Intel Panther Lake Arc B390 im Test - Intels neue iGPU auf dem Niveau der Nvidia GeForce RTX 4050
Die neuen Panther-Lake-Mobilprozessoren von Intel bekommen neue integrierte Grafikkarten, die einen großen Leistungszuwachs versprechen. Wir konnten den neuen Intel Core Ultra X9 388H mit der Arc-B390-Grafikkarte bereits ausführlich testen, sowohl im Hinblick auf die Leistung als auch die Effizienz. Den CPU-Teil des neuen Core Ultra X9 388H haben wir separat getestet und er konnte im Test überzeugen.
Intel Arc B390 im Überblick
Die neue Arc B390 basiert auf der Xe3-Architektur und ist damit der Nachfolger der Xe2-Modelle wie der Arc Graphics 140V der Lunar-Lake-Mobilprozessoren. Die Arc Graphics 140T der Arrow-Lake-Modelle basierte sogar noch auf der älteren Xe-Architektur. Der neue GPU-Tile der B390 bietet mit 16 MB jetzt doppelt so viel L2-Cache und die beiden Render Slices bestehen aus jeweils 6 Xe-Kernen.
Die XeSS-Technologien wie Super Sampling, Low Latency und Frame Generation kennen wir prinzipiell schon, doch neu bei XeSS 3 hinzugekommen ist nun Multi-Frame-Generation. Wie schon beim Gegenstück von Nvidia ist es nun möglich, weitere Zwischenbilder generieren zu lassen, um die Frame-Rate zu erhöhen. Derzeit kann man die Einstellungen über den Treiber vornehmen und aus 2x (1 generiertes Zwischenbild), 3x (zwei generierte Zwischenbilder) sowie 4x (drei generierte Zwischenbilder) auswählen.
Allerdings sind nicht alle neuen Panther-Lake-Prozessoren mit der neuen B390 ausgestattet, sondern nur der Core Ultra X9 388H sowie die beiden Core Ultra X7 368H/358H. Zudem gibt es noch eine Arc B370 mit 10 Xe-Kernen im Core Ultra 5 338H. Alle anderen Prozessoren sind hingegen nur mit der sogenannten Intel Graphics ausgestattet, die lediglich 4 bzw. 2 Xe-Kernen biete und daher deutlich langsamer sein sollten. Sobald wir entsprechende Exemplare erhalten, werden wir die Ergebnisse hier im Test ergänzen.

Testsystem - Asus Zenbook Duo UX8407
Als Testsystem mit dem Core Ultra X9 388H stand uns das Asus Zenbook Duo UX8407 zur Verfügung, das wir auch bereits ausführlich getestet haben. Hier ist der Prozessor mit 32 GB schnellem LPDDR5x-9600-RAM kombiniert und die Power Limits liegen bei 64/46 Watt. Die GPU-Treiberversion war die 32.0.101.8362 und der maximale Takt der GPU liegt bei 2,5 GHz
Testverfahren
Um die verschiedenen Grafikkarten aussagekräftig miteinander vergleichen können, schauen wir uns neben der reinen Leistung in synthetischen Benchmarks auch den Stromverbrauch an, woraus wir dann die Effizienz ermitteln. Die Verbrauchsmessungen werden jeweils an einem externen Display durchgeführt, damit wir die unterschiedlichen internen Displays als Einflussfaktoren eliminieren können. Dennoch messen wir hier den Gesamtverbrauch des Systems und vergleichen nicht nur die reinen TGP-Werte.
GPU-Performance
Beim Zenbook haben wir die Leistungsaufnahme der GT-Kerne überprüft und für die maximale Leistung benötigt die neue Arc B390 rund 38-40 Watt, was einer Gesamt-Package-Power von rund 52 Watt entspricht. Wir werden uns gleich auch noch ansehen, wie die neue GPU bei geringeren Power Limits agiert. Zum Vergleich: Die Arc Graphics 140T verbraucht maximal rund 32 Watt.
Die Leistung in den synthetischen Benchmarks ist hervorragend. Im Vergleich zu den schnellsten Varianten der Arc Graphics 140T/140V sehen wir je nach Benchmark einen Vorteil zwischen 60-80 %. Im Vergleich zu den aktuellen AMD Zen-5-GPUs wie der Radeon 890M bietet die B390 fast die doppelte Leistung. AMDs Strix-Halo-GPUs Radeon 8050S und 8060S sind noch einmal spürbar schneller, haben aber auch einen deutlich höheren Stromverbrauch.
