Notebookcheck

Test MSI GP72 2QE Leopard Pro Notebook

Familienduell. Neben der GT-, GS- und GE-Serie bietet MSI im Gaming-Bereich auch die Einstiegsmodelle GP62 und GP72 an. Nachdem der 15-Zoll-Spross bereits getestet wurde, werfen wir jetzt einen Blick auf die 17-Zoll-Version. Hier unsere Eindrücke.

Ob es sich beim MSI GP72 um eine waschechte Gaming-Plattform oder »nur« um ein Allround-Notebook handelt, darüber lässt sich streiten. Während die High-End-Grafikkarten GeForce GTX 980M, GTX 970M und GTX 965M über einen flotten GDDR5-Videospeicher verfügen, ist die im GP62 und GP72 verbaute GeForce GTX 950M nur mit DDR3-VRAM ausgestattet. Entsprechend würden wir die beiden Laptops eher zur Mittelklasse zählen, was auch die Test-Einstufung »Multimedia« begründet.

Im Vergleich zu den teureren Brüdern der eingangs erwähnten GE-, GS- und GT-Reihe muss man noch weitere Abstriche machen. So enthält das von uns getestete GP72-2QEi781 kein Solid State Drive, sondern lediglich eine HDD, die immerhin 1.000 GByte fasst. Hinzu kommen ein DDR3-RAM-Modul mit 8 GByte (insgesamt sind 16 GByte möglich) und ein klassischer DVD-Brenner. Abgerundet wird das Paket von einem matten Full-HD-Display mit 1.920 x 1.080 Pixeln.

Kritik gibt es vor allem für die fehlende Tastaturbeleuchtung. Im Jahr 2015 sollte man dieses Feature bei Notebooks ab 1.000 Euro erwarten können. Je nach Modell sind die anderen Familienmitglieder deutlich besser bestückt (16 GByte RAM, Blu-ray-Laufwerk, 4K-Panel etc.). Beim Prozessor müssen Käufer keine Kompromisse befürchten. Der 2,7-3,5 GHz flotte Core i7-5700HQ aus Intels Broadwell Generation (14 nm) wirkt angesichts der GeForce GTX 950M fast schon überdimensioniert. In unseren Augen hätte es auch eine Dual-Core-CPU mit Hyper-Threading getan, welche den Preis nach unten drücken würde.

Apropos Kosten: Aufgrund der relativ schwachen AMD Konkurrenz (Nvidia diktiert momentan die Preise) und des hohen Dollar-Kurses ist die deutsche Edition nicht gerade günstig. Rein von der GPU-Power sollte sich das GP72-2QEi781 bei höchstens 1.000 statt 1.100 Euro ansiedeln (ohne Windows 10 ist das Notebook 100 Euro billiger). Kurzum: Das Preis-Leistungs-Verhältnis von MSI war schon einmal besser. Dieses Problem betrifft derzeit allerdings viele Hersteller.

MSI GP72-2QEi781 (GP72 Serie)
Grafikkarte
NVIDIA GeForce GTX 950M - 2048 MB, Kerntakt: 993 MHz, Speichertakt: 2000 MHz, DDR3, ForceWare 353.62, Optimus
Hauptspeicher
8192 MB 
, SO-DIMM DDR3-RAM PC3-12800 (1600 MHz), 1 von 2 Slots belegt, max. 16 GB
Bildschirm
17.3 Zoll 16:9, 1920 x 1080 Pixel, CMN N173HGE-E11 (CMN1735), TN LED, Full HD, spiegelnd: nein
Massenspeicher
WDC Scorpio Blue WD10JPVX-22JC3T0, 1024 GB 
, 5400 U/Min, 2,5-Zoll-HDD + 1 freier M.2-Slot (Typ 2280)
Soundkarte
Realtek ALC892 @ Intel Lynx Point PCH - High Definition Audio Controller
Anschlüsse
1 USB 2.0, 3 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 HDMI, 1 DisplayPort, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: Kopfhörer, Mikrofon, Card Reader: SD, SDHC, SDXC
Netzwerk
Qualcomm Killer e2200 PCI-E Gigabit Ethernet Controller (10/100/1000MBit), Intel Dual Band Wireless-AC 3160 (a/b/g/n/ac), Bluetooth 4.0
Optisches Laufwerk
HL-DT-ST DVDRAM GUB0N
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 34 x 420 x 288
Akku
42 Wh Lithium-Ion, 6 Zellen
Betriebssystem
Microsoft Windows 10 Home 64 Bit
Kamera
Webcam: FHD (720p @30 fps)
Sonstiges
Lautsprecher: Zwei-Wege-Stereo (Nahimic Audio Enhancer), Tastatur: Chiclet, Tastatur-Beleuchtung: nein, Netzteil: 120 Watt, Quick Start Guide, Garantiekarte, Recovery-Anleitung, CyberLink PowerDVD 10, MS Office 365 Trial, Norton Security Trial, diverse Hersteller-Tools, 24 Monate Garantie
Gewicht
2.82 kg, Netzteil: 428 g
Preis
1100 Euro
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

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Gehäuse

Lob gebührt MSI für den Wechsel des Chassis. Bezeichneten wir den indirekten Vorgänger noch als »Relikt aus vergangenen Tagen«, macht das GP72 optisch und qualitativ eine deutlich bessere Figur. Neben dem runderen Gesamtauftritt (das Design orientiert sich stark am GE72) wäre an dieser Stelle die Materialauswahl zu nennen. Im Gegensatz zum GP70 besteht die Handballenauflage des GP72 aus Aluminium, was sich eine ganze Ecke hochwertiger anfühlt.

Um die Stabilität ist es leider nicht ganz so gut bestellt. Dass man den Deckel ohne große Mühe verwinden kann, sehen wir bei Notebooks häufig. Der Bereich um das optische Laufwerk lässt sich ebenfalls spürbar eindrücken. Ansonsten ist die Festigkeit des Chassis ausreichend.

