Notebookcheck

Test Aorus GTX 1080 Gaming Box

Allen Ngo, Felicitas Krohn (übersetzt von Martin Jungowski), 09.05.2018

60-FPS-Gaming auf einem Ultrabook. Aorus hat sich einen Namen damit gemacht so viel Performance wie möglich in maximal kompakte und kleine Gehäuse zu packen und die knapp 800 Euro teure Gaming Box ist keine Ausnahme. Die eGPU verspricht jeden PC mit Thunderbolt 3 in ein Gaming-Monster zu verwandeln. Unser Test hat gezeigt, dass Aorus hier tatsächlich nicht zu viel versprochen hat, wenngleich es ein paar kleinere Probleme mit der Software gab und wir außerdem ein paar Einschränkungen gefunden haben, die man vor dem Kauf unbedingt beachten sollte.

Aorus Gaming Box mit Dell XPS 15 9575 Convertible
Aorus Gaming Box mit Dell XPS 15 9575 Convertible

Mit der zunehmenden Verbreitung von Thunderbolt 3 in Laptops gewinnen externe GPUs (eGPUs) mehr und mehr an Popularität. Vor vier Jahren haben wir einen ersten frühen Blick auf eGPUs geworfen und waren von der Bedienungsunfreundlichkeit und den hohen Kosten eher abgeschreckt. Mit jeder neuen Generation wurden sie jedoch immer interessanter: von Alienwares und externen Graphics Docks bis hin zum Razer Core. Auch Hersteller wie Zotac (Amp Box), HP (Graphics Accelerator) und MSI (GUS) sind in den noch jungen Markt eingestiegen und präsentieren stolz ihre eGPUs auf Messen.

Unser heutiges Testgerät kommt von Aorus und ist eine der kleinsten und schnellsten eGPUs auf dem Markt. Ganz schlicht “Gaming Box” genannt gibt es diese eGPU derzeit mit GTX 1070 oder GTX 1080 für jeweils 650 oder 700 Euro. Anders als die größeren Konkurrenten von Alienware oder Razer nutzt die Aorus Gaming Box Mini-Versionen der GTX 1070 und 1080 (16,9 cm) und ist dadurch deutlich kompakter.

Die Werbung für externe GPU-Docks suggeriert, dass diese mit den meisten Windows-Laptops kompatibel sind, solange sie über mindestens einen Thunderbolt-3-Port verfügen. In Kombination mit Intel-CPUs gibt es bereits eine Unmenge an Testberichten, aber wie sieht es eigentlich bei einem Kaby-Lake-G-System aus? Für diesen Test haben wir die Aorus Gaming Box mit dem einzigen derzeit erhältlichen Kaby-Lake-G-Laptop verbunden, dem Dell XPS 15 9575 Convertible mit Core-i7-8705G-CPU und Radeon-RX-Vega-M-GL-GPU. Unser Testbericht zu diesem Laptop folgt in Kürze, vorab empfehlen wir einen Blick auf unser Review des mit Core i5 ausgestatteten XPS 15 9575 zu werfen. Die spannende Frage dieses Tests: ist eine einwandfreie Funktionalität gewährleistet, wenn man eine Intel-GPU, eine AMD-GPU und eine Nvidia-GPU in einem System betreibt?

Aorus GTX 1080 Gaming Box (XPS 15 9575)
Prozessor
Grafikkarte
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Desktop) - 8192 MB, Kerntakt: 1607 MHz, Speichertakt: 10010 MHz, GDDR5X, 397.31
Hauptspeicher
16384 MB 
, DDR4-2400
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 96 x 212 x 162
Betriebssystem
Microsoft Windows 10 Home 64 Bit
Sonstiges
Aorus Graphics Engine, 12 Monate Garantie
Gewicht
2.447 kg
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Gehäuse

Aorus steht für hohe Leistungsfähigkeit bei minimalem Volumen in Gehäusen mit schickem gamingorientierten Design - zum Beispiel die superdünne X-Serie und auch die Aorus Gaming Box folgen dieser Tradition. Mit nur 2,4 kg Gewicht und einem Volumen von gerade mal 3,3 L ist die Aorus eGPU deutlich kleiner und leichter als Razer Core (5,7 kg, 7,8 L), Alienware Graphics Amplifier (3,5 kg, 13,1 L) und MSIs äußerst beliebter Trident 3 ITX PC (3,2 kg, 4,7 L). Zudem fehlt der Gaming Box die externe Stromversorgung, wodurch viele Mini-Systeme wie Zotacs EK71080 oder Intels NUC Traumwerte erreichen, indem das externe Netzteil aus den Größen- und Volumenangaben herausgerechnet wird.

Die Gehäusequalität ist hervorragend und sehr gleichmäßig. Das Gehäuse ist auf allen sechs Seiten komplett aus Metall gefertigt und hinterlässt einen ähnlich edlen Eindruck wie qualitativ hochwertige Metallgehäuse für PCs.

Ein dünner Streifen RGB-LEDs auf der Vorderseite leuchtet in wechselnden Farben, solange die GPU aktiv ist und genutzt wird. Angeblich sollen diese LEDs mittels einer Software namens Aorus Graphics Engine einstellbar sein, allerdings konnten wir in Version 1.33 dieser Software keine Einstellmöglichkeiten hierfür finden.

