Notebookcheck

Test Medion Erazer X7615 Notebook

Heißsporn. Das ultradünne Medion Erazer X7615-MD99293 hat es auf die Gaming-Fraktion abgesehen. Für knapp 1.500 Euro erhält der Käufer eine Quad-Core-CPU und eine GeForce GTX 965M. Abgerundet wird das Paket von einem Solid State Drive, das den Windows Alltag beschleunigt. Unser Test legt die Stärken und Schwächen des 17-Zöllers offen.

Medions Portfolio richtet sich vor allem an preisbewusste Nutzer. Neben zahlreichen Office- und Multimedia-Laptops hat der Hersteller auch ein paar Gaming-Produkte im Angebot. Das rund 2,7 Kilogramm leichte und 23 Millimeter flache Erazer X7615 ist zwar nicht besonders günstig, allerdings kosten derzeit fast alle High-End-Notebooks mindestens 1.500 Euro, da Nvidia die GPU-Preise aufgrund der schwachen AMD Performance nahezu frei diktieren kann – zumindest im Luxus-Segment.

Medion Erazer X7615-MD99293
Grafikkarte
NVIDIA GeForce GTX 965M - 2048 MB, Kerntakt: 924 MHz, Speichertakt: 2500 MHz, GDDR5, ForceWare 344.42, Optimus
Hauptspeicher
16384 MB 
, 2x 8 GB SO-DIMM DDR3-RAM PC3-12800 (1600 MHz) im Dual-Channel, 2 von 2 Slost belegt, max. 16 GB
Bildschirm
17.3 Zoll 16:9, 1920 x 1080 Pixel, CMN N173HGE-E11 (CMN1735), TN LED, Full HD, spiegelnd: nein
Massenspeicher
Samsung SSD PM851 128 GB MZMTE128HMGR, 128 GB 
, + HGST Travelstar 7K1000 HTS721010A9E630, 1000 GB HDD @ 7200 rpm. Schächte: 3x mSATA & 1x 2,5-Zoll
Soundkarte
Realtek ALC892 @ Intel Lynx Point PCH - High Definition Audio Controller
Anschlüsse
4 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 HDMI, 2 DisplayPort, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: Kopfhörer, Mikrofon, Line-in, Card Reader: SD, SDHC, SDXC
Netzwerk
Qualcomm Killer e2200 PCI-E Gigabit Ethernet Controller (10/100/1000MBit), Intel Dual Band Wireless-AC 7260 (a/b/g/n/ac), Bluetooth 4.0
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 23 x 418 x 287
Akku
56 Wh Lithium-Polymer, 5000 mAh, 11.1V, 6 Zellen, BTY-L76
Betriebssystem
Microsoft Windows 8.1 64 Bit
Kamera
Webcam: FHD
Sonstiges
Lautsprecher: 2.1 (Dolby Digital Plus), Tastatur: Chiclet, Tastatur-Beleuchtung: ja, Netzteil: 150 Watt, Reinigungstuch, Kurzanleitung, Garantiebuch, Sicherheitshinweise, Counter Strike: Global Offensive Key, CyberLink Media Suite Key, MS Office 365 Trial, McAfee Internet Security Trial, CyberLink Home Cinema 10, CyberLink PowerRecover, Steam, 24 Monate Garantie
Gewicht
2.73 kg, Netzteil: 520 g
Preis
1499 Euro
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

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Wenn man die restliche Ausstattung betrachtet, wirkt das Gerät nicht überteuert. 16 GByte DDR3-RAM sind ebenso üppig wie eine 1.000-GByte-HDD. Windows 8.1 und die wichtigsten Programme finden derweil auf einer 128 GByte kleinen SSD Platz. Hinzu kommt ein mattes Full-HD-Panel, das mit 1.920 x 1.080 Pixeln auflöst. Als Prozessor dient ein Vierkerner aus Intels Haswell-Generation. Der Core i7-4720HQ erreicht unter Last bis zu 3,6 GHz. Ein optisches Laufwerk ist wegen der »Ultrabook-Konstruktion« nicht an Bord.

Dolby Digital Plus
Dolby Digital Plus
CyberLink Media Suite
CyberLink Media Suite
CyberLink PowerRecover
CyberLink PowerRecover
Killer Network Manager
Killer Network Manager
Elan Smart-Pad
Elan Smart-Pad

Optisch erinnert der Gaming-Spross sehr stark an das MSI GS70, dessen aktuelle Version sich Anfang 2015 im Test beweisen musste. Kein Wunder,  basiert das Erazer X7615 doch auf dem selben Chassis. Beim Vergleich mit dem MSI Original zeigen sich nur kleinere Unterschiede. So ist die Tastaturbeleuchtung einfarbig und nicht in drei Zonen unterteilt. Die vorinstallierte Software (z. B. Dolby Digital Plus statt Sound Blaster Cinema 2) weicht ebenfalls ab. Im Großen und Ganzen sehen wir allerdings keinen Grund, der gegen die Variante von Medion spricht. Da das zugrunde liegende Barebone schon beim MSI GS70 und dem Vorvorgänger X7613 ausführlich behandelt wurde, verzichten wir in diesem Artikel auf die Kategorien »Gehäuse«, »Ausstattung« und »Eingaberäte«.

