Notebookcheck

Test Intel NUC 5i5RYH Mini PC

Tobias Winkler, Stefanie Voigt, 21.03.2015

Klein, aber fein. Intel hat schon seit mehreren Generationen kleine Desktop-PCs im Angebot. Anlässlich der kürzlichen Aktualisierung haben wir uns einen NUC mit brandneuem Broadwell Chip in die Redaktion geholt. Was man von diesem PC-Würfelchen erwarten kann, haben wir getestet.

Update 29.07 - Spieleperformance und Throttling, weitere Spielebenchmarks

Die Zeiten der großen, klobigen Tower-PCs scheinen gezählt zu sein. Nicht nur bei den Notebooks, sondern auch bei Desktop-Systemen werden Neuvorstellungen immer häufiger unter dem Diktat „weniger ist mehr“ vorgestellt. Lediglich im Gaming- und Workstation-Bereich sind die großformatigen Boliden nach wie vor kaum wegzudenken. Ein Vertreter der kleinen und kompakten Rechneralternativen ist schon seit mehreren Generationen Intels NUC Serie. Mit nahezu mickrigen Ausmaßen bekommt man hier einen vollwertigen Barebone-PC geboten, der für viele Aufgaben ein gutes Leistungsgerüst mitbringt. Nebenbei halten sich Stromverbrauch und Geräuschentwicklung in zurückhaltenden Grenzen und tragen damit wohltuend zum unscheinbaren Gesamtauftritt bei.

Für den Test haben wir uns für die Barebone-Variante NUC5i5RYH entschieden. Dieses Modell verfügt über den aktuellen Broadwell Prozessor Intel Core i5-5250U mit integrierter Intel HD Graphics 6000 und kann im Vergleich mit dem zum NUC5i5RYK etwas größeren Gehäuse ein 2,5-Zoll-Laufwerk aufnehmen. Die sonstigen für uns wichtigen Ausstattungsdetails mit freiem M.2-Steckplatz, integriertem AC-WLAN und Mini-DisplayPort können sich ebenfalls sehen lassen. Komplettiert haben wir das Testgerät mit 2x 4 GB PC3-12800 RAM, einer OCZ Vector 150 (240 GB) und Windows 7 Home Premium 64 bit.

Wer sich die Bastelarbeit sparen möchte und noch etwas warten kann, sollte zukünftig umgekabelte Broadwell NUCs auch bei Herstellern wie Wortmann finden. Deren Terra-Micro-PCs kommen bereits mit Windows Betriebssystem, Massenspeicher und RAM, basieren derzeit aber noch auf der Vorgängergeneration.

Intel NUC5i5RYH
Grafikkarte
Intel HD Graphics 6000, Kerntakt: 950 MHz, shared memory, 10.18.14.4080
Hauptspeicher
8192 MB 
, 2x 4GB PC3-12800, max. 16 GB, nur DDR3L (1.35V)
Massenspeicher
OCZ Vector 150 240 GB, 240 GB 
Anschlüsse
2 USB 2.0, 4 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 HDMI, 1 DisplayPort, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: Kopfhörer/ Mikrofon, Infrarot Empfänger, M.2
Netzwerk
Intel Ethernet Connection I218-V (10/100/1000/2500/5000MBit/s), Intel Dual Band Wireless-AC 7265 (a/b/g/h/n = Wi-Fi 4/ac = Wi-Fi 5), Bluetooth 4.0
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 49 x 115 x 111
Betriebssystem
Microsoft Windows 7 Home Premium 64 Bit
Sonstiges
36 Monate Garantie, Betriebssystem, SSD, RAM nicht im Lieferumfang!
Gewicht
690 g, Netzteil: 180 g
Preis
400 Euro
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Gehäuse & Ausstattung

empfänglich für Fingerabdrücke
empfänglich für Fingerabdrücke

Das in weiten Teilen aus Metall gefertigte Gehäuse ist sehr stabil und macht einen insgesamt äußerst wertigen Eindruck. Lediglich die hochglanzlackierte Deckseite gefällt uns weniger, da sie sehr empfindlich gegenüber Mikrokratzern und Fingerabdrücken ist. Das Gewicht fällt mit 690 Gramm recht gering aus und wird durch das leichte 65-Watt-Netzteil (180 Gramm) nicht sonderlich erhöht. Bereits im Lieferumfang enthalten ist eine VESA-Halterung für die Wand- oder Monitormontage. Das Gehäuse lässt sich einfach durch das Lösen von vier Schrauben am Unterboden öffnen. Danach hat man freien Zugriff auf die inneren Komponenten.

