Test MSI GE60-2PEi781B Notebook

Stephan Schünke, 16.05.2014

Kunterbunt. Erneut erhalten wir mit dem MSI GE60 ein Gaming Notebook, das mit fortschrittlicher Ausstattung und einem markanten Design Spieler auf der ganzen Welt überzeugen möchte. Ob schneller i7 Prozessor oder eine beleuchtete Tastatur - auf den ersten Blick wirkt das Gesamtpaket attraktiv, doch kann es halten, was es verspricht?

Ob GS70, GE70 oder GT70 - die Spielereihe von MSI paart ein außergewöhnliches Design mit guter Ausstattung und einem attraktiven Preis. Unser Testsample bewegt sich im Bereich zwischen 1.150-1.250 Euro und trumpft mit einem schnellen Intel Core i7 4700HQ Prozessor sowie der Mittelklasse-Grafikkarte GTX 860M auf. 

Anstatt auf einer SSD speichert das GE60 im Test sämtliche Daten auf einer mechanischen Festplatte, die werkseitig nicht partitioniert wurde. Mit 8 Gigabyte Arbeitsspeicher, die nur einen RAM-Slot belegen, sind dem Käufer noch Möglichkeiten zum Aufrüsten gegeben. Ein weiterer Anreiz ist auch das entspiegelte Full-HD-Display, welches den Einsatz in gut beleuchteten Räumen erleichtern soll. Ebenso zielt  die bunt beleuchtete Tastatur darauf ab, die Gamer-Sinne anzusprechen.

Auch Heimkino-Fans müssen auf nichts verzichten, da sich das GE60 mit einem DVD- oder sogar einem Blu-Ray-Laufwerk ausstatten lässt. Letzterem konnten wir auf den Zahn fühlen. 

Im höheren Preissegment haben Sie die Möglichkeit, zusätzlich eine SSD oder mehr Arbeitsspeicher zu installieren.

Gehäuse

Im Vergleich zum GE60H hat sich beim Gehäuse einiges getan: Anstatt einer Hochglanzoptik mit auffälligem Muster nutzt MSI eine metallische Oberfläche aus gebürstetem Aluminium. Auch wenn kein Klavierlack zum Einsatz kommt, zeichnen sich Fingerabdrücke schnell und in großer Vielzahl auf dem Deckel ab. Diese lassen sich nur mühselig mit einem Wischtuch entfernen. Alles in allem zeigt sich eine positive Tendenz, da das GE60 wesentlich hochwertiger wirkt als sein Vorgänger mit „H“.

Damit der gute Eindruck nach dem Aufklappen des Notebooks nicht verfliegt, stattete der Hersteller auch die Handballenauflage mit einem metallischen Finish aus. Auch hier zeichnet sich erneut der gebürstete Aluminiumstil ab, der ebenso schnell die Fingerabdrücke anzieht, wie die Oberseite, doch auch angenehm hochwertig wirkt. 

Die Verarbeitung betrachten wir ebenso mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Die Scharniere sind recht locker, wodurch sich der Displaydeckel einfach verstellen lässt. Doch kann sich dadurch das Display auch beim Umhertragen schnell verstellen. Viel gravierender ist jedoch der Fakt, dass der Displaydeckel allgemein sehr weich ist und wir ihn ohne Kraftaufwand leicht verbiegen konnten. Das Chassis ist hingegen stabil und verwindungssteif, sodass maximal Stürze etwas ausrichten können. Überdenken könnte MSI die Vorrichtung für den Akku, denn dieser lässt sich nur sehr hakelig in das Gehäuse einführen.

Auch das Gewicht und die Abmessungen sind für ein Spiele-Notebook vorzeigbar: Mit lediglich 2,7 Kilo samt Akku und Maßen von 383 x 38 x 250 mm reiht sich das GE60 in die Riege der mobilen Gamer ein.

Fingerabdrücke zeichnen sich schnell ab.
Fingerabdrücke zeichnen sich schnell ab.
Die Handballenauflage wirkt hochwertig.
Die Handballenauflage wirkt hochwertig.

Ausstattung

Die Anschlussverteilung und -ausstattung ist identisch zum GE60H und somit gewohnt gut; auch wenn den beiden USB-2.0-Anschlüssen ein Refresh auf 3.0 gut tun würde. Wer gerne eine Maus anschließen möchte, kann dies auf der linken oder rechten Seite tun. Egal mit welcher Kombination, Sie arbeiten - der USB-Stecker wird aufgrund der guten Platzierung der Ports keine Behinderung beim Spielen oder Arbeiten darstellen.