Definierte und harte Kanten und Ecken, wie so manches Aorus-Laptop
Definierte und harte Kanten und Ecken, wie so manches Aorus-Laptop
Gehäuse durch und durch aus Metall, inklusive der Lüftergitter
Gehäuse durch und durch aus Metall, inklusive der Lüftergitter
Gummifüße auf der Unterseite
Gummifüße auf der Unterseite
RGB-Beleuchtung an der unteren Kante, die bei aktiver GPU automatisch leuchtet
RGB-Beleuchtung an der unteren Kante, die bei aktiver GPU automatisch leuchtet
225 mm 203 mm 128 mm 3.3 kg212 mm 162 mm 96 mm 2.4 kg210 mm 203 mm 62.2 mm 1.7 kg221 mm 142 mm 39 mm 1.3 kg

Anschlüsse

Alle Anschlüsse befinden sich an der Rückseite und sind gut erreichbar. Unter anderem gibt es 5 Video-Ausgänge sowie 4 USB-Ports (Typ A). Was jedoch fehlt, ist ein Kensington Lock zum Absperren sowie zusätzliche USB-Typ-C-Ports zum Anschluss weiterer Geräte. Wichtig zu wissen ist außerdem, dass der orange USB-Port ausschließlich zum Laden gedacht ist und keinerlei Datenübertragung unterstützt.

Der einzelne Thunderbolt-3-Port kann auch zum Laden mit bis zu 100 W verwendet werden, sofern das daran angeschlossene Gerät Power Delivery 3 unterstützt.

Audio kann via Thunderbolt oder HDMI zu externen Bildschirmen durchgeschleift werden
Audio kann via Thunderbolt oder HDMI zu externen Bildschirmen durchgeschleift werden
Ein Kensington Lock wäre eine sinnvolle Ergänzung gewesen
Ein Kensington Lock wäre eine sinnvolle Ergänzung gewesen
Integriertes 450-W-Netzteil
Integriertes 450-W-Netzteil
3x DisplayPort 1.4, 1x HDMI 2.0b, 1x DL-DVI, 4x USB 3.0
3x DisplayPort 1.4, 1x HDMI 2.0b, 1x DL-DVI, 4x USB 3.0

Setup

Fehlermeldung bei nicht deaktiviertem Treiber-Signaturzwang
Fehlermeldung bei nicht deaktiviertem Treiber-Signaturzwang
Das Dell-System erkennt die GPU automatisch
Das Dell-System erkennt die GPU automatisch

Folgt man der beiliegenden kompakten Installationsanleitung, erfolgt die Inbetriebnahme in gerade mal fünf Schritten. Hierfür muss (1) die Gaming Box an eine Steckdose angesteckt werden, (2) das Gerät anschließend via Thunderbolt 3 an ein bereits laufendes System angeschlossen werden, (3) das neu erkannte Thunderbolt-3-Gerät unter Windows als “Immer verbinden” bestätigt werden, (4) ein externer Monitor via DisplayPort, HDMI oder DVI-D an die eGPU angeschlossen werden und zu guter Letzt (5) die nötigen Treiber für die GPU von der beiliegenden CD oder der Webseite des Herstellers installiert werden. Die Treiber bestehen aus einer generischen Thunderbolt-3-Firmware sowie Nvidia Standardtreiber, der für alle GeForce-Karten verwendet wird. Somit hat man vollen Zugriff auf die bekannten Features der GPU mitsamt dem Nvidia Control Panel.

Insgesamt ist die Inbetriebnahme selbst auf der neuen Kaby-Lake-G-Plattform recht gradlinig, allerdings bei weitem noch nicht perfekt. Die Schritte (1) bis (4) müssen jedes Mal in exakt dieser Reihenfolge durchgeführt werden, wenn die eGPU von der Stromversorgung oder vom Laptop getrennt wird. Andernfalls wird die eGPU unter Umständen nicht immer zuverlässig erkannt, egal wie häufig man das System neu startet oder welche Permutationen dieser Reihenfolge man durchexerziert. Auch dauert die eigentliche Erkennung ziemlich lange - fährt man das System hoch passiert für mehrere Sekunden erstmal nichts, während man auf den ruhenden Desktop starrt und im Hintergrund die Aorus-Software geladen wird. Erst dann wird die externe Anzeige aktiviert. Dieser Prozess ist also ein wenig aufwendig, ist die eGPU allerdings einmal erkannt, bleibt sie dies auch zuverlässig bis zum nächsten Neustart.

Ein wichtiger Aspekt ist allerdings, dass für die Inbetriebnahme der Treiber-Signaturzwang von Windows unbedingt deaktiviert werden muss. Ansonsten lädt die Aorus Graphics Engine nicht und beendet sich mit einem Fehler schon beim Start. Die Software kontrolliert Aspekte wie Übertaktung, Bildschirmaufnahme und Lüfterdrehzahlen, ist allerdings insgesamt enttäuschend rudimentär in der Gestaltung und scheint gelegentlich einzufrieren. Man merkt, dass die Software sich zum Zeitpunkt unseres Tests definitiv noch in Entwicklung befand.

Die Anzeige kann auf internen und externen Bildschirm erweitert werden, so dass beide Bildschirme genutzt werden können. Hier ist allerdings zu bedenken, dass unser interner Bildschirm ein 4K-Panel hatte - externe Bildschirme mit einer Auflösung niedriger als 4K führen zu Problemen bei der Skalierung unter Windows. Auch haben wir es trotz anderslautender Behauptungen seitens Aorus nicht geschafft, den internen Bildschirm des Laptops mittels der eGPU anzusteuern. Hier wurde stattdessen immer die interne Radeon RX Vega GL M verwendet. Beim Versuch, das System reinzulegen, indem wir die Bildschirmanzeige auf den externen Bildschirm erweiterten und anschließend versuchten, ein 3D-Spiel auf dem internen Bildschirm laufen zu lassen, stürzte Windows reproduzierbar jedes Mal ab. Hätte es denn funktioniert, wäre die Performance allerdings ähnlich wie schon beim Razer Core deutlich reduziert gewesen. Ein externer Bildschirm ist also auf alle Fälle immer vorzuziehen.

