Notebookcheck

Test Dell Latitude 12 E7250 Ultrabook

Der Karbonzwerg. Wer kein Tablet mag und wem ein Smartphone zu klein ist, der bekommt mit dem 12,5-Zoll-Ultrabook Dell Latitude 12 E7250 ein vollwertiges Business Notebook im Handtaschenformat. Mal schauen, was in dem kleinen Gehäuse steckt.

im Test: Dell Latitude 12 E7250

Wer sich fragt, wann wohl der Nachfolger seines Lieblings-Notebooks erscheint, der muss sich meist nur die Veröffentlichungsdaten der nächsten Intel Prozessorgeneration anschauen: Sobald die neuen CPUs verfügbar sind, bringen die Hersteller meist auch erste Geräte auf den Markt. Im Januar war es wieder soweit: Intel stellte seine neue Prozessorgeneration mit dem Namen Broadwell vor, die besonders schlanke Notebooks befeuert. Passend dazu veröffentlicht Dell einige neue Notebooks im Business-Bereich, so haben wir vor Kurzem das Dell Latitude 12 E5250 getestet.

Heute schauen wir uns das noch etwas exklusivere Latitude 12 E7250 aus der 7000er-Serie und damit Dells höchster Qualitätsstufe an. Beeindrucken soll der kleine Rechner vor allem Business-Kunden mit seinem Karbondeckel, Touchscreen, erweiterten Sicherheits-Features und hoher Gehäusestabilität nach Militärstandards.

Zum Vergleich ziehen wir das Latitude 12 E5250 heran, es wird spannend zu sehen, wo die Unterschiede liegen. Vor anderthalb Jahren haben wir außerdem den Vorgänger getestet: das Dell Latitude 12 E7240. HP EliteBook 820 G1 und Lenovo ThinkPad X240 kommen ebenso als Vergleichsgeräte in Frage wie das Asus ASUSPRO Advanced BU201LA-DT036G.

Gehäuse

Das Gehäuse besteht aus hochwertigen Materialien wie Karbon, Magnesium und Alu.
Das Gehäuse besteht aus hochwertigen Materialien wie Karbon, Magnesium und Alu.

Beim Gehäuse fährt Dell hochwertige Materialien auf, wie es sich für ein Business Ultrabook jenseits der 1.400-Euro-Marke gehört: Ein "Tri-Metall-Gehäuse" aus Magnesium und Aluminium und bei unserem Testgerät mit Touchscreen sogar ein Deckel aus verwobenen Karbonfasern sorgen für eine hochwertige Anmutung. Zudem sind Deckel und Handballenablage mit einer Soft-Touch-Oberfläche versehen, so dass sie einerseits griffig und andererseits auch angenehm anzufassen sind. An der Vorderseite wird der Touchscreen durch Gorilla Glass 3 geschützt.

Dell gibt für seine Serie-7000er-Ultrabooks an, dass sie "strengen Testbedingungen gemäß MIL-STD-810G" standhalten. Da allerdings unter diese Norm der US-Army zahlreiche Tests von der Beschleunigung über Beschuss bis hin zu säurehaltigen Umgebungen fallen, und außerdem der Hersteller selbst entscheiden kann, welche Tests er durchführt, lässt sich nicht genau sagen, was die Ultrabooks jetzt genau abkönnen. Ein Beispiel ist wohl, dass die Laptops 120 Stunden in einem Auto im direkten Sommersonnenlicht aushalten sollen.

In jedem Fall ist das Chassis rundum sehr stabil und wertig gebaut, die Handballenablage gibt zwar auf Druck leicht nach, das hält sich aber in Grenzen und ist durchaus nicht unangenehm, wenn man dort den ganzen Arbeitstag die Hände liegen hat. Nur wenn man den Bildschirm stark verwindet, zeigen sich leichte Bildstörungen; Druck von vorne oder hinten macht dem Panel hingegen nichts aus.

Das Design ist businesstypisch eher zurückhaltend, die sichtbar verwobenen Karbonfasern auf dem Deckel sind bei unserem Testgerät ein kleines Highlight. Abgerundete Ecken und abgeschliffene Kanten machen das Notebook schick und angenehm anzufassen. Der Bereich um die Tastatur sieht dem günstigeren Latitude 12 E5250 übrigens sehr ähnlich.

Mit 19,4 Millimeter Höhe ist das Dell Latitude 12 E7250 etwas schlanker als sein Vorgänger, immerhin 3,6 Millimeter dünner als das Latitude 12 E5250 und unter den Vergleichsgeräten insgesamt das dünnste. Allerdings sind die teils minimalen Unterschiede hier in der Dicke zwischen den Vergleichsgeräten im Alltag wohl kaum spürbar. Eher schon das Gewicht: Hier kann das Latitude 12 E7250 ebenfalls Maßstäbe setzen und erreicht mit nur 1,25 Kilogramm das geringste Gewicht unter den Vergleichsgeräten. Unser Testsample brachte allerdings dank Touchscreen und 4-Zellen-Akku dann doch 1,5 Kilogramm auf die Waage.

Ausstattung

Im Vergleich zum Vorgänger, dem Latitude 12 E7240, hat sich bei den Anschlüssen recht wenig getan: Von den vier Seiten betrachtet sieht alles noch so aus wie beim Vorgänger, allerdings wurde der Hardware-WLAN-Schalter an der linken Seite wegrationalisiert. Ein Smartcard Reader mit NFC-Support und ein Fingerabdruckleser sind in unserem diesmaligen Testgerät bereits eingebaut, waren aber früher auch schon gegen Aufpreis verfügbar.

Dells Ultrabook besitzt als echtes Businessgerät natürlich auch einen Dockingport, auf den muss man bei anderen Herstellern, außer bei Asus, aber auch nicht verzichten. Kleiner Makel: Das Latitude 12 E5250 besitzt keinen VGA-Anschluss, dafür gibt es einen Mini-DisplayPort und einen HDMI-Anschluss, Letzteren bekommt man bei den Vergleichsgeräten nicht.

Insgesamt ist die Anschlussausstattung durchaus angemessen, und den fehlenden VGA-Port braucht man ohnehin meist am Platz, wo eine Dockingstation bereitgestellt werden kann.