Auch langsame Versionen der Nvidia GeForce RTX 4050 (bis 60 Watt) sind im Bereich der B390, hier benötigt man schon eine schnelle Variante mit beispielsweise 90 Watt wie im IdeaPad Pro 5, um einen klaren Vorteil zu haben. Sie X1-85-GPUs der Snapdragon-X-Prozessoren sind hingegen weit abgeschlagen.
Interessant ist der Vergleich mit Apples GPUs, denn die neue M5-GPU wird klar geschlagen und insgesamt bewegt sich die Arv B390 hier auf dem Niveau der kleinen M4-Pro-GPU mit 16 Kernen, während die schnellere Variante mit 20 Kernen noch einen Vorsprung hat.
Gaming-Performance
Die neue B390-GPU eignet sich auch sehr gut zum Spielen und hier sehen wir erneut einen Vorteil von rund 70 Prozent gegenüber dem alten ZenBook Duo mit der Arc Graphics 140T. Die beiden Strix-Halo-GPUs sind weiterhin spürbar schneller, der Vergleich mit der RTX 4050 Laptop kann sich je nach Titel aber stark unterscheiden. In modernen Titeln wie Cyberpunk 2077 sowie Baldur's Gate 3 wird die B390 beispielsweise nur knapp von der 60-Watt-Variante der RTX 4050 geschlagen. Wir werden hier so schnell wie möglich noch weitere Games testen.
Multi-Frame-Generation
Mit der neuen Frame-Generation von XeSS3 lässt sich die Leistung noch weiter steigern und die Bildqualität war bei unseren ersten Tests sehr gut, weshalb man das Feature auch wirklich nutzen kann und auch anspruchsvolle Titel wie Assassin's Creed Shadows konnten wir in 1080p mit mittleren Details (im Balanced Modus) beispielsweise auf rund 100 FPS beschleunigen. Hier werden wir in Zukunft aber noch zusätzliche Tests mit weiteren Spielen durchführen, gerade für Handhelds ist das aber auf jeden Fall ein spannendes Feature.
| Spiel | Nativ | MFGx2 | MFGx3 | MFGx4 |
|---|---|---|---|---|
| Cyberpunk 2077 1080p Ultra | 47,7 FPS | 83,5 FPS | 111,3 FPS | 121,5 FPS |
| F1 25 1080p Ultra | 30 FPS | 51 FPS | 74 FPS | 93 FPS |
Grafikleistung bei geringeren Power Limits (Update)
Wie wir vorhin schon erwähnt haben benötigt die neue Arc B390 rund 38-40 Watt (was einer Package Power von rund 52 Watt entspricht), um die volle Leistung abzurufen. Viele dünne Laptops oder Handhelds schaffen das aber gar nicht, weshalb wir uns auch die Leistung bei geringeren Power Limits angesehen haben. Dazu haben wir die Package Power mit dem Freeware-Tool TrottleStop auf 20, 28, 35 und 45 Watt begrenzt. Die Leistung der Arc B390 bleibt bei allen getesteten Werten sehr gut und selbst bei 20 Watt ist die Leistung immer noch besser als bei den schnellsten Varianten der der Arc Graphics 140T/140V. Gerade der Bereich um die 20-28 Watt ist spannend für Gaming-Handhelds und hat die B390 einen klaren Vorteil gegenüber den bisherigen Modellen mit Intel- oder AMD-Chips.
| TDP | 20 Watt | 28 Watt | 35 Watt | 45 Watt |
|---|---|---|---|---|
| Time Spy Graphics | 4.567 Punkte | 5.600 Punkte | 6.321 Punkte | 6.830 Punkte |
| Cyberpunk 2077 1080p Ultra | 27,2 FPS | 33,2 FPS | 36,5 FPS | 41,2 FPS |
| TDP | 20 Watt | 28 Watt | 35 Watt | 45 Watt |
|---|---|---|---|---|
| Time Spy Graphics | 4.334 Punkte | 5.330 Punkte | 6.296 Punkte | 6.709 Punkte |
| Cyberpunk 2077 1080p Ultra | 26,3 FPS | 30,1 FPS | 37 FPS | 44,3 FPS |
Update 31.01.: Wir haben noch weitere Benchmarks mit der schnellen AMD Radeon 8060S der Strix-Halo-Chips durchgeführt. Grundsätzlich sind die TDP-Power-Limits bei Strix-Halo-Systemen höher, aber es gibt ja auch vereinzelte Handhelds mit dem großen AMD-Prozessor, ein Vergleich bei geringeren Power Limits macht also schon Sinn. Im Gegensatz zur reinen CPU-Performance, wo Strix Halo auch noch bei 28 Watt im Vorteil war, benötigt die Radeon 8060S etwas mehr Strom und im Time-Spy-Test ist die Radeon erst bei 45 Watt schneller. Beim Spielen hingegen gibt es erneut bei 28 Watt einen Vorteil für die 8060S.
