Notebookcheck

AMD Renoir Architektur: Ryzen 4000 APUs mit Zen 2 und Vega Grafik in 7nm

Aktuell sind drei Varianten von Renoir bekannt

  • 15 Watt U-Serie: Mit einem konfigurierbaren TDP von 12 bis 25 Watt ist dieser Chip für kleine und leichte Notebooks gedacht. Auch er bietet alle 8 Kerne des Chips und muss nur beim garantierten Basistakt deutliche Abstriche hinnehmen.
  • 35 / 45 Watt H-Serie: Aktuell sind zwei Varianten mit 35 und 45 Watt für große Gaming-Notebooks und Workstations angekündigt. Die 35 Watt Variante (HS am Ende) bietet praktisch die gleichen Spezifikationen und könnte auf selektierte Chips basieren. Interessanterweise erhält man derzeit mit dem Ryzen 7 4800H Topmodell nicht die stärkste integrierte Grafikeinheit, da AMD von einer Paarung mit dedizierten GPUs ausgeht. Hier wird also mehr Strom den CPU-Kernen zur Verfügung gestellt. Später könnte es auch ein Ryzen 9 Modell geben.
  • 65 Watt D-Serie: Für Desktops wird es später noch höher getaktete Versionen des Chips (Sockel AM4?) geben

Zen 2 Prozessorarchitektur

Die Zen 2 Kerne konnten sich bereits in den Desktop-Chips der Ryzen-3000-Serie (Matisse) beweisen und können (auch dank 7nm-Prozess) die alten Zen+ Kerne deutlich abhängen.

Integrierte Grafikkarte, weiterhin Vega

Bei der integrierten Grafikkarte kann Renoir nicht sonderlich punkten. Es wird noch nicht die neueste Navi-Architektur eingesetzt, sondern es bleibt beim bekannten Vega Design aus den zwei Vorgängergenerationen. Auch die Shaderanzahl (CUs) wurden nicht erhöht (die ersten Modelle bieten sogar weniger CUs), aber die Taktfrequenz wurde deutlich angehoben.

Features im SoC

Der integrierte Dual-Channel-Speicherkontroller unterstützt nun stromsparenden LPDDR4X-4266-Arbeitsspeicher. PCIe 4.0 wie im Desktop wird von Renoir aber nicht supportet. Es bleibt bei PCI Express 3.0. Auch Thunderbolt (wie in den Intel Ice-Lake-Chips) ist nicht im SoC vorbereitet.

Einschätzung

Durch die schnelle Zen 2 Architektur, Verbesserungen beim Stromsparen und den neuen 7nm-Prozess scheint AMD ein starkes Pferd im Stall zu haben. Die ersten Benchmarks von AMD zeigen hervorragende Cinebench R20 Single- und Multi-Ergebnisse für die U- und H-Serie (Spitzenmodelle). Auch die Energieeffizienz soll große Schritte nach vorne gemacht haben. AMD gibt eine Verdopplung der Performance pro Watt im Vergleich zu der Vorgängergeneration an. 30 Prozent davon sind auf IPC und Design-Verbesserungen zurückzuführen, die restlichen 70 Prozent auf den neuen 7nm Prozess.

Insgesamt gilt es jedoch die Implementation in Notebooks abzuwarten, da hier auch oft nicht alles auch den Chips herausgeholt wird.

PosModellL2 Cache + L3 CacheTDP (Watt)MHz - TurboKerne / ThreadsCinebench R15 CPU Single 64BitCinebench R15 CPU Multi 64BitCinebench R20x264 Pass 1
AMD Ryzen 7 4800H + 8MB452900 ‑ 42008/16
AMD Ryzen 7 4800HS + 8MB352900 ‑ 42008/16
AMD Ryzen 5 4600H + 8MB453000 ‑ 40006/12
AMD Ryzen 5 4600HS + 8MB353000 ‑ 40006/12
AMD Ryzen 7 4800U + 8MB151800 ‑ 42008/16
AMD Ryzen 7 4700U + 8MB152000 ‑ 41008/8
AMD Ryzen 5 4600U3MB + 8MB152100 ‑ 40006/12
AMD Ryzen 5 4500U3MB + 8MB152300 ‑ 40006/6
AMD Ryzen 3 4300U + 4MB152700 ‑ 37004/4
(-) * Geringere Werte sind besser. / n123 Number of benchmarks for this median value / * Geschätzte Position

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AMD Renoir APUs (Ryzen 4000) with up to 8 Zen 2 CPU cores and an integrated Vega GPU.

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Autor: Klaus Hinum,  8.01.2020 (Update: 10.01.2020)