Top 10 Gaming Notebooks im Test bei Notebookcheck

Florian Glaser , 01.08.2014

Update August 2014. Hier finden Sie die aktuellen Top-Gaming-Notebooks im Test bei Notebookcheck in den letzten Monaten. Unsere Top-Liste wird laufend aktualisiert, redaktionell gewartet und kommentiert und soll bei anstehenden Kaufentscheidungen helfen.

Frische Impulse. Wenn man das Portfolio mancher Hersteller betrachtet, neigt sich die Zeit der klassischen Gaming-Laptops (groß, dick & schwer) langsam aber sicher dem Ende zu. Zwar tummeln sich anno 2014 noch jede Menge Spiele-Monster auf dem Markt (z. B. das kürzlich getestete Asus G750JM), der Trend geht aber eindeutig Richtung »leicht und mobil«. Neben Gigabyte (P34G v2, P35W v2) und Lenovo (Y40Y50) wäre an dieser Stelle MSI (GS60, GS70) zu nennen. Allerdings haben die meisten Notebooks mit einer hohen Temperatur- und Geräuschentwicklung zu kämpfen, wie unsere Tests untermauern.

Die Vorteile eines dünnen High-End-Laptops, das nicht allzu viel wiegt, sind offensichtlich: Reisefreudige Spieler, welche ihr Gerät auch mal in der Uni oder im Büro einsetzen möchten, jubeln über den deutlich angenehmeren Transport. Entsprechend werden in der Zukunft immer mehr flache Notebooks erscheinen. Ob und wann diese auch für empfindliche Nutzer geeignet sind (Stichwort Lautstärke und Wärmehaushalt), muss sich erst noch zeigen.

Top 10 der letzten 8 Monate zum Zeitpunkt der Artikelerstellung; aktuelle Tests zuerst

#Date%ModelWeightDisplayCPUGPURAMDiskPrice/Buy
neu07/14

81%

Gigabyte P34G v21,8 kg14,0" 1920x1080 mattIntel Core i7-4700HQNVIDIA GeForce GTX 860M8 GBSSDhier für 1.399.- kaufen
neu07/1480%Aorus X7 v23,2 kg17,3" 1920x1080 mattIntel Core i7-4710HQNVIDIA GeForce GTX 860M SLI16 GBSSDhier für 2.199.- kaufen
neu07/1480%Lenovo Y50-702,4 kg15,6" 1920x1080 mattIntel Core i7-4700HQNVIDIA GeForce GTX 860M16 GBSSHDhier für 999.- kaufen

Weitere Tests im jeweiligen Monat

Kommentar der Redaktion

Asus G750JM
Asus G750JM

Asus G750JM: Siegertreppchen

Beginnen wir die August-Top-10 mit einem Vertreter der konventionellen Gaming-Riege. Trotz der eingeschränkten Wartungsoptionen (Lüfter nicht direkt zugänglich) und der harten Konkurrenz zählt das G750 zu den besten High-End-Notebooks überhaupt. Im Vergleich zu anderen 17-Zoll-Gamern wie dem Alienware 17, dem MSI GT70, dem One K73-4N und dem Schenker XMG P704 ist der Asus Spross nicht nur ruhiger, sondern oftmals auch kühler.

Nachdem wir die Topvarianten G750JZ (GTX 880M) und G750JS (GTX 870M) schon vor längerer Zeit überprüft haben, musste im letzten Monat das G750JM-T4014H seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Während die Displayqualität »nur« mittelprächtig ist, fallen andere Kategorien (Verarbeitung, Eingabegeräte, Akkulaufzeit, Sound...) überdurchschnittlich aus. Besonders erstaunt hat uns die Tatsache, dass Asus nicht die Kepler-, sondern eine übertaktete Maxwell-Version der GTX 860M nutzt. Lediglich das enorme Gewicht (~3,9 Kilogramm) und die fehlende SSD verwehren dem Modell ein »Sehr Gut«.