Rückseite: LAN, HDMI, 2x USB 3.0, Stromanschluss
Rückseite: LAN, HDMI, 2x USB 3.0, Stromanschluss
Vorderseite: Lautsprecher
Vorderseite: Lautsprecher
links: Lüftungsgitter, SmartCard Reader
links: Lüftungsgitter, SmartCard Reader
rechts: SD-Reader, Audiokombiport, USB 3.0, Mini-DisplayPort, Kensington Lock
rechts: SD-Reader, Audiokombiport, USB 3.0, Mini-DisplayPort, Kensington Lock

Kommunikation

Sie haben Angst, dass Sie bei einem kleinen Ultrabook bestimmt keine LAN-Buchse bekommen? Brauchen Sie zumindest im Business-Segment nicht zu haben: Alle Vergleichsgeräte und auch das Latitude 12 E7250 haben schnelles Gigabit-LAN an Bord. Dazu gesellt sich WLAN nach allen aktuellen Standards bis hin zum sehr schnellen 802.11ac und Bluetooth 4.0.

Der WLAN-Empfang ist sehr gut: In zehn Metern Entfernung zum Router und durch drei Wände ist die volle Signalstärke verfügbar, der Seitenaufbau geht sehr schnell vonstatten. Noch einmal drei Meter weiter und durch eine weitere Wand kommen noch 4/5 der Signalstärke durch, der Seitenaufbau ist dann kaum langsamer.

Ein WWAN-Modul lässt sich übrigens auf Wunsch ebenfalls einbauen, so dass man auch unterwegs fast immer Zugriff auf das Internet hat.

Sicherheit 

Nachdem heutzutage sogar bei Smartphones Fingerabdrucksensoren verbaut werden, muss ein echtes Business-Ultrabook natürlich auch mit einem Fingerabdruckleser ausgestattet sein. Der erlaubt es, den gesperrten Computer wieder zu entsperren und kann auch in anderen gesicherten Anwendungen als Zugangsmedium verwendet werden. Auch SmartCards können als Zugriffssicherung für den Laptop verwendet werden, sogar kontaktlos lässt sich der Laptop damit entsperren. Links findet sich aber auch ein Einschub für die Karte. Sowohl SmartCard Reader als auch Fingerring Reader sind serienmäßig an Bord, können aber abbestellt werden, was die Konfiguration um bis zu 17 Euro vergünstigt.

Dell Data Protection | Encryption ist ein Softwareservice, den Dell anbietet und der es ermöglicht, Daten auf dem Rechner, aber auch im Netzwerk, auf mobilen Geräten und sogar in der Cloud zu verschlüsseln und vor fremdem Zugriff zu schützen. Allerdings muss man den Service pro Jahr bezahlen: Das kann bis zu 62 Euro je Gerät kosten.

Mit DDP | Protected Workspace ist es möglich, Software (beispielsweise den Browser oder Dateien aus Mailanhängen) in einem abgeschotteten Rahmen zu öffnen, so dass eventuelle Spy- oder Malware nicht auf das System übergreifen kann.

Außerdem lassen sich die Geräte natürlich zentral warten, beispielsweise können BIOS-Updates aufgespielt oder Festplatten gelöscht werden. Das Ganze funktioniert weltweit, solange das Gerät Internetanschluss hat und sogar, wenn es ausgeschaltet ist. Außerdem gibt es mit der Dell Client Command Suite kostenlose Automatisierungstools für häufig genutzte Verwaltungsaufgaben.

Zubehör

In der Packung findet sich außer dem Notebook nur ein kompaktes und schön designtes Netzteil. Zubehör kann man allerdings bei Dell erwerben: Einerseits lässt sich der fehlende VGA-Port unterwegs durch einen Adapter für den Mini-DisplayPort ausgleichen, wofür circa 30 Euro fällig sind. Auch einen sogenannten "Power Companion" bietet Dell an, das ist ein externer Akku, über den sich beispielsweise das Notebook unterwegs aufladen lässt, und der 12 Ah an Leistung bietet. 120 Euro muss man dafür bezahlen. Auch Blickschutzfilter für circa 30 Euro sind verfügbar.

Für um die 250 Euro ist außerdem ein Port-Replikator verfügbar – eine Dockingstation, die zusätzliche Anschlüsse auf dem Schreibtisch bereitstellt. Außerdem können ein stationärer Monitor, eine große Tastatur und eine Maus angeschlossen werden und müssen dann nicht immer mit dem Notebook mitgenommen werden. Über einen Anschluss an der Unterseite des Notebooks wird das Dell Latitude 12 E7250 einfach in den Port-Replikator eingeklinkt. Hier sind dann auch VGA-Ports und sogar ältere serielle und PS/2-Anschlüsse verfügbar.

vielfältige Wartungsmöglichkeiten (Bild: Dell Latitude 12 E7240 mit identischem Aufbau)
vielfältige Wartungsmöglichkeiten (Bild: Dell Latitude 12 E7240 mit identischem Aufbau)

Wartung

Der innere Aufbau hat sich im Vergleich zum Vorgänger, dem Dell Latitude 12 E7240, nicht verändert. Der Akku lässt sich von außen entfernen und nimmt etwas die halbe Unterseite ein, die andere Hälfte verbirgt eine Wartungsklappe, die man durch das Entfernen von nur zwei Schrauben öffnen kann. Dann hat man für so ein kleines Gerät überraschend umfassenden Zugriff auf den Arbeitsspeicher, die SSD, die BIOS-Batterie, den Lüfter und das WLAN- und optionale WWAN-Modul. Arbeitsspeicher und SSD lassen sich relativ problemlos austauschen. Leider wurde unser Testgerät beim Öffnen durch eine Unachtsamkeit beschädigt, so dass das Bild vom Dell Latitude 12 E7240 stammt, dessen Innenleben identisch aufgebaut ist.

Garantie

Im Preis auf der Website sind 36 Monate Pro-Support inklusive. Wer sich allerdings für 3 Jahre Standard-Support entscheidet, kann deutlich über 100 Euro sparen. Dafür verzichten Sie dann auf Support rund um die Uhr, einen zentralen Ansprechpartner sowie Reparatur vor Ort. Auch 4 oder 5 Jahre Pro-Service sind möglich. Dafür sind 65 oder 129 Euro Aufpreis fällig. Wer den Standard-Support wählt, zahlt wesentlich weniger.

Eingabegeräte

Tastatur

Die Tastatur muss sich etwas einschränken in dem kleinen 12,5-Zoll-Gehäuse des Latitude 12 E7250, allerdings schafft es Dell dennoch, ein gutes Schreibgerät in sein Ultrabook zu integrieren. Das liegt zum einen an den Tasten mit 1,5 Zentimeter Seitenlänge und 3 Millimeter Abstand: Sie sind leicht nach innen gewölbt, haben einen etwas kurzen Hub, dafür aber einen weichen und sehr angenehmen Anschlag. Auch das Feedback, das sie vermitteln, ist sehr deutlich. Übrigens: Unser Testgerät hatte eine Tastatur im englischen Layout, Sie können im Onlineshop auch Tastaturen in anderen Layouts (beispielsweise deutsch) oder ohne Hintergrundbeleuchtung wählen. Bei letzterer Option werden circa 20 Euro vom Kaufpreis abgezogen.