Obwohl die Gaming Box offiziell für Windows-10-Laptops mit Thunderbolt 3 entwickelt wurde, schiebt Aorus dem Endanwender den schwarzen Peter der Kompatibilität in die Schuhe und verweist darauf, dass die Thunderbolt-3-Kompatibilität mit dem eigenen System doch bitte vorab geprüft werden solle. Schließlich unterstützen nicht alle Laptops mit USB-C auch Thunderbolt 3. Rein theoretisch müsste die eGPU auch mit Windows 7 & 8 funktionieren, macOS wird hingegen mangels Nvidia-Treibern nicht unterstützt.

Die Aorus Graphics Engine ist einfach zu benutzen ...
Die Aorus Graphics Engine ist einfach zu benutzen ...
... die Einstellung für die RGB-Beleuchtung fehlt allerdings und die Software friert gelegentlich ein
... die Einstellung für die RGB-Beleuchtung fehlt allerdings und die Software friert gelegentlich ein

Zubehör

Neben dem eigentlichen eGPU-Dock sind noch ein paar weitere Dinge im Lieferumfang enthalten: eine praktische Tragetasche samt abnehmbarem Schultergurt, eine Schnellstartanleitung, eine Treiber-CD, ein Stromkabel (nicht abgebildet) und ein kurzes 50-cm-Thunderbolt-3-Kabel. Ein USB-Stick mit Treibern wäre uns zwar lieber gewesen als eine CD, allerdings lassen sich diese auch problemlos von der Webseite des Herstellers herunterladen.

Das wichtige Thunderbolt-3-Kabel sollte man nicht verlieren!
Das wichtige Thunderbolt-3-Kabel sollte man nicht verlieren!

Wartung

So klein sie auch sein mag, die Gaming Box ist anders als die größeren Razer Core oder Alienware Graphics Amplifier eGPU-Docks nicht dazu gedacht ohne Weiteres aufgerüstet zu werden. Trotzdem reicht ein einfacher Kreuzschlitz-Schraubendreher zum Öffnen der Gaming Box aus. Aorus hat bestätigt, dass die GPU ohne Verlust der Garantie ausgetauscht werden kann. Empfohlen wird dies vom Hersteller jedoch explizit nicht.

Nachdem sechs Schrauben entfernt wurden, lässt sich das Gehäuse öffnen
Nachdem sechs Schrauben entfernt wurden, lässt sich das Gehäuse öffnen
Wartung, ohne die dreijährige Garantie aufs Spiel zu setzen
Wartung, ohne die dreijährige Garantie aufs Spiel zu setzen
GeForce GTX 1080 Mini - selbst der SLI-Bridge-Anschluss ist noch vorhanden
GeForce GTX 1080 Mini - selbst der SLI-Bridge-Anschluss ist noch vorhanden
450-W-Netzteil und zwei Lüfter hinter der GPU. Zum Ausbau des Netzteils wird ein Schraubenschlüssel benötigt.
450-W-Netzteil und zwei Lüfter hinter der GPU. Zum Ausbau des Netzteils wird ein Schraubenschlüssel benötigt.

Garantie

Standardmäßig wird die Gaming Box mit drei Jahren Garantie ausgeliefert. Die meisten Laptops bieten gerade mal ein oder bestenfalls zwei Jahre Garantie. Aufkleber, deren Beschädigung zum Verlust der Garantie führen würden, konnten wir auf dem Gehäuse nicht entdecken.

Performance

Wie bei jedem PC gilt auch hier: Die GPU kann nur so gut sein wie der PC, mit dem sie verbunden ist. Für diesen Test haben wir die Gaming Box mit GTX 1080 mit dem eher unkonventionellen Core i7-8705G des Dell XPS 15 9575 gepaart. Dieser Prozessor der Kaby-Lake-G-Familie ist vergleichbar mit dem Core i7-7700HQ, der in den meisten Gaming-Notebooks steckt. In Verbindung mit einer Core-iX-CPU der 15-W-U-Klasse, wie sie beispielsweise im älteren Spectre 13Razer Blade Stealth oder Asus Zenbook zu finden ist, dürfte die eGPU vergleichbare oder schlechtere Ergebnisse liefern.

System Performance

PCMark 10 ordnet unser Testsystem ähnlich ein wie vergleichbar ausgestattete Gaming-Notebooks, beispielsweise das Alienware 15 R3. Die Ergebnisse des Dell XPS 15 9575 ohne eGPU waren allerdings nicht nennenswert schlechter als mit eGPU.

PCMark 10 (mit eGPU)
PCMark 10 (mit eGPU)
PCMark 10 (ohne eGPU)
PCMark 10 (ohne eGPU)
PCMark 10 - Score
Intel Hades Canyon NUC8i7HVK
Vega M GH, 8809G, Intel Optane 120 GB SSDPEK1W120GA
5301 Points ∼68% +8%
Alienware 15 R3 Max-Q
GeForce GTX 1080 Max-Q, 7820HK, LiteOn CX2-8B256
5295 Points ∼68% +8%
Zotac ZBOX Magnus EK71080
GeForce GTX 1080 (Desktop), 7700HQ, Samsung PM961 MZVLW256HEHP
5197 Points ∼67% +6%
Aorus GTX 1080 Gaming Box (XPS 15 9575)
GeForce GTX 1080 (Desktop),
4911 Points ∼63%
Dell XPS 15 9575 i5-8305G
Vega M GL / 870, 8305G, Toshiba XG5 KXG50ZNV256G
4702 Points ∼61% -4%

GPU-Performance

In Fire Strike Graphics schneidet die GTX 1080 eGPU um etwa 20 % schlechter ab als unsere GTX 1080 Founders Edition Referenzkarte. Dies liegt zum Teil an der, verglichen mit PCIe x16, niedrigeren Bandbreite von Thunderbolt 3. In der Praxis bedeutet dies, dass die Gaming Box in etwa gleichauf liegt mit einer GTX 980 Ti oder GTX 1070 Max-Q, jedoch zum Preis einer vollwertigen GTX 1080. Die integrierte Radeon Vega M GL unseres Dell-Convertibles schlägt die eGPU dagegen lässig um satte 115 %.