Asus GL550JK
Asus GL550JK

Asus GL550JK: N550JK umgestylt

Der 15-Zoll-Bruder GL550JK, welcher an das Multimedia-Pendant N550JK erinnert, schlug sich im Test ebenfalls wacker. Zwar existieren diverse Alternativen, die flacher und/oder leichter sind, Asus punktet im Gegenzug jedoch mit einem erstklassigen IPS-Display, einer knallroten Tastaturbeleuchtung und einem schicken Design. Hinzu kommt ein moderater Geräuschpegel, wie man ihn im Gaming-Bereich eher selten findet. Schade allerdings, dass als Grafikkarte nur die DDR3-Version der GTX 850M dient. Mit GDDR5-VRAM wäre das GL550JK ca. 20 % schneller. Der mitgelieferte Subwoofer kann über dieses Manko nicht ganz hinwegtrösten. Für das nächste Modell würden wir uns zudem einen kräftigeren Akku und ein »normales« Touchpad wünschen. Dass sich die Unterseite nur per Torx-Schraubendreher entfernen lässt, ist ebenfalls suboptimal.

Da Asus ansonsten fast alles richtig macht, ergattert das GL550JK-CN391H eine Gesamtnote von 85 %. Wer ohne Blu-ray Combo und Solid State Drive leben kann, spart beim Kauf des CN390H einen ordentlichen Batzen Geld. 1.400 Euro sind trotz der zahlreichen Pluspunkte etwas happig (für diesen Preis bekommt man ein deutlich potenteres Notebook).

Gigabyte P34G v2
Gigabyte P34G v2

Gigabyte P34G v2: Schönheitswahn

Mit dem P34G v2 hat Gigabyte eines der flachsten Gaming-Notebooks kreiert, das es momentan zu kaufen gibt. Rund zwei Zentimeter Bauhöhe sind für ein 14-Zoll-Gerät ebenso wenig wie ein Gewicht von knapp 1,8 Kilogramm. Zwar enttäuschte unser Testgerät hinsichtlich der Verarbeitung, anhand des baugleichen Schenker C404 (Artikel erscheint in Kürze) konnten wir jedoch feststellen, dass nicht die ganze Serie betroffen ist.

Unabhängig davon besticht das P34G v2 durch ein modernes und edles Design. An der Anschlussverteilung und der Akkulaufzeit gibt es ebenfalls nichts zu meckern. Größtes Highlight ist unserer Ansicht nach das matte Full-HD-Display auf IPS-Basis: Schwarzwert, Blickwinkel und Kontrast bewegen sich auf einem hohen Niveau. Dank der GeForce GTX 860M und dem eingebauten Solid State Drive machen nicht nur Spiele, sondern auch der Windows-Alltag Spaß. Das Kühlsystem beäugen wir hingegen kritisch. Obwohl die Lüfter im 3D-Betrieb kräftig auftouren, wird das Chassis ziemlich heiß (gleiches gilt für die Komponenten). Die Stabilität der Tastatur und die Soundwiedergabe könnte der Hersteller auch noch verbessern. Aufgrund der wenigen Alternativen verdient das P34G v2 dennoch eine Chance.

Gigabyte P35W v2
Gigabyte P35W v2

Gigabyte P35W v2: Hot-Swap-Junkie

Sie mögen es größer und leistungsfähiger? Dann bietet sich das P35W v2 an. Gigabyte wagt auch in diesem Fall ein recht dünnes Gesamtkonzept (21 Millimeter Höhe). 2,5 Kilogramm lassen sich anständig transportieren und deuten eher auf ein Office-Notebook hin. Auch sonst erbt das P35W v2 die Stärken des kompakteren Bruders. Sei es nun die Anschlussausstattung, die Tastaturbeleuchtung oder das hochwertige IPS-Panel. Beim Thema Akkulaufzeit spielt das Gerät ebenfalls vorne mit. Die Leistung ist sowieso über jeden Zweifel erhaben. Nvidias High-End-Chip GeForce GTX 870M befeuert die meisten Games selbst mit aktivierter Kantenglättung ruckelfrei.