Display

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Obwohl es inzwischen auch 17-Zoll-Laptops mit IPS-Technik gibt, muss sich das Erazer X7615 mit einem TN-Panel begnügen. Im Testgerät war das sogenannte CMN N173HGE-E11 verbaut, das bei der Leuchtkraft nicht an das N173HGE-L11 heranreicht. Während das MSI GT70 auf eine Durchschnittshelligkeit von 312 cd/m² kommt, schafft das Medion nur etwa 244 cd/m², was für den Outdoor-Bereich nicht optimal ist (siehe Foto weiter unten).

221
cd/m²
243
cd/m²
256
cd/m²
217
cd/m²
263
cd/m²
238
cd/m²
251
cd/m²
258
cd/m²
252
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 263 cd/m² Durchschnitt: 244.3 cd/m²
Ausleuchtung: 83 %
Helligkeit Akku: 263 cd/m²
Kontrast: 974:1 (Schwarzwert: 0.27 cd/m²)
ΔE Color 12.24 | 0.4-29.43 Ø6.2
ΔE Greyscale 12.17 | 0.64-98 Ø6.4
96% sRGB (Argyll 3D) 62% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
Gamma: 3.55

Ansonsten ähneln sich die Ergebnisse recht stark. Sei es nun die Ausleuchtung (83 vs. 80 %) oder der Kontrast (974:1 vs. 903:1). Der Schwarzwert orientiert sich ebenfalls am Display des MSI GT70, wobei 0,27 cd/m² statt 0,36 cd/m² dunkle Szenen einen Tick kräftiger erscheinen lassen.

Medion Erazer X7615-MD99293
CMN N173HGE-E11 (CMN1735)
Medion Erazer X7613-MD98795
Chi Mei N173HGE-E11
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
LG Philips LGD0469 ÖP173WF4-SPF1
MSI GS70-2QE16SR51
CMN N173HGE-E11
Gigabyte P37X
LG Philips LP173WF4-SPF1, ID: LGD0469
Bildschirm
8%
11%
6%
3%
Helligkeit Bildmitte
263
275
5%
347
32%
251
-5%
361.7
38%
Brightness
244
260
7%
326
34%
249
2%
347
42%
Brightness Distribution
83
86
4%
90
8%
84
1%
91
10%
Schwarzwert *
0.27
0.24
11%
0.409
-51%
0.28
-4%
0.734
-172%
Kontrast
974
1146
18%
848
-13%
896
-8%
493
-49%
DeltaE Colorchecker *
12.24
10.14
17%
6.81
44%
11.19
9%
2.81
77%
DeltaE Graustufen *
12.17
10.46
14%
7.27
40%
4.57
62%
1.92
84%
Gamma
3.55 62%
2.82 78%
2.4 92%
2.38 92%
2.21 100%
CCT
15589 42%
12548 52%
7546 86%
14550 45%
6384 102%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
62
54
-13%
57
-8%
55
-11%
57.95
-7%
Color Space (Percent of sRGB)
96

* ... kleinere Werte sind besser

Hauptproblem des N173HGE-E11 bzw. N713HGE-L11 ist die geringe Farbtreue. Wie die Screenshots aus der Mess-Software CalMan belegen, hat das Display einen Blaustich. Die Graustufen, der Gamma-Wert und der Sättigungsgrad sind im Vergleich zu anderen Panels auch bescheiden. Erst nach einer Kalibrierung kommen Spiele, Filme und Fotos ordentlich zur Geltung. Für professionelle Nutzer ist außerdem die Farbraum-Abdeckung spannend. Mit 96 % sRGB und 62 % AdobeRGB gibt sich das Medion Erazer X7615 hier keine Blöße.