Interessanterweise stieg die Leistungsfähigkeit unseres Test-Setups bei höheren Einstellungen laut Fire Strike. Bei Fire Strike Extreme und Fire Strike Ultra lag es nur noch um 13 und 4 % hinter unserer GTX-1080-Referenz zurück. Bei 4K-Auflösung liegt die Leistungsfähigkeit der Gaming Box daher deutlich näher an einer Desktop-GTX-1080 als bei 1080p. Diese geringeren Unterschiede sind darauf zurückzuführen, dass sich der Flaschenhals bei steigenden Details stärker in Richtung rohe Rechenleistung der GPU verschiebt. Dadurch sinkt die relative Auslastung und Relevanz der Thunderbolt-3-Schnittstelle.

3DMark 11
3DMark 11
Ice Storm Unlimited
Ice Storm Unlimited
Sky Diver
Sky Diver
Fire Strike
Fire Strike
Fire Strike Extreme
Fire Strike Extreme
Fire Strike Ultra
Fire Strike Ultra
3DMark
3840x2160 Fire Strike Ultra Graphics
Nvidia GeForce GTX 1080 Founders Edition
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Desktop), 4790K
4841 Points ∼48% +4%
Durchschnittliche NVIDIA GeForce GTX 1080 (Desktop)
  (4647 - 5003, n=3)
4830 Points ∼48% +4%
Aorus GTX 1080 Gaming Box (XPS 15 9575)
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Desktop),
4647 Points ∼46%
Alienware 15 R3 Max-Q
NVIDIA GeForce GTX 1080 Max-Q, 7820HK
4232 Points ∼42% -9%
Eurocom Sky MX5 R3
NVIDIA GeForce GTX 1070 (Laptop), 7820HK
4206 Points ∼42% -9%
Asus Strix GTX 980 Ti Desktop PC
NVIDIA GeForce GTX 980 Ti, 4790K
3918 Points ∼39% -16%
Dell XPS 15 9575 i5-8305G
AMD Radeon RX Vega M GL / 870, 8305G
1603 Points ∼16% -66%
Fire Strike Extreme Graphics
Nvidia GeForce GTX 1080 Founders Edition
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Desktop), 4790K
9994 Points ∼50% +15%
Durchschnittliche NVIDIA GeForce GTX 1080 (Desktop)
  (8722 - 9994, n=3)
9564 Points ∼48% +10%
Aorus GTX 1080 Gaming Box (XPS 15 9575)
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Desktop),
8722 Points ∼44%
Alienware 15 R3 Max-Q
NVIDIA GeForce GTX 1080 Max-Q, 7820HK
8682 Points ∼44% 0%
Eurocom Sky MX5 R3
NVIDIA GeForce GTX 1070 (Laptop), 7820HK
8626 Points ∼43% -1%
Asus Strix GTX 980 Ti Desktop PC
NVIDIA GeForce GTX 980 Ti, 4790K
7817 Points ∼39% -10%
Dell XPS 15 9575 i5-8305G
AMD Radeon RX Vega M GL / 870, 8305G
3192 Points ∼16% -63%
1920x1080 Fire Strike Graphics
Aorus X9 DT
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Laptop), 8950HK
22240 Points ∼55% +40%
Durchschnittliche NVIDIA GeForce GTX 1080 (Desktop)
  (15834 - 22887, n=6)
20727 Points ∼51% +31%
Nvidia GeForce GTX 1080 Founders Edition
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Desktop), 4790K
20268 Points ∼50% +28%
Alienware 15 R3 Max-Q
NVIDIA GeForce GTX 1080 Max-Q, 7820HK
18505 Points ∼46% +17%
Eurocom Sky MX5 R3
NVIDIA GeForce GTX 1070 (Laptop), 7820HK
18373 Points ∼45% +16%
Asus Strix GTX 980 Ti Desktop PC
NVIDIA GeForce GTX 980 Ti, 4790K
16961 Points ∼42% +7%
Aorus GTX 1080 Gaming Box (XPS 15 9575)
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Desktop),
15834 Points ∼39%
Gigabyte Aero 15X v8
NVIDIA GeForce GTX 1070 Max-Q, 8750H
15156 Points ∼37% -4%
Alienware 17 R3 (A17-9935)
NVIDIA GeForce GTX 980M, 6700HQ
9227 Points ∼23% -42%
Dell XPS 15 9575 i5-8305G
AMD Radeon RX Vega M GL / 870, 8305G
7355 Points ∼18% -54%
3DMark 11
1280x720 Performance Combined
Aorus X9 DT
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Laptop), 8950HK
13993 Points ∼62% +41%
Durchschnittliche NVIDIA GeForce GTX 1080 (Desktop)
  (9421 - 17223, n=6)
11938 Points ∼53% +20%
Nvidia GeForce GTX 1080 Founders Edition
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Desktop), 4790K
11623 Points ∼51% +17%
Asus Strix GTX 980 Ti Desktop PC
NVIDIA GeForce GTX 980 Ti, 4790K
11511 Points ∼51% +16%
Eurocom Sky MX5 R3
NVIDIA GeForce GTX 1070 (Laptop), 7820HK
10081 Points ∼45% +2%
Aorus GTX 1080 Gaming Box (XPS 15 9575)
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Desktop),
9921 Points ∼44%
Gigabyte Aero 15X v8
NVIDIA GeForce GTX 1070 Max-Q, 8750H
9720 Points ∼43% -2%
Alienware 15 R3 Max-Q
NVIDIA GeForce GTX 1080 Max-Q, 7820HK
9607 Points ∼42% -3%
Alienware 17 R3 (A17-9935)
NVIDIA GeForce GTX 980M, 6700HQ
8196 Points ∼36% -17%
Dell XPS 15 9575 i5-8305G
AMD Radeon RX Vega M GL / 870, 8305G
7788 Points ∼34% -21%
1280x720 Performance GPU
Nvidia GeForce GTX 1080 Founders Edition
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Desktop), 4790K
29443 Points ∼58% +48%
Durchschnittliche NVIDIA GeForce GTX 1080 (Desktop)
  (19910 - 32126, n=6)
28484 Points ∼56% +43%
Aorus X9 DT
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Laptop), 8950HK
27966 Points ∼55% +40%
Alienware 15 R3 Max-Q
NVIDIA GeForce GTX 1080 Max-Q, 7820HK
24425 Points ∼48% +23%
Eurocom Sky MX5 R3
NVIDIA GeForce GTX 1070 (Laptop), 7820HK
23170 Points ∼45% +16%
Asus Strix GTX 980 Ti Desktop PC
NVIDIA GeForce GTX 980 Ti, 4790K
23057 Points ∼45% +16%
Aorus GTX 1080 Gaming Box (XPS 15 9575)
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Desktop),
19910 Points ∼39%
Gigabyte Aero 15X v8
NVIDIA GeForce GTX 1070 Max-Q, 8750H
19162 Points ∼38% -4%
Alienware 17 R3 (A17-9935)
NVIDIA GeForce GTX 980M, 6700HQ
11388 Points ∼22% -43%
Dell XPS 15 9575 i5-8305G
AMD Radeon RX Vega M GL / 870, 8305G
9862 Points ∼19% -50%
3DMark 11 Performance
15758 Punkte
3DMark Ice Storm Standard Score
145950 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
27092 Punkte
3DMark Fire Strike Score
13278 Punkte
3DMark Fire Strike Extreme Score
8126 Punkte
Hilfe