Ein Ziffernblock ist nur über die Zweitbelegung von Tasten in Kombination mit der "Fn"-Taste verfügbar und verwirrt eher durch die doppelte Beschriftung der Tasten. Die Funktions-Keys sind ebenfalls als Kombination mit der "Fn"-Taste ausgelegt und sehr zahlreich: So kann man beispielsweise das Mikrofon ausschalten oder die Tastaturbeleuchtung in zwei Stufen regeln.

Touchpad

Schön, dass Dell dem Latitude E7250 ein vollwertiges Touchpad mit zwei abgesetzten Tasten spendiert. Mit 11,5 Zentimeter ist der Durchmesser außerdem recht groß, einen Trackpoint wie beim größeren Latitude 14 E7450 gibt es beim 12,5-Zoll-Modell aber leider nicht. Die Oberfläche ist leicht angerauht, dennoch sehr gleitfreudig. Multitouch-Gesten werden zuverlässig umgesetzt. Die beiden Tasten sitzen fest im Gehäuse und geben gutes Feedback über den Tastendruck, allerdings sind sie etwas laut.

Touchscreen

Der Touchscreen in unserem Modell ist nur eine Option, es gibt auch matte Bildschirme ohne Touchfunktion. Mit dem berührungsempfindlichen Bildschirm lässt sich das Notebook ebenfalls gut bedienen, alle Touch-Eingaben werden zuverlässig erkannt. Die Oberfläche ist angenehm gleitfähig.

Tastatur
Tastatur
Touchpad
Touchpad
Touchscreen
Touchscreen

Display

Wer ein Full-HD-Display im Latitude 12 E7250 haben möchte, der muss zum Modell mit Touchscreen greifen, das wir auch als Testgerät bekommen haben. Die matten Displays haben nur eine Auflösung von 1.366 x 768 Pixel, was angesichts der Größe von 12,5 Zoll aber auch ausreichen dürfte. Mit Full-HD wirkt das Bild auf dem Screen sehr scharf.

Es gibt unter den Vergleichsgeräten zweifellos hellere Bildschirme, mit 360 cd/m² als Maximum ist unser Testgerät aber dem Vorgänger Latitude 12 E7240 und dem günstigeren Latitude 12 E5250 durchaus überlegen. Die Ausleuchtung ist mit 81 % einigermaßen genau, allerdings lassen sich bei großen schwarzen oder hellen Flächen Helligkeitsunterschiede mit bloßem Auge feststellen.

321
cd/m²
341
cd/m²
342
cd/m²
338
cd/m²
360
cd/m²
334
cd/m²
329
cd/m²
316
cd/m²
290
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 360 cd/m² Durchschnitt: 330.1 cd/m²
Ausleuchtung: 81 %
Helligkeit Akku: 360 cd/m²
Kontrast: 679:1 (Schwarzwert: 0.53 cd/m²)
ΔE Color 5.58 | 0.4-29.43 Ø6.3
ΔE Greyscale 3.98 | 0.64-98 Ø6.5
42.2% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
Gamma: 2.21
Dell Latitude 12 E7250
Core i5-5300U HD Graphics 5500
Dell Latitude 12 E5250
Core i5-4310U HD Graphics 4400
Dell Latitude E7240 Touch
Core i5-4300U HD Graphics 4400
HP EliteBook 820 G1
Core i7-4510U Intel HD Graphics 4400
Lenovo ThinkPad X240
Core i7-4600U HD Graphics 4400
Asus ASUSPRO Advanced BU201LA-DT036G
Core i5-4210U HD Graphics 4400
Bildschirm
-56%
-2%
-5%
-8%
7%
Helligkeit Bildmitte
360
178
-51%
402.5
12%
385
7%
377
5%
433
20%
Brightness
330
160
-52%
389
18%
355
8%
348
5%
396
20%
Brightness Distribution
81
83
2%
87
7%
82
1%
84
4%
80
-1%
Schwarzwert *
0.53
0.586
-11%
0.59
-11%
0.548
-3%
0.518
2%
0.47
11%
Kontrast
679
304
-55%
682
0%
703
4%
728
7%
921
36%
DeltaE Colorchecker *
5.58
10.42
-87%
6.41
-15%
5.99
-7%
6.85
-23%
5.56
-0%
DeltaE Graustufen *
3.98
11.57
-191%
4.95
-24%
5.7
-43%
6.48
-63%
4.92
-24%
Gamma
2.21 109%
2.34 103%
2.34 103%
2.05 117%
2.75 87%
2.48 97%
CCT
6192 105%
13931 47%
6375 102%
6594 99%
6379 102%
6054 107%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
42.2
40
-5%
42.66
1%
40.63
-4%
41
-3%
41
-3%

* ... kleinere Werte sind besser

Auch beim Schwarzwert und beim Kontrast übertrifft das Latitude 12 E7250 seine beiden Verwandten, insgesamt ordnet es sich im Mittelfeld unter den Vergleichsgeräten ein. Ein Schwarzwert von 0,53 cd/m² ist nicht schlecht, allerdings lässt sich gerade bei maximaler Bildschirmhelligkeit die Hintergrundbeleuchtung bei schwarzen Flächen deutlich erkennen. Der Kontrast von 679:1 wirken die Farben einigermaßen kräftig, aber dennoch ein wenig wie Pastelltöne.

Mit der Software CalMan und dem Kolorimeter lassen sich noch genauere Messwerte bezüglich der Bilddarstellung ermitteln. Wir können keinen Blaustich beim Bildschirm erkennen, was an sich schon sehr erfreulich ist. Blautöne werden dafür auch nicht sehr farbtreu dargestellt, sie weichen am stärksten vom Referenzwert ab. Bei den Graustufen sind die Abweichungen insgesamt sehr gering. Eine Kalibrierung des Bildschirms bringt noch einmal eine deutliche Verbesserung, besonders bei den Graustufen sind dann kaum mehr Abweichungen vom Referenzfarbraum sRGB festzustellen. Für professionelle Bildbearbeiter reicht die Genauigkeit des Bildschirms dennoch nicht aus.