Die Anschlüsse sind praxisgerecht an Front und Heck verteilt. 4x USB 3.0, Mini-Displayport 1.2, Mini-HDMI 1.4, Gigabit-LAN, Audioport und ein Infrarotempfänger sollten die meisten Anwender glücklich machen. Dank bereits integriertem Intel Dual Band Wireless-AC 7265 Funkmodul ist man auch kabellos mit aktuellen Standards versorgt.

Anschlüsse Front
Anschlüsse Front
Anschlüsse Heck
Anschlüsse Heck

Leistung

Systemdaten
Systemdaten

Intels Broadwell Generation ist ein weiterer konsequenter Schritt Richtung Energieeffizienz. Mit etwas mehr Leistung bei weniger Energiebedarf bekommt man im Vergleich zur Vorgängergeneration ein optimiertes Paket geliefert. Bei den Händlern sind derzeit NUC-Varianten mit Intel Core i3-5010U, Intel Core i5-5250U und Intel Core i5-5300U gelistet. Eine Intel-Core-i7-Variante soll im 2. Quartal 2015 folgen. Ansonsten hat man keinen Einfluss auf die Ausstattung, lediglich RAM und Massenspeicher muss man sich konzeptbedingt in Eigenregie besorgen.

Prozessor

Die Prozessorleistung der Intel Core i5-5250U schöpft ihre Kraft aus Taktraten zwischen 1,6 und 2,7 GHz und kann maximal 4 Threads gleichzeitig bedienen. Als limitierender Faktor greift hier oft die Thermal Design Power von 15 Watt, die auch die integrierte Intel HD Graphics 6000 mit einbezieht. Bei den reinen Prozessor-Benchmarks ordnet sich Intels Core i5-5250U minimal vor der Intel Core i5-5200U aus dem HP ProBook 430 G2 ein. So werden beim Cinebench R10 32 bit beispielsweise 4.143 Punkte (Single-Core) und 8.755 Punkte (Multi-Core) erzielt.

Unter Volllast mit Furmark und Prime95 reduziert sich die Taktung laut HWinfo64 über 1,6 GHz bis hinunter zu 1 GHz. Liegt hingegen eine reine Prozessorlast per Prime95 an, so bleibt der Takt konstant bei 2,5 GHz stehen.

Cinebench R10 Shading 32Bit
6527
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 32Bit
8755
Cinebench R10 Rendering Single 32Bit
4143
Cinebench R10 Shading 64Bit
5813 Points
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 64Bit
11202 Points
Cinebench R10 Rendering Single CPUs 64Bit
5521 Points
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
2.86 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
22.53 fps
Cinebench R11.5 CPU Single 64Bit
1.28 Points
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
261 Points
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
108 Points
Cinebench R15 Ref. Match 64Bit
98 %
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
34.45 fps
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System Performance

Die Systemleistung unseres Testsystems wird natürlich nicht unwesentlich durch die Auswahl der von uns verbauten Komponenten beeinflusst. Eine konventionelle Festplatte oder ein fehlendes zweites RAM-Modul würden die Systemleistung spürbar beeinträchtigen. Auch der Einsatz von schneller arbeitendem Arbeitsspeicher mit 1.866 MHz sollte zumindest messbare Vorteile bringen. Ein 16-GB-Modul von Intelligent Memory wurde übrigens problemlos erkannt, was - entgegen der offiziellen Angabe von Intel - eine Bestückung mit bis zu 32 GB RAM erlauben würde.