| TDP | 20 Watt | 28 Watt | 35 Watt | 45 Watt |
|---|---|---|---|---|
| Time Spy Graphics | 3.040 Punkte | 4.554 Punkte | 5.642 Punkte | 7.286 Punkte |
| Cyberpunk 2077 1080p Ultra | 22,6 FPS | 35,5 FPS | 42,3 FPS | 53,3 FPS |
Effizienz
Für die Effizienz haben wir den Stromverbrauch bei Cyberpunk 2077 an einem externen Monitor gemessen. Hier sieht man sofort, dass die Effizienz gegenüber der Arc Graphics 140T verbessert wurde, die beiden Lunar-Lake-GPUs Arc Graphics 130V/140V sind bei der Effizienz aber auf einem vergleichbaren Niveau.
Im Vergleich mit AMD sind die kleinen iGPUs wie die Radeon 890M spürbar schwächer, die beiden Strix-Halo-GPUs sind aber auf einem vergleichbaren Niveau.
Wenn wir uns die Nvidia-GPUs ansehen, muss die B390 etwas Federn lassen. Die alte RTX 4050 Laptop mit 60 Watt ist bei der Effizienz vergleichbar, die neueren Modelle RTX 5050 und 5070 mit TGP-Werten von 60-75 Watt schneiden aber noch einmal besser ab.
Interessant wird der Effizienzvergleich bei geringeren TDP-Werten für die Arc B390. Schon bei 35 Watt ist die Effizienz fast auf dem Niveau der Apple M5-GPU und bei 28 bzw. 20 Watt ist die Effizienz sogar noch einmal besser.
| Power Consumption / Cyberpunk 2077 ultra Efficiency | |
| Intel Arc B390 12 Xe3 Panther Lake iGPU | |
| Intel Arc B390 12 Xe3 Panther Lake iGPU | |
| NVIDIA GeForce RTX 5070 Laptop | |
| Apple M5 GPU | |
| NVIDIA GeForce RTX 5070 Laptop | |
| Apple M4 8-core GPU | |
| Intel Arc B390 12 Xe3 Panther Lake iGPU | |
| NVIDIA GeForce RTX 5050 Laptop | |
| Intel Arc Graphics 140V | |
| Intel Arc B390 12 Xe3 Panther Lake iGPU | |
| AMD Radeon 8060S | |
| NVIDIA RTX PRO 2000 Blackwell Generation Laptop | |
| Intel Arc Graphics 140V | |
| AMD Radeon 8050S | |
| Intel Arc Graphics 130V | |
| Intel Arc B390 12 Xe3 Panther Lake iGPU | |
| NVIDIA GeForce RTX 4050 Laptop GPU | |
| NVIDIA GeForce RTX 5060 Laptop | |
| Intel Arc 8-Core iGPU | |
| Apple M4 10-core GPU | |
| Apple M4 Pro 20-Core GPU | |
| Intel Arc Graphics 140V | |
| NVIDIA GeForce RTX 5050 Laptop | |
| AMD Radeon 890M | |
| Intel Graphics 4-Core iGPU (Meteor / Arrow Lake) | |
| NVIDIA GeForce RTX 4050 Laptop GPU | |
| AMD Radeon 860M | |
| Intel Arc Graphics 140T | |
| Intel Arc Graphics 140T | |
| AMD Radeon 860M | |
| AMD Radeon 880M | |
| Power Consumption / Cyberpunk 2077 FHD ultra no FSR (external Monitor) | |
| NVIDIA GeForce RTX 5060 Laptop | |
| NVIDIA GeForce RTX 5050 Laptop | |
| NVIDIA GeForce RTX 4050 Laptop GPU | |
| NVIDIA GeForce RTX 5070 Laptop | |
| NVIDIA RTX PRO 2000 Blackwell Generation Laptop | |
| AMD Radeon 8060S | |
| NVIDIA GeForce RTX 5070 Laptop | |
| AMD Radeon 8050S | |
| NVIDIA GeForce RTX 4050 Laptop GPU | |
| NVIDIA GeForce RTX 5050 Laptop | |
| Apple M4 Pro 20-Core GPU | |
| AMD Radeon 880M | |
| Intel Arc B390 12 Xe3 Panther Lake iGPU | |
| Intel Arc B390 12 Xe3 Panther Lake iGPU | |