Die Abmessungen ähneln denen anderer Multimedia-Notebooks (als Beispiel sei das Asus N751JX genannt). Mit einer Höhe von 34 Millimetern wirkt der 17-Zöller weder dick noch extrem flach. 2,8 Kilogramm Gewicht sind ebenfalls akzeptabel und liegen sogar unter dem Niveau des 25 Millimeter dünnen Acer V 17 Nitro (3,0 kg). Die Verarbeitung empfanden wir als relativ gut. Einzig der Übergang zwischen dem Panel und dem Displayrahmen könnte etwas sauberer sein (die Beleuchtung scheint mitunter durch).

Abschließend noch ein paar Worte zu den Scharnieren. Obwohl man das Gerät nur mit zwei Händen aufklappen kann (Baseunit schwingt mit), neigt der Deckel bei kräftigeren Erschütterungen zum Wippen. Insgesamt hat uns das schwarze Chassis ordentlich gefallen. Wenn man die fehlende Tastaturbeleuchtung und die etwas ungünstig platzierten Statuslämpchen an der Notebook-Front ausklammert, leistet sich MSI keine größeren Patzer.

Ausstattung

Schnittstellen

Die Anschlussausstattung entspricht 1:1 dem 17-Zoll-Bruder GE72. Da sich im rechten Bereich nur ein USB-2.0-Port, der SD-Kartenleser und der Stromeingang befinden, lässt sich problemlos eine Maus verwenden. Linkshänder werden mit dem GP72 nicht glücklich. MSI setzt hier auf drei USB-3.0-Ports, zwei Audio-Buchsen (Mikrofon + Kopfhörer), einen HDMI- respektive Mini-Displayport-Ausgang und einen Gigabit-LAN-Port. Auf Wunsch kann man die ganze Technik per Kensington Lock sichern.

Cardreader

Die Performance des Kartenlesers ist ziemlich mager. Unser Testmodell Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II, das nach Hersteller-Angaben bis zu 260 MB/Sek schafft, absolvierte den sequentiellen Benchmark nur mit 36,8 MB/Sek (AS SSD). Das Verschieben von 250 Bildern (1,07 GB) dauerte knapp 34 Sekunden, was umgerechnet 29,6 MB/Sek sind.

Drahtlose Kommunikation

Das Funkmodul (Intel Dual Band Wireless-AC 3160) erledigt seinen Job mehr als ordentlich. Über eine Distanz von 10-15 Metern war auch durch mehrere Wände noch eine Verbindung mit dem Router möglich, wobei die Windows Anzeige im Schnitt auf 1-2 Balken einbrach (~10-20 Mbit/s). Wie es die Bezeichnung andeutet, beherrscht der Funkadapter nicht nur WLAN 802.11 a/b/g/n, sondern auch den neuen ac-Standard (2,4 & 5,0 GHz). Bluetooth 4.0 wird ebenfalls unterstützt.

linke Seite: Kensington Lock, RJ45-LAN, USB 3.0, HDMI, Mini-DisplayPort, 2x USB 3.0, Mikrofon, Kopfhörer
linke Seite: Kensington Lock, RJ45-LAN, USB 3.0, HDMI, Mini-DisplayPort, 2x USB 3.0, Mikrofon, Kopfhörer
rechte Seite: optisches Laufwerk, USB 2.0, SD-Kartenleser, Stromeingang
rechte Seite: optisches Laufwerk, USB 2.0, SD-Kartenleser, Stromeingang

Wartung

Fotos des Innenlebens können wir leider nicht bieten, da MSI dem Gehäuseboden einen Garantieaufkleber verpasst, den wir bei Shop-Geräten nicht entfernen dürfen. Abhilfe schafft der Artikel zum 15-zölligen GP62, das der amerikanische Kollege geöffnet hat. Wie das entsprechende Bild im Test zeigt, enthält die GP Reihe nur einen Gehäuselüfter, der sich um die Abwärme von CPU und GPU kümmert (das GE62 und das GE72 besitzen zwei Lüfter). Dazu gesellen sich zwei RAM-Bänke, ein M.2-Slot für Solid State Drives und ein 2,5-Zoll-Schacht für SSDs, HDDs und Hybrid-Modelle. Schade: Zum Erreichen der Komponenten und des 6-Zellen-Akku muss der komplette Boden abgeschraubt werden.

Software

Obwohl es MSI nicht allzu sehr mit vorinstallierten Programmen übertreibt, bringt die Software das System oft an seine Grenzen. Direkt nach dem Bootvorgang, der deutlich länger als mit einer SSD ist, fühlt sich Windows 10 ungemein träge an. Im Extremfall dauert es mehrere Minuten, bis das Betriebssystem ordentlich reagiert und den Webbrowser etc. öffnet.

Es wäre allerdings vermessen, die dürftige Performance nur auf die MSI Tools zu schieben (unten sehen Sie ein paar Beispiele). »Dank« der Trial-Version von Norton Security und der Zwangs-Updates von Windows 10, welche gerne nach dem Booten stattfinden, wird die HDD zusätzlich belastet. Selbst nach dem Entrümpeln des Autostarts und der Deinstallation überflüssiger Software kommt das GP72 nie so richtig in die Gänge. Entsprechend raten wir Ihnen zum Einbau einer SSD oder gleich zum Kauf des GE72.

Recovery Image Backup
Recovery Image Backup
Dragon Gaming Center
Dragon Gaming Center
System Control Manager
System Control Manager
Killer Network Manager
Killer Network Manager

Zubehör

Der Lieferumfang besteht aus einem Quick Start Guide, einem Garantiebuch und einer Anleitung für die Wiederherstellung des Systems (Recovery-DVDs sind nicht dabei). Darüber hinaus entdeckt man im Karton noch ein 428 Gramm schweres und knapp 14,5 x 7,5 x 2,5 cm großes 120-Watt-Netzteil.