CalMan: Grayscale
CalMan: Grayscale
CalMan: Grayscale (kalibriert)
CalMan: Grayscale (kalibriert)
CalMan: Saturation Sweeps
CalMan: Saturation Sweeps
CalMan: Saturation Sweeps (kalibriert)
CalMan: Saturation Sweeps (kalibriert)
CalMan: ColorChecker
CalMan: ColorChecker
CalMan: ColorChecker (kalibriert)
CalMan: ColorChecker (kalibriert)
Medion Erazer X7615 vs. sRGB
Medion Erazer X7615 vs. sRGB
Medion Erazer X7615 vs. AdobeRGB
Medion Erazer X7615 vs. AdobeRGB

Nicht ganz so toll schneidet der 17-Zöller bei den Blickwinkeln ab. Im Gegensatz zu den meisten IPS-Panels treten vertikal recht schnell Veränderungen auf. Günstige 08/15-Displays machen allerdings noch früher schlapp. Als störend empfanden wir nur den Pixelfehler, den unser Testgerät aufwies. Im rechten oberen Eck leuchtete ein Bildpunkt permanent pink. Bleibt zu hoffen, dass es sich um einen Einzelfall handelt.

Outdoor-Einsatz
Outdoor-Einsatz
Blickwinkel
Blickwinkel

Leistung

Wie bereits angedeutet, gehört das Erazer X7615 zum High-End-Segment, das nach Ansicht des Autors einen Quad-Core-Prozessor, eine SSD und mindestens 8 GByte Arbeitsspeicher voraussetzt. Ein potenter Grafikchip auf DirectX-11- oder DirectX-12-Basis muss natürlich auch an Bord sein.

Prozessor

Trotz der Tatsache, dass der Core i7-4720HQ nicht aus der brandneuen Skylake-Familie stammt (14 nm), lässt die CPU-Power kaum Wünsche offen. Dank Hyper-Threading kann das Vierkernmodell bis zu acht Threads parallel bearbeiten. 6 MByte L3-Cache und 2,6-3,6 GHz Takt wissen auf dem Papier ebenfalls zu überzeugen.

Single-Core Rendering
Single-Core Rendering
Multi-Core Rendering
Multi-Core Rendering
CPU- & GPU-Belastung
CPU- & GPU-Belastung

Leider spielt die Turbo-Boost-Funktion, also die automatische Übertaktung, nicht ihr volles Potenzial aus. Während das Erazer X7615 bei Single-Core-Szenarien am Limit von 3,6 GHz kratzt, läuft die CPU bei Multi-Core-Anwendungen nur mit 3,2-3,3 statt theoretisch möglicher 3,4 GHz. Hin und wieder bricht der Takt sogar auf den Grundwert ein, was man auch an den Benchmarks erkennt.

Cinebench R11.5 CPU Single 64Bit
1.57 Points
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
6.9 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
60.57 fps
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
617 Points
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
139 Points
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
100.88 fps
Hilfe

Wie die untere Tabelle zeigt, rechnen andere Notebooks mit Core i7-4720HQ im Cinebench R15 und im Cinebench R11.5 mehrere Prozent flotter. Bei GPU- und Spieletests äußert sich der eingeschränkte Turbo zum Glück kaum. Ärgerlich ist dieser Umstand dennoch, zumal die Temperaturen darauf hindeuten, dass das Kühlsystem etwas knapp bemessen wurde.

Cinebench R15
CPU Single 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Medion Erazer X7615-MD99293
Intel Core i7-4720HQ
139 Points ∼64%
Medion Erazer X7613-MD98795
Intel Core i7-4710HQ
135 Points ∼62% -3%
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
Intel Core i7-4720HQ
133 Points ∼61% -4%
MSI GS70-2QE16SR51
Intel Core i7-4720HQ
140 Points ∼64% +1%
Gigabyte P37X
Intel Core i7-4720HQ
133 Points ∼61% -4%
CPU Multi 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Medion Erazer X7615-MD99293
Intel Core i7-4720HQ
617 Points ∼14%
Medion Erazer X7613-MD98795
Intel Core i7-4710HQ
649 Points ∼15% +5%
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
Intel Core i7-4720HQ
643 Points ∼15% +4%
MSI GS70-2QE16SR51
Intel Core i7-4720HQ
639 Points ∼15% +4%
Gigabyte P37X
Intel Core i7-4720HQ
662 Points ∼15% +7%
Cinebench R11.5
CPU Single 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Medion Erazer X7615-MD99293
Intel Core i7-4720HQ
1.57 Points ∼64%
Medion Erazer X7613-MD98795
Intel Core i7-4710HQ
1.55 Points ∼64% -1%
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
Intel Core i7-4720HQ
1.13 Points ∼46% -28%
MSI GS70-2QE16SR51
Intel Core i7-4720HQ
1.57 Points ∼64% 0%
Gigabyte P37X
Intel Core i7-4720HQ
1.52 Points ∼62% -3%
CPU Multi 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Medion Erazer X7615-MD99293
Intel Core i7-4720HQ
6.9 Points ∼25%
Medion Erazer X7613-MD98795
Intel Core i7-4710HQ
7.13 Points ∼26% +3%
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
Intel Core i7-4720HQ
7.03 Points ∼26% +2%
MSI GS70-2QE16SR51
Intel Core i7-4720HQ
6.99 Points ∼26% +1%
Gigabyte P37X
Intel Core i7-4720HQ
7.2 Points ∼27% +4%

System Performance

Die System-Performance kann es durchaus mit teureren Gaming-Laptops wie dem MSI GS60 oder dem MSI GT72 aufnehmen. Hauptgrund ist die Anwesenheit einer SSD, welche der PCMark 7 kräftig belohnt. Allerdings sieht man auch, dass das Solid State Drive nicht zu den flottesten Modellen gehört. Andere High-End-Notebooks erreichen einen Gesamtscore von über 6.000 Punkten.