Für das Anschließen von externen Monitoren stellt MSI einen analogen VGA- und einen digitalen HDMI Port zur Verfügung. Auch hier sind beide Anschlüsse barrierefrei erreichbar und stören nicht beim täglichen Zocken. 

Einzig Linkshänder werden mit der frontlastigen Anschlussverteilung auf Probleme stoßen, da Stecker und USB-Sticks ihnen im Weg sein werden.

hinten: keine Anschlüsse
hinten: keine Anschlüsse
links: Kensington Lock, Stromanschluss, 1x USB 2.0, 1x HDMI, 2x USB 3.0, Audio
links: Kensington Lock, Stromanschluss, 1x USB 2.0, 1x HDMI, 2x USB 3.0, Audio
rechts: Blu-Ray, 1x USB 2.0, 1x VGA, 1x LAN
rechts: Blu-Ray, 1x USB 2.0, 1x VGA, 1x LAN
vorn: keine Anschlüsse
vorn: keine Anschlüsse

Kommunikation

Online-Spieler und Streamer werden sich besonders über die integrierte Killer-e2200-Netzwerkkarte aus dem Hause Qualcomm erfreuen. Diese bietet über die Treibereinstellungen eine Möglichkeit, den Up- und Download zu optimieren. Dadurch lässt sich der Ping oder auch der Upload für einzelne Anwendungen verbessern. 

Weiterhin verbindet sich das MSI GE60 über einen integrierten Intel-WLAN-Chip mit dem Internet. Der Test zeigte, dass die Funkverbindung sehr instabil und langsam war. Bei einer Entfernung von rund 6-7 Metern waren oftmals nur noch 1-2 Balken (D-Link 300 Mbit Router) vorhanden. Die Download-Geschwindigkeit erreichte bei einer 64-Mbit-Leitung maximal 500 KB/s, lag allerdings oftmals weit drunter. Zudem mussten wir während des Tests einige Verbindungsabbrüche feststellen. Geräte mit einem identischen Chip erreichten bisher schon bessere Werte, darum können wir nicht genau sagen, ob es an einer erhöhten Isolierung des Metallgehäuses oder am Chip selbst liegt.

Zubehör

Dem Notebook liegen eine Treiber-DVD sowie der nötige Quick-Start Guide bei. Weitere Datenträger für das Betriebssystem sind nicht vorhanden. Backup-DVDs können selbst erstellt oder beim Hersteller erworben werden.

Software

Wie auch schon andere Modelle gezeigt haben, meint es MSI mit der Software immer gut, wenn auch etwas zu gut. Auch beim GE60 im Test war im Vornherein eine Vielzahl an Programmen vorinstalliert, die das System unnötig ausbremsten. Neben diesen kleinen Systembremsen gab es aber auch sehr nützliche Applikationen wie Cyberlinks PowerDVD oder eine Magix MX Suite.

Garantie

MSI gewährt eine Garantie von 24 Monaten auf das GE60.

Eingabegeräte

Tastatur

Mut zur Farbe beweist MSI bei der Tastatur und stattet das GE60 nicht nur mit dem gewohnt guten SteelSeries Keyboard aus, sondern beleuchtet es zusätzlich in verschiedenen Farben von unten. Die Beleuchtung erstreckt sich von blau über rot bis hin zu gelb und grün. 

Wer die SteelSeries Tastaturen von anderen MSI Notebooks bereits kennt, der sollte mit der ungewöhnlichen Verteilung der Tasten keinerlei Schwierigkeiten haben. Neulinge müssen sich auf eine Umgewöhnung einstellen, da sich verschiedene Tasten an anderen Positionen befinden. So sind die Windows Taste sowie die <>-Taste nicht links, sondern rechts. Die Enter-Taste wurde halbiert und direkt in das Layout des Keyboards integriert.

Das Tippen ist angenehm, da die flachen Tasten einen kurzen Hub haben und sich ruhig verhalten. Auch das Platzangebot ist für kleine bis mittelgroße Hände angenehm. Positiv beeinflusst wird dies zusätzlich durch die großzügige Handballenauflage.

