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Apple iPhone 8: 3D-Gesichtserkennung, AI-Chip und 120Hz-Display?

Apple dürfte beim iPhone 8 auf einen 3D-Tiefensensor an der Frontseite setzen. (Bild: Martin Hajek)
Apple dürfte beim iPhone 8 auf einen 3D-Tiefensensor an der Frontseite setzen. (Bild: Martin Hajek)
Erst gestern hat der Analyst Ming-Chi Kuo 10 Prognosen zum iPhone 8 abgegeben, nun folgt ein Bericht des Wirtschaftsmagazins Bloomberg mit ähnlichen Vorhersagen. Neben 3D-Gesichtserkennung statt Touch ID könnte das iPhone 8 auch mit einem 120 Hz-Pro Motion-Panel wie im iPad Pro sowie einem dezidierten AI-Chip ausgestattet sein.

Der KGI-Analyst Ming-Chi Kuo war nicht der erste, der in seinen 10 Prognosen zum iPhone 8 vom Ende des Fingerabdrucksensors im iPhone 8 berichtete und er war auch nicht der letzte. Schon am Tag darauf fasste das bekannte Businessblatt Bloomberg zusammen, was Quellen, die mit dem Produkt vertraut sind, über das Jubiläums-iPhone anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Apple iPhones zu berichten wussten. Wie der KGI-Analyst, schreibt Bloomberg von 3D-Gesichtserkennung, geht aber etwas mehr auf die Details dieses Features ein.

Sicherer als Touch ID

Touch ID, welches Apple 2013 mit dem iPhone 5s eingeführt hatte, soll beim iPhone 8 mangels Home Button nicht mehr zur Verfügung stehen, Experimente mit der Integration des Sensors direkt unter das OLED-Display sind offenbar fehlgeschlagen. Als Alternative wird Apple wohl einen biometrischen 3D-Sensor an der Frontseite des iPhone 8 integrieren, der ein Gesicht in Sekundenbruchteilen scannen und damit das Gerät entsperren sowie für Zahlungen mittels Apple Pay herangezogen werden kann. Die Technologie soll im Gegensatz zu bisherigen Verfahren, beispielsweise unter Android-Smartphones wie dem Galaxy S8 von Samsung besonders sicher sein, da mehr Daten als bei einem Fingerabdruck erfasst werden. Ein Täuschen des Sensors mittels 2D-Bild eines Gesichts soll nicht möglich sein, sagen Bloomberg's Quellen, da der 3D-Sensor auch eine Tiefenmessung ermöglicht.

Neural Engine und Pro Motion

Zudem arbeitet Apple offenbar auch daran, das Scannen eines Gesichts aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu erlauben, beispielsweise wenn das Gerät flach auf dem Tisch liegt, wobei dieses Feature möglicherweise erst mit einem Update nachgereicht wird. Neben dem 3D-Scanner berichten Bloomberg's Quellen auch über die Integration eines dezidierten AI-Chips in Apple's kommender iPhone-Generation. Der als Neural Engine intern benannte Prozessor soll Berechnungen im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz beschleunigen und für eine Entlastung des Hauptprozessors sorgen. Auch für die Darstellung von höheren Bildwiederholraten am Pro Motion-Display wird die Neural Engine offenbar herangezogen. Hier widersprechen sich die Quellen allerdings etwas. So schreibt Bloomberg, Apple's Pro Motion-Display im künftigen iPhone wäre das Gleiche wie in der aktuellen iPad Pro-Generation.

iPhone 8 etwas später verfügbar

Wie wir allerdings wissen, setzt Apple dort gar kein OLED-Panel ein, im künftigen iPhone 8 höchstwahrscheinlich schon, was auch Bloomberg selbst etwas später im Bericht bekräftigt. In Bezug auf das Design der Jubiläums-Edition unterscheiden sich Bloomberg's Prognosen nicht wesentlich von bisherigen Annahmen diverser Analysten und Zulieferer. Das vollflächige 5,8 Zoll-OLED-Display an der Front wird nur oben durch Aussparungen für die Sensoren und die Frontkamera durchbrochen, ein dünnes Stahlskelett hält die beiden Glasflächen vorne und hinten zusammen. Auch Bloomberg geht davon aus, dass das OLED-iPhone erst etwas später als seine beiden Geschwister iPhone 7s und iPhone 7s Plus verfügbar sein wird, das hat auch der KGI-Analyst Ming-Chi Kuo erst gestern ebenfalls prognostiziert.

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Autor: Alexander Fagot,  5.07.2017 (Update:  5.07.2017)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.