabyte P35X v3
Core i7-4710HQ
1.5 Points ∼61%
Gigabyte P35W v2
Core i7-4710HQ
1.55 Points ∼64% +3%
MSI GT72-2QE32SR311BW
Core i7-4710HQ
1.52 Points ∼62% +1%
Aorus X7 Pro
Core i7-4870HQ
1.6 Points ∼66% +7%
Schenker XMG P505
Core i7-4870HQ
1.62 Points ∼66% +8%
CPU Multi 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Gigabyte P35X v3
Core i7-4710HQ
6.76 Points ∼25%
Gigabyte P35W v2
Core i7-4710HQ
6.89 Points ∼25% +2%
MSI GT72-2QE32SR311BW
Core i7-4710HQ
7.15 Points ∼26% +6%
Aorus X7 Pro
Core i7-4870HQ
6.8 Points ∼25% +1%
Schenker XMG P505
Core i7-4870HQ
7.53 Points ∼28% +11%

Grafikkarte

GPU-Infos
GPU-Infos

Nachdem wir uns monatelang gedulden mussten, verpasst Nvidia nun endlich auch der High-End-Serie die Maxwell Architekur. Im Vergleich zur GeForce GTX 870M und GTX 880M wurde die Anzahl der Shader-Units zwar nicht erhöht, dafür bietet der Kepler Nachfolger eine sehr gute Effizienz. In Kombination mit den besseren Taktraten können sich die GTX 970M und die GTX 980M deutlich von ihren älteren Geschwistern abheben. Letzteres Modell kommt zum Beispiel auf 1.038 statt ehemals 954 MHz. Per GPU-Boost sind sogar bis zu 1.127 MHz möglich.

Wenn die Angaben von GPU-Z zutreffen, operiert der Grafikkern immer auf dem Maximum – zumindest bei 3D-Programmen. Die Menge des Videospeichers ist derweil identisch. 8 GByte GDDR5-VRAM (in manchen Notebooks sind es nur 4 GByte) lassen keinen Raum für Kritik. Ebenso verhält es sich mit einem Speicherinterface von 256 Bit. Als Treiber war auf dem Testgerät die Version 344.00 vorinstalliert.

Leistung GPU

Dass die GTX 980M eine brachiale Performance liefert, wissen wir spätestens seit dem MSI GT72 2QE. Dank des aktiveren Turbo Boosts schneidet das GT72 nicht nur in den Prozessor-, sondern auch bei den Grafikbenchmarks etwas besser ab. Sei es nun der Fire Strike Test des 3DMark 13 (GPU-Score: 9.809 vs. 9.741 Punkte) oder der Unigine Heaven 3.0 (119 vs. 110,3 fps). Da sich die Unterschiede meist im einstelligen Prozentbereich bewegen, merkt man den geringeren CPU-Takt jedoch kaum.

Nimmt man alle Benchmarks zusammen (Ultra), gewinnt das MSI GT72 um knapp 7 %. Allerdings ist bei einem 3,8-Kilo-Brocken auch viel mehr Platz für die Kühlung vorhanden. Der Slim-Kontrahent Schenker XMG P505 rechnet beim Einsatz der GTX 970M zwischen 10 und 30 % langsamer. Gegen die SLI-Kombo des Aorus X7 Pro hat das P35X v3 – bis auf ein paar Ausnahmen - keine Chance. Im Schnitt werkeln die beiden GTX 970Ms rund 30 % flotter.

