Notebookcheck

Test Schenker XMG U705 (Clevo P771ZM) Notebook

Florian Glaser, Stefanie Voigt, 26.04.2015

Bye bye, TN. Das Clevo P771ZM Barebone ist nach langer Wartezeit endlich auch mit IPS-Panel verfügbar. Grund genug für uns, das Chassis nach dem Test des One K73-5N noch einmal in die Redaktion zu bestellen. Manege frei für das Schenker XMG U705.

Während das baugleiche One K73-5N mit den teuersten CPU- und GPU-Modellen überprüft wurde (Core i7-4790K + GeForce GTX 980M), haben wir uns beim IPS-Update für etwas schwächere Komponenten entschieden. Trotz dem deutlich geringeren Preis rechnet Nividias zweitbester Notebook-Chip, die GeForce GTX 970M, oft nur unwesentlich langsamer als das Topmodell. Gleiches gilt für den Core i7-4790, der sich mit einem Takt von 3,6-4,0 GHz in der Praxis nicht großartig hinter dem 4,0-4,4 GHz flotten i7-4790K einreiht. Die günstigeren CPU-Varianten, welche allesamt aus dem Desktop-Bereich stammen, sind – abgesehen vom 35-Watt-Modell Core i5-4590T (2,0-3,0 GHz) – auch nicht von schlechten Eltern.

Als Grafikkarte dient in der 1.499 Euro teuren Grundkonfiguration die GeForce GTX 965M. Von Letzterer sollte man jedoch Abstand nehmen. Für 92 Euro mehr bietet die GTX 970M eine knapp 30-40 % höhere Leistung. 4 GByte DDR3-RAM und eine 500-GByte-HDD sind für ein High-End-Notebook aus dem Jahr 2015 auch nicht mehr zeitgemäß. Hier sollten es eine SSD oder SSD/HDD-Kombination und mindestens 8-16 GByte sein, was natürlich den Endpreis in die Höhe treibt. Nimmt man alle Komponenten zusammen, schlägt unsere Testausstattung (siehe Datenblatt) mit über 2.400 Euro zu Buche.

Schenker XMG U705
Grafikkarte
NVIDIA GeForce GTX 970M - 6144 MB, Kerntakt: 924 MHz, Speichertakt: 2500 MHz, GDDR5, ForceWare 344.91
Hauptspeicher
16384 MB 
, SO-DIMM DDR3-RAM PC3-12800 (1600 MHz), 2 von 4 Slots belegt, maximal 32 GB
Bildschirm
17.3 Zoll 16:9, 1920 x 1080 Pixel, LG Philips LP173WF4-SPD1 (LGD046C), IPS, Full-HD, spiegelnd: nein
Mainboard
Wildcat Point Z97
Massenspeicher
Samsung SM951 MZHPV256HDGL m.2 PCI-e, 256 GB 
, SSD + WDC Black WD7500BPKX-22HPJT0, 750 GB HDD @7200 rpm. Schächte: 2x M.2 (Typ 2280) & 2x 2,5-Zoll
Soundkarte
Realtek ALC892 @ Intel Wildcat Point PCH - High Definition Audio Controller
Anschlüsse
5 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 HDMI, 2 DisplayPort, 1 Kensington Lock, 1 eSata, Audio Anschlüsse: Kopfhörer, Mikrofon, Line-in, S/PDIF (7.1 out), Card Reader: MMC, RSMMC, SD, mini SD, SDHC, SDXC, 1 Fingerprint Reader, TPM 2.0
Netzwerk
Realtek PCIe GBE Family Controller (10/100/1000MBit), Intel Dual Band Wireless-AC 7265 (a/b/g/h/n/ac), Bluetooth 4.0
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 39 x 418 x 282
Akku
82 Wh Lithium-Ion, 14.8V, P750BAT-8, 8 Zellen, 435 Gramm
Betriebssystem
Microsoft Windows 8.1 Pro 64 Bit
Kamera
Webcam: FHD (2 MP)
Sonstiges
Lautsprecher: 2.1 Onkyo (Sound Blaster X-Fi MB3), Tastatur-Beleuchtung: ja, Netzteil: 230 Watt, Schlüssel-Anhänger, XMG-Aufkleber, Handbuch, Treiber-DVDs (Win 7 & 8.1), Massenspeicher-Zubehör, 24-48 Monate Garantie
Gewicht
3.9 kg, Netzteil: 902 g
Preis
2426 Euro
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Gehäuse