Garantie

Die Garantie erstreckt sich über einen Zeitraum von 24 Monaten.

Eingabegeräte

Tastatur

Die Tastatur ist bei MSI Geschmackssache. Während Person X das auf Spieler ausgerichtete Layout zu schätzen weiß, wird sich Person Y über das einzeilige Enter und die verschobene <|> bzw. #' Taste ärgern. Vielschreiber sollten zu einem Konkurrenz-Produkt mit Standard-Layout greifen.

In den restlichen Kategorien schlägt sich das Keyboard wacker. Druckpunkt und Anschlag müssen sich nicht hinter anderen Modellen verstecken. Der dedizierte Nummernblock und die futuristisch angehauchte Beschriftung können ebenfalls überzeugen. Während die Tasten des Hauptblocks auf eine Größe von 14 x 14 mm kommen, sind die Ziffern im rechten Areal nur 12 mm breit. Die Extra-Bottons, welche MSI links neben der Power-Taste angebracht hat, aktivieren übrigens das Dragon Gaming Center und die Cooler-Boost-Funktion. Letztere erhöht die Lüfteraktivität zugunsten der Temperaturen, was wir in Anbetracht der Geräuschentwicklung jedoch nicht empfehlen können.

Touchpad

Wie die Tastatur bewegt sich auch das Touchpad auf einem guten Niveau. MSI verzichtet beim GP72 auf die moderne Clickpad-Mechanik, welche vielerorts eher schlecht als recht funktioniert. Durch die dedizierten Maustasten werden Links- und Rechtsklicks stets einwandfrei angenommen. Bei den Themen Präzision und Stabilität schneidet das Touchpad ebenfalls besser als die meisten Clickpads ab.

Ob man sich mit der leicht angerauten Oberfläche anfreundet, variiert von Nutzer zu Nutzer. Zwar sorgt die Struktur für mehr Feedback, im Gegenzug leiden jedoch die Gleiteigenschaften. Hinsichtlich der Dimensionierung fällt das Touchpad üppig aus: 10,9 x 6,2 cm erlauben auch größere Bildstrecken ohne ein Nachsetzen des Fingers. Eine Gesten-Unterstützung ist natürlich auch an Bord, wobei die Zoom-Funktion etwas störrisch ist und der Bildlauf erst im Treiber angeschaltet werden muss.

Tastatur
Tastatur
Touchpad
Touchpad

Display

Wie die meisten aktuellen Notebooks enthält das GP72 ein entspiegeltes Full-HD-Display. Gut so, denn die GeForce GTX 950M wäre für Auflösungen im 3K- und 4K-Bereich deutlich zu schwach (siehe Benchmarks).

202
cd/m²
213
cd/m²
213
cd/m²
210
cd/m²
250
cd/m²
214
cd/m²
262
cd/m²
258
cd/m²
258
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 262 cd/m² Durchschnitt: 231.1 cd/m²
Ausleuchtung: 77 %
Helligkeit Akku: 250 cd/m²
Kontrast: 1000:1 (Schwarzwert: 0.25 cd/m²)
ΔE Color 10.3 | 0.4-29.43 Ø6.2
ΔE Greyscale 10.83 | 0.64-98 Ø6.4
95% sRGB (Argyll 3D) 61% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
Gamma: 2.51

Dank der matten Oberfläche lässt sich das GP72 prima außerhalb geschlossener Räume verwenden. Zumindest theoretisch, weil die Leuchtkraft des integrierten Panels eher mittelprächtig ist. Mit rund 230 cd/m² ordnet sich das CMN N173HGE-E11 knapp 100 cd/m² hinter dem LG Philips 173WF4-SPD1/SPF1 des Asus GL771JW respektive Acer V 17 Nitro ein. Auch das Schenker XMG A705 und das Asus N751JX (AU Optronics B173HW02 V1) leuchten heller. Allerdings punktet das MSI GP72 mit einem niedrigen Schwarzwert. 0,25 cd/m² sprechen für eine knackige Darstellung von dunklen Inhalten.

MSI GP72-2QEi781
CMN N173HGE-E11 (CMN1735)
Asus N751JX-T4056H
AU Optronics B173HW02 V1
MSI GE72-2QDi716H11
Chi Mei N173HGE-E11
Asus GL771JW-T7082H
LG Philips LP173WF4-SPD1
Schenker XMG A705
AU Optronics B173HW02 V1
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
LG Philips LGD0469 ÖP173WF4-SPF1
Bildschirm
1%
7%
16%
-10%
10%
Helligkeit Bildmitte
250
337
35%
255
2%
343
37%
322
29%
347
39%
Brightness
231
312
35%
246
6%
333
44%
299
29%
326
41%
Brightness Distribution
77
86
12%
80
4%
92
19%
87
13%
90
17%
Schwarzwert *
0.25
0.61
-144%
0.2
20%
0.38
-52%
0.57
-128%
0.409
-64%
Kontrast
1000
552
-45%
1275
28%
903
-10%
565
-43%
848
-15%
DeltaE Colorchecker *
10.3
5.84
43%
10.01
3%
7
32%
9.29
10%
6.81
34%
DeltaE Graustufen *
10.83
3.86
64%
10.5
3%
4.33
60%
9.58
12%
7.27
33%
Gamma
2.51 88%
2.59 85%
2.25 98%
2.12 104%
2.17 101%
2.4 92%
CCT
13595 48%
6859 95%
12631 51%
6111 106%
11114 58%
7546 86%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
61
64
5%
62
2%
59
-3%
59
-3%
57
-7%
Color Space (Percent of sRGB)
95
97
2%
94
-1%

* ... kleinere Werte sind besser

Der Kontrast kann sich ebenfalls sehen lassen: 1.000:1 knackt bei Weitem nicht jedes Konkurrenz-Notebook. Ähnliches gilt für den Farbraum: Mit einer sRGB-Abdeckung von 95 % und einer AdobeRGB Abdeckung von 61 % sprintet das CMN173HGE-E11 an den meisten Panels vorbei. Nachholbedarf besteht vor allem bei der Farbgenauigkeit. Im Auslieferungszustand weist das Display einen deftigen Blaustich auf, der sich durch eine Kalibrierung jedoch beseitigen lässt. Laut unserer Messungen mit der Profi-Sofware CalMAN profitieren auch die Graustufen und der Gamma-Wert deutlich von einem »Tuning«.