Farbgenauigkeit unkalibriert
Farbgenauigkeit unkalibriert
Graustufen unkalibriert
Graustufen unkalibriert
Sättigung unkalibriert
Sättigung unkalibriert
Farbgenauigkeit kalibriert
Farbgenauigkeit kalibriert
Graustufen kalibriert
Graustufen kalibriert
Sättigung kalibriert
Sättigung kalibriert
Farbraumabdeckung sRGB
Farbraumabdeckung sRGB
Farbraumabdeckung Adobe RGB
Farbraumabdeckung Adobe RGB

Im Freien stört tagsüber der glänzende Bildschirm, immerhin ist die Helligkeit aber hoch genug, dass man auch bei hellerem Umgebungslicht noch etwas auf dem Screen erkennt. Im Schatten und in Innenräumen haben wir mit dem Bildschirm ohnehin keine Probleme.

Das IPS-Display bietet makellose Sicht auch aus sehr flachen Blickwinkeln.

Blickwinkel
Blickwinkel
Außeneinsatz
Außeneinsatz

Leistung

Neben dem in unserem Testgerät verbauten Intel Core i5 5300U Prozessor kann auch ein höher taktender Core i7-5600U eingebaut werden. In jedem Fall hält Intels neue Prozessorgeneration Broadwell mit 14-nm-Fertigung Einzug, außerdem gibt es die neue Prozessorgrafiklösung Intel HD Graphics 5500. Beim Arbeitsspeicher ist unser Testgerät bereits maximal mit 8 GByte RAM ausgerüstet, auch bei der SSD ist mit 256 GByte ebenfalls das Maximum an Speicher eingebaut.

Systeminformationen Dell Latitude 12 E7250

Prozessor

Der Intel Core i5-5300U aus der neuen Broadwell Generation taktet mit 2,3 GHz. Seine beiden Kerne beherrschen Hyperthreading, können also maximal vier Aufgaben gleichzeitig erledigen. Im Turbomodus erreicht ein Kern bis zu 2,9 GHz und beide Kerne gleichzeitig bis zu 2,7 GHz. Es handelt sich beim Prozessor um einen Ultra-Low-Voltage-Prozessor, die TDP liegt bei 15 Watt. Dennoch sollte der flotte Prozessor erfahrungsgemäß für alle alltäglichen Aufgaben ausreichen und immer noch Leistungsreserven bereit haben.

In der Praxis schlägt sich der Prozessor jedenfalls sehr gut, in Windows 8.1 und allen von uns getesteten Programmen können wir keine Geschwindigkeitsprobleme feststellen. Im Akkubetrieb allerdings gibt es im Profil Energiesparen deutliche Einschränkungen: Dort drosselt der Prozessor stark und erreicht im Cinebench R10 nur noch ein Viertel des vorherigen Ergebnisses. Wählt man allerdings "Ausgeglichen" oder "Höchstleistung", so sind die Taktraten wesentlich höher und dadurch auch die Ergebnisse im Cinebench.

Den vollen Turbotakt kann der Prozessor zwar erreichen, bei gleichzeitiger Grafiklast beginnt der Prozessor aber schnell zu drosseln: Das Kühlsystem scheint nicht für sehr hohe Last beider Komponenten ausgelegt zu sein. Genauer klären wir das im Kapitel "Temperatur".

Die leicht erhöhte Pro-MHz-Leistung der neuen Prozessorgeneration macht sich in den Cinebench-Ergebnissen bermerkbar: Das Latitude 12 E7250 schlägt alle anderen Notebooks im Vergleich um einige Prozent, der Vorsprung ist aber nicht so groß, dass man ihn im praktischen Betrieb bemerken würde.

Cinebench R10 Rendering Single 32Bit
4341
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 32Bit
9103
Cinebench R10 Shading 32Bit
5092
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
2.94 Points
Cinebench R11.5 CPU Single 64Bit
1.33 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
16.83 fps
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
22.61 fps
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
264 Points
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
114 Points
Cinebench R15 Ref. Match 64Bit
98 %
Hilfe
Cinebench R10
Rendering Single 32Bit (nach Ergebnis sortieren)
Dell Latitude 12 E7250
4341 Points ∼40%
Dell Latitude E7240 Touch
4230 Points ∼39% -3%
Lenovo ThinkPad X240
4638 Points ∼43% +7%
Asus ASUSPRO Advanced BU201LA-DT036G
3862 Points ∼36% -11%
HP EliteBook 820 G1
4282 Points ∼40% -1%
Rendering Multiple CPUs 32Bit (nach Ergebnis sortieren)
Dell Latitude 12 E7250
9103 Points ∼18%
Dell Latitude E7240 Touch
8616 Points ∼17% -5%
Lenovo ThinkPad X240
8417 Points ∼17% -8%
Asus ASUSPRO Advanced BU201LA-DT036G
8025 Points ∼16% -12%
HP EliteBook 820 G1
9018 Points ∼18% -1%
Cinebench R11.5
CPU Single 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Dell Latitude 12 E7250
1.33 Points ∼57%
Dell Latitude 12 E5250
1.06 Points ∼45% -20%
Dell Latitude E7240 Touch
1.29 Points ∼55% -3%
Lenovo ThinkPad X240
1.39 Points ∼59% +5%
Asus ASUSPRO Advanced BU201LA-DT036G
1.18 Points ∼50% -11%
HP EliteBook 820 G1
1.43 Points ∼61% +8%
CPU Multi 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Dell Latitude 12 E7250
2.94 Points ∼12%
Dell Latitude 12 E5250
2.73 Points ∼11% -7%
Dell Latitude E7240 Touch
2.77 Points ∼12% -6%
Lenovo ThinkPad X240
2.67 Points ∼11% -9%
Asus ASUSPRO Advanced BU201LA-DT036G
2.59 Points ∼11% -12%
HP EliteBook 820 G1
2.83 Points ∼12% -4%
Cinebench R15
CPU Single 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Dell Latitude 12 E7250
114 Points ∼55%
Dell Latitude 12 E5250
107 Points ∼52% -6%
Lenovo ThinkPad X240
124 Points ∼60% +9%
Asus ASUSPRO Advanced BU201LA-DT036G
104 Points ∼50% -9%
HP EliteBook 820 G1
125 Points ∼60% +10%
CPU Multi 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Dell Latitude 12 E7250
264 Points ∼9%
Dell Latitude 12 E5250
252 Points ∼9% -5%
Lenovo ThinkPad X240
248 Points ∼8% -6%
Asus ASUSPRO Advanced BU201LA-DT036G
239 Points ∼8% -9%
HP EliteBook 820 G1
261 Points ∼9% -1%

Legende

 
Dell Latitude 12 E7250 Intel Core i5-5300U, Intel HD Graphics 5500, Samsung PM851 Series MZMTE256HMHP
 