Da der 17-Zoll-Brocken äußerlich identisch zum One K73-5N ist, haben wir auf eine Erläuterung der Kategorien Gehäuse, Ausstattung und Eingabegeräte verzichtet. Sie können die entsprechenden Infos dem alten Test entnehmen. Die Fotos in der Bildgalerie stammen ebenfalls vom One Pendant.

Display

Beim Display ist natürlich der Vergleich zur standardmäßig verbauten TN-Version interessant. Auf den ersten Blick nehmen sich die beiden Panels kaum etwas. Während das Chi Mei N173HGE-L11 des One K73-5N mit einer Leuchtkraft von 308 cd/m², einem Schwarzwert von 0,31 cd/m² und einem Kontrast von 1.035:1 punktet, kommt das LG Philips LP173WF4-SPD1 des XMG U705 auf minimal bessere 317 cd/m², 0,3 cd/m² und 1.110:1.

320
cd/m²
320
cd/m²
338
cd/m²
322
cd/m²
333
cd/m²
327
cd/m²
314
cd/m²
293
cd/m²
289
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 338 cd/m² Durchschnitt: 317.3 cd/m²
Ausleuchtung: 86 %
Helligkeit Akku: 333 cd/m²
Kontrast: 1110:1 (Schwarzwert: 0.3 cd/m²)
ΔE Color 5.24 | 0.6-29.43 Ø6.1
ΔE Greyscale 4.33 | 0.64-98 Ø6.3
83.3% sRGB (Argyll 3D) 55% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
Gamma: 2.14

Größere Unterschiede offenbaren sich in den Farbtests mit der Profi-Software Calman. Im Gegensatz zum TN-Panel, das ohne Kalibrierung sehr stark vom Optimum abweicht und einen Blaustich zeigt, präsentiert sich das IPS-Display als weitaus farbtreuer. Beim Thema Farbraum schrumpfen die Abstände wieder. Mit einer sRGB-Abdeckung von 83 % (Korrektur 20.5.2015 zufolge fehlerhaften Referenz-sRGB-Profils) und einer AdobeRGB-Abdeckung von 55 % orientiert sich das LG Philips am Chi Mei (74 % sRGB, 54 % AdobeRGB).

Schenker XMG U705
LG Philips LP173WF4-SPD1 (LGD046C)
Schenker XMG P705
Chi Mei N173HGE (CMO1720)
Schenker XMG U505
AU Optronics B156HAN01.2 (AUO12ED)
One K73-5N
Chi Mei N173HGE-L11 (CMO1720)
Bildschirm
-36%
5%
-33%
Helligkeit Bildmitte
333
333
0%
250
-25%
321
-4%
Brightness
317
318
0%
245
-23%
308
-3%
Brightness Distribution
86
78
-9%
78
-9%
86
0%
Schwarzwert *
0.3
0.31
-3%
0.23
23%
0.31
-3%
Kontrast
1110
1074
-3%
1087
-2%
1035
-7%
DeltaE Colorchecker *
5.24
11.13
-112%
3.41
35%
10.3
-97%
DeltaE Graustufen *
4.33
11.3
-161%
2.88
33%
10.64
-146%
Gamma
2.14 103%
2.7 81%
2.18 101%
2.74 80%
CCT
6437 101%
14167 46%
6445 101%
13108 50%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
55
54
-2%
59
7%
54
-2%
Color Space (Percent of sRGB)
83.3
90.3
8%

* ... kleinere Werte sind besser

Trotzdem sollten Käufer unbedingt zum IPS-Panel greifen. Zwar wirkt die Oberfläche des TN-Modells etwas matter und ist damit weniger anfällig für Spiegelungen, allerdings hat das N173HGE seit jeher mit einem körnigen Bildeindruck zu kämpfen.