Kritik hagelt es wieder für die Emissionen. Neben der Lautstärke sind auch die Gehäusetemperaturen deftig. So konnten wir im Stresstest (nicht sehr praxisnahes Szenario) mehr als 50 dB(A) respektive 60 °C messen. Gut hat uns derweil die Hot-Swap-Funktion gefallen. Je nach Bedarf steckt in der Notebook-Front entweder ein optisches Laufwerk oder ein zusätzlicher Massenspeicher. Nimmt man alle Aspekte zusammen, erhält das P35W v2 eine Wertung im unteren 80er-Bereich – nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Hinweis: Ein Test zur Schenker Variante C504 ist bereits geplant (mit GTX 860M).

Aorus X7 v2
Aorus X7 v2

Aorus X7 v2: Duo Infernale

Das Aorus X7 v2 stammt indirekt ebenfalls von Gigabyte (Tochterunternehmen). Frei nach dem Motto »ein Grafikchip ist nicht genug«, integriert der Hersteller gleich zwei Grafikkarten. Zwar sorgt das Update von der GTX 765M SLI auf die GTX 860M SLI nur für einen dezenten Geschwindigkeitsschub, dank der ausgereiften Nvidia Treiber rechnet die Combo trotzdem auf dem Level der GeForce GTX 880M. Wegen der Dual-GPU-Konfiguration muss das Aorus X7 jedoch auf eine Grafikumschaltung verzichten. Die Abwesenheit von Nvidias Optimus-Technik äußert sich nicht nur bei den Temperaturen, sondern auch bei der Akkulaufzeit und dem Stromverbrauch. Mehr als drei Stunden lassen sich aus dem Notebook kaum herausquetschen. Dass Aorus dem Touchpad ein Hochglanzfinish verpasst, ist ebenfalls ärgerlich. Zum Preis von knapp 2.000 Euro darf man außerdem eine perfekte Verarbeitung und ein top Display erwarten.

Den Einsatz der Kepler-Architektur können wir Aorus nicht wirklich vorwerfen, da Nvidias Maxwell-Generation bisher noch kein SLI unterstützt. Respekt gebührt vor allem der üppigen Ausstattung. Drei digitale Bildausgänge, drei mSATA-SSDs im RAID 0 und eine beleuchtete Chiclet-Tastatur mit Macro-Keys: Das X7 v2 lässt Gamerherzen höher schlagen. Ganz zu schweigen von der markanten Optik.

Lenovo Y50-70
Lenovo Y50-70

Lenovo Y50-70: Preis-Leistungs-Hit

Man entferne den UltraBay-Schacht (Dual-GPU/Lüfter, Laufwerk oder Massenspeicher) und unterziehe das Y510p einer Schlankheitskur: Voilà, das brandneue Y50-70 ist geboren. Angesichts einer Höhe von 24 Millimetern wirkt das 15-Zoll-Gerät recht dünn, wobei Lenovo erneut auf verspielte Details vertraut. Großflächige Lüftungsgitter sind ebenso ein Markenzeichen des Y50-70 wie ungewöhnlich geformte Tasten. Anders als bei den meisten Notebooks fällt die Bildqualität deutlich hinter den Sound zurück. Die Werte des entspiegelten TN-Panels entpuppen sich als mau. Immerhin wird das Y50-70 optional mit einer (vermutlich besseren) UHD-Anzeige angeboten. Experimentierfreudige Spieler können das Panel auch selbst austauschen, was laut Nutzerkommentaren relativ einfach ist (Tipp: »Lenovo Y50 Screen Replacement« @ Youtube).

Auf der positiven Seite hätten wir nicht zuletzt die komfortable Wartung. Über den abschraubbaren Gehäuseboden erreicht man die komplette Hardware. Ein Gummi-Metall-Mix und Akkulaufzeiten von bis zu acht Stunden sind bei einem 1.000-Euro-Gamer ebenfalls nicht Standard. Der niedrige Preis zwingt Lenovo jedoch zu Kompromissen. So enthält das Testgerät weder eine SSD noch einen mSATA-Schacht. Das Kühlsystem hätte auch mehr Power vertragen. Trotz des »Turbo-Lochs« wird das Y50-70 unter extremen Bedingungen recht heiß bzw. laut. Ein hochglänzender Displayrahmen muss ebenfalls nicht sein.

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Autor: Florian Glaser,  1.08.2014 (Update: 31.07.2014)