Touchpad

Das Touchpad kann besonders mit seiner Größe auftrumpfen, da Maße von 106 x 70 Millimeter hervorragend zum Arbeiten geeignet sind. Doch wurden die Tasten direkt in die Oberfläche eingearbeitet, was zu einer sehr ungenauen Steuerung führt. Betätigt man eine Taste und ist mit dem Finger noch auf dem Pad, verrutscht der Mauszeiger oder springt wild umher. Auch die Beschaffenheit der Oberfläche ist nicht ganz optimal, da sie etwas klebrig ist. Das Betätigen der Maustasten ist angenehm und leicht, selbst wenn es dabei zu einem auffälligen Knack-Geräusch kommt.

Die Tastatur wird in mehreren Farben beleuchtet.
Die Tastatur wird in mehreren Farben beleuchtet.
Das Touchpad reagiert etwas träge.
Das Touchpad reagiert etwas träge.

Display

AdobeRGB
AdobeRGB
sRGB
sRGB

Das Samsung Display mit der Bezeichnung 156HL01-102 und einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel zeigte sich im Test als leucht- und kontraststark. Im Vergleich zum GE60H kann der Bildschirm mit einer wesentlich höheren Luminanz und einem höheren Kontrastverhältnis auftrumpfen.

311
cd/m²
328
cd/m²
316
cd/m²
306
cd/m²
327
cd/m²
301
cd/m²
298
cd/m²
299
cd/m²
294
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
Infos
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 328 cd/m²
Durchschnitt: 308.9 cd/m²
Ausleuchtung: 90 %
Helligkeit Akku: 301 cd/m²
Schwarzwert: 0.43 cd/m²
Kontrast: 760:1

Die durchschnittliche Leuchtkraft beträgt 309 cd/m², wodurch das Display durchweg hell und gut beleuchtet ist. Lediglich der untere Bildschirmbereich fällt dezent unter 300 cd/m², was aufgrund des geringen Unterschiedes zum mittleren Bereich nicht auffällt. Ausschließlich der Schwarzwert ist mit 0,43 cd/m² nicht wirklich vorzeigbar und hat sich im Vergleich zum GE60H nicht grundlegend verbessert.

Calman Grayscale
Calman Grayscale
Calman Saturation Sweeps
Calman Saturation Sweeps
Calman ColorChecker
Calman ColorChecker

Trotz der hohen Leuchtkraft war das Display bei einer direkten Einstrahlung kaum bis gar nicht ablesbar. Auch bei einem seitlichen Lichteinfall war der Desktop nahezu unerkennbar. Für den Außeneinsatz ist das GE60 daher nur für schattige Plätze zu empfehlen.

direkte Sonneneinstrahlung
direkte Sonneneinstrahlung
indirekte Sonneneinstrahlung
indirekte Sonneneinstrahlung

Die Blickwinkelstabilität machte hingegen einen guten Eindruck. Das Bild war besonders von der Seite gut erkennbar, und es kam zu keinen nennenswerten Farbverfälschungen.

Blickwinkelstabilität
Blickwinkelstabilität

Leistung

Die Kombination aus einem Intel Core i7 4700HQ Prozessor und einer Geforce GTX 860M Grafikkarte platziert das MSI GE60 im mittleren bis gehobenen Gaming-Sektor.  Der Prozessor kann dank der Hyper-Threading-Technologie bis zu 8 Threads gleichzeitig berechnen. Damit die Leistungsaufnahme im Desktop-Betrieb sinkt, verfügt der Prozessor zusätzlich über eine Intel-HD-Grafik mit der Bezeichnung HD 4600. Diese taktet zwischen 400 und 1.200 Megahertz und kümmert sich im Stromsparmodus um die Bildausgabe.

Spiele und andere 3D-Anwendungen berechnet die dedizierte Geforce GTX 860M Grafikkarte, die zur unteren High-End-Riege gehört. Der Arbeitsspeicher ist mit 8 Gigabyte ausreichend groß bestückt, kann auf Wunsch aber um weitere 8 Gigabyte erhöht werden. Dafür steht ein weiterer RAM-Slot zur Verfügung. Das GE60 im Test speichert sämtliche Daten auf einer mechanischen Festplatte. Eine SSD lässt sich über einen freien mSATA-Port zusätzlich nachrüsten. Weitere Informationen zum Innenleben können wir leider nicht geben, da es sich beim Testsample um ein Shopgerät handelt, das wir nicht öffnen durften.

