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Samsung Galaxy Note20: Südkorea freut sich auf Snapdragon-Version, Europäern bleibt die Hoffnung auf eine bessere Zukunft

Das Samsung Galaxy Note20, hier in einem Renderbild von Ice Universe, startet in Südkorea wieder mit Snapdragon-Chip.
Das Samsung Galaxy Note20, hier in einem Renderbild von Ice Universe, startet in Südkorea wieder mit Snapdragon-Chip.
Das Thema Snapdragon vs. Exynos beim Galaxy Note 20 beziehungsweise Galaxy Note20 Ultra war kürzlich auch wieder Thema in den südkoreanischen Medien. Samsungs Heimatland darf sich über die noch schnellere Snapdragon 865+-Version freuen, Europäern bleibt die Hoffnung auf die Zukunft.
Alexander Fagot,

Offiziell ist es natürlich noch nicht aber derzeit deuten alle Hinweise mal wieder auf eine Benachteiligung europäischer Samsung-Fans, wenn es um den Chipsatz im kommenden Flaggschiff-Duo Galaxy Note 20 und Galaxy Note20 Ultra geht (oben ein Konzeptdesign des regulären Modells vom Leaker Ice Universe). Wir haben bereits darüber berichtet, dass viele Leaker mittlerweile durch die Bank an den erneuten Einsatz des Exynos 990 in der europäischen Galaxy Note20-Variante glauben, nachdem ursprünglich ein verbesserter und vor allem effizienterer Exynos 991 beziehungsweise Exynos 992 erwartet wurde.

Ob der altbekannte Exynos 990 nun unverändert oder in optimierter Form zum Einsatz kommt, bleibt abzuwarten, in jedem Fall scheint Samsungs Heimat einmal mehr mit der Snapdragon-Version bevorzugt zu werden, wie die südkoreanische Webseite DDaily kürzlich auf Basis eines Industrie-Insiders berichtete. Hier wird explizit der Snapdragon 865+ erwähnt, also die schnellere und um Features erweiterte Version des Snapdragon 865, womit sich der Abstand zwischen dem Galaxy Note20 in den USA, China und Südkorea und dem Modell im Rest der Welt, etwa auch in Europa, weiter vergrößern würde, wie auch der Leaker Ice Universe via Twitter auf durchaus sarkastische Weise visualisierte:

Hoffnung auf künftige Exynos-Chips

Bei dieser Diskussion ist durchaus anzumerken, dass es für Samsung keinen technischen Grund gibt, in Südkorea auf den Qualcomm-Chip setze setzen, anders als in den USA und China wo die CDMA-Mobilfunkstandards gegen die Verwendung der Exynos-Modems sprechen. Deswegen wurde in Korea auch bis 2019 jeweils die Exynos-Variante von Galaxy S- und Galaxy Note-Familien verkauft, erst in diesem Jahr hat sich das geändert, was viele Beobachter der doch nicht ganz konkurrenzfähigen Performance zuschreiben, insbesondere im Grafikbereich, wie etwa DDaily anmerkt.

Möglicherweise wird sich der Abstand zwischen dem Top-Exynos-Chipsatz und dem jeweiligen Qualcomm-Pendent künftig aber wieder verkleinern. Hierfür gibt es durchaus mehrere Anzeichen. Einerseits soll Samsung ja die Eigenentwicklung der Mongoose-Kerne eingestellt haben und könnte im Exynos 1000 auf die Standard-ARM-Cores, gerüchteweise Cortex-A78 beziehungsweise sogar Cortex-X1, zurückgreifen, andererseits erwähnt der Bericht aus Südkorea auch wieder die schon vor Jahren gemunkelte Zusammenarbeit mit AMD, um künftigen Exynos-Chips zu deutlich höherer GPU-Performance zu verhelfen.

Quelle(n)

DDaily Korea via Sleepy Kuma

Ice Universe (1, 2)

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Autor: Alexander Fagot, 14.07.2020 (Update: 14.07.2020)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Managing Editor News
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.