Gaming-Performance

Obwohl Fire Strike in 1080p einen Performance-Unterschied von rund 24 % suggeriert, kann dieser in der Praxis sogar deutlich drastischer ausfallen. Anspruchsvolle Spiele wie Destiny 2, Witcher 3 oder Shadow of War laufen jeweils um rund 35, 46 und 27 % langsamer als mit unserer GTX-1080-Referenz. Zwar hatten wir bei Einsatz einer eGPU mit einer geringeren Performance gerechnet, die Auswirkungen in der Praxis hängen aber letztlich stark vom Spiel ab. Wir raten daher dazu, ein wenig mit den Einstellungen im Spiel herumzuexperimentieren, um das optimale eGPU-Setup zu finden.

Leider können wir keine 4K-Benchmark-Ergebnisse beisteuern, da der von uns angeschlossene externe Bildschirm nur 1080p beherrschte. Aus unerklärlichen Gründen fehlte uns auch die DSR-Option in den Nvidia-Einstellungen, die uns die Durchführung von 4K-Benchmarks auf einem 1080p-Bildschirm ermöglicht hätte. Wenn die 3DMark-Ergebnisse als Indikator dienen können, dürfte die Performance in 4K der einer Desktop-GTX-1080 allerdings sehr nah sein.

Weitere Benchmarks und Vergleiche finden sich auf unserer dedizierten Seite zur GeForce GTX 1080.

Middle-earth: Shadow of War - 1920x1080 Ultra Preset AA:T
Aorus X9 DT
GeForce GTX 1080 (Laptop), 8950HK, Transcend TS1TMTE850
99 fps ∼100% +43%
Eurocom Sky X4C
GeForce GTX 1080 (Laptop), 8700K, Samsung SSD 960 Pro 1TB m.2 NVMe
94 fps ∼95% +36%
Schenker XMG Ultra 15
GeForce GTX 1070 (Laptop), 8600K, Samsung SSD 960 Evo 500GB m.2 NVMe
84 fps ∼85% +22%
Aorus GTX 1080 Gaming Box (XPS 15 9575)
GeForce GTX 1080 (Desktop),
69 fps ∼70%
Asus FX503VM-EH73
GeForce GTX 1060 (Laptop), 7700HQ, SanDisk SD8SN8U128G1002
52 fps ∼53% -25%
Dell Inspiron 15 7000 7577 4K
GeForce GTX 1060 Max-Q, 7700HQ, SK hynix SC311 M.2
46 fps ∼46% -33%
Intel Hades Canyon NUC8i7HVK
Vega M GH, 8809G, Intel Optane 120 GB SSDPEK1W120GA
36 fps ∼36% -48%
Gigabyte Aero 14-K8
GeForce GTX 1050 Ti (Laptop), 8750H, Crucial MX300 CT525MX300SSD1
33 fps ∼33% -52%
Destiny 2 - 1920x1080 Highest Preset AA:SM AF:16x
Eurocom Sky X4C
GeForce GTX 1080 (Laptop), 8700K, Samsung SSD 960 Pro 1TB m.2 NVMe
139.1 fps ∼100% +55%
Aorus GTX 1080 Gaming Box (XPS 15 9575)
GeForce GTX 1080 (Desktop),
89.9 fps ∼65%
Dell Inspiron 15 7000 7577 4K
GeForce GTX 1060 Max-Q, 7700HQ, SK hynix SC311 M.2
71.4 fps ∼51% -21%
Intel Hades Canyon NUC8i7HVK
Vega M GH, 8809G, Intel Optane 120 GB SSDPEK1W120GA
65.9 fps ∼47% -27%
Overwatch - 1920x1080 Epic (Render Scale 100 %) AA:SM AF:16x
Eurocom Sky X4C
GeForce GTX 1080 (Laptop), 8700K, Samsung SSD 960 Pro 1TB m.2 NVMe
195.6 fps ∼100% +31%
Aorus GTX 1080 Gaming Box (XPS 15 9575)
GeForce GTX 1080 (Desktop),
149 fps ∼76%
Dell Inspiron 15 7000 7577 4K
GeForce GTX 1060 Max-Q, 7700HQ, SK hynix SC311 M.2
102 fps ∼52% -32%
Intel Hades Canyon NUC8i7HVK
Vega M GH, 8809G, Intel Optane 120 GB SSDPEK1W120GA
71 fps ∼36% -52%
min. mittel hoch max.
BioShock Infinite (2013) 113.4fps
Metro: Last Light (2013) 65.6fps
Thief (2014) 72fps
The Witcher 3 (2015) 73.740.7fps
Batman: Arkham Knight (2015) 9957fps
Metal Gear Solid V (2015) 60fps
Fallout 4 (2015) 86.9fps
Rise of the Tomb Raider (2016) 76.8fps
Ashes of the Singularity (2016) 69.565.3fps
Overwatch (2016) 149fps
Mafia 3 (2016) 57.8fps
Prey (2017) 123.2fps
Dirt 4 (2017) 77.555.6fps
F1 2017 (2017) 8162fps
Middle-earth: Shadow of War (2017) 8469fps
Destiny 2 (2017) 89.9fps
Final Fantasy XV Benchmark (2018) 54.7fps