PCMark 7 Score
5788 Punkte
Hilfe
PCMark 7 - Score (nach Ergebnis sortieren)
Medion Erazer X7615-MD99293
GeForce GTX 965M, 4720HQ, Samsung SSD PM851 128 GB MZMTE128HMGR
5788 Points ∼67%
Medion Erazer X7613-MD98795
GeForce GTX 860M, 4710HQ, SanDisk X110 SD6SF1M128G
5613 Points ∼65% -3%
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
GeForce GTX 960M, 4720HQ, Kingston RBU-SNS8100S3256GD
5669 Points ∼66% -2%
MSI GS70-2QE16SR51
GeForce GTX 970M, 4720HQ, Toshiba HG6 THNSNJ256GMCU
5968 Points ∼69% +3%
Gigabyte P37X
GeForce GTX 980M, 4720HQ, 2x Lite-On LMT-128L9M (RAID 0)
6302 Points ∼73% +9%

Massenspeicher

Die 128-GByte-Version der Samsung PM851 macht im CrystalDiskMark eine zwiespältige Figur. Vor allem beim sequentiellen Schreiben ist die gebotene Leistung mager, um es mal vorsichtig auszudrücken. Durchschnittlich 137 MB/Sek werden von der Terabyte-HDD, welche als zweiter Massenspeicher im X7615 verbaut ist, leicht übertroffen (141 MB/Sek @ HGST Travelstar 7K1000). Bei kleinen Dateien erhöht sich der Abstand zwar deutlich zugunsten der Samsung PM851, für ein Solid State Drive fallen die Werte dennoch zweitklassig aus. Die Lesezeiten müssen sich kaum Kritik anhören. Maximal 479 MB/Sek rütteln beinahe am SATA-III-Limit von 500-550 MB/Sek. Upgrade-Junkies aufgepasst: Insgesamt kann das Erazer X7615 mit drei mSATA-SSDs und einem 2,5-Zoll-Massenspeicher umgehen.

Samsung SSD PM851 128 GB MZMTE128HMGR
Sequential Read: 527.1 MB/s
Sequential Write: 137.2 MB/s
512K Read: 438.4 MB/s
512K Write: 137.6 MB/s
4K Read: 35.24 MB/s
4K Write: 102.7 MB/s
4K QD32 Read: 371.7 MB/s
4K QD32 Write: 138 MB/s

Grafikkarte

Die GeForce GTX 965M positioniert sich – wer hätte es gedacht – zwischen der GTX 960M und der GTX 970M. Während erstere über 640 Shader-Einheiten und 2-4 GByte GDDR5-VRAM verfügt, bietet letztere 1.280 Shader und 3-6 GByte VRAM. Mit 1.024 CUDA Cores tendiert die Shader-Anzahl der GTX 965M eher Richtung GTX 970M, die Speichermenge und das Speicherinterface (128 Bit) sind jedoch identisch zur GTX 960M. Die Taktraten setzt Nvidia sogar etwas niedriger an. Statt 1.097-1.202 MHz erreicht der Kern der GTX 965M nur 924-950 MHz, was an das Niveau der GTX 970M angelehnt ist (924-1.038  MHz).

In Zukunft dürfte jedoch tendenziell der Videospeicher zum Problem werden. Medion verpasst dem Erazer X7615 nur eine Variante mit 2 GByte. Manche Triple-A-Titel wie Shadow of Mordor und Watch Dogs empfehlen für maximale Settings 3 GByte oder mehr. Das Speicherinterface von 128 Bit könnte sich über kurz oder lang auch zum Flaschenhals entwickeln. Allen drei Modellen gemein ist der Herstellungsprozess: Die Maxwell-Architektur greift auf 28 nm kleine Strukturen zurück.