Systeminformationen MSI GE60-2PEi781B

Prozessor

Der Intel Core i7 4700HQ ist der Nachfolger des Core i7 3630QM. Beide Prozessoren weisen einen identischen Basis- und Turbotakt auf. Mit einer Punktzahl von 6,97 im Multicore-Test des Cinebench R11.5 liegt das Testgerät gleichauf mit dem GE60H. Mit 7,0 Punkten kann sich nur das Gigabyte P34G behaupten, das GE60 muss sich leicht geschlagen geben. Ähnliche Ergebnisse erzielte auch der Cinebench R15, den das MSI Notebook mit 642 Punkten im Multicore-Test abschloss. Damit liegt es gleichauf mit dem Asus N56JR und dem MSI GE70.

Cinebench R10-64bit
Cinebench R10-64bit
Cinebench R11.5-64bit
Cinebench R11.5-64bit
Cinebench R15-64bit
Cinebench R15-64bit
Cinebench R15 - CPU Multi 64Bit (sort by value)
MSI GE60-2PEi781B
642 Points ∼41%
Gigabyte P25W
607 Points ∼39% -5%
Asus G750JZ-T4023H
637 Points ∼41% -1%

Legende

 
MSI GE60-2PEi781B Intel Core i7-4700HQ, NVIDIA GeForce GTX 860M, WDC Scorpio Blue WD10JPVX-22JC3T0
 
Gigabyte P25W Intel Core i7-4700MQ, NVIDIA GeForce GTX 770M, 2x Lite-On CMT-128L3M (RAID 0)
 
MSI GE60H-i765M2811B Intel Core i7-4700MQ, NVIDIA GeForce GTX 765M, 2x Toshiba THNSNF064GMCS 64 GB RAID 0 (=128 GB)
 
Asus G750JZ-T4023H Intel Core i7-4700HQ, NVIDIA GeForce GTX 880M, 2x Sandisk X110 SD6SP1M-128G RAID 0
Cinebench R10 Shading 32Bit
6612
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 32Bit
18504
Cinebench R10 Rendering Single 32Bit
4927
Cinebench R10 Shading 64Bit
6677 Points
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 64Bit
24356 Points
Cinebench R10 Rendering Single CPUs 64Bit
6533 Points
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
6.97 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
56.64 fps
Cinebench R11.5 CPU Single 64Bit
1.5 Points
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
642 Points
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
135 Points
Cinebench R15 Ref. Match 64Bit
99.6 %
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
88.95 fps
Hilfe

System Performance

Eine eher durchschnittliche Performance zeigt sich beim PCMark 7, den das MSI GE60 mit 3.142 Punkten abschließt. Notebooks wie das Asus N56JR mit Festplatte oder das Schenker XMG A504 erreichen mit rund 3.300 und 5.800 Punkten wesentlich höhere Werte, was beim A504 auch auf die SSD zurückzuführen ist. Im PCMark 8 zeigt sich das GE60 von einer besseren Seite und liegt im Home-Benchmark mit 3.242 Punkten im guten Durchschnitt. Eine ähnliche Punktzahl erreicht das Asus G750JZ mit identischem Prozessor und einer GTX 880M von Nvidia.

PC Mark 8 Creative
PC Mark 8 Creative
PC Mark 8 Home
PC Mark 8 Home
PC Mark 8 Storage
PC Mark 8 Storage
PC Mark 8 Work
PC Mark 8 Work
PC Mark
PCMark 73142 Punkte
PCMark 8 Home v23242 Punkte
PCMark 8 Creative v24513 Punkte
PCMark 8 Work v23966 Punkte
Hilfe

Massenspeicher

CrystalDiskMark
CrystalDiskMark
HDTune
HDTune

Die Western Digital Festplatte im Inneren des Notebooks weist eine durchschnittliche Performance auf. Der CrystalDiskMark bescheinigt der Festplatte eine gute Lese- und Schreibrate. Bereits in anderen Notebooks wie dem Acer Aspire E1-772G konnte die Festplatte mit schnellen Raten von 108 MB/s auftrumpfen. Im Testgerät erreichte sie mit rund 94 MB/s wesentlich geringere Werte. Eine höhere Arbeitsgeschwindigkeit kann mit einer SSD erzielt werden. Aufgrund der Vielzahl an Bloatware merkte man die geringe Arbeitsperformance auch im Alltag, da diese die Festplatte massiv ausreizte und forderte.