Wir haben für die Tests wie bereits angesprochen eine OCZ Vector 150 und 2x 4 GB PC3-12800 RAM-Riegel verwendet. Beim PC Mark 8 Home Test kommen so 3.062 Punkte, beim Work Test 4.046 Punkte und beim Storage Test 4.971 Punkte zustande.

PCMark 8 Home Score Accelerated v2
3062 Punkte
PCMark 8 Creative Score Accelerated v2
3594 Punkte
PCMark 8 Work Score Accelerated v2
4046 Punkte
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OCZ Vector 150 240 GB
Sequential Read: 491MB/s
Sequential Write: 471MB/s
4K Read: 19.8MB/s
4K Write: 77.1MB/s
4K-64 Read: 330.7MB/s
4K-64 Write: 325.7MB/s
Access Time Read: 0.109ms
Access Time Write: 0.054ms
Copy ISO: 346MB/s
Copy Program: 189MB/s
Copy Game: 247MB/s
Score Read: 400Points
Score Write: 450Points
Score Total: 1058Points

Grafikkarte

Auch 4K mit 60Hz sind per DisplayPort kein Problem für den NUC (getestet am Asus PB287Q)
Auch 4K mit 60Hz sind per DisplayPort kein Problem für den NUC (getestet am Asus PB287Q)

Intels HD Graphics 6000 gehört in der hausinternen Hierarchie zur dritten Ausbaustufe GT3 und kann auf 48 Execution Units (EUs) zurückgreifen. Der Maximaltakt beträgt bei unserem Testgerät laut HWinfo64 950 MHz, variiert aber je nach Prozessorlast mitunter stark.

Die mögliche Grafikleistung ist neben der situationsabhängigen CPU-Auslastung vor allem von der vorhandenen RAM-Bestückung abhängig. Da Intels HD Graphics 6000 über keinen eigenen Grafikspeicher verfügt, wird im Shared-Memory-Verfahren auf den Arbeitsspeicher zurückgegriffen. Besteht dieser nur aus einem Modul oder arbeitet dieser mit besonders langsamen Taktfrequenzen, so leidet auch die Grafik-Performance darunter. Im Vergleich zu unserer Testbestückung könnte man die Leistung nur noch durch den Einsatz schnellerer RAM-Module erhöhen. Doch auch so können sich die Ergebnisse der üblichen Benchmarks sehen lassen. Beim Cinebench R10 OpenGL Shading werden zwischen 5.627 und 5.813 Punkte erzielt (32bit/64bit), und beim 3D Mark Cloud Gate bleiben in der Grafikwertung 8.102 Punkte als Ergebnis stehen.

3DMark 06 Standard
8091 Punkte
3DMark Vantage P Result
6333 Punkte
3DMark 11 Performance
1568 Punkte
3DMark Ice Storm Standard Score
53073 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
5872 Punkte
3DMark Fire Strike Score
971 Punkte
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Gaming Performance

Integrierte Grafikchips haben es von jeher im Spielebereich äußerst schwer. Daran ändert auch Intels aktuelle HD Graphics 6000 nichts. Vor allem aktuelle Titel wie Ryse: Son of Rome oder Thief sind quasi nicht spielbar. Bei allen anderen Titeln wird man meist auf niedrige bis maximal mittlere Einstellungen zurückgreifen müssen, um noch eine praxistaugliche Framerate geboten zu bekommen.

min. mittel hoch max.
World of Warcraft (2005) 123471810fps
StarCraft 2 (2010) 118432114fps
Diablo III (2012) 68393124fps
Dirt Showdown (2012) 57362310fps
Tomb Raider (2013) 603322fps
Company of Heroes 2 (2013) 23fps
Total War: Rome II (2013) 483628fps
Thief (2014) 1812fps
GRID: Autosport (2014) 94322213fps
Ryse: Son of Rome (2014) 1912fps
Farming Simulator 17 (2016) 55.332.718.9fps
min. mittel hoch max.
Crysis 3 (2013) 20.913.9fps
Metro: Last Light (2013) 1915.7126fps
Battlefield 4 (2013) 3222.215.65.6fps
X-Plane 10.25 (2013) 40136.9fps
Sims 4 (2014) 14445.421.814.1fps
Fifa 15 (2014) 5035.723.3fps
F1 2014 (2014) 55372113fps
Civilization: Beyond Earth (2014) 40.920.813.310.7fps
Call of Duty: Advanced Warfare (2014) 3317.6fps
Assassin's Creed Unity (2014) 0 Spiel startete nichtfps
Dragon Age: Inquisition (2014) 20.916.86.1fps
Evolve (2015) 18.713.5fps
Battlefield Hardline (2015) 35.326.99.1fps
Dirt Rally (2015) 9322.812.9fps
The Witcher 3 (2015) 13.4fps
Batman: Arkham Knight (2015) 1110fps