3DMark 11 Performance
7099 Punkte
3DMark Ice Storm Standard Score
88510 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
16577 Punkte
3DMark Fire Strike Score
4795 Punkte
Hilfe

Erwartungsgemäß unterstützt das 17-Zoll-Notebook eine Grafikumschaltung. Per Optimus-Technik hat das Erazer X7615 die Möglichkeit, dynamisch zwischen der Nvidia GPU und dem Grafikchip des Prozessor zu wechseln. Für anspruchslose Aufgaben (Office, Video, Web, …) genügt die Leistung der HD Graphics 4600 völlig. Im Benchmark-Parcours schlägt sich die GeForce GTX 965M recht wacker. Mit einem Graphics-Score von 5.380 Punkten sprintet das Erazer X7615 im Fire-Strike-Szenario des 3DMark etwa 25 % an einem GTX-960M-Laptop vorbei. Die Leistung der GTX 970M bleibt dagegen unerreicht. Entsprechende Notebooks sind knapp 40 % flotter. Für die GTX 980M heißt es am Ende +85 %.

3DMark
1920x1080 Fire Strike Graphics (nach Ergebnis sortieren)
Medion Erazer X7615-MD99293
NVIDIA GeForce GTX 965M
5380 Points ∼13%
Medion Erazer X7613-MD98795
NVIDIA GeForce GTX 860M
3056 Points ∼8% -43%
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
NVIDIA GeForce GTX 960M
4304 Points ∼11% -20%
MSI GS70-2QE16SR51
NVIDIA GeForce GTX 970M
7516 Points ∼18% +40%
Gigabyte P37X
NVIDIA GeForce GTX 980M
9927 Points ∼24% +85%
1920x1080 Fire Strike Score (nach Ergebnis sortieren)
Medion Erazer X7615-MD99293
NVIDIA GeForce GTX 965M
4795 Points ∼18%
Medion Erazer X7613-MD98795
NVIDIA GeForce GTX 860M
2807 Points ∼10% -41%
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
NVIDIA GeForce GTX 960M
3974 Points ∼15% -17%
MSI GS70-2QE16SR51
NVIDIA GeForce GTX 970M
6603 Points ∼25% +38%
Gigabyte P37X
NVIDIA GeForce GTX 980M
8304 Points ∼31% +73%
3DMark 11
1280x720 Performance GPU (nach Ergebnis sortieren)
Medion Erazer X7615-MD99293
NVIDIA GeForce GTX 965M
7016 Points ∼14%
Medion Erazer X7613-MD98795
NVIDIA GeForce GTX 860M
4920 Points ∼10% -30%
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
NVIDIA GeForce GTX 960M
5103 Points ∼10% -27%
MSI GS70-2QE16SR51
NVIDIA GeForce GTX 970M
9728 Points ∼19% +39%
Gigabyte P37X
NVIDIA GeForce GTX 980M
12655 Points ∼25% +80%
1280x720 Performance (nach Ergebnis sortieren)
Medion Erazer X7615-MD99293
NVIDIA GeForce GTX 965M
7099 Points ∼23%
Medion Erazer X7613-MD98795
NVIDIA GeForce GTX 860M
5114 Points ∼16% -28%
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
NVIDIA GeForce GTX 960M
5410 Points ∼17% -24%
MSI GS70-2QE16SR51
NVIDIA GeForce GTX 970M
9206 Points ∼29% +30%
Gigabyte P37X
NVIDIA GeForce GTX 980M
10864 Points ∼35% +53%

Gaming Performance

Wenn man einmal von Bugs im Fullscreen-Modus und Abstürzen bei den Presets Low bis High in Assassin's Creed Unity absieht, die jeweils mit dem veralteten Treiber zusammenhängen (auf dem Testgerät befand sich die ForceWare 344.42), hinterlässt die GeForce GTX 965M einen guten Eindruck. Zwar packt der High-End-Spross in der nativen Auflösung nicht alle Titel mit maximalen Details und aktivierter Kantenglättung (z. B. The Witcher 3 & Batman: Arkham Knight), für hohe Grafiksettings reicht die Power jedoch meist aus.

min. mittel hoch max.
Watch Dogs (2014) 7358.436.619.3fps
GRID: Autosport (2014) 202.711885.759.2fps
Sims 4 (2014) 181.8117.983.370.7fps
Fifa 15 (2014) 243.3203144.9fps
Middle-earth: Shadow of Mordor (2014) 142.692.348.729.3fps
Alien: Isolation (2014) 180.3149.377.155.2fps
Ryse: Son of Rome (2014) 62.461.734.331.6fps
F1 2014 (2014) 11811510587fps
Call of Duty: Advanced Warfare (2014) 145.195.554.927.3fps
Assassin's Creed Unity (2014) 0 Spiel startete nicht (crash)0 Spiel startete nicht (crash)0 Spiel startete nicht (crash)13.7fps
Dragon Age: Inquisition (2014) 82.370.938.726.9fps
Evolve (2015) 115.583.646.140.5fps
Battlefield Hardline (2015) 106.8105.26139.1fps
Dirt Rally (2015) 283.5127.985.440.5fps
The Witcher 3 (2015) 87.854.629.216.8fps
Batman: Arkham Knight (2015) 71613823fps

Emissionen

Geräuschemissionen

Beim Thema Geräuschentwicklung präsentiert sich das Medion Erazer X7615 nicht von seiner Schokoladenseite. Schon im Idle-Betrieb tourt die Kühlung oft unnötig auf und erreicht teils über 40 dB. Da hilft es wenig, dass sich die Lüfter manchmal komplett ausschalten. Wenn dies geschieht, hört man lediglich ein dezentes Rauschen der HDD. Nach einer längeren Ruhephase verabschiedet sich auch der Massenspeicher. Bis auf ein minimales Pfeifen, das der Nutzer nur aus direkter Nähe vernimmt, ist der 17-Zöller dann lautlos.