CalMan: Grayscale
CalMan: Grayscale
CalMan: Grayscale (kalibriert)
CalMan: Grayscale (kalibriert)
CalMan: Saturation Sweeps
CalMan: Saturation Sweeps
CalMan: Saturation Sweeps (kalibriert)
CalMan: Saturation Sweeps (kalibriert)
CalMan: ColorChecker
CalMan: ColorChecker
CalMan: ColorChecker (kalibriert)
CalMan: ColorChecker (kalibriert)
MSI GP72 vs. sRGB
MSI GP72 vs. sRGB
MSI GP72 vs. AdobeRGB
MSI GP72 vs. AdobeRGB

Kommen wir zu den Blickwinkeln, die vertikal zwar nicht an ein gutes IPS-Panel heranreichen, für ein TN-Produkt allerdings überdurchschnittlich sind. Top: Von nervigen Lichthöfen blieb unser Testgerät – trotz der zweitklassigen Ausleuchtung (77 %) – verschont.

Outdoor-Einsatz
Outdoor-Einsatz
Blickwinkel
Blickwinkel

Leistung

Das MSI GP72 richtet sich mit seiner Hardware vor allem an Multimedia-Fans, die ihr Notebook gleichermaßen für Office, Internet, Musik, Videos und Spiele nutzen möchten. In all diesen Bereichen liefert das Gerät eine brauchbare Vorstellung ab, ohne das Performance-Level eines typischen Gaming Laptops zu erreichen. Als Hauptkonkurrenten betrachten wir 17-Zoll-Notebooks, die zwischen 1.000 und 1.500 Euro kosten und von einer GeForce GTX 950M oder GeForce GTX 960M angetrieben werden. Schwächere Systeme auf 930M- oder 940M-Basis sind für Gaming-Interessierte denkbar ungeeignet.

Prozessor

Als Prozessor integriert MSI mit dem Core i7-5700HQ ein bärenstarkes Vierkernmodell, das unter Last mit 2,7-3,5 GHz taktet und – im Gegensatz zur älteren Haswell Generation – auf 14 statt 22 nm kleine Strukturen setzt. Trotz der neuen Herstellungstechnik ist die Leistung der Broadwell Architektur kaum höher.

Single-Core Rendering
Single-Core Rendering
Multi-Core Rendering
Multi-Core Rendering
CPU- & GPU-Belastung
CPU- & GPU-Belastung

Wenn man die Ergebnisse des Cinebench R15 betrachtet, werkelt der Core i7-5700HQ nicht einmal 10 % flotter als der extrem beliebte Haswell Bruder Core i7-4720HQ (2,6-3,6 GHz), der in nahezu allen Konkurrenz-Produkten steckt. Ein Grund für den relativ geringen Vorsprung ist die Tatsache, dass der Core i7-5700HQ im GP72 sein Potenzial nicht ganz entfalten kann. Wie der 17-Zoll-Bruder GT72 eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, läuft das High-End-Modell bei Multi-Core-Last theoretisch mit seinen vollen 3,5 GHz (Haswell CPUs schaffen den maximalen Takt nur bei Single-Core-Belastung).

Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
7.7 Points
Cinebench R11.5 CPU Single 64Bit
1.62 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
40.03 fps
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
694 Points
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
142 Points
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
44.9 fps
Hilfe

Spürbare Auswirkungen hat der eingeschränkte Turbo allerdings nicht. 3,1-3,4 GHz in Multi-Core-Szenarien sind immer noch üppig. Zumal der Core i7-5700HQ via Hyper-Threading acht Threads parallel bearbeiten kann. Zu einem Throttling, also einer Drosselung unter den Basiswert, kommt es nur unter Volllast, was den meisten Nutzern nie passieren dürfte.

Cinebench R15
CPU Single 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
MSI GP72-2QEi781
Intel Core i7-5700HQ
142 Points ∼65%
Asus N751JX-T4056H
Intel Core i7-4720HQ
139 Points ∼64% -2%
MSI GE72-2QDi716H11
Intel Core i7-4720HQ
137 Points ∼63% -4%
Asus GL771JW-T7082H
Intel Core i7-4720HQ
141 Points ∼65% -1%
Schenker XMG A705
Intel Core i7-4720HQ
132 Points ∼61% -7%
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
Intel Core i7-4720HQ
133 Points ∼61% -6%
CPU Multi 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
MSI GP72-2QEi781
Intel Core i7-5700HQ
694 Points ∼16%
Asus N751JX-T4056H
Intel Core i7-4720HQ
633 Points ∼14% -9%
MSI GE72-2QDi716H11
Intel Core i7-4720HQ
659 Points ∼15% -5%
Asus GL771JW-T7082H
Intel Core i7-4720HQ
634 Points ∼14% -9%
Schenker XMG A705
Intel Core i7-4720HQ
645 Points ∼15% -7%
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
Intel Core i7-4720HQ
643 Points ∼15% -7%
Cinebench R11.5
CPU Single 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
MSI GP72-2QEi781
Intel Core i7-5700HQ
1.62 Points ∼66%
Asus N751JX-T4056H
Intel Core i7-4720HQ
1.57 Points ∼64% -3%
MSI GE72-2QDi716H11
Intel Core i7-4720HQ
1.58 Points ∼65% -2%
Asus GL771JW-T7082H
Intel Core i7-4720HQ
1.58 Points ∼65% -2%
Schenker XMG A705
Intel Core i7-4720HQ
1.58 Points ∼65% -2%
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
Intel Core i7-4720HQ
1.13 Points ∼46% -30%
CPU Multi 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
MSI GP72-2QEi781
Intel Core i7-5700HQ
7.7 Points ∼28%
Asus N751JX-T4056H
Intel Core i7-4720HQ
6.9 Points ∼25% -10%
MSI GE72-2QDi716H11
Intel Core i7-4720HQ
7.31 Points ∼27% -5%
Asus GL771JW-T7082H
Intel Core i7-4720HQ
6.24 Points ∼23% -19%
Schenker XMG A705
Intel Core i7-4720HQ
7.03 Points ∼26% -9%
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
Intel Core i7-4720HQ
7.03 Points ∼26% -9%