3DMark Vantage P Result
29807 Punkte
3DMark 11 Performance
10789 Punkte
3DMark Ice Storm Standard Score
97897 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
20631 Punkte
3DMark Fire Strike Score
8230 Punkte
Hilfe
Unigine Heaven 3.0 - 1920x1080 DX 11, Normal Tessellation, High Shaders AA:Off AF:Off (nach Ergebnis sortieren)
Gigabyte P35X v3
GeForce GTX 980M (344.00)
110.3 fps ∼41%
Schenker XMG P505
GeForce GTX 970M (344.00)
93 fps ∼35% -16%
MSI GT72-2QE32SR311BW
GeForce GTX 980M (344.00)
119 fps ∼44% +8%
Aorus X7 Pro
GeForce GTX 970M SLI (344.48)
168.5 fps ∼63% +53%
3DMark - 1920x1080 Fire Strike Graphics (nach Ergebnis sortieren)
Gigabyte P35X v3
GeForce GTX 980M (344.00)
9741 Points ∼24%
Schenker XMG P505
GeForce GTX 970M (344.00)
7268 Points ∼18% -25%
MSI GT72-2QE32SR311BW
GeForce GTX 980M (344.00)
9809 Points ∼24% +1%
Aorus X7 Pro
GeForce GTX 970M SLI (344.48)
14873 Points ∼37% +53%
3DMark 11 - 1280x720 Performance GPU (nach Ergebnis sortieren)
Gigabyte P35X v3
GeForce GTX 980M (344.00)
12632 Points ∼25%
Schenker XMG P505
GeForce GTX 970M (344.00)
9907 Points ∼19% -22%
MSI GT72-2QE32SR311BW
GeForce GTX 980M (344.00)
12781 Points ∼25% +1%
Aorus X7 Pro
GeForce GTX 970M SLI (344.48)
18249 Points ∼36% +44%
3DMark Vantage - 1280x1024 P GPU no PhysX (nach Ergebnis sortieren)
Gigabyte P35X v3
GeForce GTX 980M (344.00)
34535 Points ∼45%
Schenker XMG P505
GeForce GTX 970M (344.00)
30252 Points ∼39% -12%
MSI GT72-2QE32SR311BW
GeForce GTX 980M (344.00)
35904 Points ∼46% +4%
Aorus X7 Pro
GeForce GTX 970M SLI (344.48)
45459 Points ∼59% +32%

Massenspeicher

AS SSD Benchmark
AS SSD Benchmark

Trotz des fragwürdigen Nutzens werden im Testmodell zwei mSATA-SSDs zu einem RAID-0-Verbund kombiniert. 803 MB/Sek beim sequentiellen Lesen und 624 MB/Sek beim sequentiellen Schreiben (AS SSD Benchmark) können absolut begeistern, jedoch fühlt sich Windows nicht unbedingt schneller als auf einem Notebook ohne RAID an.

Hauptgrund ist die Leistung im 4K-Bereich, welche kaum von einer einzelnen SSD abweicht. Mit einer Kapazität von jeweils 128 GByte sind die Solid State Drives auch nicht besonders groß. Um für ordentlich Speicherplatz zu sorgen, integriert der Hersteller zusätzlich eine 7.200er-HDD, welche auf 1.000 GByte kommt. Wie eingangs erwähnt, lässt sich über den Hot-Swap-Schacht noch eine vierte Festplatte anstecken.

2x Lite-On LMT-128L9M (RAID 0)
Sequential Read: 851.7 MB/s
Sequential Write: 659.7 MB/s
512K Read: 661.8 MB/s
512K Write: 654.2 MB/s
4K Read: 34.52 MB/s
4K Write: 86.82 MB/s
4K QD32 Read: 398.5 MB/s
4K QD32 Write: 384.9 MB/s

System Performance

Die Systempower orientiert sich am typischen High-End-Niveau. 6.035 Punkte im PCMark 7 könnten auch vom One K73-4N (4800MQ, GTX 870M, 500-GB-SSD) oder vom Schenker XMG P724 (4810MQ, GTX 880M SLI, 500-GB-SSD) stammen.