Spieleleistung über Zeit

20 Durchläufe in Folge des Metro Last Light Benchmarks zeigen keinen starken Leistungsabfall.
20 Durchläufe in Folge des Metro Last Light Benchmarks zeigen keinen starken Leistungsabfall.

Mit Metro Last Light testen ob die HD 6000 und der Core i5 in anspruchsvollen 3D Spielen throtteln. Bei mittleren Grafiksettings und 1366x768 war der Unterschied von langsamsten Durchlauf (vierter) zu schnellstem (erster) nur 7%. Der zweitschnellste Durchlauf war sogar gegen Ende und war nur 1,5% hinter dem Ersten. Dadurch kann man eigentlich nicht von einer verringerten Spieleleistung bei längerer 3D Last sprechen.

Linux

Bildfehler unter Linux
Bildfehler unter Linux

Bei diesem Barebone, das ohne Betriebsystem geliefert wird, liegt es natürlich nahe, dass man sich auch mal im Linux Lager umschauen sollte. Nicht jeder hat noch ältere Windows Lizenzen auf Halde liegen, und manche wählen auch ganz bewusst den anderen Weg. Wir wollten ursprünglich nur mal kurz die Live-Versionen von Linux Mint 17.1 Cinnamon und Ubuntu 14.04 LTS antesten, trafen hier aber auf nahezu unbenutzbare Systeme. Fensterinhalte werden nicht angezeigt, notwendige Auswahlen können nicht getroffen werden, und unterschiedliche Grafikfehler treten auf. Die Möglichkeit, nach Updates zu suchen, bleibt einem dadurch ebenso verwehrt. Das gleiche Problem ist auch mit Ubuntu 14.10, Linux Mint 17.1 mit KDE-Desktop und Linux Mint 17.1 mit Mate Desktop aufgetreten. Fedora 21 bricht bereits bei der Installationsroutine ab. In Intels Kompatibilitätsliste zum Broadwell NUC sind Linux Distributionen generell nicht aufgeführt. In der Praxis scheint dies tatsächlich auch noch zuzutreffen. Hier ist vermutlich Intels HD Graphics 6000 (Treiber) noch ein Teil des Problems. Mögliche Fehlerursachen wie fehlerhafter RAM, eine mangelhafte Integrität des ISO-Images oder ein veraltetes BIOS haben wir im Vorfeld ausgeräumt. NUCs mit Intel Core i3-5010 Intel HD Graphics 5500 sollen laut einigen Erfahrungsberichten und Tests hingegen bereits problemlos mit Distributionen out-of-the-box laufen.

Update 23.03.2015: Nachgetestet. Mit Ubuntu 15.04 Vivid Vervet läuft Linux auf dem Intel NUC 5i5RYH schon deutlich besser. Fensterinhalte werden angezeigt und offensichtliche Grafikfehler bleiben aus.  Hierbei sollte man aber beachten, dass es sich noch um eine Entwicklerversion im Beta-Stadium handelt. Die finale Version soll am 23. April 2015 erscheinen und ist auch dann erst für den Produktiveinsatz vorgesehen.

Emissionen & Energie

Geräuschemissionen

Die Geräuschentwicklung ist sehr zurückhaltend. Im Office-Betrieb ist das leise Lüftersäuseln mit einem Schalldruckpegel von 28,3 dB(A) kaum wahrnehmbar. Unter Last erhöht sich das Geräuschaufkommen auf meist 35,6 dB(A) und selten auf den Höchstwert von 39,2 dB(A). Etwas beeinträchtigend zeigt sich hingegen ein mit Grafiklast einsetzendes Elektronik-Zirpen, das ein wenig an Festplattenzugriffe erinnert.