Stresstest

Um potenziellen Probleme mit Throttling auf die Schliche zu kommen, haben wir unseren üblichen Stresstest durchgeführt. Wenig überraschend lagen die Temperaturen deutlich niedriger als bei Gaming-Notebooks, die mit derselben GTX-1080-GPU ausgestattet waren. So wurde beispielsweise die GPU des kürzlich getesteten Aorus X9 DT bei FurMark bis zu 84 °C warm, wohingegen die Aorus Gaming Box lediglich 66 °C erreichte. Die Taktraten waren minimal höher und erreichten stabile 1.873 MHz verglichen mit den 1.848 MHz des Aorus X9. Das Razer Blade Pro taktete sogar noch niedriger.

Die Performance war auch über lange Zeit hinweg stabil. Witcher 3 ohne Interaktion lief abgesehen von ein paar kurzen Einbrüchen auf 30 FPS zu Beginn unseres Tests mit stabilen Bildraten.

Leerlauf
Leerlauf
FurMark-Stress
FurMark-Stress
Witcher-3-Stress
Witcher-3-Stress
 
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The Witcher 3 ultra
CPU-Takt (GHz) GPU-Takt (MHz) Durchschnittliche CPU-Temperature (°C) Durchschnittliche CPU-Temperature (°C)
Leerlauf -- 139 ~57 27
FurMark-Stress -- 1.519 ~57 66
Witcher-3-Stress ~3,7 1.873 ~57 58

Emissionen

Geräuschemissionen

Zusätzlich zu dem einzelnen 130 mm großen Lüfter auf der Grafikkarte sitzen im Gehäuse noch drei weitere kleinere Lüfter zur Kühlung des Netzteils sowie zur Verbesserung der Luftzirkulation. Ist die GPU aktiv, laufen alle Lüfter los. Im Leerlauf dreht der große GPU-Lüfter mit rund 500 RPM langsam vor sich hin und erzeugt einen Schalldruckpegel von 32,6 dB(A). Wirklich lautlos wird es anders als bei den meisten Ultrabooks nie, die Geräuschemissionen liegen jedoch im Bereich eines typischen Gaming-Notebooks. Viel wichtiger ist aber, dass die Lüfter weder pulsieren noch plötzliche Drehzahländerungen vollführen, was bei Lüftern in Gaming-Notebooks sehr regelmäßig vorkommt.

Witcher 3 lässt die Lüfterdrehzahl auf rund 1.100 RPM und den Schallpegel auf 42 dB(A) ansteigen. Auch damit liegt die eGPU in etwa gleichauf mit den meisten Gaming-Notebooks. Da der Lüfter deutlich größer ist als ein typischer Laptop-Quirl, ist die Frequenz deutlich niedriger und somit beim Spielen viel weniger störend. In der Praxis wird vermutlich der Laptop lauter sein als die eGPU. Die höchste von uns gemessene Lautstärke betrug bei manuell aktivierter maximaler Drehzahl 54 dB(A). Beim Spielen mit Standard-Lüfter-Einstellungen wurde die eGPU aber nie auch nur annähernd so laut.

Nicht unerwähnt bleiben darf, dass der hintere Lüfter des Netzteils immer dann lief, wenn das eGPU-Dock per Thunderbolt 3 mit einem Laptop verbunden war, selbst dann, wenn letzteres ausgeschaltet wurde. Das Verhalten der Lüfter was also alles andere als optimal. Hinzu kam, dass die eGPU manchmal aus unerklärlichen Gründen den Lüfter sehr laut hochdrehte, obwohl sie gar nicht angeschlossen war.

Gaming Box (Weiß: Hintergrund, Gelb: Leerlauf, Rot: Witcher 3, Grün: maximale Drehzahl)
Gaming Box (Weiß: Hintergrund, Gelb: Leerlauf, Rot: Witcher 3, Grün: maximale Drehzahl)
MSI GS63VR 7RF. Die Lüftergeräusche sind beim Notebook hochfrequenter als bei der Gaming-Box.
MSI GS63VR 7RF. Die Lüftergeräusche sind beim Notebook hochfrequenter als bei der Gaming-Box.