PCMark 7 Score
6035 Punkte
PCMark 8 Home Score Accelerated v2
3532 Punkte
PCMark 8 Creative Score Accelerated v2
4760 Punkte
PCMark 8 Work Score Accelerated v2
3851 Punkte
Hilfe

Gaming Performance

Wer beim Zocken keine Kompromisse eingehen will, ist bei der GTX 980M goldrichtig. Selbst rechenintensive Titel wie Crysis 3, Watch Dogs und Far Cry 3 werden in ihrer ganzen Pracht auf den Bildschirm gezaubert. Solange man keine extremen Kantenglättungsmodi wählt, schlägt sich der DirectX-11-Chip wacker. Insgesamt liegt die Framerate mehr als 50 % vor dem Gigabyte P35W v2 (GTX 870M). AMD spielt im High-End-Segment derzeit kaum eine Rolle. Die Radeon R9 M290X wird der GTX 980M nicht ansatzweise gefährlich.

Battlefield 4 - 1920x1080 Ultra Preset AA:4x MS (nach Ergebnis sortieren)
Gigabyte P35X v3
GeForce GTX 980M (344.00)
70.8 fps ∼35%
Gigabyte P35W v2
GeForce GTX 870M (332.38)
37 fps ∼19% -48%
Schenker XMG P505
GeForce GTX 970M (344.00)
54.8 fps ∼27% -23%
MSI GT72-2QE32SR311BW
GeForce GTX 980M (344.00)
72.9 fps ∼36% +3%
Aorus X7 Pro
GeForce GTX 970M SLI (344.48)
104.3 fps ∼52% +47%
min. mittel hoch max.
Guild Wars 2 (2012) 130.465.955.1fps
Far Cry 3 (2012) 108.393.681.850.9fps
Crysis 3 (2013) 136.4118.290.143.2fps
Metro: Last Light (2013) 109.7108.193.463.9fps
Dota 2 (2013) 119.1114.3106.9fps
Battlefield 4 (2013) 173148.7137.570.8fps
Watch Dogs (2014) 78.367.747.741.4fps
Risen 3: Titan Lords (2014) 35.135.234.841.3fps
Sims 4 (2014) 180.8124.794.388fps
Fifa 15 (2014) 244.7215.6195.7fps
Alien: Isolation (2014) 193.3167.6126.593.8fps
Civilization: Beyond Earth (2014) 118.998.682.375.6fps
Call of Duty: Advanced Warfare (2014) 154111.786.458.1fps

Emissionen

Geräuschemissionen

In der Gigabyte Software »Smart Manager« entdeckt man eine Option namens »Fan Tweak«, welche sich um die Steuerung der Lüfter kümmert. Die Palette reicht dabei von »Stealth« bis hin zu »Max Fan«. Unsere Messungen wurden mit dem Modus »Auto – Low Speed« (Idle) respektive »Auto – High Speed« (Last) durchgeführt. Wenn der 15-Zöller überhaupt nichts zu tun hat, arbeitet das System oft lautlos. Komplett lautlos? Nicht ganz, denn bei genauerem Hinhören vernimmt man (das Aorus X7 Pro lässt grüßen) ein minimales Pfeifen, das aber kaum stört.

Bei 08/15-Tätigkeiten (Office, Web...) kommen die Lüfter auf rund 32 dB(A), was ebenfalls recht angenehm ist. Auch die Festplatte rotiert bei Zugriffen mit etwa 32 dB (sonst 31 dB). Kritik gibt es für das zwischenzeitliche Auftouren. Manchmal erhöht sich die Geräuschkulisse grundlos auf 36 dB(A). Dieses Verhalten kennen wir jedoch von anderen Notebooks (Clevo Barebones sind hierfür berüchtigt).

Im Gaming-Betrieb ist das P35X v3 generell sehr stark wahrnehmbar. Schon bei mittlerer 3D-Last erreicht die Kühlung über 50 dB(A). Maximal 55 dB(A) im Stresstest sind ebenfalls happig und werden von den meisten Laptops unterboten. Bei der Testkonfiguration des Schenker XMG P505 waren es nach einer Stunde Volllast (Furmark + Prime) »nur« 51 dB(A).