CalMan: Grayscale
CalMan: Grayscale
CalMan: Grayscale (kalibriert)
CalMan: Grayscale (kalibriert)
CalMan: Saturation Sweeps
CalMan: Saturation Sweeps
CalMan: Saturation Sweeps (kalibriert)
CalMan: Saturation Sweeps (kalibriert)
CalMan: ColorChecker
CalMan: ColorChecker
CalMan: ColorChecker (kalibriert)
CalMan: ColorChecker (kalibriert)
Schenker XMG U705 vs. sRGB (Korrektur 20.5.2015)
Schenker XMG U705 vs. sRGB (Korrektur 20.5.2015)
Schenker XMG U705 vs. AdobeRGB
Schenker XMG U705 vs. AdobeRGB

Die Blickwinkel sind im vertikalen Bereich auch deutlich schlechter als beim IPS-Kollegen. Für den Outdoor-Einsatz eignen sich beide Displays gut. Die üppige Leuchtkraft garantiert meist eine tadellose Sichtbarkeit. Nur an extremen hellen Standorten muss man mit größeren Einschränkungen rechnen.

Outdoor-Einsatz
Outdoor-Einsatz
Blickwinkel
Blickwinkel

Leistung

Das Schenker XMG U705 gehört zu den wenigen Notebooks, die nicht auf einen mobilen Prozessor, sondern eine Desktop-CPU vertrauen. Diese sorgt zwar für einen höheren Kühlbedarf, verspricht jedoch auch mehr Leistung. Dank dem 1150er-Sockel lässt sich die CPU austauschen. Ebenso verhält es sich mit der Grafikkarte, die auf MXM-Technik setzt. Apropos Upgrades: Das P771ZM bietet gleich vier Massenspeicherslots (2x M.2 + 2x 2,5 Zoll). Hinzu kommen vier DDR3-RAM-Bänke für maximal 32 GByte.

Systeminformationen Schenker XMG U705

Prozessor

Beim Prozessor erwartet den Kunden besonders viel Auswahl. Während die Chips aus der Corei5-Reihe kein Hyper Threading unterstützen, können die Mitglieder der i7 Familie bis zu acht Threads gleichzeitig bearbeiten. Einen Support für Intels Turbo-Boost-Technik (automatische Übertaktung) bringen alle Produkte mit. Ansonsten weichen die CPUs hauptsächlich bei den Taktraten und der TDP voneinander ab. Letztere variiert zwischen 35 und 88 Watt, was auf sehr unterschiedliche Messergebnisse hindeutet.

Single-Core Rendering
Single-Core Rendering
Multi-Core Rendering
Multi-Core Rendering
CPU- & GPU-Belastung
CPU- & GPU-Belastung

Unser Testgerät wurde vom 84-Watt-Modell Core i7-4790 angetrieben, das – wie eingangs erwähnt – mit 3,6-4,0 GHz taktet. Sofern man das XMG U705 keinem Volllast-Szenario aussetzt, ist der Turbo auch bei härteren Aufgaben aktiv (man vergleiche die oberen Screenshots).

Cinebench R11.5 CPU Single 64Bit
1.79 Points
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
8.32 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
75.04 fps
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
159 Points
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
765 Points
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
132.16 fps
Hilfe

Leistungstechnisch sortiert sich der Core i7-4790 zwischen dem Core i7-4790S und dem Core i7-4790K ein. Sowohl im Cinebench R11.5 als auch im Cinebench R15 beträgt der Vorsprung respektive Rückstand jedoch höchstens 10 %. Eine der beliebtesten Notebook-CPUs, der 2,6-3,6 GHz flotte Core i7-4720HQ, fällt im Schnitt über 10 % zurück. Bei Games halten sich die Auswirkungen in Grenzen. Zu größeren Performance-Unterschieden kommt es – wenn überhaupt – nur in niedrigen bis mittleren Settings. Hinweis: Eine Grafikumschaltung (Nvidia Optimus) hat sich der Hersteller gespart. Die im Prozessor verbaute HD Graphics 4600 ist deshalb inaktiv.