Dell Latitude 12 E5250 Intel Core i5-4310U, Intel HD Graphics 4400, Sandisk X110 SD6SF1M-256G-1022
 
Dell Latitude E7240 Touch Intel Core i5-4300U, Intel HD Graphics 4400, Samsung SSD SM841 128GB
 
Lenovo ThinkPad X240 Intel Core i7-4600U, Intel HD Graphics 4400, Samsung SSD 840 250GB MZ7TD256HAFV
 
Asus ASUSPRO Advanced BU201LA-DT036G Intel Core i5-4210U, Intel HD Graphics 4400, Toshiba MQ01ABF050
 
HP EliteBook 820 G1 Intel Core i7-4600U, Intel HD Graphics 4400, Intel SSD Pro 1500 Series SSDSC2BF180A4H

System Performance

Durch den flotten Prozessor, die für alltägliche Tätigkeiten völlig ausreichende Grafikkarte, die Speicherausstattung mit 8 GByte und die schnelle SSD als Massenspeicher ist das Latitude 12 E7250 ein sehr ausgewogen zusammengestelltes System. Während unseres Tests haben wir nicht das Gefühl, dass eine Komponente die anderen ausbremsen würde.

In den PCMark Benchmarks kann sich unser System ebenfalls leicht von den Vergleichsgeräten absetzen, auch hier wird aber vermutlich im praktischen Betrieb kein großer Unterschied auffallen. Nur das ASUSPRO Advanced BU201LA fällt aufgrund der geringeren Speicherausstattung und der herkömmlichen Festplatte zurück.

PCMark 7 Score
4662 Punkte
PCMark 8 Home Score Accelerated v2
2772 Punkte
PCMark 8 Creative Score Accelerated v2
3052 Punkte
Hilfe
PCMark 7 - Score (nach Ergebnis sortieren)
Dell Latitude 12 E7250
4662 Points ∼54%
Dell Latitude 12 E5250
4067 Points ∼47% -13%
Dell Latitude E7240 Touch
4567 Points ∼53% -2%
Lenovo ThinkPad X240
4629 Points ∼54% -1%
Asus ASUSPRO Advanced BU201LA-DT036G
2504 Points ∼29% -46%
HP EliteBook 820 G1
5196 Points ∼60% +11%
PCMark 8
Creative Score Accelerated v2 (nach Ergebnis sortieren)
Dell Latitude 12 E7250
3052 Points ∼32%
Dell Latitude 12 E5250
2996 Points ∼31% -2%
Lenovo ThinkPad X240
2461 Points ∼26% -19%
Asus ASUSPRO Advanced BU201LA-DT036G
2115 Points ∼22% -31%
HP EliteBook 820 G1
3045 Points ∼32% 0%
Home Score Accelerated v2 (nach Ergebnis sortieren)
Dell Latitude 12 E7250
2772 Points ∼45%
Dell Latitude 12 E5250
2696 Points ∼44% -3%
Lenovo ThinkPad X240
2470 Points ∼41% -11%
Asus ASUSPRO Advanced BU201LA-DT036G
2120 Points ∼35% -24%
HP EliteBook 820 G1
3624 Points ∼59% +31%

Massenspeicher

Die SSD in unserem Testgerät des Latitude 12 E7250 stammt von Samsung aus der PM851 Serie, die eine AES-256-Bit-Verschlüsselung anwendet, um die Daten auf der Festplatte zu sichern. Das ist möglicherweise ein Grund, warum die Festplatte bei den Übertragungsraten nicht ganz mit anderen Geräten wie dem Vorgänger Latitude 12 E7240 oder dem Lenovo ThinkPad X240 mithalten kann. Die Unterschiede sind andererseits auch nicht riesig, und im praktischen Betrieb ist das Latitude 12 E7250 immer noch sehr flott bei Ladezeiten und Kopiervorgängen.

Samsung PM851 Series MZMTE256HMHP
Sequential Read: 509 MB/s
Sequential Write: 244 MB/s
512K Read: 428 MB/s
512K Write: 244 MB/s
4K Read: 29 MB/s
4K Write: 61 MB/s
4K QD32 Read: 214 MB/s
4K QD32 Write: 180 MB/s

Grafikkarte

Die Intel HD Graphics 5500 wurde mit der Broadwell Generation eingeführt. Sie bietet etwas mehr Leistung als die Grafiklösung der Vorgängergeneration, der Takt liegt normalerweise bei 300 MHz, kann aber per Turbo auf bis zu 950 MHz gesteigert werden. Für alltägliche Aufgaben und sehr einfaches Gaming sollte die Grafikkarte gut gerüstet sein. Allerdings kann die Grafikkarte in anspruchsvollen 3D-Anwendungen je nach gleichzeitiger Prozessorbelastung den vollen Turbotakt nicht immer halten und geht teilsweise auf 750 MHz Takt zurück. Dadurch ist die Leistung nicht ganz so hoch wie erwartet.

Die Intel HD Graphics 4400 im Vorgänger Latitude 12 E7240 übertrifft unser Testgerät in den 3DMark Benchmarks um bis zu 19 Prozent, auch die meisten anderen Testgeräte werden leicht überboten. Nur das HP EliteBook 820 G1 bietet noch etwas mehr Grafikleistung, was wohl an der sehr hoch taktenden Intel HD Graphics 4400 mit schneller Speicheranbindung liegt.

3DMark 11 Performance
927 Punkte
3DMark Ice Storm Standard Score
42996 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
4633 Punkte
3DMark Fire Strike Score
599 Punkte
Hilfe
3DMark 11 - 1280x720 Performance (nach Ergebnis sortieren)
Dell Latitude 12 E7250
927 Points ∼3%
Dell Latitude 12 E5250
930 Points ∼3% 0%
Dell Latitude E7240 Touch
752 Points ∼3% -19%
Lenovo ThinkPad X240
828 Points ∼3% -11%
Asus ASUSPRO Advanced BU201LA-DT036G
835 Points ∼3% -10%
HP EliteBook 820 G1
937 Points ∼3% +1%
3DMark
1920x1080 Fire Strike Score (nach Ergebnis sortieren)
Dell Latitude 12 E7250
599 Points ∼2%
Dell Latitude E7240 Touch
519 Points ∼2% -13%
Lenovo ThinkPad X240
516 Points ∼2% -14%
Asus ASUSPRO Advanced BU201LA-DT036G
508 Points ∼2% -15%
HP EliteBook 820 G1
592 Points ∼2% -1%
1280x720 Cloud Gate Standard Score (nach Ergebnis sortieren)
Dell Latitude 12 E7250
4633 Points ∼9%
Dell Latitude 12 E5250
3697 Points ∼7% -20%
Dell Latitude E7240 Touch
3760 Points ∼8% -19%
Lenovo ThinkPad X240
3985 Points ∼8% -14%
Asus ASUSPRO Advanced BU201LA-DT036G
4069 Points ∼8% -12%
HP EliteBook 820 G1
4636 Points ∼9% 0%
1280x720 Ice Storm Standard Score (nach Ergebnis sortieren)
Dell Latitude 12 E7250
42996 Points ∼4%
Dell Latitude 12 E5250
36234 Points ∼3% -16%
Dell Latitude E7240 Touch
27853 Points ∼3% -35%
Lenovo ThinkPad X240
29301 Points ∼3% -32%
Asus ASUSPRO Advanced BU201LA-DT036G
31711 Points ∼3% -26%
HP EliteBook 820 G1
41559 Points ∼4% -3%