WDC Scorpio Blue WD10JPVX-22JC3T0
Minimale Transferrate: 46 MB/s
Maximale Transferrate: 105.8 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 80.1 MB/s
Zugriffszeit: 16.9 ms
Burst-Rate: 166.5 MB/s
CPU Benutzung: 2 %

Grafikkarte

Im Desktop-Betrieb kümmert sich die Intel HD Graphics 4600 um die Bildausgabe und verringert somit die Leistungsaufnahme. Bei Spielen und anderen rechenintensiven 3D-Anwendungen schaltet sich die Geforce GTX 860M ein und übernimmt die Kontrolle.

Die Geforce GTX 860M wurde erstmal im März 2014 vorgestellt und vertraut auf die neue Maxwell Architektur. Die Grafikkarte basiert auf den neuen GM107 Chips, die im Vergleich zum Vorgänger kräftig überarbeitet wurden. Mit 640 Shadereinheiten und einem Takt von 1.029 MHz zzgl. Nvidia Boost gehört die GTX 860M bereits zur High-End-Klasse der mobilen Grafikkarten.

Im 3D Mark 2013 erreichte die Geforce GTX 860M eine Punktzahl von 14.746 und liegt gleich auf mit einer älteren Geforce GTX 770M, wie wir sie z. B. im DevilTech Fragbook DTX finden. Im Fire Strike schafft es die Grafikkarte auf 3.679 Punkte und überholt sogar die Geforce GTX 770M deutlich mit einem Vorsprung von 10-15 %.

3DMark (2013) - 1920x1080 Fire Strike Standard Score (sort by value)
MSI GE60-2PEi781B
3679 Points ∼37%
MSI GE60H-i765M2811B
2228 Points ∼22% -39%
Gigabyte P25W
3359 Points ∼34% -9%
Asus G750JZ-T4023H
5574 Points ∼56% +52%

Legende

 
MSI GE60-2PEi781B Intel Core i7-4700HQ, NVIDIA GeForce GTX 860M, WDC Scorpio Blue WD10JPVX-22JC3T0
 
MSI GE60H-i765M2811B Intel Core i7-4700MQ, NVIDIA GeForce GTX 765M, 2x Toshiba THNSNF064GMCS 64 GB RAID 0 (=128 GB)
 
Gigabyte P25W Intel Core i7-4700MQ, NVIDIA GeForce GTX 770M, 2x Lite-On CMT-128L3M (RAID 0)
 
Asus G750JZ-T4023H Intel Core i7-4700HQ, NVIDIA GeForce GTX 880M, 2x Sandisk X110 SD6SP1M-128G RAID 0
3D Mark
3DMark Vantage18515 Punkte
3DMark 115049 Punkte
3DMark Ice Storm101592 Punkte
3DMark Cloud Gate14746 Punkte
3DMark Fire Strike3679 Punkte
3DMark Fire Strike Extreme1849 Punkte
Hilfe

Gaming Performance

Theoretische Benchmarks verraten nicht genug über die tatsächliche Spiele-Performance, weshalb wir das GE60 durch grafikaufwendige Titel geschickt haben. In Metro Last Light stellte das Testsample rund 50 Bilder pro Sekunde im High-Preset dar, was einen ruckelfreien Eindruck vermittelte. Damit liegt es gleich auf mit dem Aorus X7, das auf eine Kombination aus zwei Geforce GTX 765M SLI setzt. Mit Full-HD und maximalen Einstellungen sank die Bildrate auf rund 28 fps. Hier konnte das Aorus X7 mit seinen höheren Reserven bis zu 33 Bilder pro Sekunde rausholen und war dem GE60 überlegen. 

Auch ROME II Total War brachte unser Testmodell in hohen Einstellungen nicht zum Schwitzen. Mit durchschnittlich 114 Frames konnte das Notebook durchweg ein ruckelfreies Bild zaubern. Erst nach der Umstellung auf das Extreme-Preset brach die Leistung enorm ein und die Darstellungsrate fiel auf rund 22 Frames ab. Dieses Preset konnten bisher auch nur Notebooks mit Grafikkarten ab einer Geforce GTX 780M oder GTX 880M zufriedenstellend abschließen.