Cinebench R15
CPU Single 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Schenker XMG U705
Intel Core i7-4790
159 Points ∼73%
Schenker XMG P705
Intel Core i7-4720HQ
140 Points ∼64% -12%
Schenker XMG U505
Intel Core i7-4790S
150 Points ∼69% -6%
One K73-5N
Intel Core i7-4790K
175 Points ∼80% +10%
CPU Multi 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Schenker XMG U705
Intel Core i7-4790
765 Points ∼17%
Schenker XMG P705
Intel Core i7-4720HQ
673 Points ∼15% -12%
Schenker XMG U505
Intel Core i7-4790S
714 Points ∼16% -7%
One K73-5N
Intel Core i7-4790K
836 Points ∼19% +9%
Cinebench R11.5
CPU Single 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Schenker XMG U705
Intel Core i7-4790
1.79 Points ∼73%
Schenker XMG P705
Intel Core i7-4720HQ
1.61 Points ∼66% -10%
Schenker XMG U505
Intel Core i7-4790S
1.72 Points ∼70% -4%
One K73-5N
Intel Core i7-4790K
1.94 Points ∼80% +8%
CPU Multi 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Schenker XMG U705
Intel Core i7-4790
8.32 Points ∼31%
Schenker XMG P705
Intel Core i7-4720HQ
7.26 Points ∼27% -13%
Schenker XMG U505
Intel Core i7-4790S
7.78 Points ∼29% -6%
One K73-5N
Intel Core i7-4790K
9.13 Points ∼34% +10%

System Performance

Wenn man die Spezifikationen des Testgeräts betrachtet, überrascht es nicht, dass das XMG U705 zu den potentesten High-End-Laptops auf dem Markt gehört. Mit 6.847 Punkte schnappt sich das knapp vier Kilogramm schwere Monster im PCMark 7 den zweiten Platz aller bisher getesteten Notebooks (6.860 Punkte @One K73-5N). Selbst das MSI GT80, welches in der Topvariante über einen Core i7-4980HQ, 32 GByte RAM, vier SSDs und zwei GeForce GTX 980Ms im SLI-Modus verfügt, kann mit 6.624 Punkten nicht an die Konfiguration heranreichen.

PCMark 7 Score
6847 Punkte
Hilfe
PCMark 7 - Score (nach Ergebnis sortieren)
Schenker XMG U705
GeForce GTX 970M, 4790, Samsung SM951 MZHPV256HDGL m.2 PCI-e
6847 Points ∼80%
Schenker XMG P705
GeForce GTX 965M, 4720HQ, Kingston SM2280S3120G
6075 Points ∼71% -11%
Schenker XMG U505
GeForce GTX 970M, 4790S, Plextor PX-G256M6e
6411 Points ∼75% -6%
One K73-5N
GeForce GTX 980M, 4790K, Samsung SSD 840 EVO 500GB
6860 Points ∼80% 0%

Massenspeicher

Eines der größten Highlights des P771ZM Barebones ist die Möglichkeit, eine SSD auf PCI-Express-Basis zu nutzen. Diese Option ließen wir uns nicht entgehen. Mit der 256-GByte-Version der Samsung SM951 musste es natürlich eines der teuersten und schnellsten Produkte sein. Im AS SSD Benchmark kam das PCIe-x4-Modell auf grandiose 1.388 MB/Sek beim sequentiellen Lesen und 1.154 MB/Sek beim sequentiellen Schreiben. Weder der PCIe-x2-Kontrahent Plextor M6e (XMG U505) noch die RAID-Verbünde der meisten MSI- und Gigabyte Notebooks (GS70, GT72, P37X, …) sind in der Lage, die Samsung SM951 zu überholen. Kleine Dateien im 4K-Bereich bearbeitet das XMG U705 auch sehr flott, wobei die PCI-Express-Technik hier kaum Vorteile gegenüber einer klassischen SSD mit SATA-III-Interface bringt (limitiert sequentiell ab etwa 500 MB/Sek).