Lautstärkediagramm

Idle
32.6 / 32.6 / 32.7 dB(A)
Last
32.7 / 54.2 dB(A)
  red to green bar
 
 
30 dB
leise
40 dB(A)
deutlich hörbar
50 dB(A)
störend
 
min: dark, med: mid, max: light   Audix TM1, Arta (aus 15 cm gemessen)   Umgebungsgeräusche: 28 dB(A)
Aorus GTX 1080 Gaming Box (XPS 15 9575)
GeForce GTX 1080 (Desktop),
Zotac ZBOX Magnus EK71080
GeForce GTX 1080 (Desktop), 7700HQ, Samsung PM961 MZVLW256HEHP
HP Omen X 17-ap002ng
GeForce GTX 1080 (Laptop), 7820HK
Aorus X9 DT
GeForce GTX 1080 (Laptop), 8950HK, Transcend TS1TMTE850
Gigabyte Aero 15X v8
GeForce GTX 1070 Max-Q, 8750H, Toshiba NVMe THNSN5512GPU7
Geräuschentwicklung
-10%
-2%
-23%
-10%
aus / Umgebung *
28
29.9
-7%
30
-7%
30
-7%
29
-4%
Idle min *
32.6
38.6
-18%
31.6
3%
36
-10%
30
8%
Idle avg *
32.6
38.6
-18%
31.6
3%
37
-13%
31
5%
Idle max *
32.7
39
-19%
31.7
3%
43
-31%
35
-7%
Last avg *
32.7
40.6
-24%
38.4
-17%
50
-53%
49
-50%
Witcher 3 ultra *
42.2
41.7
1%
47.2
-12%
57
-35%
51
-21%
Last max *
54.2
47
13%
48.1
11%
61
-13%
54
-0%

* ... kleinere Werte sind besser

Temperatur

Die Oberflächentemperaturen liegen beim Spielen im Bereich um 30 °C herum. Ein Großteil der Oberfläche wird zur Wärmeabgabe genutzt. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass an drei von vier Seiten der eGPU ausreichend Platz zum Ablüften gelassen werden muss. Es wäre also beispielsweise eher unklug, die eGPU direkt an einer Wand zu platzieren oder auf die Seite zu legen. Der einzige Bereich, der deutlich heißer wurde und somit gemieden werden sollte, ist hinten in unmittelbarer Nähe zum Netzteillüfter. Beim Spielen erwärmte sich das Gehäuse an dieser Stelle auf über 40 °C.

Witcher-3-Last (Oberseite)
Witcher-3-Last (Oberseite)
Witcher-3-Last (vorn)
Witcher-3-Last (vorn)
Witcher-3-Last (Unterseite)
Witcher-3-Last (Unterseite)

Energieverwaltung

Energiebedarf

Das Dell XPS 15 9575 lädt nur mit 65 statt der eigentlich vorgesehenen 100 W
Das Dell XPS 15 9575 lädt nur mit 65 statt der eigentlich vorgesehenen 100 W

Eine eGPU bietet die einzigartige Möglichkeit, den Energiebedarf einer Grafikkarte isoliert von den restlichen Komponenten des Systems, wie Motherboard, CPU und mehr zu betrachten. Bei ruhendem Desktop zog die Gaming Box 21 W aus der Steckdose, bei mittlerer Last (3DMark 06) stieg dieser Wert auf 92 W an. Beim Spielen wurden 150 W benötigt, was 100 W weniger ist, als bei dem mit derselben GPU ausgestatteten Aorus X9. Interessanterweise verhielt sich die Aorus Gaming Box beim Energiebedarf sehr ähnlich wie das Asus Zephyrus M GM501 mit GTX 1070.

Maximale unter Zuhilfenahme von FurMark erzeugte GPU-Last lässt den Energiebedarf auf 206 W hochschießen. Damit ist die Gaming Box vergleichbar mit vielen flotten Gaming-Notebooks. Da unser Testgerät mit einem 450-W-Netzteil ausgestattet war, wäre es also theoretisch möglich, wenn auch nicht angeraten, eine GTX 1080 Ti einzubauen, so denn diese passen sollte.

Unsere Messungen ergaben einen sehr konstanten Energiebedarf bei gleichbleibender Last, was auf eine sehr gleichmäßige GPU-Performance hindeutet. Nicht unerwähnt bleiben sollten die 8 W Verbrauch im ausgeschalteten Zustand, solange die Gaming Box mit einem Laptop verbunden war und an der Steckdose hing. Auch in diesem Zustand kann sie als Ladegerät für per USB angeschlossene Geräte verwendet werden. Wir raten daher dazu, entweder die Thunderbolt-Verbindung zum Laptop oder den Stromstecker zu ziehen, sollte dieser Energiebedarf unerwünscht sein.

Wie bereits erwähnt beherrscht die Gaming Box auch das Laden von Ultrabooks via Thunderbolt 3 mit bis zu 100 W, sofern diese PowerDelivery 3.0 unterstützen. Kurioserweise lud unser XPS 15 9575 jedoch nur mit 65 statt der angegebenen maximal 100 W, die Gründe dafür sind uns unbekannt. Das Standard-Netzteil des XPS 15 9575 liefert bis zu 130 W, daher lädt das System an der eGPU nur sehr langsam oder bei starker Gaming-Last überhaupt nicht.