Gaming Performance

Für Spiele in der nativen Auflösung des Bildschirms ist die Prozessorgrafikkarte nur sehr bedingt geeignet. Browser Games oder Casual Games funktionieren zwar, ebenso ist eine Partie "Fifa 15" bei reduzierten Details und keinen zu hohen Ansprüchen an die Framerate spielbar. Die Erfahrung mit der Intel HD Graphics 5500 zeigt, dass auch "Diablo 3" läuft, solange man es mit den Details und der Auflösung nicht übertreibt. Bei den allermeisten anderen aktuellen 3D-Games scheitert die Grafikkarte aber sogar bei sehr niedrigen Details und extrem reduzierter Auflösung. Manche wie "Dragon Age: Inquisition" starten gar nicht. Wer ein kleines Notebook zum Zocken möchte, der sollte sich eher beim Alienware 13 umsehen.

min. mittel hoch max.
Crysis 3 (2013) 169.86.81.9fps
Tomb Raider (2013) 4421.915.28.2fps
Thief (2014) 12.59.27.43.4fps
Sims 4 (2014) 12432.116.29.6fps
Fifa 15 (2014) 35.130.516.2fps
Middle-earth: Shadow of Mordor (2014) 16.211.46.13.9fps
Ryse: Son of Rome (2014) 11.26.94.23.3fps
Assassin's Creed Unity (2014) 8.66.231.1fps
Far Cry 4 (2014) 13.59.86.22.1fps
The Crew (2014) 15.311.26.23.1fps

Emissionen

Geräuschemissionen

Nur unter Last wird der Lüfter hörbar, im Idle-Betrieb ist er ganz ausgeschalten, das Latitude 12 E7250 gibt dann kein Geräusch von sich. Unter Last ist die Geräuschentwicklung sehr ähnlich wie beim Vorgänger, was für das gleiche Kühlsystem spricht. Die absolute Maximallautstärke des Geräts beträgt 42,8 dB, das Lüftergeräusch ist recht hochfrequent und ein wenig nervig, allerdings nicht sehr laut hörbar. Der Lüfter skaliert in mehreren Stufen nach oben und unten.

Es gibt durchaus noch leisere Ultrabooks für den Schreibtisch: das HP EliteBook 820 G1 mit 35,8 dB(A) oder das Asus Pro BU201LA mit 33 db(A) entwickeln noch wesentlich weniger Betriebsgeräusch.

Lautstärkediagramm

Idle
29.3 / 29.3 / 29.3 dB(A)
Last
37.9 / 42.8 dB(A)
  red to green bar
 
 
30 dB
leise
40 dB(A)
deutlich hörbar
50 dB(A)
störend
 
min: dark, med: mid, max: light   Voltcraft sl-451 (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

Stresstest
Stresstest

Das Gehäuse erwärmte sich schon beim Vorgänger unter längerer Last eindeutig spürbar. Beim Latitude 12 E7250 gehen diese Temperaturen noch weiter nach oben: Bis zu 56 Grad Celsius erreicht das Notebook nach längerer Volllast. Fasst man im Lastbetrieb an diese Stelle, so fühlt man die Erwärmung deutlich, sie ist aber gerade noch nicht unangenehm. Erst nach längerem Volllastbetrieb, der aber beim Latitude 12 E7250 eher selten sein dürfte, wird die Erwärmung so heiß, dass man nicht mehr an die Unterseite fassen sollte. An der Oberseite ist die Temperatur mit maximal 46,7 Grad kühler, zudem bleibt die Handballenablage kühl.

Im Idle-Betrieb erwärmt sich das Notebook ebenfalls leicht spürbar, besonders an der Unterseite. Hier beträgt die Maximaltemperatur 33,2 Grad Celsius. Auch hier sind die Temperaturen an der Oberseite etwas niedriger.

Ebenso in dieser Hinsicht sind HP EliteBook 820 G1 und ASUSPRO BU201LA vorne: Die beiden Geräte erreichen selbst unter absoluter Volllast eine geringere Erwärmung: 41,9 Grad beim HP EliteBook 820 G1 und 43,1 Grad beim ASUSPRO BU201LA sind die Maximaltemperaturen. Auch das Lenovo ThinkPad X240 bleibt mit maximal 50,5 Grad etwas kühler.

Im Stresstest wird der Prozessor schnell recht warm und erreicht Temperaturen jenseits der 80 Grad, wodurch er stark auf 1,49 GHz drosselt. Beendet man den Grafik-Benchmark geht die Taktrate aber sofort auf den vollen Turbotakt von 2,7 GHz nach oben. Auch die Grafikkarte kann bei voller Auslastung von CPU und GPU ihren vollen Turbotakt nicht erreichen und schwankt zwischen 750 und 800 MHz. Das Kühlsystem reicht also für die volle Leistung beider Komponenten nicht aus, hier muss gedrosselt werden. Auch wenn die Belastung etwas geringer ist, beispielsweise bei anspruchsvollen 3D-Benchmarks, drosselt die Grafikkarte schnell auf 750 MHz, statt den vollen Turbotakt zu halten.

Max. Last
 43.4 °C46.7 °C30.7 °C 
 34.2 °C42.1 °C30.2 °C 
 28.4 °C28.4 °C31.8 °C 
Maximal: 46.7 °C
Durchschnitt: 35.1 °C
33.8 °C56 °C44 °C
33.1 °C43.6 °C41.3 °C
29.7 °C30.3 °C31.5 °C
Maximal: 56 °C
Durchschnitt: 38.1 °C
Netzteil (max.)  44.8 °C | Raumtemperatur 19.8 °C | Fluke 62 Max

Lautsprecher

Die kleinen Stereo-Lautsprecher sitzen unterhalb der Vorderkante und haben sich im Vergleich zum Vorgänger zumindest klanglich nicht verändert. Immerhin bekommt man einen deutlich besseren Sound geliefert, als man das von anderen Business-Geräten gewohnt ist, auch wenn das Klangbild sehr höhenbetont ist. Die maximale Lautstärke ist durchaus in Ordnung, die Lautsprecher verzerren auch dann nicht.