Minuspunkte gibt es vor allem für den 3D-Pegel. Unter Last kommt das Erazer X7615 auf 41-49 dB (3DMark 06). Im Stresstest mit den Tools Furmark und Prime werden sogar 50 dB geknackt. Maximal 54 dB sind störend laut und nichts für geräuschempfindliche Nutzer. Allerdings ergeht es vielen High-End-Notebooks kaum besser. Speziell flache Vertreter wie das Gigabyte P37X oder das Acer V17 Nitro haben aufgrund des eingeschränkten Platzangebots mit der Kühlung zu kämpfen. Ein ständiges Hin- und Herspringen der Lüfterdrehzahl muss aber generell nicht sein. Beim Erazer X7615 würden wir uns sehr über einen konstanteren Pegel freuen.

Lautstärkediagramm

Idle
29.5 / 31 / 40.8 dB(A)
HDD
31.2 dB(A)
Last
47.6 / 54.4 dB(A)
  red to green bar
 
 
30 dB
leise
40 dB(A)
deutlich hörbar
50 dB(A)
störend
 
min: dark, med: mid, max: light   Voltcraft sl-320 (aus 15 cm gemessen)
Medion Erazer X7615-MD99293
GeForce GTX 965M, 4720HQ
Medion Erazer X7613-MD98795
GeForce GTX 860M, 4710HQ
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
GeForce GTX 960M, 4720HQ
MSI GS70-2QE16SR51
GeForce GTX 970M, 4720HQ
Gigabyte P37X
GeForce GTX 980M, 4720HQ
Geräuschentwicklung
-0%
4%
-2%
-4%
aus / Umgebung *
Idle min *
29.5
31.4
-6%
29.6
-0%
29.6
-0%
36.3
-23%
Idle avg *
31
34
-10%
32.1
-4%
34.4
-11%
36.4
-17%
Idle max *
40.8
38
7%
35.4
13%
39.4
3%
36.5
11%
Last avg *
47.6
47
1%
47.3
1%
47.2
1%
47
1%
Last max *
54.4
51
6%
48.1
12%
55.8
-3%
51.1
6%

* ... kleinere Werte sind besser

Temperatur

Stresstest
Stresstest

Dass das Kühlsystem an seine Grenzen gerät, offenbart sich auch bei den Temperaturen. Nach 60 Minuten Volllast kletterte der Core i7-4720HQ auf knapp 100 °C. Ein GPU-Wert von maximal 85 °C ist ebenfalls recht happig. Und das, obwohl der Prozessor und die Grafikkarte leicht drosseln (~2,2 GHz bzw. 870 MHz).

Das Chassis sieht sich ebenfalls mit einer hohen Temperaturentwicklung konfrontiert. Bis zu 55 °C respektive 69 °C im hinteren Bereich der Ober- und Unterseite wären auf Dauer ziemlich unangenehm. Zwar bleibt das X7615 bei normalen 3D-Anwendungen etwas kühler, ein Gaming-Einsatz auf dem Schoß fällt dennoch flach. Selbst im Idle-Betrieb muss der Nutzer mit einem warmen Chassis rechnen. Nach zwei Stunden Leerlauf erwärmte sich das Gehäuse auf ca. 35 °C. Okay, die Messungen sind an einem sehr heißen Sommertag entstanden, doch richtig kühl wird das Erazer X7615 auch unter Optimalbedingungen nie sein.