Leerlauf
Leerlauf
3DMark-06-Last
3DMark-06-Last
Witcher-3-Last
Witcher-3-Last
FurMark bei Sekunden 20 gestartet
FurMark bei Sekunden 20 gestartet
Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.06 / 8 Watt
Idledarkmidlight 21.1 / 21.1 / 21.1 Watt
Last midlight 92.1 / 206 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Metrahit Energy
Aorus GTX 1080 Gaming Box (XPS 15 9575)
GeForce GTX 1080 (Desktop), , , x,
Intel Hades Canyon NUC8i7HVK
8809G, Vega M GH, Intel Optane 120 GB SSDPEK1W120GA, , x,
Zotac ZBOX Magnus EK71080
7700HQ, GeForce GTX 1080 (Desktop), Samsung PM961 MZVLW256HEHP, , x, 0
Aorus X9 DT
8950HK, GeForce GTX 1080 (Laptop), Transcend TS1TMTE850, IPS, 1920x1080, 17.3
Asus Zephyrus M GM501
8750H, GeForce GTX 1070 (Laptop), Samsung SM961 MZVKW512HMJP m.2 PCI-e, IPS, 1920x1080, 15.6
Stromverbrauch
18%
-26%
-60%
-3%
Idle min *
21.1
15.5
27%
27.1
-28%
28
-33%
16
24%
Idle avg *
21.1
16.2
23%
27.4
-30%
37
-75%
19
10%
Idle max *
21.1
16.5
22%
28.8
-36%
40
-90%
26
-23%
Last avg *
92.1
83.4
9%
100.4
-9%
109
-18%
103
-12%
Last max *
206
173.5
16%
186.7
9%
353
-71%
223
-8%
Witcher 3 ultra *
150.3
135.5
10%
243.1
-62%
256
-70%
164
-9%

* ... kleinere Werte sind besser

Pro

+ in 4K-UHD fast so schnell wie eine Desktop-GTX-1080
+ sehr klein, leicht und mobil; nur 3,3 L
+ drei Jahre Garantie standardmäßig
+ insgesamt recht leise beim Gaming
+ verhältnismäßig leichte Wartbarkeit
+ relativ niedrige Temperaturen
+ Gehäuse aus Metall
+ übertaktbar

Contra

- viel langsamer als eine Desktop-GTX-1080 in 1080p
- GPU ist nicht austauschbar ausgelegt
- initiale Sync-Probleme sind nichts ungewöhnliches
- keine zusätzlichen USB-Typ-C-Ports
- kann nicht auf die Seite gelegt werden
- Software unvollständig
- kein Silent-Mode

Fazit

Im Test: Aorus GTX 1080 Gaming Box. Testgerät zur Verfügung gestellt von Gigabyte USA.
Im Test: Aorus GTX 1080 Gaming Box. Testgerät zur Verfügung gestellt von Gigabyte USA.

Wir können die Gaming Box von drei verschiedenen Seiten betrachten: Performance, Software und Kosten. In puncto Performance profitieren Spieler mit 4K-UHD-Ambitionen am meisten von der eGPU, wer in Full HD spielt dagegen bedeutend weniger. Das Performance-Delta zwischen der GTX 1080 in der Gaming Box und unserer Referenz-GTX-1080 ist in 1080p, wo sehr hohe Bildwiederholraten üblich sind, deutlich ausgeprägter. Somit sind 1080p120 oder mehr also durchaus machbar, eine Desktop-GTX-1080 wird dieses Ziel allerdings aufgrund der fehlenden Beschränkung durch Thunderbolt 3 aber deutlich müheloser und bei mehr Spielen erreichen. Sinnvoller wäre 1080p60 mit Super-Sampling, um die GPU-Last möglichst zu maximieren. Dadurch rückt die Gaming Box deutlich näher an eine Desktop-GTX-1080 heran, ansonsten liegt sie um bis zu 30 % zurück.

Die Software fühlt sich im Gegenzug zur Hardware noch immer sehr unfertig an. Die träge Synchronisierung und die notwendige Deaktivierung des Treiber-Signaturzwangs hinterlassen einen faden Beigeschmack. Die Trägheit ist vor allem für all jene Anwender nervig, die regelmäßig an- und abstecken müssen. Die Erweiterung des Bildschirms auf intern + extern ist fehlerbehafteter als die Verwendung mehrerer externer Bildschirme. Im Kern funktioniert die eGPU, bevor die Erfahrung allerdings zum Erlebnis oder gar Genuss wird, muss noch viel Arbeit in die Software gesteckt werden.

Bleibt noch der Kostenaspekt. Der Preis der Gaming Box liegt derzeit rund 200 US-Dollar über der UVP einer GeForce GTX 1080. Da der gegenwärtige Mining-Boom noch immer für künstlich aufgeblasene GPU-Preise sorgt, stellt die Gaming Box ein recht gutes Angebot dar, da sie von dieser Nachfrage losgelöst ist. In der Praxis ist der Aufpreis für die Aorus eGPU also deutlich geringer. Auch die Größe hat uns beeindruckt und wir können nicht oft genug betonen, wie viel kleiner die Aorus Gaming Box verglichen mit den eGPUs von Alienware, Razer, HP oder MSI wirklich ist. Trotzdem könnte die GTX-1070-Version der Gaming Box unter Umständen der bessere Deal sein, wenn es um das reine Preis-Leistungsverhältnis geht. In einigen Szenarien ist der Leistungsunterschied zur GTX 1080 aber eklatant.

Die Aorus Gaming Box ist eines der kleinsten und schnellsten derzeit verfügbaren eGPU-Docks. Ein Großteil der Software ist jedoch noch sehr fehlerbehaftet. In Anbetracht der via Thunderbolt 3 verfügbaren Bandbreite könnte die GTX-1070-Variante der Gaming Box die bessere und ausgewogenere Wahl darstellen.

Preisvergleich

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Autor: Allen Ngo,  9.05.2018 (Update:  6.07.2018)