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Der Energieverbrauch des Latitude 12 E7250 ist im ausgeschalteten Zustand gleich Null, was leider noch immer keine Selbstverständlichkeit ist. Auch im Standby-Modus verbraucht das Gerät nur minimale 0,2 Watt. Im Vergleich zum Vorgänger, dem Latitude 12 E7240, ist der Energieverbrauch sehr deutlich gestiegen und zwar über alle Bereiche hinweg: So braucht das Latitude 12 E7250 im Idle-Betrieb mindestens 4,1 Watt und damit 0,4 Watt mehr als das vorherige Latitude 12. Der absolute Maximalverbrauch ist 40,4 Watt gegenüber 34,8 Watt beim Vorgänger, allerdings liegt dieser Maximalverbrauch immer nur kurz an, danach pendelt sich der Verbrauch bei circa 30 Watt ein. Für das Netzteil ist das kein Problem: Es liefert bis zu 65 Watt.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0 / 0.2 Watt
Idledarkmidlight 4.1 / 8.3 / 9.4 Watt
Last midlight 31.6 / 40.4 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Extech Power Analyzer 380803

Akkulaufzeit

Verfügbar sind ein 39-Wattstunden- und ein 52-Wattstunden-Akku. In unserem Testgerät ist das größere Modell verbaut, und das macht sich sowohl beim Gewicht als auch bei den Akkulaufzeiten deutlich bemerkbar. Der Lithium-Polymer-Akku mit vier Zellen ermöglicht exzellente Laufzeiten, damit bringt es unser Testgerät auch auf über 1,5 Kilogramm und ist damit kein Leichtgewicht mehr.

Über 7 Stunden im WLAN surfen? Das ist doch für das Latitude 12 E7250 kein Problem, auch drei Filme mit Überlänge sollten Sie von der Festplatte anschauen können. Damit bietet es insgesamt zwischen 4 % und 20 % mehr Laufzeit als die Konkurrenten und der Vorgänger. Auch für ein Ultrabook sind das gute Laufzeiten.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
14h 05min
Surfen über WLAN
7h 26min
Big Buck Bunny H.264 1080p
6h 42min
Last (volle Helligkeit)
1h 43min
Dell Latitude 12 E7250
Core i5-5300U HD Graphics 5500
Dell Latitude 12 E5250
Core i5-4310U HD Graphics 4400
Dell Latitude E7240 Touch
Core i5-4300U HD Graphics 4400
Lenovo ThinkPad X240
Core i7-4510U Intel HD Graphics 4400
Asus ASUSPRO Advanced BU201LA-DT036G
Core i7-4600U HD Graphics 4400
HP EliteBook 820 G1
Core i5-4210U HD Graphics 4400
Akkulaufzeit
-20%
-26%
-13%
-35%
-4%
Idle
845
646
-24%
621
-27%
719
-15%
463
-45%
813
-4%
H.264
402
323
-20%
182
-55%
327
-19%
WLAN (alt)
446
331
-26%
300
-33%
363
-19%
218
-51%
392
-12%
Last
103
92
-11%
83
-19%
107
4%
113
10%
124
20%

Fazit

Im Test: Dell Latitude 12 E7250. Testgerät zur Verfügung gestellt von Dell Deutschland.
Im Test: Dell Latitude 12 E7250. Testgerät zur Verfügung gestellt von Dell Deutschland.

Business Notebooks begeistern selten, meistens sind sie solide und uneingeschränkt alltagstaugliche Notebooks. Dell versucht sich mit dem Latitude E7250 dennoch daran, etwas Faszination auf die Schreibtische dieser Welt zu bringen: So kommen hochwertige Materialien wie Karbon, Aluminium und Magnesium zum Einsatz, das Gehäuse ist für Tüftler gut zugänglich, und die Akkulaufzeiten lassen auch eine Nutzung während eines Langstreckenfluges ohne Steckdose zu.

Dazu gesellen sich Business-Tugenden wie Anschlussvielfalt, lange Garantie und umfassende Sicherheitsmaßnahmen. Außerdem ist der WLAN-Empfang gut, und der Bildschirm überzeugt durch die scharfe Darstellung und die hohe Farbtreue. Einen Docking Port gibt es natürlich auch serienmäßig, und die Eingabegeräte überzeugen.

Weniger gut gefällt uns die Erwärmung unter Last und auch, dass dann der recht hochfrequente Lüfter ziemlich laut wird. Der spiegelnde Touchscreen lässt sich in der Zugabenliste abbestellen, so kriegt man auch das vergleichsweise hohe Gewicht in den Griff. Der fehlende VGA-Anschluss könnte für manche Kunden zum Ärgernis werden, beispielsweise, wenn man den Adapter mal wieder liegen gelassen hat.

Insgesamt gibt es wenig am Dell Latitude E7250 auszusetzen, wer aber den Vorgänger schon auf dem Schreibtisch stehen hat, der bekommt wenig Grund, nun upzugraden: Die neue Intel-Prozessoren-Generation bringt nur ein geringes Leistungsplus, das im Alltag kaum auffallen wird, am Gehäuse hat sich kaum etwas getan und die umfangreichen Sicherheitsoptionen gab es beim Vorgänger auch schon.

Wer aber auf der Suche nach einem portablen und zuverlässigen Business Notebook mit gutem Bildschirm und exzellenter Wartungsfähigkeit sucht, der kann wieder mal bedenkenlos zugreifen. Zudem ist der Preis verglichen mit Geräten von Lenovo oder HP recht moderat.

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Im Test: Dell Latitude 12 E7250. Testgerät zur Verfügung gestellt von Dell Deutschland.
Im Test: Dell Latitude 12 E7250. Testgerät zur Verfügung gestellt von Dell Deutschland.