Max. Last
 54.9 °C55.2 °C58.8 °C 
 49.1 °C53.7 °C53.6 °C 
 44.5 °C46.1 °C46.1 °C 
Maximal: 58.8 °C
Durchschnitt: 51.3 °C
66.1 °C69.2 °C61.7 °C
57.8 °C62.8 °C55 °C
50.1 °C51.2 °C46.7 °C
Maximal: 69.2 °C
Durchschnitt: 57.8 °C
Netzteil (max.)  70 °C | Raumtemperatur 28 °C | Voltcraft IR-900
(-) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 51.3 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Gaming auf 32.9 °C.
(-) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 58.8 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 39.3 °C (von 21.6 bis 68.8 °C für die Klasse Gaming).
(-) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 69.2 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 41.7 °C).
(±) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 34.1 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 32.9 °C.
(-) Die Handballen und der Touchpad-Bereich können sehr heiß werden mit maximal 46.1 °C.
(-) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 28.7 °C (-17.4 °C).
Medion Erazer X7615-MD99293
GeForce GTX 965M, 4720HQ
Medion Erazer X7613-MD98795
GeForce GTX 860M, 4710HQ
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
GeForce GTX 960M, 4720HQ
MSI GS70-2QE16SR51
GeForce GTX 970M, 4720HQ
Gigabyte P37X
GeForce GTX 980M, 4720HQ
Hitze
10%
17%
-3%
-2%
Last oben max *
58.8
54.3
8%
49.6
16%
56.3
4%
50
15%
Last unten max *
69.2
67.9
2%
51.7
25%
68.6
1%
66.8
3%
Idle oben max *
35.2
30.1
14%
29.5
16%
37.9
-8%
36.2
-3%
Idle unten max *
36.5
30.8
16%
33
10%
39.8
-9%
45.2
-24%

* ... kleinere Werte sind besser

Lautsprecher

Der Verzicht auf die Sound Blaster Cinema 2 Technik vom Audio-Spezialisten Creative ist in unseren Augen kein Beinbruch. Medion spendiert dem 17-Zöller eine Software namens Dolby Digital Plus, die für ein brauchbares Klangerlebnis sorgt. Neben der guten Maximallautstärke wäre auf der positiven Seite noch der Subwoofer zu nennen, welcher den beiden Speakern akustisch unter die Arme greift. Nimmt man alle Aspekte zusammen, wirkt der Sound für ein Notebook recht füllig, wobei man nicht die Qualität von externen Lautsprechern erwarten darf.

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Passend zur Framerate ordnet sich der Energieverbrauch zwischen einem GTX-960M- und einem GTX-970M-Notebook ein. So benötigt das Medion Erazer X7615 im Idle-Betrieb 9-26,6 Watt, wohingegen das Acer V17 Nitro nur 5,8-14,5 Watt aus der Steckdose zieht (15,7-26,3 Watt @MSI GS70). Unter Last spürt man die Verbesserungen der Maxwell-Architektur. Trotz höherer Leistung gibt sich das Erazer X7615 im 3DMark 06 mit etwa 99 Watt zufrieden. Beim Erazer X7613, das mit der Kepler-Version der GTX 860M ausgestattet war, ermittelten wir 111 Watt. Die Maximalwerte sind »dank« des variierenden Taktverhaltens im Stresstest nur schwer zu vergleichen.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.1 / 0.3 Watt
Idledarkmidlight 9 / 15.2 / 26.6 Watt
Last midlight 99 / 155.8 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Voltcraft VC 940
Medion Erazer X7615-MD99293
GeForce GTX 965M, 4720HQ
Medion Erazer X7613-MD98795
GeForce GTX 860M, 4710HQ
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
GeForce GTX 960M, 4720HQ
MSI GS70-2QE16SR51
GeForce GTX 970M, 4720HQ
Gigabyte P37X
GeForce GTX 980M, 4720HQ
Stromverbrauch
0%
26%
-27%
Idle min *
9
7.6
16%
5.8
36%
15.7
-74%
Idle avg *
15.2
14.8
3%
13.1
14%
21.7
-43%
Idle max *
26.6
28.5
-7%
14.5
45%
26.3
1%
Last avg *
99
110.8
-12%
98
1%
108.7
-10%
Last max *
155.8
154
1%
104.9
33%
166.9
-7%

* ... kleinere Werte sind besser

Akkulaufzeit

Die Laufzeit des 55,5 Wh starken 6-Zellen-Modells deckt sich im 3D-Betrieb fast 1:1 mit dem MSI Pendant GS70. Knapp 60 Minuten beim Classic-Test des Battery Eaters sind typisch für ein Gaming-Notebook. Im Idle-Modus hält das Erazer X7615 viel länger durch. Hier konnten wir dem Akku 5 Stunden und 39 Minuten entlocken, was ein gutes, jedoch kein überragendes Ergebnis ist. Den WLAN-Test beendete der 17-Zöller nach ordentlichen 3 Stunden und 18 Minuten.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
5h 39min
Surfen über WLAN
0h 00min
NBC WiFi Websurfing Battery Test 1.3
3h 18min
Last (volle Helligkeit)
0h 59min
Medion Erazer X7615-MD99293
GeForce GTX 965M, 4720HQ
Medion Erazer X7613-MD98795
GeForce GTX 860M, 4710HQ
Acer Aspire V Nitro 7-791G-70TW
GeForce GTX 960M, 4720HQ
MSI GS70-2QE16SR51
GeForce GTX 970M, 4720HQ
Gigabyte P37X
GeForce GTX 980M, 4720HQ
Akkulaufzeit
23%
3%
-3%
35%
Idle
339
473
40%
308
-9%
332
-2%
WLAN
198
204
3%
237
20%
Last
59
62
5%
61
3%
110
86%
WLAN (alt)
246
211

