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50 Prozent mehr Stromer: VW fährt beim E-Auto rückwärts

Ab 43.490 Euro auf der Überholspur: Der Skoda Enyaq treibt zusammen mit dem Elroq die Elektro-Zulassungen der Tschechen massiv in die Höhe, während VW strauchelt.
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Ab 43.490 Euro auf der Überholspur: Der Skoda Enyaq treibt zusammen mit dem Elroq die Elektro-Zulassungen der Tschechen massiv in die Höhe, während VW strauchelt.
Deutschlands E-Auto-Markt explodiert geradezu mit einem Plus von über 50 Prozent. Während Tesla, Skoda und Leapmotor massiv zulegen, verliert ausgerechnet Marktführer VW 3,3 Prozent bei den Stromern. Gleichzeitig überholt China erstmals Südkorea. Die neuen KBA-Zahlen zeigen nicht nur die beliebtesten E-Autos in Deutschland, sondern auch, wer beim Boom gewinnt und wer gnadenlos abgehängt wird.

Deutschlands Markt für Elektroautos meldet sich 2026 mit einer echten Rallye zurück. Die aktuellen Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) zeigen für die ersten sieben Monate einen gewaltigen Schub: Von Januar bis Juli rollten 446.615 reine Elektroautos (BEV) frisch auf die Straßen - ein sattes Plus von 50,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2025. Mit einem Marktanteil von 25,5 Prozent ist damit schon mehr als jeder vierte neue Pkw ein reiner Stromer. Rechnet man die Plug-in-Hybride und Brennstoffzellenmodelle dazu, klettert die Zahl der elektrifizierten Neuzulassungen sogar auf 641.028 Fahrzeuge (+38,3 Prozent), was einem Marktanteil von 36,6 Prozent entspricht. Zählt man klassische Hybride sowie Gas- und Wasserstoff-Antriebe mit, beherrschen alternative Antriebe mit über 1,15 Millionen Neuwagen und 65,7 Prozent längst fast zwei Drittel des gesamten Marktes.

VW verliert trotz E-Auto-Boom

Ausgerechnet Marktführer VW kann von diesem Boom bei den reinen Stromern jedoch nicht profitieren. Die Kernmarke kommt bis Ende Juli auf 59.573 BEV-Neuzulassungen, muss damit aber ein Minus von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum verkraften. Der gesamte deutsche BEV-Markt wächst gleichzeitig um mehr als 50 Prozent. Damit rückt vor allem die Konzernschwester Skoda näher an VW heran. Die tschechische Marke steigert ihre BEV-Zulassungen um 59,1 Prozent auf 43.084 Fahrzeuge. Der Abstand zwischen VW und Skoda beträgt damit nur noch rund 16.500 Stromer.

Auch die bayerische und schwäbische Konkurrenz lässt die Wolfsburger Kernmarke im E-Segment alt aussehen: BMW bringt es auf 38.688 reine Stromer (+38,0 Prozent), während Mercedes-Benz mit einem Zuwachs von satten 84,8 Prozent auf 32.221 neu zugelassene Elektro-Boliden regelrecht davonsprintet.

KBA: Die Top 3-Marken der Elektro (BEV) Pkw.
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KBA: Die Top 3-Marken der Elektro (BEV) Pkw.

Tesla: Absatz fast verdreifacht

Besonders spektakulär fällt die Entwicklung bei Tesla aus: Die Marke erreicht in den ersten sieben Monaten 29.224 BEV-Neuzulassungen (+192,2 Prozent) und hat ihr Volumen damit beinahe verdreifacht.

Für das größte Ausrufezeichen bei den Importmarken sorgt der chinesische Hersteller Leapmotor. Die Marke kommt auf 10.411 reine Elektroautos und legt damit um 339,8 Prozent zu. Auch BYD baut seine Position deutlich aus: Mit 12.332 BEVs erreicht der chinesische Autobauer ein Plus von 140,6 Prozent. Andere Hersteller brechen dagegen drastisch ein: NIO kommt nach sieben Monaten nur noch auf 18 BEV-Neuzulassungen (-89,3 Prozent), während GWM lediglich 16 Stromer erreicht und 98,8 Prozent verliert.

China überholt erstmals Südkorea

Ein echtes Beben offenbart der Blick auf das Kräftemessen der Nationen: Die chinesischen Stromer-Marken BYD, Leapmotor, MG Roewe und Xpeng sichern sich zusammen 36.628 reine Elektro-Neuzulassungen und knacken damit einen Marktanteil von rund 8,2 Prozent. Damit ziehen Chinas E-Auto-Bauer hierzulande erstmals an den südkoreanischen Platzhirschen Hyundai und Kia vorbei, die gemeinsam auf 34.305 BEVs und einen Anteil von 7,7 Prozent kommen. Das Heimspiel dominieren zwar nach wie vor die deutschen Hersteller rund um VW, BMW, Mercedes-Benz, Audi, Porsche, Mini, Smart und Opel mit knapp 198.500 reinen Stromern (44,4 Prozent Marktanteil) - die KBA-Bilanz der ersten sieben Monate beweist jedoch eindrucksvoll, dass der deutsche E-Auto-Markt nicht nur mit Vollgas wächst, sondern die Rangordnung der Autowelt gerade völlig neu gemischt wird.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-08 > 50 Prozent mehr Stromer: VW fährt beim E-Auto rückwärts
Autor: Ronald Matta, 19.08.2026 (Update: 19.08.2026)