Lautstärkediagramm

Idle
28.3 / 28.3 / 28.3 dB(A)
Last
35.6 / 39.2 dB(A)
  red to green bar
 
 
30 dB
leise
40 dB(A)
deutlich hörbar
50 dB(A)
störend
 
min: dark, med: mid, max: light   PCE-322A (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

Die Hitzeentwicklung bleibt nach einer Stunde Volllast mit maximal 46 °C an der Gehäuseoberseite absolut unbedenklich. Im normalen Officebetrieb mit gelegentlichen Lastphasen bleiben die Oberflächentemperaturen mit um die 30 °C deutlich niedriger.

Max. Last
 35.7 °C46.3 °C38.9 °C 
 31.9 °C41.5 °C33.1 °C 
 1.6 °C35.6 °C30.2 °C 
Maximal: 46.3 °C
Durchschnitt: 32.8 °C
34.2 °C34.5 °C34.1 °C
34.4 °C34.6 °C34.2 °C
34.1 °C34.5 °C34.1 °C
Maximal: 34.6 °C
Durchschnitt: 34.3 °C
Netzteil (max.)  38.1 °C | Raumtemperatur 20 °C | Fennel Firt 550
(±) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 32.8 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Desktop auf 27.8 °C.
(-) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 46.3 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 33.4 °C (von 25.2 bis 47 °C für die Klasse Desktop).
(+) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 34.6 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 33.7 °C).

Energieaufnahme

Die Leistungsaufnahme fällt für ein Desktop-System mit 7,6 bis 42,4 Watt insgesamt sehr moderat aus. Im praktischen Office-Betrieb haben wir je nach Aufgabe 10 bis 15 Watt gemessen. Das ist ein sehr geringer Wert, den viele konventionelle Desktop-Systeme noch nicht einmal im Leerlauf erreichen. Aufgrund der unter Volllast von CPU und GPU reduzierten Taktraten kommt es beim Testgerät zu dem seltenen Phänomen, dass die Leistungsaufnahme unter Volllast (Furmark + Prime95) geringer ausfällt als bei mittlerer Last (3D Mark).

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.6 / 0.8 Watt
Idledarkmidlight 7.6 / 7.6 / 9.5 Watt
Last midlight 42.4 / 39 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Voltcraft VC 870
Akkulaufzeit

Pro

+ Betriebsgeräusch
+ Gehäuse
+ Anschlüsse
+ Systemleistung
+ Aufrüstmöglichkeiten
+ Hitzeentwicklung
+ Kompaktes Netzteil
+ Preis-Leistungsverhältnis

Contra

- Leistungsreduzierung Volllast
- Elektronikzirpen bei Grafiklast
- Empfindliche Hochglanzoberseite

Fazit

Intel NUC5i5RYH, ideal fürs Home Office
Intel NUC5i5RYH, ideal fürs Home Office

Kleine Mini-PCs haben mehr denn je das Zeug, die klobigen Tower-Rechner immer öfter vom angestammten Platz unter dem Schreibtisch zu verdrängen. Dabei stellen Home Office, Multimedia oder Internetaufgaben schon lange nicht mehr die Leistungsgrenze dar.

Intel liefert mit der NUC Serie ein gelungenes Rechnergerüst zum fairen Preis. Es bietet je nach Ausstattungsvariante eine gute Leistungsfähigkeit für viele Alltagsaufgaben.

Lediglich zum Spielen aktueller und fordernder Titel ist das System nicht geeignet. Dafür überzeugen das kompakte Gehäuse, die geringen Emissionen, die Aufrüstbarkeit, die lange Garantie und der geringe Stromverbrauch. Wer einen Nachfolger für seinen klobigen Tower-Rechner sucht, sollte sich Intels NUC in jedem Fall mal etwas genauer anschauen.

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Autor: Tobias Winkler (Update: 15.05.2018)