Total War: Rome II - 1920x1080 Extreme Preset (sort by value)
MSI GE60-2PEi781B
21.2 fps ∼38%
MSI GE60-2PEi781B
21.2 fps ∼38% 0%
MSI GE60H-i765M2811B
12.5 fps ∼22% -41%

Legende

 
MSI GE60-2PEi781B Intel Core i7-4700HQ, NVIDIA GeForce GTX 860M, WDC Scorpio Blue WD10JPVX-22JC3T0
 
MSI GE60H-i765M2811B Intel Core i7-4700MQ, NVIDIA GeForce GTX 765M, 2x Toshiba THNSNF064GMCS 64 GB RAID 0 (=128 GB)
 
Medion Erazer X7825-MD98416 Intel Core i7-4700MQ, NVIDIA GeForce GTX 770M, Samsung PM841 Series MZ7TD128HAFV-000L1
 
Asus G750JZ-T4023H Intel Core i7-4700HQ, NVIDIA GeForce GTX 880M, 2x Sandisk X110 SD6SP1M-128G RAID 0
min. mittelhoch max.
Sleeping Dogs (2012) 7419.8fps
Hitman: Absolution (2012) 43.423.9fps
Tomb Raider (2013) 97fps
BioShock Infinite (2013) 101.339fps
Metro: Last Light (2013) 50.527.7fps
Total War: Rome II (2013) 113.521.2fps
F1 2013 (2013) 10174fps
Thief (2014) 37.421.9fps

Emissionen

Geräuschemissionen

Etwas enttäuscht waren wir vom Lüfter und dessen Lautstärke. Schon das GE60H wurde unter Last auffallend laut und mit 45 dB(A) im Gaming-Betrieb gut hörbar. Das Notebook im Test schafft es sogar auf rund 48 dB(A) und setzt somit noch einmal eine Schippe drauf. Auch unter Volllast erreichte das GE60 einen Wert von fast 50 dB(A). Das macht das GE70 wesentlich besser, welches trotz guter Hardware etwas leiser auftritt.

Lautstärkediagramm

Idle 34.2 / 34.6 / 35.6 dB(A)
DVD 39.6 / dB(A)
Last 49.4 / 49.8 dB(A)
 
    30 dB
leise
40 dB
deutlich hörbar
50 dB
störend
 
min: , med: , max:    Voltcraft sl-320 (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

Stresstest
Stresstest

Trotz dem auffälligen Lüfter steigen die Temperaturen des GE60 schnell in den roten Bereich. Im Idle sind die Oberflächenwerte noch sehr gut und sogar angenehm kühl, was das Chassis der metallischen Oberfläche zu verdanken hat. Im Stresstest steigen die Werte rapide an und die Ober- sowie Unterseite erreichen kritische Werte von ca. 50 °C. Dafür halten sich die Temperaturen der Grafikkarte und des Prozessors etwas zurück und erreichen 90 °C (GPU) und ca. 92 °C (CPU). Verglichen mit dem GE60H fallen diese Werte um 5 °C geringer aus.

Max. Last
 44.6 °C44.7 °C33.5 °C 
 44.9 °C44.3 °C33.5 °C 
 42.9 °C42.6 °C33.7 °C 
Maximal: 44.9 °C
Durchschnitt: 40.5 °C
49.0 °C37.6 °C28.2 °C
49.1 °C38.2 °C29.0 °C
35.5 °C34.9 °C28.8 °C
Maximal: 49.1 °C
Durchschnitt: 36.7 °C
Netzteil (max.)  50.7 °C | Raumtemperatur 24 °C | Voltcraft IR-550

Lautsprecher

Wie von anderen MSI Notebooks bekannt, verbaut der Hersteller auch beim GE60 vier Lautsprecher und simuliert somit einen Raumklang. Dank der Sound-Blaster-Cinema-Technologie und der guten Lautsprecher kann der Klang durchaus beeindrucken und bringt Höhen und auch Mitten überzeugend rüber. Selbstredend hält sich der Bass aufgrund des geringen Resonanzkörpers in Grenzen.