System Performance

Wie bereits angesprochen enttäuscht die System-Performance etwas. Ohne Solid State Drive als Windows Partition hat man oft das Gefühl, ein mehrere Jahre altes Notebook vor sich zu haben. Im PCMark 7, der sehr viel Wert auf einen schnellen Massenspeicher legt, fällt der Gesamt-Score entsprechend dürftig aus. 3.284 Punkte können auch von einem ordinären Office- oder Budget-Notebook stammen. Der PCMark 8 ist mit dem GP72 deutlich gnädiger: 3.351 Punkte im Home- und 4.532 Punkte im Work-Durchlauf sind dem Kaufpreis angemessen.

PCMark 7 Score
3284 Punkte
PCMark 8 Home Score Accelerated v2
3351 Punkte
PCMark 8 Work Score Accelerated v2
4532 Punkte
Hilfe
PCMark 8
Work Score Accelerated v2 (nach Ergebnis sortieren)
MSI GP72-2QEi781
GeForce GTX 950M, 5700HQ, WDC Scorpio Blue WD10JPVX-22JC3T0
4532 Points ∼70%
Asus N751JX-T4056H
GeForce GTX 950M, 4720HQ, Toshiba MQ01ABD100
3521 Points ∼54% -22%
MSI GE72-2QDi716H11
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Kingston RBU-SNS8100S3128GD
4982 Points ∼76% +10%
Asus GL771JW-T7082H
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Samsung SSD XP941 MZHPU256HCGL
4980 Points ∼76% +10%
Schenker XMG A705
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Samsung SSD XP941 MZHPU512HCGL
4910 Points ∼75% +8%
Home Score Accelerated v2 (nach Ergebnis sortieren)
MSI GP72-2QEi781
GeForce GTX 950M, 5700HQ, WDC Scorpio Blue WD10JPVX-22JC3T0
3351 Points ∼55%
Asus N751JX-T4056H
GeForce GTX 950M, 4720HQ, Toshiba MQ01ABD100
3241 Points ∼53% -3%
MSI GE72-2QDi716H11
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Kingston RBU-SNS8100S3128GD
3705 Points ∼61% +11%
Asus GL771JW-T7082H
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Samsung SSD XP941 MZHPU256HCGL
3758 Points ∼62% +12%
Schenker XMG A705
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Samsung SSD XP941 MZHPU512HCGL
3790 Points ∼62% +13%
PCMark 7 - Score (nach Ergebnis sortieren)
MSI GP72-2QEi781
GeForce GTX 950M, 5700HQ, WDC Scorpio Blue WD10JPVX-22JC3T0
3284 Points ∼38%
MSI GE72-2QDi716H11
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Kingston RBU-SNS8100S3128GD
5895 Points ∼69% +80%
Asus GL771JW-T7082H
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Samsung SSD XP941 MZHPU256HCGL
6058 Points ∼70% +84%
Schenker XMG A705
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Samsung SSD XP941 MZHPU512HCGL
6098 Points ∼71% +86%
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Kingston RBU-SNS8100S3256GD
5669 Points ∼66% +73%

Massenspeicher

MSI greift beim Testgerät auf eine 1.000-GByte-HDD aus dem Hause Western Digital zurück (Scorpio Blue WD10JPVX-22JC3T0), die mit 5.400 U/Min rotiert und beim sequentiellen Test des CrystalDiskMark über 100 MB/Sek erreicht – ein anständiger Wert für eine HDD. Optional lässt sich das GP72 noch mit einer SSD im kompakten M.2-Format bestücken.

WDC Scorpio Blue WD10JPVX-22JC3T0
Minimale Transferrate: 43.2 MB/s
Maximale Transferrate: 112.4 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 82.3 MB/s
Zugriffszeit: 16.8 ms
Burst-Rate: 168.6 MB/s
CPU Benutzung: 1.2 %

Grafikkarte

Dank Nvidias Optimus Technik kann das Allround-Notebook dynamisch zwischen der im Prozessor integrierten Grafikeinheit und der dedizierten GeForce GPU wechseln. Während die HD Graphics 5600 für Alltagsaufgaben gedacht ist, aktiviert sich die GTX 950M bei rechenintensiven 3D-Anwendundgen (Spiele etc.). Da Nvidias Mittelklasse-GPU mit DDR3-VRAM auskommen muss, fällt die Leistung teils deutlich hinter die GeForce GTX 960M zurück, welche ebenfalls 640 CUDA Cores und überwiegend 2.048 MByte Speicher enthält (128-Bit-Interface).