Lautstärkediagramm

Idle
29.4 / 30.9 / 36 dB(A)
HDD
32.2 dB(A)
DVD
38.7 / dB(A)
Last
54.3 / 54.6 dB(A)
  red to green bar
 
 
30 dB
leise
40 dB(A)
deutlich hörbar
50 dB(A)
störend
 
min: dark, med: mid, max: light   Voltcraft sl-320 (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

Stresstest
Stresstest

Bauartbedingt sieht sich das P35X v3 mit überdurchschnittlichen Temperaturen konfrontiert. Knapp 36 °C im Idle-Betrieb sind eher mittelprächtig und deuten auf satte Erwärmung im 3D-Betrieb hin. Hier kommt das Metallchassis auf bis zu 51 °C (oben) respektive 60 °C (unten), wobei die Handballenablage nur auf maximal 34 °C klettert. Andere Slim-Gamer neigen ebenfalls zu einer hohen Temperaturentwicklung. Neben dem Schenker XMG P505 kann auch das Aorus X7 Pro bei längeren Spiele-Sessions zu einer »Pfanne« mutieren.

Im Inneren des Gehäuses herrscht noch ein stärkeres Tropenklima. Trotz der schnelldrehenden Lüfter erreichte der Core i7-4710HQ unter Volllast bis zu 91 °C. Die GeForce GTX 980M wurde mit maximal 88 °C auch sehr heiß. Bedenklich sind die Temperaturen jedoch nicht, zumal die Werte im Gaming-Alltag niedriger ausfallen dürften.

Max. Last
 46.5 °C51 °C48.3 °C 
 43.4 °C50.1 °C48.3 °C 
 28.3 °C34.4 °C34.3 °C 
Maximal: 51 °C
Durchschnitt: 42.7 °C
60.3 °C57 °C47.8 °C
59 °C53.9 °C34 °C
34.8 °C33 °C27.1 °C
Maximal: 60.3 °C
Durchschnitt: 45.2 °C
Netzteil (max.)  50.6 °C | Raumtemperatur 24 °C | Voltcraft IR-900
(-) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 42.7 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Gaming auf 32.9 °C.
(-) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 51 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 39.3 °C (von 21.6 bis 68.8 °C für die Klasse Gaming).
(-) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 60.3 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 41.7 °C).
(±) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 34.9 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 32.9 °C.
(+) Die Handballen und der Touchpad-Bereich erreichen maximal 34.4 °C und damit die typische Hauttemperatur und fühlen sich daher nicht heiß an.
(-) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 28.7 °C (-5.7 °C).

Lautsprecher

Wie wir schon beim P35W v2 erläutert haben, ist die Soundqualität eher dürftig. Das 2.1-System hört sich notebooktypisch recht blechern, unausgewogen und matschig an. Da hilft auch die Dolby Digital Plus Technik nicht viel. Ohne externe Lautsprecher oder ein Headset leidet die Atmosphäre von Spielen, Videos und Musikstücken deutlich. Dass es bei flachen Notebooks besser geht, zeigt MSI (GS60, GE60...).

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Erwartungsgemäß wirkt sich die Maxwell Architektur positiv auf den Strombedarf aus. Obwohl das P35X v3 viel mehr Leistung als das P35W v2 bietet, ist der Energiehunger im 3D-Betrieb ähnlich. Knapp 108 Watt bei der ersten Szene des 3DMark 06 und bis zu 181 Watt unter Volllast sind für ein High-End-Notebook akzeptabel. Wenn die CPU im Stresstest nicht drosseln würde (der Takt sinkt manchmal auf 800-1.000 MHz), wäre der Maximalverbrauch höher. Gigabyte begnügt sich jedenfalls mit einem 180-Watt-Netzteil, was uns etwas grenzwertig erscheint. Die Optimus Technik verringert den Strombedarf im Idle-Betrieb massiv. 16-26 Watt belasten den Geldbeutel nicht allzu stark.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.8 / 1.1 Watt
Idledarkmidlight 16.4 / 21.4 / 25.9 Watt
Last midlight 107.8 / 181 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Voltcraft VC 940

