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Apple iPhone 8: Touch ID auf der Seite und weitere Verzögerungen

Ein Workaround für die Probleme mit Touch ID wäre die Platzierung im Ein/Aus-Schalter an der Seite.
Ein Workaround für die Probleme mit Touch ID wäre die Platzierung im Ein/Aus-Schalter an der Seite.
Im Kamp um die Platzierung des Fingerabdrucksensors am künftigen Fullscreen-OLED-iPhone hat sich Apple offenbar für einen Kompromiss an der Seite, direkt im vergrößerten Power Button entschieden, das Patent dazu hat Apple ja. Die Verzögerungen sorgen einmal mehr für Berichte über einen verspäteten Start der Massenproduktion. Erst im November und Dezember sollen geringe Mengen des neuen Modells verfügbar sein.

Sony macht es vor, seit Jahren verbaut der Hersteller den Fingerabdrucksensor direkt im Einschaltknopf auf der Seite. Hierfür dürfte sich nun auch Apple beim künftigen iPhone 8, oder wie immer der Hersteller das fast randlose Jubiläums-iPhone mit vollflächigem OLED-Display nennen wird, entschieden haben, berichtet das Wirtschaftsmagazin Forbes. In Zusammenarbeit mit dem Case-Hersteller Nodus ist es dem Autor gelungen an neueste CAD-Modelle des Geräts zu gelangen, die eindeutig einen stark vergrößerten Power Button an der rechten Gehäuseseite zeigen. Hier soll der Fingerabdrucksensor integriert sein, schreibt Gordon Kelly, ein entsprechendes Patent hat Apple hierzu, wenngleich das Bild aus dem Patentantrag Touch ID an der Oberseite beschreibt:

Apple Patent Nr 14/741,831 beschreibt die Platzierung eines Fingerabdrucksensors direkt im Power Button.
Apple Patent Nr 14/741,831 beschreibt die Platzierung eines Fingerabdrucksensors direkt im Power Button.


Wohin mit dem Sensor?

Diese Entscheidung könnte die langersehnte Lösung für das nun schon Monate anhaltende Problem der Touch ID-Platzierung darstellen. Mangels Home Button an der Frontseite war wohl der ursprüngliche Plan, den Sensor direkt unter das Display zu integrieren. Wie andere Hersteller auch, scheint Apple keine befriedigende Lösung für die damit einhergehenden technischen Probleme gefunden zu haben. Der nahe liegende Ausweg, den Sensor auf die Rückseite zu verbannen, wie das Samsung beim Galaxy S8 und Galaxy Note 8 getan hat, gefiel den Apple-Designern nicht. Zuletzt gingen Berichte von Analysten davon aus, dass Apple zugunsten von 3D-Gesichtserkennung ganz auf Touch ID verzichten will. 

Das neue iPhone-Design

Andere Aspekte des iPhone 8-Designs (siehe unten) sind mittlerweile dagegen fast schon bestätigt. Unzählige Bilder und Videos beschreiben ein 5,8 Zoll großes OLED-Display, das die gesamte Front ausfüllt und an der Oberseite von den Sensoren und einer 3D-Kamera-Einheit durchbrochen wird. Benachrichtigungen werden künftig wohl in einem Funktionsbereich an der Unterseite des Displays erscheinen. Auf der Rückseite des vollständig aus Glas bestehenden Gehäuses mit Stahlrahmen ist eine vertikal angeordnete Dual-Cam zu erkennen. Der Lightning-Port an der Unterseite bleibt, dank USB-Power Delivery-Unterstützung und Wireless Charging sollen aber flexiblere Auflademöglichkeiten integriert sein als beim Vorgänger.

Verzögerungen

All diese Neuerungen und insbesondere die Probleme mit Touch ID führten allerdings zu massiven Verzögerungen, über die wir immer wieder berichten mussten. Erst gestern beschrieb das taiwanesische Branchenblatt Digitimes erneut ein Szenario, bei dem mit der Verfügbarkeit des Jubiläums-iPhones erst im November oder Dezember gerechnet werden kann, und das in geringen Stückzahlen. Obwohl mit Foxconn, Pegatron und ODM Wistron ganze drei Hersteller in Asien die diesjährige iPhone-Generation produzieren, dürften Mitte September nur die regulären Nachfolger von iPhone 7 und iPhone 7 Plus auch wirklich in den Apple Stores stehen, die Apple zusätzlich zum OLED-iPhone als iPhone 7s und iPhone 7s Plus anbieten wird.

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Autor: Alexander Fagot, 18.07.2017 (Update: 18.07.2017)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.