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Apple: iPhone 8 nur mit 3D-Gesichtserkennung, ohne Touch ID?

Gesichtserkennung statt Touch ID soll am iPhone 8 für weniger Frustration beim Entsperren sorgen, meint JPMorgan.
Gesichtserkennung statt Touch ID soll am iPhone 8 für weniger Frustration beim Entsperren sorgen, meint JPMorgan.
JPMorgan wirft ein interessantes Gerücht zum kommenden iPhone 8 in die Runde. Apple könnte beim iPhone 8 gänzlich auf Touch ID verzichten und ausschließlich auf 3D-Gesichtserkennung setzen. Auch Augmented-Reality-Anwendungen wären dank des 3D-Laser-Scanners möglich.

Das iPhone 8 und möglicherweise seine beiden Cousins iPhone 7s und iPhone 7s Plus sollen an der Frontseite einen 3D-Laser-Scanner erhalten, der Touch ID, also den Fingerabdrucksensor im Home Button, komplett ersetzt. Das ist die Meinung von Rod Hall, Analyst beim Finanzdienstleister JPMorgan. In seiner jüngsten Arbeit zur Zukunft der Apple-Smartphones berichtet Rod, dass der Scanner etwa 10 bis 15 US-Dollar Aufpreis für Apple bedeute und das iPhone damit teurer in der Produktion mache. Das liegt auf einer Linie mit anderen Analysen, die für das iPhone 8 aufgrund des OLED-Displays und des neuen Gehäuse-Designs aus Stahl und Glas höhere Kosten vorhersagen.

Rod Hall spricht explizit vom Ersatz des Fingerabdrucksensors durch Gesichtserkennung, möglicherweise erspart sich der Konzern dadurch die offenbar schwierig umzusetzende Integration des Fingerabdrucksensors unterhalb des Displays komplett. Der Home Button soll jedenfalls verschwinden, da sind sich bislang alle Analysten einig, wobei die meisten bisher davon ausgingen, dass Touch ID weiterhin verfügbar sein wird. Mit dem 3D-Laser-Scanner hätte Apple auch einen technologischen Vorteil gegenüber der Android-Welt, die bislang, wenn überhaupt, dann auf Iris-Scanner setzt. Auch Augmented Reality-Anwendungen wären damit möglich.

Sobald Apple die 3D-Scanning-API für Entwickler freigibt, was nach Meinung von Rod Hall frühestens 2018 erfolgen soll, könnten Entwickler Spiele und Anwendungen basteln, die die reale Welt um virtuelle Erweiterungen ergänzt, gerade beim Online-Shopping ein potentieller Zukunftsmarkt. Vorerst soll Gesichtserkennung allerdings hauptsächlich das mobile Bezahlen mit Apple Pay sicherer und das Entsperren des iPhones einfacher machen, meint der Analyst. Bereits zum WWDC am 5. Juni könnte Apple in der einen oder anderen Form seine Pläne öffentlich machen, sagte er weiters, was wir ganz auf Linie mit Macrumors allerdings für eher unwahrscheinlich halten. Viel realistischer ist eine Ankündigung im Rahmen des üblichen Launch-Events im September.

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Autor: Alexander Fagot, 17.02.2017 (Update: 17.02.2017)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.