Akkulaufzeit

maximale Akkulaufzeit (Reader's Test)
Reader's Test
minimale Akkulaufzeit (Classic Test)
Classic Test

Die Akkulaufzeit verdient das Prädikat »brauchbar«. Knapp 1,5 Stunden bei hoher Last (maximale Helligkeit) und bis zu 6 Stunden Idle (minimale Displayleuchtkraft) sind ordentlich. Weitere Tests konnten wir »dank« der kurzen Leihdauer nicht durchführen. Mit 75 Wh gehört der Lithium-Polymer-Akku zu den stärkeren Vertretern seiner Zunft.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
6h 04min
Last (volle Helligkeit)
1h 34min

Fazit

Gigabyte P35X v3
Gigabyte P35X v3

Heiß und laut: Das ist die negative Seite des P35X v3. Auch Gigabyte gelingt es nicht, die Gaming-Hardware einwandfrei zu kühlen. Kein Wunder, kommt das Chassis doch nur auf eine Höhe von 21 Millimetern. Damit wären wir allerdings schon bei der größten Stärke angelangt: Kaum ein High-End-Notebook ist derart leicht, klein und reisefreudig.

Der Metallbody lässt auf den ersten Blick nicht unbedingt das potente Innenleben erahnen. Bei der GeForce GTX 980M handelt es sich um die derzeit schnellste Notebook-GPU für Spieler. Auch die restliche Ausstattung überzeugt. Neben den mSATA-SSDs wäre an dieser Stelle der Hot-Swap-Schacht zu nennen, welcher an die Ultrabay von Lenovo erinnert (IdeaPad Y510p). Noch üppiger geht es beim Display zu. 2.880 x 1.620 Pixel garantieren ein knackscharfes Bild. Grundsätzlich besticht das Panel durch einen hohen Kontrast, eine realistische Farbwiedergabe und eine tolle Helligkeit.

Dass der 15-Zöller trotzdem keine Traumwertung ergattert, hängt nicht zuletzt mit den mäßigen Lautsprechern zusammen. Der breite Displayrahmen und der schwankende CPU-Turbo sind ebenfalls ärgerlich. Temperatur- oder geräuschempfindliche Nutzer sollten zu einem anderen Gerät greifen. Wer sich vom Konzept angesprochen fühlt, darf dem P35X v3 eine Chance geben.

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Gigabyte P35X v3. Testgerät zur Verfügung gestellt von der Freaks 4U Gaming GmbH.
Gigabyte P35X v3. Testgerät zur Verfügung gestellt von der Freaks 4U Gaming GmbH.

