AMD Radeon HD 8830M

Die AMD Radeon HD 8830M ist eine DirectX 11.1 Grafikkarte für Notebooks der Mittelklasse. Sie wird in 28nm gefertigt und basiert auf der GCN (Graphics Core Next) Architektur von AMD. Die Grafikkarte ähnelt der Radeon HD 7850M, bietet jedoch etwas geringere Taktraten und ist nur mit DDR3-VRAM ausgestattet. So liegt der Kerntakt bei 575 MHz (Boost 625 MHz), während der Speicher mit 1000 MHz taktet.
Die Radeon HD 8800M Serie basiert wie die 7800M Serie auf dem Desktop Cape Verde Chip der Radeon HD 7770 mit 640 1D Shadern, 16 ROPs und 40 Textureinheiten. Sie taktet jedoch deutlich geringer und dürfte dadurch auch einen geringeren Stromverbrauch aufweisen. Die theoretische Rechenleistung der 8830M wird von AMD mit 800 GFLOPS angegeben.
Durch die niedrigen Taktraten und den langsamen Speicher ist die HD 8830M der langsamste Ableger der 8800M-Serie und sollte sich etwa auf dem Niveau der GeForce GT 645M einordnen. Aktuelle und anspruchsvolle Spiele wie Far Cry 3 sind damit meist nur in mittleren Einstellungen flüssig spielbar, während in älteren Titeln auch höhere Settings aktiviert werden können. Die 8800M Serie unterstützt das automatische Umschalten zur Prozessorgrafik welches ab nun Enduro genannt wird (vormals Dynamic Switchable Graphics). Dual-Graphics mit Trinity wird jedoch nicht unterstützt. Dank Eyefinity können bis zu 6 Monitore an den Grafikchip angeschlossen werden. In Verbindung mit Enduro ist jedoch die Prozessorgrafik der limitierende Faktor (da an dieser die Displays angschlossen sind).
Die Rechenleistung des Kerns kann auch per OpenCL 1.2 für generelle Berechnungen genutzt werden.
Die 8800M Serie bietet neben Enduro auch einige zusätzliche Stromspartechniken. AMD hat zum Beispiel Power Gating im Chip implementiert um Bereiche des Grafikchips abzuschalten die nicht benötigt werden. Weiters ermöglicht ZeroCore einen deutlich verringerten Stromverbrauch bei inaktivem Display (natürlich nur ohne Enduro schlagend). Zu guter letzt gibt es noch die PowerTune Funktion mit der AMD den Chip automatisch über- und untertakten kann um innerhalb der TDP Grenzen zu bleiben. Laut AMD wird der Chip z.B. bei extremen Lasten von Furmark oder OCCT SC8 untertaktet und bei Spielen wie Lost Planet, Crysis oder Resident Evil übertaktet um den TDP ideal auszuschöpfen.
Die GPU besitzt auch weiterhin einen integrierten HD Audio Prozessor, der Discrete Digital Multipoint Audio (DDMA) unterstützt und so Audio an mehrere Ausgabegeräte gleichzeitig geschickt werden kann.
Die Leistungsaufnahme profitiert von der niedrigen Taktrate und liegt im mittleren Bereich. Damit eignet sich die 8830M für Notebooks ab 15 Zoll.
| Hersteller | AMD |
| Radeon HD 8800M Serie | Radeon HD 8870M 640@725MHz Radeon HD 8850M 640@575 - 725MHz Radeon HD 8830M 640@575MHz |
| Architektur | GCN |
| Pipelines | 640 - unified |
| Kerntakt * | 575 MHz |
| Shadertakt * | 575 MHz |
| Speichertakt * | 1000 MHz |
| Speicherbandbreite | 128 Bit |
| Speichertyp | DDR3 |
| Max. Speichergröße | 2048 MB |
| Shared Memory | nein |
| DirectX | DirectX 11.1, Shader 5.1 |
| Transistoren | 1500 Millionen |
| Herstellungsprozess | 28 nm |
| Features | OpenCL 1.2 |
| Notebookgröße | mittel (15.4" z.B.) |
| Erscheinungsdatum | 18.12.2012 |
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