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Obwohl es über mehr Power verfügt als das GE60H, ist die Leistungsaufnahme hervorragend und kann nicht beanstandet werden. Im Idle erreichte das Testgerät maximal 23 Watt, was im Vergleich zum GE60H mit 27 Watt schon eine Verbesserung darstellt. Aber auch der Stromverbrauch unter Last kann sich mit 122 Watt sehen lassen. Auch hier liegt der Vorgänger mit 126 Watt etwas darüber, trotz geringerer Leistung. 

Stromverbrauch

Aus / Standby 0.2 / 0.4 Watt
Idle 8.5 / 12.9 / 22.9 Watt
Last 90.9 / 126.2 Watt
 
Legende: min: , med: , max:         Voltcraft VC 940

Akkulaufzeit

BatteryEater, Idle
BatteryEater, Idle
BatteryEater, Last
BatteryEater, Last

Die Akkukapazität fällt für ein Gamingnotebook mit 49 Wh und 4.400 mAh etwas schwach aus. Das schlägt sich auch auf die Akkulaufzeit nieder, in der das GE60 nur bedingt überzeugen kann. Im Idle-Modus erreichte es lediglich 5 Stunden und 3 Minuten, bis die Lichter ausgingen. Auch das Surfen im WLAN-Modus war mit 3 Stunden und 42 Minuten nicht überzeugend, wenn auch fast 40 Minuten länger als das GE60H. Immerhin schafft unser Testgerät einen durchschnittlichen Filmabend und spielt eine DVD 2 Stunden und 29 Minuten lang ab. Wenn Sie überlegen, im Akkumodus zu spielen, sollte das GE60 nach ca. 1 Stunde wieder an die Steckdose.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
5h 03min
Surfen über WLAN
3h 42min
DVD
2h 29min
Last (volle Helligkeit)
1h 04min

Fazit

reichlich Leistung und geringes Gewicht
reichlich Leistung und geringes Gewicht

Ein schneller Prozessor, eine gute und fortschrittliche Grafikkarte gepaart mit einer grundsoliden Ausstattung, das ist es, was das MSI GE60 letztendlich ausmacht. Verglichen mit dem GE60H hat sich einiges verbessert und zum Positiven entwickelt. So ist die Leistungsaufnahme bei höherer Leistung geringer, und die Akkulaufzeit hat sich erhöht. Die Spiele-Performance ist für die Preisklasse von 1.200 Euro beeindruckend, auch das Display kann voll und ganz überzeugen.

Doch wünscht man sich einen größeren Akku, ein etwas stabileres Gehäuse und eine Oberfläche, die die Fingerabdrücke nicht so stark anzieht. Alles in allem ist das MSI GE60 ein grundsolides Gaming-Notebook mit hochwertiger Tastatur und einer ansprechenden Spieleleistung.

Testgerät zur Verfügung gestellt von ...

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Im Test: MSI GE60-2PEi781B. Testgerät zur Verfügung gestellt von:
Im Test: MSI GE60-2PEi781B. Testgerät zur Verfügung gestellt von:

Datenblatt

MSI GE60-2PEi781B

:: Prozessor
:: Mainboard
:: Speicher
8192 MB, DDR3 1600 MHz (Single Channel), 1 von 2 Slots
:: Grafikkarte
NVIDIA GeForce GTX 860M - 2048 MB, Kerntakt: 1029 MHz, Speichertakt: 5000 MHz, DirectX 11, GDDR5, 332.35, Optimus
:: Bildschirm
15.6 Zoll 16:9, 1920x1080 Pixel, Samsung 156HL01-102, TN LED, Full HD, spiegelnd: nein
:: Festplatte
WDC Scorpio Blue WD10JPVX-22JC3T0, 1024 GB 5400 U/Min Western Digital WDC WD10JPVX-22JC3T0
:: Soundkarte
Realtek ALC892 @ Intel Lynx Point PCH - High Definition Audio Controller
:: Anschlüsse
2 USB 2.0, 2 USB 3.0, 1 VGA, 1 HDMI, Audio Anschlüsse: Mikrofon, Kopfhörer, Card Reader: SD(XC/HC)/MMC/MS(PRO)/xD,
:: Netzwerkverbindungen
Qualcomm Killer e2200 PCI-E Gigabit Ethernet Controller (10/100/1000MBit), Intel Wireless-AC 3160 (a b g n ac), 4.0 Bluetooth
:: Optisches Laufwerk
HL-DT-ST BDDVDRW CT40N
:: Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 33 x 383 x 249
:: Gewicht
2.696 kg Netzteil: 0.458 kg
:: Akku
49 Wh Lithium-Ion, 4400mAh, 6 Zellen
:: Preis
1200 Euro
:: Betriebssystem
Microsoft Windows 8.1 64 Bit
:: Sonstiges
Webcam: 1.3 Megapixel, Lautsprecher: Audio Boost, 4(2Wx4)HD Lautsprecher, THX True Studio Pro, Tastatur: Chiclet, Tastatur-Beleuchtung: ja, Netzteil: 120 Watt, Cyberlink PowerDVD 10, Magix MX Suite, 24 Monate Garantie