3DMark 11 Performance
4574 Punkte
3DMark Ice Storm Standard Score
52209 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
14362 Punkte
3DMark Fire Strike Score
2911 Punkte
Hilfe

Größter Unterschied neben dem VRAM-Typ sind die Taktraten. Anstelle von 1.097-1.176 MHz erreicht der Kern der GTX 950M nur 993-1.124 MHz. Jedoch kommt der Turbo (auch GPU Boost gennant) im GP72 voll zur Geltung, so dass die Taktdifferenz nicht ganz so riesig ist. Beim Performance-Vergleich rangiert der 17-Zöller auf dem Level des GTX-950M-Konkurrenten Asus N751JX. Notebooks mit GeForce GTX 960M sind um einiges flotter. Im Fire-Strike-Test des aktuellen 3DMark beträgt der Vorsprung knapp 40 %.

3DMark
1920x1080 Fire Strike Graphics (nach Ergebnis sortieren)
MSI GP72-2QEi781
NVIDIA GeForce GTX 950M
3225 Points ∼8%
Asus N751JX-T4056H
NVIDIA GeForce GTX 950M
3175 Points ∼8% -2%
MSI GE72-2QDi716H11
NVIDIA GeForce GTX 960M
4372 Points ∼11% +36%
Asus GL771JW-T7082H
NVIDIA GeForce GTX 960M
4252 Points ∼10% +32%
Schenker XMG A705
NVIDIA GeForce GTX 960M
4313 Points ∼11% +34%
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
NVIDIA GeForce GTX 960M
4304 Points ∼11% +33%
1920x1080 Fire Strike Score (nach Ergebnis sortieren)
MSI GP72-2QEi781
NVIDIA GeForce GTX 950M
2911 Points ∼11%
Asus N751JX-T4056H
NVIDIA GeForce GTX 950M
2863 Points ∼11% -2%
MSI GE72-2QDi716H11
NVIDIA GeForce GTX 960M
4078 Points ∼15% +40%
Asus GL771JW-T7082H
NVIDIA GeForce GTX 960M
3897 Points ∼15% +34%
Schenker XMG A705
NVIDIA GeForce GTX 960M
3978 Points ∼15% +37%
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
NVIDIA GeForce GTX 960M
3974 Points ∼15% +37%
3DMark 11
1280x720 Performance GPU (nach Ergebnis sortieren)
MSI GP72-2QEi781
NVIDIA GeForce GTX 950M
4474 Points ∼9%
Asus N751JX-T4056H
NVIDIA GeForce GTX 950M
4431 Points ∼9% -1%
MSI GE72-2QDi716H11
NVIDIA GeForce GTX 960M
5267 Points ∼10% +18%
Asus GL771JW-T7082H
NVIDIA GeForce GTX 960M
5083 Points ∼10% +14%
Schenker XMG A705
NVIDIA GeForce GTX 960M
5250 Points ∼10% +17%
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
NVIDIA GeForce GTX 960M
5103 Points ∼10% +14%
1280x720 Performance (nach Ergebnis sortieren)
MSI GP72-2QEi781
NVIDIA GeForce GTX 950M
4574 Points ∼15%
Asus N751JX-T4056H
NVIDIA GeForce GTX 950M
4575 Points ∼15% 0%
MSI GE72-2QDi716H11
NVIDIA GeForce GTX 960M
5577 Points ∼18% +22%
Asus GL771JW-T7082H
NVIDIA GeForce GTX 960M
5308 Points ∼17% +16%
Schenker XMG A705
NVIDIA GeForce GTX 960M
5579 Points ∼18% +22%
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
NVIDIA GeForce GTX 960M
5410 Points ∼17% +18%

Gaming Performance

Mehr als 1.920 x 1.080 Bildpunkte und hohe Settings sollte man dem MSI GP72 nicht zumuten. Extrem anspruchsvolle Titel wie Watch Dogs und Batman Arkham Knight zwingen den Nutzer sogar zu mittleren Details und/oder einer Reduzierung der Auflösung. Wer eher harmlose Titel zockt (z. B. Fifa 15), kann jedoch oft alle Optionen auf Anschlag stellen und hochwertige Kantenglättung aktivieren.

#ff7777;">0 Spiel startete nicht (crash)
min. mittel hoch max.4K
Battlefield 4 (2013) 118.883.157.22210.9fps
Watch Dogs (2014) 62.153.120.812.7fps
Sims 4 (2014) 168.497.957.447fps
Fifa 15 (2014) 169.9133.991.341.6fps
Batman: Arkham Knight (2015) 5646204fps
Metal Gear Solid V (2015) 59.959.637.526.710.4fps
Mad Max (2015) 75.43834.911fps

Emissionen

Geräuschemissionen

Die Lautstärke des MSI GP72 erinnert grob an die Geräuschentwickling des Asus N751JX-T4056H. Mit 31-35 dB(A) ist der 17-Zöller im Idle-Betrieb zwar nicht lautlos, das dezente Lüfter- und Festplattenrauschen dürfte jedoch kaum einen Nutzer stören. Bei halbwegs fordernden Tätigkeiten (Installationen etc.) sieht die Lage etwas schlechter aus: Hin und wieder neigt der Gehäuselüfter zum Auftouren, was angesichts der Hardware-Temperaturen nicht unbedingt sein müsste.

Unangenehm laut wird das GP72 allerdings zu keiner Zeit. Selbst im Stresstest mit den Tools Furmark und Prime95 erreichte der Lüfter höchstens 43 dB(A). Bei »normalen« 3D-Anwendungen sind es ebenfalls um die 43 dB(A). Notebooks mit kräftigeren GPUs tendieren unter Last häufig Richtung 50 dB (siehe Tabelle), was einem störend lauten Pegel entspricht.