Samsung SM951 MZHPV256HDGL m.2 PCI-e
Sequential Read: 1420 MB/s
Sequential Write: 1266 MB/s
512K Read: 997.2 MB/s
512K Write: 1046 MB/s
4K Read: 45.24 MB/s
4K Write: 121.1 MB/s
4K QD32 Read: 363.6 MB/s
4K QD32 Write: 338.1 MB/s

Grafikkarte

Mit 1.280 CUDA-Cores und einem Speicher–Interface von 192 Bit platziert Nvidia die GeForce GTX 970M mittig zwischen der GTX 965M (1.024 Shader, 128-Bit-Interface) und der GTX 980M (1.536 Shader, 256-Bit-Interface). Bisherige Test haben jedoch gezeigt, dass die Performance eher in Richtung des Spitzenmodells tendiert. Top: Anders als viele Hersteller verwendet Barebone Produzent Clevo nicht die 3-GByte-, sondern die 6-GByte-Version der GTX 970M. GTX 965M und GTX 980M sind mit 4 respektive 8 GByte auch reichhaltig bestückt und sollten die kommenden Jahre genügend Reserven bereithalten. Neben Watch Dogs, Shadow of Mordor und Wolfenstein: The New Order freut sich auch GTA V über möglichst viel VRAM.

Wenn es um die Taktraten geht, können wir dem XMG U705 zumindest im normalen 3D-Betrieb nichts vorwerfen. Selbst nach einer längeren Beanspruchung durch die GPU-Folter Unigine Heaven 4.0 erreichte die GTX 970M ihre vollen 1.038 MHz (GPU Boost von standardmäßig 924 MHz). Zwar trat im Stresstest mit den Tools Furmark und Prime eine Drosselung auf knapp 700 MHz auf, dieses Problem betrifft jedoch einige High-End-Notebooks, zumal das Szenario etwas unrealistisch ist.

3DMark 11 Performance
9719 Punkte
3DMark Ice Storm Standard Score
152470 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
22537 Punkte
3DMark Fire Strike Score
6667 Punkte
Hilfe

Die Benchmark-Ergebnisse fielen allesamt überzeugend aus. Anhand der unteren Tabelle können Sie erkennen, dass das XMG U705 etwa auf dem Niveau des 15-Zoll-Bruders liegt (wurde ebenfalls mit GTX 970M getestet). Der Aufpreis zur GTX 980M lohnt sich nur für passionierte Gamer, die bei der Bildqualität das Maximum erwarten.

3DMark
1920x1080 Fire Strike Score (nach Ergebnis sortieren)
Schenker XMG U705
NVIDIA GeForce GTX 970M
6667 Points ∼25%
Schenker XMG P705
NVIDIA GeForce GTX 965M
4810 Points ∼18% -28%
Schenker XMG U505
NVIDIA GeForce GTX 970M
6644 Points ∼25% 0%
One K73-5N
NVIDIA GeForce GTX 980M
8624 Points ∼32% +29%
1280x720 Sky Diver Score (nach Ergebnis sortieren)
Schenker XMG U705
NVIDIA GeForce GTX 970M
19676 Points ∼34%
Schenker XMG P705
NVIDIA GeForce GTX 965M
15139 Points ∼26% -23%
Schenker XMG U505
NVIDIA GeForce GTX 970M
19380 Points ∼33% -2%
One K73-5N
NVIDIA GeForce GTX 980M
23467 Points ∼40% +19%
3DMark 11 - 1280x720 Performance (nach Ergebnis sortieren)
Schenker XMG U705
NVIDIA GeForce GTX 970M
9719 Points ∼31%
Schenker XMG P705
NVIDIA GeForce GTX 965M
7249 Points ∼23% -25%
Schenker XMG U505
NVIDIA GeForce GTX 970M
9629 Points ∼31% -1%
One K73-5N
NVIDIA GeForce GTX 980M
11788 Points ∼38% +21%