 

[+] compare
Dynaudio für guten Sound
Dynaudio für guten Sound
Die Oberseite ist anfällig gegen Fingerabdrücke.
Die Oberseite ist anfällig gegen Fingerabdrücke.
Die flache Bauweise begünstigt das Gewicht.
Die flache Bauweise begünstigt das Gewicht.
typisches MSI Gaming Logo
typisches MSI Gaming Logo
Über dem Logo sieht man den Schriftzug.
Über dem Logo sieht man den Schriftzug.
gute Anschlussmöglichkeiten links
gute Anschlussmöglichkeiten links
USB 3.0 ist Stand der Dinge
USB 3.0 ist Stand der Dinge
Die metallische Handballenauflage...
Die metallische Handballenauflage...
...sieht nicht nur gut aus, sondern bleibt auch angenehm kühl.
...sieht nicht nur gut aus, sondern bleibt auch angenehm kühl.
Alles drin, was man braucht.
Alles drin, was man braucht.
Stromanschluss auf der hinteren, linken Seite
Stromanschluss auf der hinteren, linken Seite
Das Testsample ist mit einem Blu-Ray-Laufwerk ausgestattet.
Das Testsample ist mit einem Blu-Ray-Laufwerk ausgestattet.
LEDs zeigen den Status des Notebooks an.
LEDs zeigen den Status des Notebooks an.
ausreichend Platz für ein Numpad
ausreichend Platz für ein Numpad
starke Sonnenreflexion
starke Sonnenreflexion
Seitlich ist das Bild noch annehmbar zu erkennen.
Seitlich ist das Bild noch annehmbar zu erkennen.
Die Tasten sind sehr flach...
Die Tasten sind sehr flach...
...und haben einen kurzen Hub.
...und haben einen kurzen Hub.
Die Maustasten sind im Touchpad eingearbeitet.
Die Maustasten sind im Touchpad eingearbeitet.
Auch ein VGA-Anschluss ist mit an Bord.
Auch ein VGA-Anschluss ist mit an Bord.
Die Front wird von einem roten Streifen geziert.
Die Front wird von einem roten Streifen geziert.

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Pro

+leichtes Gehäuse
+ausreichend Gaming-Leistung
+kontraststarkes Display
+beleuchtete Tastatur
+mattes FHD Panel
 

Contra

-reichlich Bloatware
-keine SSD
-Displaydeckel leicht zu verbiegen
-geringe Akkulaufzeit
-unsaubere Touchpad-Technik

Shortcut

Was uns gefällt

Die Leistung gepaart mit dem verhältnismäßig geringen Gewicht.

Was wir vermissen

Eine SSD würde die Systemperformance erheblich anheben. Zudem befindet sich zu viel Bloatware auf der Festplatte.

Was uns verblüfft

Das Display ist kontraststark und eignet sich hervorragend zum Zocken.

Die Konkurrenz

MSI GS60-2PC-005UK

Gigabyte P34G

Asus N56JR-S4029H

Bewertung

MSI GE60-2PEi781B
25.06.2014 v4
Stephan Schünke

Gehäuse
74 / 98 → 76%
Tastatur
77%
Pointing Device
50%
Konnektivität
65 / 91 → 71%
Gewicht
58 / 66 → 86%
Akkulaufzeit
76%
Display
86%
Leistung Spiele
93%
Leistung Anwendungen
81%
Temperatur
72 / 95 → 76%
Lautstärke
65 / 90 → 72%
Audio
60%
Auf- / Abwertung
++2%
Durchschnitt
66%
81%
Gaming *
gewichteter Durchschnitt

Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

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Autor: Stephan Schünke, 16.05.2014 (Update: 16.05.2014)