Lautstärkediagramm

Idle
31.4 / 32.2 / 34.6 dB(A)
HDD
32.2 dB(A)
DVD
38 / dB(A)
Last
42.8 / 43.4 dB(A)
  red to green bar
 
 
30 dB
leise
40 dB(A)
deutlich hörbar
50 dB(A)
störend
 
min: dark, med: mid, max: light   Voltcraft sl-320 (aus 15 cm gemessen)
MSI GP72-2QEi781
GeForce GTX 950M, 5700HQ
Asus N751JX-T4056H
GeForce GTX 950M, 4720HQ
MSI GE72-2QDi716H11
GeForce GTX 960M, 4720HQ
Asus GL771JW-T7082H
GeForce GTX 960M, 4720HQ
Schenker XMG A705
GeForce GTX 960M, 4720HQ
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
GeForce GTX 960M, 4720HQ
Geräuschentwicklung
0%
-3%
4%
-3%
-4%
aus / Umgebung *
Idle min *
31.4
33.2
-6%
29.4
6%
30.6
3%
29.4
6%
29.6
6%
Idle avg *
32.2
33.3
-3%
34
-6%
32.6
-1%
30.6
5%
32.1
-0%
Idle max *
34.6
33.6
3%
36
-4%
33.2
4%
38.2
-10%
35.4
-2%
Last avg *
42.8
40.4
6%
44.4
-4%
39.4
8%
44.4
-4%
47.3
-11%
Last max *
43.4
42.4
2%
47
-8%
41.4
5%
48
-11%
48.1
-11%

* ... kleinere Werte sind besser

Temperatur

Stresstest
Stresstest

Zu den größten Schwächen des GP72 zählt die relativ hohe Temperaturentwicklung. Bereits im Leerlauf erwärmt sich die linke Hälfte des Chassis spürbar, wobei 35 °C im Handballenbereich noch akzeptabel sind. Asus präsentiert sich hier von einer besseren Seite. Sowohl das N751JX als auch das GL771JW bleiben im Idle-Betrieb unter 30 °C.

Beim Stresstest siedelt sich das MSI GP72 ebenfalls im Mittelfeld an. Nach einer Stunde Volllast erreicht das Chassis durchschnittlich 40 °C (oben) bzw. 39 °C (unten). Auf dem Schoß sollte man den 17-Zöller nicht unbedingt betreiben. Eine Maximaltemperatur von 50 °C spricht gegen einen längeren Spieleeinsatz. Das WASD-Areal wird mit bis zu 46 °C nicht ganz so heiß.

Max. Last
 46.3 °C45.6 °C35.6 °C 
 45.9 °C45.4 °C33.9 °C 
 40.3 °C40.7 °C28.9 °C 
Maximal: 46.3 °C
Durchschnitt: 40.3 °C
36.1 °C42.3 °C50.1 °C
32.9 °C41.9 °C47.1 °C
26.6 °C33.4 °C37 °C
Maximal: 50.1 °C
Durchschnitt: 38.6 °C
Netzteil (max.)  56.2 °C | Raumtemperatur 23 °C | Voltcraft IR-900
(-) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 40.3 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Multimedia auf 30.9 °C.
(-) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 46.3 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 36.5 °C (von 21.1 bis 71 °C für die Klasse Multimedia).
(-) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 50.1 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 38.8 °C).
(±) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 33.9 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 30.9 °C.
(-) Die Handballen und der Touchpad-Bereich können sehr heiß werden mit maximal 40.7 °C.
(-) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 29.1 °C (-11.6 °C).
MSI GP72-2QEi781
GeForce GTX 950M, 5700HQ
Asus N751JX-T4056H
GeForce GTX 950M, 4720HQ
MSI GE72-2QDi716H11
GeForce GTX 960M, 4720HQ
Asus GL771JW-T7082H
GeForce GTX 960M, 4720HQ
Schenker XMG A705
GeForce GTX 960M, 4720HQ
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
GeForce GTX 960M, 4720HQ
Hitze
25%
-4%
15%
3%
8%
Last oben max *
46.3
38.3
17%
56
-21%
44
5%
49.1
-6%
49.6
-7%
Last unten max *
50.1
43
14%
46.8
7%
53.4
-7%
48.4
3%
51.7
-3%
Idle oben max *
39
25.7
34%
38.3
2%
27.8
29%
34.6
11%
29.5
24%
Idle unten max *
39.4
26.5
33%
41.1
-4%
27.3
31%
37.3
5%
33
16%

* ... kleinere Werte sind besser

Lautsprecher

Nahimic
Nahimic

Während das GP62 in der Audio-Kategorie mit 40 % abgestraft wurde, ergattert das GP72 eine deutlich bessere Note. Ursache ist die Anwesenheit eines Subwoofers, welcher dem 15-Zoll-Modell fehlt. Was aber nicht bedeutet, dass die Soundqualität voll überzeugen kann. Die im Frontbereich integrierten Speaker produzieren nur einen mittelmäßigen Ton, der sich vom Asus N751JX geschlagen geben muss.

Ohne den »Nahimic Audio Enhancer« wäre der Abstand zum Kontrahenten vermutlich noch größer. Letztere Software ist mit ihrer hübschen und aufgeräumten Oberfläche sowie den zahlreichen Optionen überaus gelungen. Als weiteren Pluspunkt sollte man die hohe Maximallautstärke des Soundsystems anführen. Andere Notebooks lassen sich nicht so kräftig aufdrehen, wobei der Klang zusehends blecherner wird.