Gaming Performance

Nicht zuletzt dank der modernen Maxwell Architektur ist die GTX 970M flott genug, um fast alle Spiele in höchsten Details wiederzugeben. Nur extrem anspruchsvolle Games wie GTA V und Assassin's Creed Unity laufen in Ultra-Settings nicht flüssig. Normalerweise packt der High-End-Chip jeden Titel mit vollen Details und aktiver Kantenglättung. Erst bei extrem hohen Auflösungen im 3K- und 4K-Bereich würde die GTX 970M häufig ins Stottern kommen. Achtfache Kantenglättung ist auch nicht immer möglich.

min. mittel hoch max.
Watch Dogs (2014) 5136.5fps
GRID: Autosport (2014) 143.486.4fps
Sims 4 (2014) 114.998.2fps
Fifa 15 (2014) 262.6211.7fps
Alien: Isolation (2014) 109.476.6fps
Assassin's Creed Unity (2014) 39.122.7fps
Far Cry 4 (2014) 63.248.3fps
Evolve (2015) 63.756fps
Battlefield Hardline (2015) 85.653.4fps
GTA V (2015) 69.428.1fps

Emissionen

Geräuschemissionen

Dass die GeForce GTX 970M nicht so ressourcenfordernd wie die GTX 980M ist, sieht man am maximalen Geräuschpegel: Statt 52 dB(A), welche das One K73-5N als Höchstwert erreichte, waren es beim XMG U705 nur 45 dB(A). Im 3DMark 06, der inzwischen recht betagt ist, rotierte das Dual-Fan-System mit identischen 44 dB(A). Im Idle-Betrieb machte sich beim Testgerät vor allem die Festplatte bemerkbar. Die Western Digital Black zählt mit einer Lautstärke von rund 33 dB(A) nicht zu den leisesten Vertretern ihrer Zunft. Dafür arbeitet das 750-GByte-Modell auch mit 7.200 U/Min.

Prima: Wenn das Notebook überhaupt nicht beansprucht wird, schalten sich Kühlung und HDD nach einer Weile ab, was zu einem geräuschlosen Betrieb führt. Ein zwischenzeitliches Auftouren der Lüfter, wie man es von anderen Clevo Barebones kennt, gibt es beim P771ZM nur selten. Angesichts der Desktop-CPU hätte manch einer wohl mit einer höheren Geräuschentwicklung gerechnet. Das massive Kühlsystem, welches aus mehreren Heatpipes besteht, leistet erstaunlich gute Arbeit.

Schenker XMG U705
Schenker XMG P705
Schenker XMG U505
One K73-5N
Geräuschentwicklung
-2%
-2%
-4%
aus / Umgebung *
Idle min *
29.2
29.9
-2%
32
-10%
30.4
-4%
Idle avg *
32.6
32
2%
32.3
1%
31.2
4%
Idle max *
33.2
36.7
-11%
34.8
-5%
34.6
-4%
Last avg *
44.2
42.8
3%
42
5%
44.2
-0%
Last max *
45.4
46.4
-2%
45.2
-0%
52
-15%

* ... kleinere Werte sind besser

Lautstärkediagramm

Idle
29.2 / 32.6 / 33.2 dB(A)
HDD
33.6 dB(A)
Last
44.2 / 45.4 dB(A)
  red to green bar
 
 
30 dB
leise
40 dB(A)
deutlich hörbar
50 dB(A)
störend
 
min: dark, med: mid, max: light   Voltcraft sl-320 (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

Stresstest
Stresstest

Die Temperaturen wissen nicht ganz so zu überzeugen. Aufgrund der Tatsache, dass die Lüfter im Idle-Modus oft stillstehen und keine Grafikumschaltung vorhanden ist, erwärmt sich das Chassis bereits ohne Last spürbar. Während andere Gaming Notebooks im Leerlauf unter 30 °C bleiben (z. B. das Medion Erazer X7835), kommt die Testkonfiguration des XMG U705 auf einen Mittelwert von 34 °C (oben) respektive 36 °C (unten). Dem One K73-5N konnten wir ein paar Grad weniger entlocken. Grund dürfte die fehlende HDD sein.