Datenblatt

Gigabyte P35X v3 (P35 Serie)
Grafikkarte
NVIDIA GeForce GTX 980M - 8192 MB, Kerntakt: 1038 MHz, Speichertakt: 2500 MHz, GDDR5, ForceWare 344.00, Optimus
Hauptspeicher
16384 MB 
, 2x 8 GB SO-DIMM DDR3-RAM PC3-12800 (1600 MHz), 2 von 2 Slots belegt, max. 16 GB
Bildschirm
15.6 Zoll 16:9, 2880 x 1620 Pixel, Panasonic VVX16T028J00 (MEI96A2), IPS, WQHD+, spiegelnd: nein
Massenspeicher
2x Lite-On LMT-128L9M (RAID 0) , 256 GB 
, mSATA-SSDs + HGST Travelstar 7K1000 (HTS721010A9E630), 7200 rpm, 1000 GB HDD. Schächte: 2x mSATA & 1x 2,5
Soundkarte
Realtek ALC282 @ Intel Lynx Point PCH - High Definition Audio Controller
Anschlüsse
2 USB 2.0, 2 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 VGA, 1 HDMI, 1 DisplayPort, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: Kopfhörer (S/PDIF), Mikrofon, Card Reader: SD, Hot-Swap-Schacht
Netzwerk
Realtek PCIe GBE Family Controller (10/100/1000MBit), Intel Dual Band Wireless-AC 7260 (a/b/g/n/ac), Bluetooth 4.0
Optisches Laufwerk
Matshita DVD-RAM UJ8E2
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 21 x 385 x 270
Akku
76 Wh Lithium-Polymer, 11.1V
Betriebssystem
Microsoft Windows 8.1 64 Bit
Kamera
Webcam: HD
Sonstiges
Lautsprecher: 2.1 (Dolby Digital Plus Home Theater), Tastatur: Chiclet, Tastatur-Beleuchtung: ja, Netzteil: 180 Watt, 2.5-Zoll-Rahmen, mehrsprachiges Handbuch, Garantiekarte, CyberLink PowerDVD 10, Adobe Reader XI, Microsoft Office 365 Trial, Windows Essentials 2012, diverse Hersteller-Tools, 24 Monate Garantie
Gewicht
2.5 kg, Netzteil: 640 g
Preis
2400 Euro

 

Das Gehäuse besteht größtenteils aus Metall.
Das Gehäuse besteht größtenteils aus Metall.
Trotz der flachen Bauart ist das P35X v3 recht stabil.
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Die DDR3-RAM-Bänke sind komfortabel zugänglich.
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Optisches Laufwerk oder 2,5-Zoll-Massenspeicher? Man hat die freie Wahl.
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Preisvergleich

Pro

+Dünnes und relativ leichtes Chassis
+Hochwertiger Materialeindruck
+Erstklassige Leistung
+Beleuchtete Tastatur
+Hot-Swap-Funktion
+Zwei mSATA-SSDs
+Mattes 3K-Panel
 

Contra

-Turbo Boost im 3D-Betrieb kaum aktiv
-CPU-Throttling unter Volllast
-Warme Gehäuseoberflächen
-Hohe Geräuschentwicklung
-Displayrahmen unästhetisch
-Deckel kippt sehr leicht weg
-Mäßige Lautsprecher

Shortcut

Was uns gefällt

Das 3K-Panel ist leuchtstark, kontrastreich und farbenfroh.

Was wir vermissen

Bei 3D-Anwendungen wird das Notebook relativ laut.

Was uns verblüfft

Der eingeschränkte CPU-Turbo macht sich in Spielen durchaus bemerkbar. 

Die Konkurrenz

Flache High-End-Laptops mit GeForce 900 Grafik wie das Aorus X7 Pro oder das Schenker XMG P505.

Bewertung

Gigabyte P35X v3 - 10.11.2014 v4(old)
Florian Glaser

Gehäuse
79 / 98 → 81%
Tastatur
73%
Pointing Device
72%
Konnektivität
72 / 81 → 89%
Gewicht
60 / 10-66 → 89%
Akkulaufzeit
82%
Display
87%
Leistung Spiele
98%
Leistung Anwendungen
94%
Temperatur
67 / 95 → 71%
Lautstärke
58 / 90 → 64%
Audio
65%
Durchschnitt
76%
83%
Gaming - gewichteter Durchschnitt
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Autor: Florian Glaser (Update: 15.05.2018)
Florian Glaser
Florian Glaser - Managing Editor Gaming
In den frühen 90er-Jahren mit MS-DOS und Windows 3.1 aufgewachsen entdeckte ich schon im Kindesalter mein Interesse für den Bereich Computer. Speziell Computerspiele strahlten bereits damals eine große Faszination auf mich aus. Von Monkey Island über Lands of Lore bis hin zu Doom wurde alles gezockt, was man so unter die Finger bekam. Für Notebookcheck bin ich seit 2009 tätig mit Schwerpunkt auf leistungsstarke Gaming-Notebooks.