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Der Strombedarf des GP72 ist im Idle-Betrieb etwas höher als beim Asus N751JX. Statt 9,1-17,8 Watt genehmigt sich das MSI Notebook 13,8-23,2 Watt. Im 3DMark 06 verbraucht hingegen das Asus Gerät mehr. So konnten wir dem GP72 bei der ersten Szene nur einen Durchschnittswert von 78,8 statt 89,7 Watt entlocken. Der maximale Stromverbrauch ist wegen dem Throttling nicht 1:1 vergleichbar.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.1 / 0.2 Watt
Idledarkmidlight 13.8 / 19.6 / 23.2 Watt
Last midlight 78.8 / 103.2 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Voltcraft VC 940
MSI GP72-2QEi781
GeForce GTX 950M, 5700HQ
Asus N751JX-T4056H
GeForce GTX 950M, 4720HQ
MSI GE72-2QDi716H11
GeForce GTX 960M, 4720HQ
Asus GL771JW-T7082H
GeForce GTX 960M, 4720HQ
Schenker XMG A705
GeForce GTX 960M, 4720HQ
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
GeForce GTX 960M, 4720HQ
Stromverbrauch
17%
-19%
7%
-12%
20%
Idle min *
13.8
9.1
34%
16
-16%
8.8
36%
13.5
2%
5.8
58%
Idle avg *
19.6
13.8
30%
21.8
-11%
14.8
24%
18.8
4%
13.1
33%
Idle max *
23.2
17.8
23%
28.5
-23%
24.3
-5%
25.5
-10%
14.5
37%
Last avg *
78.8
89.7
-14%
102
-29%
88.8
-13%
95.8
-22%
98
-24%
Last max *
103.2
92.3
11%
118
-14%
111.2
-8%
140
-36%
104.9
-2%

* ... kleinere Werte sind besser

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit des MSI GP72 lässt eher an ein Gaming- als ein Multimedia-Notebook denken. Abhängig von der Auslastung, der Display-Helligkeit und dem Energiesparplan hält der Laptop 1-6 Stunden ohne Netzteil durch. Unter realistischen Bedingungen, wie sie unser WLAN-Parcours und der HD-Video-Test simuliert, kann man mit etwa 2-3 Stunden rechnen. Aufgrund des potenteren Akkus (56 vs. 42 Wh) macht das Asus N751JX erst 50 % später schlapp.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
5h 59min
NBC WiFi Websurfing Battery Test 1.3
2h 40min
Big Buck Bunny H.264 1080p
1h 56min
Last (volle Helligkeit)
0h 50min
MSI GP72-2QEi781
GeForce GTX 950M, 5700HQ
Asus N751JX-T4056H
GeForce GTX 950M, 4720HQ
MSI GE72-2QDi716H11
GeForce GTX 960M, 4720HQ
Asus GL771JW-T7082H
GeForce GTX 960M, 4720HQ
Schenker XMG A705
GeForce GTX 960M, 4720HQ
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
GeForce GTX 960M, 4720HQ
Akkulaufzeit
53%
36%
74%
67%
28%
Idle
359
498
39%
601
67%
324
-10%
H.264
116
172
48%
238
105%
228
97%
WLAN
160
244
53%
210
31%
271
69%
258
61%
204
28%
Last
50
62
24%
78
56%
109
118%

Fazit

Pro

+ Grafikumschaltung mit Aktivitätsanzeige
+ Moderate Geräuschentwicklung
+ Teilweise aus Metall
+ Gutes Touchpad
+ Schickes Design
+ M.2-Steckplatz
+ 3x USB 3.0

Contra

- Kein echtes Gaming-Notebook (GTX 950M mit DDR3-VRAM)
- System-Performance teils stark beeinträchtigt (vorinstallierte Software, Zwangs-Updates von Windows 10)
- Viele Sparmaßnahmen im Vergleich zur GE-Serie (fehlende Tastaturbeleuchtung etc.)
- Lautsprecher könnten besser sein
- Akku nicht direkt zugänglich
- TN-Panel mit Blaustich
- Mäßige Laufzeit
MSI GP72 2QE Leopard Pro, Testgerät zur Verfügung gestellt von:
MSI GP72 2QE Leopard Pro, Testgerät zur Verfügung gestellt von:

Im direkten Vergleich mit dem ähnlich teuren Asus N751JX-T4056H hat es das MSI GP72-2QEi781 schwer. So kann der 17-Zoll-Konkurrent nicht nur mit einer höheren Akkulaufzeit, sondern auch mit einem besseren Soundsystem aufwarten. Reisefreudige Nutzer werden zudem das leuchtstärkere Display des N751JX bevorzugen, wobei das GP72 mit einem moderaten Gewicht auf Kundenfang geht (2,8 vs. 3,4 Kilogramm).

Welches Notebook die schönere Optik bietet, hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Durch den helleren Farbton wirkt das Asus jedenfalls frischer. Auch die Verarbeitung und der generelle Qualitätseindruck sind beim N751JX etwas wertiger. Im Bezug auf die Ausstattung, die Performance und die Eingabegeräte nehmen sich die Notebooks kaum etwas.

Da das Gehäuse überdurchschnittlich warm wird, scheitert das GP72 sehr knapp an der 80-%-Marke. Das Asus N751JX kann sich nicht zuletzt durch seine bessere Kühlung um 6 % distanzieren. MSI Freunde mit Gaming-Fokus sind bei der teureren GE-, GS-, und GT-Serie richtig.

MSI GP72-2QEi781 - 16.09.2015 v4(old)
Florian Glaser

Gehäuse
74 / 98 → 76%
Tastatur
75%
Pointing Device
80%
Konnektivität
72 / 81 → 89%
Gewicht
58 / 20-67 → 81%
Akkulaufzeit
71%
Display
81%
Leistung Spiele
90 / 85 → 100%
Leistung Anwendungen
81 / 92 → 88%
Temperatur
74%
Lautstärke
76 / 95 → 80%
Audio
60%
Durchschnitt
74%
79%
Multimedia - gewichteter Durchschnitt
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Autor: Florian Glaser (Update: 15.05.2018)
Florian Glaser
Florian Glaser - Managing Editor Gaming
In den frühen 90er-Jahren mit MS-DOS und Windows 3.1 aufgewachsen entdeckte ich schon im Kindesalter mein Interesse für den Bereich Computer. Speziell Computerspiele strahlten bereits damals eine große Faszination auf mich aus. Von Monkey Island über Lands of Lore bis hin zu Doom wurde alles gezockt, was man so unter die Finger bekam. Für Notebookcheck bin ich seit 2009 tätig mit Schwerpunkt auf leistungsstarke Gaming-Notebooks.