Fazit

Pro

+ Bis zu drei Massenspeicher
+ Ordentliche Akkulaufzeit
+ Hochwertige Materialien
+ Gute Anschlussviefalt
+ Starkes WLAN-Modul
+ Beleuchtete Tastatur
+ Moderates Gewicht
+ Schickes Design
+ Passabler Klang
+ Flaches Chassis
+ Nettes Zubehör
+ Prima Leistung

Contra

- TN-Panel im Auslieferungszustand mit Blautouch
- Gehäuse und Netzteil können sehr heiß werden
- Akku lässt sich nur umständlich erreichen
- Schmutzempfindliche Oberflächen
- CPU und GPU nicht austauschbar
- Leichtes Throttling im Stresstest
- Akku leert sich unter Volllast
- Hohe Geräuschentwicklung
- SSD recht schreibschwach
- Breiter Displayrahmen
- Störrisches Touchpad
- Kein IPS-Bildschirm
Medion Erazer X7615, Testgerät zur Verfügung gestellt von Medion Deutschland.
Medion Erazer X7615, Testgerät zur Verfügung gestellt von Medion Deutschland.

Medion verkauft mit dem Erazer X7615 ein potentes Gaming-Notebook, das in vielerlei Hinsicht überzeugt. Wer auf ein möglichst dünnes Chassis abfährt, ist ebenso an der richtigen Adresse wie Nutzer, die ein modernes und dennoch zeitloses Design zu schätzen wissen. Abgesehen vom gewöhnungsbedürftigen Layout hat auch die Tastatur Lob verdient. Die schicke Beleuchtung ist beim nächtlichen Zocken eine echte Bereicherung. Multi-Monitor-Fans dürften mit einem HDMI- und zwei Mini-DisplayPorts ebenfalls glücklich werden.

Bezüglich der Leistung können wir dem Erazer X7615 ein gutes Gesamtniveau attestieren. In den nächsten 1-2 Jahren sollte die GeForce GTX 965M ordentlich mit Neuerscheinungen zurechtkommen (wenn auch nicht immer mit maximalen Details). Reisefreudigen Spielern wird indes das moderate Gewicht (2,7 Kilogramm) gefallen. Die Akkulaufzeiten sind auch nicht von schlechten Eltern.

Barebone-Produzent MSI darf beim Nachfolger dennoch einiges verbessern. Das unzuverlässige Clickpad und die enorme Temperatur- bzw. Geräuschentwicklung zehren deutlich an der Gesamtnote. Ein etwas dickeres Chassis dürfte nicht ganz so heiß und laut werden. Außerdem sollte in einem 1.500-Euro-Produkt ein IPS-Panel stecken. Die Tage der TN-Technik sind aufgrund dürftiger Blickwinkel und anderer Schwächen gezählt. Wartungstechnisch entpuppt sich das Erazer X7615 als mittelprächtig. Ja, man kann den kompletten Boden entfernen, ein verschraubter Akku und eine verlötete CPU respektive GPU sind für manche Nutzer jedoch KO-Kriterien. Die restlichen Kritikpunkte betreffen eher kleine Mängel wie das Throttling im Stresstest und die schreibfaule SSD.

Medion Erazer X7615-MD99293 - 10.08.2015 v4(old)
Florian Glaser

Gehäuse
76 / 98 → 78%
Tastatur
78%
Pointing Device
69%
Konnektivität
70 / 81 → 86%
Gewicht
58 / 10-66 → 86%
Akkulaufzeit
77%
Display
78%
Leistung Spiele
93%
Leistung Anwendungen
95%
Temperatur
59 / 95 → 62%
Lautstärke
59 / 90 → 66%
Audio
70%
Durchschnitt
74%
80%
Gaming - gewichteter Durchschnitt
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Autor: Florian Glaser (Update: 15.05.2018)
Florian Glaser
Florian Glaser - Managing Editor Gaming
In den frühen 90er-Jahren mit MS-DOS und Windows 3.1 aufgewachsen entdeckte ich schon im Kindesalter mein Interesse für den Bereich Computer. Speziell Computerspiele strahlten bereits damals eine große Faszination auf mich aus. Von Monkey Island über Lands of Lore bis hin zu Doom wurde alles gezockt, was man so unter die Finger bekam. Für Notebookcheck bin ich seit 2009 tätig mit Schwerpunkt auf leistungsstarke Gaming-Notebooks.