| Intel Arc Graphics 140T | |
| AMD Radeon 890M | |
| Intel Arc B390 12 Xe3 Panther Lake iGPU | |
| Intel Arc Graphics 140V | |
| Intel Arc Graphics 140V | |
| Intel Arc Graphics 140V | |
| Intel Arc B390 12 Xe3 Panther Lake iGPU | |
| Intel Arc Graphics 140T | |
| Apple M5 GPU | |
| Intel Arc Graphics 130V | |
| Intel Arc 8-Core iGPU | |
| AMD Radeon 860M | |
| Apple M4 10-core GPU | |
| AMD Radeon 860M | |
| Intel Arc B390 12 Xe3 Panther Lake iGPU | |
| Intel Graphics 4-Core iGPU (Meteor / Arrow Lake) | |
| Apple M4 8-core GPU | |
* ... kleinere Werte sind besser
Fazit - Intel Arc B390 ist eine beeindruckende iGPU
Mit der neuen Arc B390 hebt Intel das Leistungsniveau von integrierten GPUs spürbar an und vor allem schlanke Geräte mit Power Limits von 25-45 Watt werden massiv von den neuen Panther-Lake-Prozessoren profitieren. Der Leistungsvorteil gegenüber den bisherigen iGPUs Arc Graphics 140T/140V liegt bei rund 70 %. Der Vorsprung gegenüber den kleinen Zen-5-GPUs von AMD ist ebenfalls beachtlich (je nach Test zwischen ~50-80 %). Die Strix-Halo-GPUs sind zwar noch einmal schneller (aber nicht effizienter), operieren jedoch bei höheren Power Limits und es gibt einfach kaum entsprechende Geräte auf dem Markt, die dann auch sehr kostspielig sind.
Zudem skaliert die neue Arc B390 sehr gut auch bei geringeren Power Limits und eignet sich daher auch sehr gut für Handhelds, die ja typischerweise im Bereich von 20-30 Watt betrieben werden. Hier kommt auch das neue Feature Multi Frame Generation ins Spiel, was die Leistung deutlich erhöhen kann. Dadurch werden auch sehr anspruchsvolle Titel wie beispielsweise Assassin's Creed Shadows mit geringen TDP-Werten vernünftig spielbar (über 60 FPS). Das ist ebenfalls interessant, wenn man einfach in einem schwächeren Energiemodus spielen möchte, um damit die Lüftergeräusche geringer zu halten.
Die schnelle Arc B390 ist jedoch auf wenige Chips beschränkt, die dann auch nur mit verlötetem Arbeitsspeicher verfügbar sind. Die neuen Panther-Lake-Prozessoren, die auch mit regulären SO-DIMM-Modulen kombiniert werden können (dann bis maximal 128 GB) verfügen durchgehend nur über die die deutlich langsamere Intel Graphics (mit 2 oder 4 Xe-Kernen).
Zusammen mit den guten Ergebnissen in unserem CPU-Test sind die neuen Panther-Lake-Chips mit den schnellen iGPUs wohl die besten Mobilprozessoren für Windows-Laptops im Jahr 2026. Apples M5-Pro-Chips werden sicherlich gute Ergebnisse liefern und die Panther-Lake-Chips leistungstechnisch wieder klar überbieten, allerdings sind diese halt nur in den MacBooks verfügbar. Ob die kommenden Snapdragon-X2-Prozessoren vor allem bei der Grafikleistung mit der neuen Arc B390 mithalten können, ist fragwürdig, da die GPU-Leistung bislang sowieso eine Schwachstelle der ersten Generation der Adreno-GPUs darstellte.