Doch zurück zum XMG U705: Mit durchschnittlich 39 °C auf der Oberseite und 42 °C auf dem Boden ist das 17-Zoll-Notebook unter Volllast weder kühl noch extrem heiß. Die maximal gemessenen 55 °C treten zum Glück nur im hinteren Drittel auf. Für einen Einsatz auf dem Schoß wurde das P771ZM Barebone generell nicht konzipiert. Spannend sind natürlich auch die Hardware-Temperaturen. Obwohl der Core i7-4790 im Stresstest leichte drosselte, sprach der CPUID HWMonitor von bis zu 100 °C, was selbst im Gaming-Bereich happig ist. Die GeForce GTX 970M lief mit einer Höchsttemperatur von 75 °C wesentlich entspannter.

Schenker XMG U705
Schenker XMG P705
Schenker XMG U505
One K73-5N
Hitze
16%
2%
4%
Last oben max *
46.6
47.3
-2%
46.7
-0%
44.3
5%
Last unten max *
55
47.9
13%
53.2
3%
54
2%
Idle oben max *
38.8
29.7
23%
39.1
-1%
36.6
6%
Idle unten max *
40
28.1
30%
38.5
4%
38.6
3%

* ... kleinere Werte sind besser

Max. Last
 45.5 °C46 °C41.8 °C 
 46.6 °C46.4 °C36.5 °C 
 31.7 °C32.3 °C25.9 °C 
Maximal: 46.6 °C
Durchschnitt: 39.2 °C
53.5 °C55 °C49.8 °C
52.1 °C48.4 °C36.2 °C
23.5 °C25 °C34.6 °C
Maximal: 55 °C
Durchschnitt: 42 °C
Netzteil (max.)  59.1 °C | Raumtemperatur 22 °C | Voltcraft IR-900
(-) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 39.2 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Gaming auf 33.1 °C.
(-) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 46.6 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 39.5 °C (von 21.6 bis 68.8 °C für die Klasse Gaming).
(-) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 55 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 42 °C).
(±) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 34.4 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 33.1 °C.
(+) Die Handballen und der Touchpad-Bereich erreichen maximal 33.1 °C und damit die typische Hauttemperatur und fühlen sich daher nicht heiß an.
(-) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 28.8 °C (-4.3 °C).

Lautsprecher

Beim Soundsystem möchten wir Sie an den Test des One K73-5N verweisen.

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Da sich die Display-Helligkeit beim Testgerät nicht reduzieren ließ, kann man die Energiewerte im Idle-Modus nur bedingt mit dem One K73-5N vergleichen. 38,3-44,4 Watt werden von einem Optimus Gerät mit Notebook-CPU jedenfalls deutlich unterboten (12,8-28,7 Watt @XMG P705). Im 3D-Betrieb ist der Sprung zu einem Standard-Gamer nicht ganz so groß. Knapp 120 Watt bei der ersten Szene des 3DMark 06 und bis zu 221 Watt unter Volllast sind für Laptop-Verhältnisse zwar recht viel, ein waschechter Desktop-PC würde jedoch mehr schlucken.

Schenker XMG U705
Schenker XMG P705
Schenker XMG U505
One K73-5N
Stromverbrauch
40%
4%
-10%
Idle min *
38.3
12.8
67%
32.8
14%
35.2
8%
Idle avg *
38.8
20.4
47%
38.5
1%
41.3
-6%
Idle max *
44.4
28.7
35%
48.3
-9%
47.3
-7%
Last avg *
119.3
91.2
24%
111.9
6%
144.2
-21%
Last max *
221.4
157.5
29%
202.7
8%
275.9
-25%

* ... kleinere Werte sind besser

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.1 / 0.4 Watt
Idledarkmidlight 38.3 / 38.8 / 44.4 Watt
Last midlight 119.3 / 221.4 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Voltcraft VC 940

Akkulaufzeit

Wegen der fehlenden Grafikumschaltung fallen die Laufzeiten sehr dürftig aus: 1,5 bis maximal 2,5 Stunden sprechen gegen eine mobile Nutzung. Kein Wunder, ist das P771ZM-Barebone doch als Desktop Replacement gedacht. Immerhin muss man Clevo zugute halten, dass die Akkukapazität nicht vernachlässigt wurde. 82 Wh können sich definitiv sehen lassen. Notebooks mit Optimus Technik halten trotz schwächerer Akkus meist ein paar Stunden länger durch.