Datenblatt

Dell Latitude 12 E7250 (Latitude 12 Serie)
Grafikkarte
Intel HD Graphics 5500, Kerntakt: 300 - 900 MHz, 10.18.10.3977
Hauptspeicher
8192 MB 
, Single-Channel, 2 Slots – 1 belegt, DDR3L-1600
Bildschirm
12.5 Zoll 16:9, 1920 x 1080 Pixel, kapazitiver Touchscreen, LG Philips LGD0436 195C3 125W1, TN-LED, Corning Gorilla Glass NBT, Anti-Fingerabdruck-Beschichtung, spiegelnd: ja
Massenspeicher
Samsung PM851 Series MZMTE256HMHP, 256 GB 
, 229 GB verfügbar
Anschlüsse
3 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 HDMI, 1 DisplayPort, 1 Kensington Lock, 1 Docking Station Anschluss, Audio Anschlüsse: 3,5mm-Audiokombiport, Card Reader: SD, 1 SmartCard, 1 Fingerprint Reader, NFC
Netzwerk
Intel I218-LM Gigabit (10/100/1000MBit), Intel Wireless-AC 7265 (a/b/g/n/ac), Bluetooth 4.0
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 19.4 x 310.5 x 211
Akku
52 Wh Lithium-Polymer, Sanyo 4-Zellen-Akku
Betriebssystem
Microsoft Windows 8.1 Pro 64 Bit
Kamera
Webcam: HD-Webcam
Sonstiges
Lautsprecher: Stereolautsprecher, Tastatur: Chiclet-Keyboard, Tastatur-Beleuchtung: ja, 36 Monate Garantie
Gewicht
1.5 kg, Netzteil: 130 g
Preis
1430 Euro

 

Mit dem Latitude 12 E7250 hält die Intel-Broadwell-Generation Einzug in Dells kleinen Business-Begleiter.
Mit dem Latitude 12 E7250 hält die Intel-Broadwell-Generation Einzug in Dells kleinen Business-Begleiter.
Sie haben die Wahl zwischen einem Core-i5- oder einem Core-i7-Prozessor.
Sie haben die Wahl zwischen einem Core-i5- oder einem Core-i7-Prozessor.
Die Eingabegeräte überzeugen.
Die Eingabegeräte überzeugen.
Die Tastatur bietet einen angenehmen Anschlag und deutliches Feedback.
Die Tastatur bietet einen angenehmen Anschlag und deutliches Feedback.
Auch ein Touchscreen ist verbaut, der allerdings stark spiegelt.
Auch ein Touchscreen ist verbaut, der allerdings stark spiegelt.
Nur beim Modell mit Touchscreen ist der Deckel aus Karbonfasern gefertigt.
Nur beim Modell mit Touchscreen ist der Deckel aus Karbonfasern gefertigt.
Ein nötiger Schritt: Das Zusatzgewicht durch den Touchscreen wird dadurch zumindest etwas ausgeglichen.
Ein nötiger Schritt: Das Zusatzgewicht durch den Touchscreen wird dadurch zumindest etwas ausgeglichen.
Hundertprozentig stabil ist der Deckel allerdings nicht.
Hundertprozentig stabil ist der Deckel allerdings nicht.
Die Kühlleistung ist gerade so ausreichend, unter Last tönt der Lüfter aber unangenehm hoch.
Die Kühlleistung ist gerade so ausreichend, unter Last tönt der Lüfter aber unangenehm hoch.
Die Anschlussvielfalt ist üppig, an der Unterseite gibt es sogar einen Docking Port.
Die Anschlussvielfalt ist üppig, an der Unterseite gibt es sogar einen Docking Port.
Der Power-Schalter ist eine der wenigen Neuerungen im Design des Latitude 12 E7250.
Der Power-Schalter ist eine der wenigen Neuerungen im Design des Latitude 12 E7250.
Außerdem ist das Gehäuse nun ausschließlich in Dunkelgrau gehalten.
Außerdem ist das Gehäuse nun ausschließlich in Dunkelgrau gehalten.
Die Scharniere sind stabil und ermöglichen einen großen Öffnungswinkel.
Die Scharniere sind stabil und ermöglichen einen großen Öffnungswinkel.
Insgesamt liefert Dell wieder ein sehr alltagstaugliches Gerät mit umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen.
Insgesamt liefert Dell wieder ein sehr alltagstaugliches Gerät mit umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen.

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Test Bibliothek

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  • Verfügbare externe Tests sortiert nach Grafikkarte
  • Suche nach Testberichten in der umfangreichen Bibliothek von notebookCHECK.com

Links

Preisvergleich

Pro

+Tolles Gehäuse aus Alu und Carbon
+Üppige Wartungsmöglichkeiten
+Lange Akkulaufzeiten
+Angenehme Eingabegeräte
+Lange Garantie
+Umfangreiche Sicherheitsoptionen
+Stabiler WLAN-Empfang
+Üppige Anschlussausstattung
+Farbtreues IPS-Display
 

Contra

-Spiegelnder Bildschirm
-Hohes Gewicht
-Deutliche Erwärmung unter Last
-Betriebsgeräusch unter Last eher mittelmäßig
-Drosseln unter Last

Shortcut

Was uns gefällt

Dass Dell gute Wartungsmöglichkeiten, einen großen Akku und jede Menge Sicherheitsmaßnahmen in das Gehäuse packt.

Was wir vermissen

Das Gerät könnte leichter sein. Auch einen VGA-Anschluss werden Business-Kunden unter Umständen vermissen.

Was uns verblüfft

Wie viele Anschlüsse Dell in dem kleinen Gehäuse unterbringt.

Die Konkurrenz

Latitude 12 E5250, HP EliteBook 820 G1, Lenovo ThinkPad X240, Asus ASUSPRO Advanced BU201LA-DT036G

Bewertung

Dell Latitude 12 E7250 - 05.02.2015 v4(old)
Florian Wimmer

Gehäuse
88 /  98 → 90%
Tastatur
87%
Pointing Device
89%
Konnektivität
75 / 80 → 94%
Gewicht
69 / 35-78 → 79%
Akkulaufzeit
87%
Display
83%
Leistung Spiele
58 / 68 → 85%
Leistung Anwendungen
79 / 87 → 91%
Temperatur
83 / 91 → 91%
Lautstärke
89%
Audio
50 / 91 → 55%
Kamera
47 / 85 → 55%
Durchschnitt
76%
84%
Subnotebook - gewichteter Durchschnitt
Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.
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Autor: Florian Wimmer (Update: 15.05.2018)
Florian Wimmer
Florian Wimmer - Managing Editor Mobile
Als ich 12 war, kam der erste Computer ins Haus und sofort fing ich an rumzubasteln, zu zerlegen, mir neue Teile zu besorgen und auszutauschen – schließlich musste immer genug Leistung für die aktuellen Games vorhanden sein. Als ich 2009 zu Notebookcheck kam, testete ich mit Leidenschaft Gaming-Notebook, seit 2012 gilt meine Aufmerksamkeit vor allem Smartphones, Tablets und Zukunftstechnologien.