Schenker XMG U705
Schenker XMG P705
Schenker XMG U505
One K73-5N
Akkulaufzeit
32%
4%
5%
Idle
138
236
71%
150
9%
161
17%
Last
91
84
-8%
89
-2%
84
-8%
Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
2h 18min
Last (volle Helligkeit)
1h 31min

Fazit

Pro

+ CPU und GPU austauschbar
+ Kundenfreundliche Wartung
+ Bis zu vier Massenspeicher
+ Große Handballenauflage
+ Hochwertiges IPS-Panel
+ Sehr viele Anschlüsse
+ Beleuchtete Tastatur
+ Erstklassige Leistung
+ Freie Konfiguration
+ Keine Bloatware
+ PCIe-x4-SSD
+ Guter Klang

Contra

- Throttling unter Volllast
- Magere Akkulaufzeit
- Happiger Verbrauch
- Wuchtiges Netzteil
- Hohes Gewicht
Schenker XMG U705
Schenker XMG U705

"Kompromisslose Power", so könnte man das XMG U705 in einem Satz zusammenfassen.

Wie das baugleiche One K73-5N besticht das 17-Zoll-Notebook durch extrem leistungsstarke Komponenten, die in einem sehr wuchtigen, aber auch komfortabel zu wartenden Chassis stecken. Neben der austauschbaren CPU und GPU wären auf der positiven Seite die vielen RAM- und Festplattenslots zu nennen. Bei der Anschlussausstattung, dem Sound und den Eingabeinstrumenten muss sich das P771ZM Barebone ebenfalls keine Kritik anhören. Als weiterer Pluspunkt entpuppt sich die bloatwarefreie Windows Installation.

Nachbessern sollte Gehäusehersteller Clevo am Taktverhalten unter Volllast. Ohne Throttling in Extremsituationen würde uns der 17-Zöller noch besser gefallen. Das wuchtige Netzteil, der enorme Verbrauch und die magere Akkulaufzeit lassen sich mit der Desktop-CPU und dem Verzicht auf eine Grafikumschaltung begründen. Wem knapp vier Kilogramm nicht zu schwer sind, darf jedoch ruhigen Gewissens zuschlagen. Dank IPS-Panel ergattert das P771ZM Barebone jetzt auch ein »Sehr Gut« als Gesamtnote.

Schenker XMG U705 - 26.04.2015 v4(old)
Florian Glaser

Gehäuse
74 / 98 → 76%
Tastatur
85%
Pointing Device
85%
Konnektivität
78 / 81 → 96%
Gewicht
51 / 10-66 → 73%
Akkulaufzeit
66%
Display
88%
Leistung Spiele
98%
Leistung Anwendungen
100%
Temperatur
75 / 95 → 79%
Lautstärke
74 / 90 → 82%
Audio
85%
Durchschnitt
80%
88%
Gaming - gewichteter Durchschnitt
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Autor: Florian Glaser (Update: 15.05.2018)
Florian Glaser
Florian Glaser - Managing Editor Gaming
In den frühen 90er-Jahren mit MS-DOS und Windows 3.1 aufgewachsen entdeckte ich schon im Kindesalter mein Interesse für den Bereich Computer. Speziell Computerspiele strahlten bereits damals eine große Faszination auf mich aus. Von Monkey Island über Lands of Lore bis hin zu Doom wurde alles gezockt, was man so unter die Finger bekam. Für Notebookcheck bin ich seit 2009 tätig mit Schwerpunkt auf leistungsstarke Gaming-Notebooks.